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Fall Peggy: Die Spur der Pollenkundlerin
DPA

Seit 17 Jahren suchen Ermittler den Mörder der kleinen Peggy, nun präsentieren sie einen Beschuldigten. Unter Verdacht geriet der 41-Jährige aufgrund winziger Spuren - und weil sein Alibi offenbar nicht stimmte.

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m.m.s. 21.09.2018, 18:43
1. Keine Haft

Kann jemand von euch erklären, warum es kein Haftgrund ist wenn jemand eine Ermordete illegal wegschafft, und dieser Tat überführt ist. Ich meine, da besteht gar kein dringender Tatverdacht mehr, die Tat ist bereits bewiesen. Oder gibt es da eine Lücke im Gesetz?

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itajuba 21.09.2018, 18:54
2.

Nimmt das tote Mädchen im Auto mit, begräbt es im Wald, verbrennt ihre Jacke und den Schulranzen, sagt der Polizei gar nichts davon. Diese Tatsachen reichen nicht zu einer Haft?

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guerillawar 21.09.2018, 19:15
3. Ich hoffe

das nun endlich Bewegung in diesem Fall kommt. Ich stamme selber aus den kleinen Ort der seit der Tat nicht mehr zur Ruhe kommt.
Der damalige Beschuldigte Ulvi K., das war mir von Anfang an klar, sollte als Bauernopfer her halten.
Hier ist viel schief gelaufen, seitens der Polizei, die keine Hinweise der Zeugen nach gegangen ist und seitens der Politik die hier uebermaessig Druck aufgebaut hatte.

Das der Beschuldigte nicht in Haft kommt, kann ich irgendwie nicht nach voll ziehen, aber ich bin auch kein Jurist

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stupamundi 21.09.2018, 19:17
4. in dubio pro reo

Für die Beseitigung der Leiche kann keine Haft beantragt werden. Die Erklärung ist sicherlich hahnebüchen, aber für den Mord liegt erstmal ein Indiz vor, das muss jetzt gefestigt werden; nach langen Zeitablauf, wahrscheinlich nur durch weitere Indizien, neue Beweise dürften schwer erbringbar sein.
Die Leichenbeseitigung ist zwar zugegeben, aber besondere Haftgründe, wie, z.B, Verdunkelunsgefahr, oder Flucht scheint nicht angenommen zu werden, also keine Gesetzeslücke, nur normales Verfahren.

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bluemetal 21.09.2018, 19:21
5. Haftgründe

Die Haftgründe für Untersuchungshaft können Sie in der Strafprozessordnung nachlesen. Grob gesagt brauchen Sie schon mal eine schwere Straftat.

Das Ablegen einer Leiche ist nicht mal Strafbar, vielleicht als Störung der Totenruhe. Dafür gibt es genauso wie für einen Ladendiebstahl doch keine Untersuchungshaft !

Dazu muss man wissen, dass gegen Untersuchungshäfinge innerhalb von nur einem halben Jahr i. D. R. Anklage der Staatsanwaltschaft erhoben werden muss sonst wird er vom Landgericht entlassen ! Sprich die Kripo hätte nach Erlass des Haftbefehls für diesen schwierigen umfangreichen Fall kaum Zeit ihn Beweiskräftig aufzuklären und neue Zeugen zu finden. Und dass ist der wahre Grund, Taktik und Zeitgewinnen, einen U-Haftbefehl hätte man sicher auch bekommen können.

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loncaros 21.09.2018, 19:22
6.

Der neue Verdächtige hat wohl Ulvi K. belastet.

Das dürfte den Ermittlern aber gar nicht passen (deswegen ist es so verdächtig still), denn Ulvi K. wurde bereits freigesprochen, und ein neuer Versuch ist ausgeschlossen.

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lasterfahrer 21.09.2018, 19:24
7.

das ganze ist eine riesenschlamperei, aber man hatte sich schnell auf Ulvi K als täter festgelegt, obwohl man damals wohl schon mit ein wenig gesunden menschenverstand drauf hätte kommen können, dass er unschuldig ist. ich frage mich was aus den ermittlern von damals geschehen ist, aber die haben bestimmt trotzdem schön karriere gemacht. ich hoffe wengstens die schämen sich in grund und boden für soviel inkompetenz.

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chueau 21.09.2018, 19:24
8. Unglaublich

Leider heutzutage in vielen Ländern so, dass jemand sich mit haarsträubenden Geschichten sich lange aus der Verantwortung ziehen kann. Diese Person gehört sofort U-Haft. Es geht hier um einen Mord an einem unschuldigen Kind!!

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phboerker 21.09.2018, 19:33
9. Verjährung

Ich könnte mit vorstellen, dass die Taten, die der Mordverdächtige gestanden hat, bereits verjährt sind. Außerdem heißt ja ein Geständnis ohnehin nicht, dass man erst einmal einsitzt. Das tut man nach dem Urteil, wenn man zum Haftantritt geladen wird. Selbst der Termin dafür ist meines Wissens in gewissen Grenzen verschiebbar.

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