Forum: Panorama
Fame Fatale: Ikone des Bösen

Osama Bin Laden*wurde zur Strecke gebracht, *die*USA triumphieren. Doch der einst meistgesuchte Mann der Welt bleibt gefährlich - denn sein Tod macht ihn zum Märtyrer.

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leconnecteur 03.05.2011, 15:52
1. Nanu ...

... was bewegt denn Fr. Kammerer auf einmal, die wirklich wichtigen und weltbewegenden Themen wie Superyachten in der Karibik oder Alter-Mann-Junge-Frau-Liaisonen zu ignorieren und über so profanes wie die Bin-Laden-Tötung zu schreiben?! Und dabei geht sie sogar nur eine Zeile lang auf seinen "Look" ein und ihren Assistenten, den Armen, lässt sie ganz unerwähnt?

Mein Weltbild bröckelt...

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frubi 03.05.2011, 16:10
2. .

Zitat von sysop
Osama Bin Laden*wurde zur Strecke gebracht, *die*USA triumphieren. Doch der einst meistgesuchte Mann der Welt bleibt gefährlich - denn sein Tod macht ihn zum Märtyrer.
Ich glaube, dass wir im Westen den bin Laden zu wichtig genommen haben und weiterhin nehmen. Woher wissen wir überhaupt, wie stark seine Anhängerschaft war und ist? Vieleicht gibt es auch eine hohe Anzahl an Terroristen, die zwar die selben Ziele verfolgen wie bin Laden, denen dieser Typ aber ansonsten nicht wirklich sympathisch war.

Zudem finde ich es etwas übertrieben, den bin Laden als personifiziertes Böse darzustellen. Alles eine Sache des Blickwinkels. In anderen Teilen der Welt gilt GW Bush als Ikone des Bösen. In anderen Teilen der Welt gilt der Jude als das Böse, der Satan. Viele Gläubige sehen die Heiden als das pure Böse. Beinahe jeder von uns hat seine eigenen Feindbilder. Bei dem einen ist es der Nachbar und bei dem anderen ist es der Chef von Goldman Sachs. Wieso also stellt man Osama als das personifizierte Böse raus? Was ist mit all den Serienmördern, die ohne jegliche Ideologie sondern rein aus purem Spaß töten?

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Erich91 03.05.2011, 16:10
3. Nein

Für mich und jeden anderen normalen Menschen ist bzw. war
Bin Laden ein ganz erbärmlicher Verbrecher.
Feige, hinterhältig brutal und hässlich.
So ein mieser Typ kann niemals ein Märtyrer sein.
Vielleicht hätte sich die gnädige Frau mal informieren sollen, was man unter Märtyrer versteht.
Als Märtyrer wird er jetzt nur von den Pressefussi's hochstilisiert.

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Heinz-und-Kunz 03.05.2011, 16:30
4. Na und?

Zitat von sysop
Doch der einst meistgesuchte Mann der Welt bleibt gefährlich - denn sein Tod macht ihn zum Märtyrer.
Ist das etwa ein Grund ihn nicht zu töten? Er ist dem Konflikt, den er begonnen hat zum Opfer gefallen. Hach, wie tragisch aber auch!

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frubi 03.05.2011, 16:39
5. .

Zitat von Heinz-und-Kunz
Ist das etwa ein Grund ihn nicht zu töten? Er ist dem Konflikt, den er begonnen hat zum Opfer gefallen. Hach, wie tragisch aber auch!
Also über den Beginn kann man durchaus streiten. Hätten sich die Amerikaner nicht in die Besetzung der Sovjets in Afghanistan eingemischt und es im Anschluss verpasst, die Taliban nicht dermaßen fallen zu lassen, dann hätte es ggf. keine Agressionen gegen Amerika aus dieser Region gegegeben. Zudem wurde bisher kaum über die teilweise berechtigten Motive der Gotteskrieger gesprochen. Amerika hat sich massiv in dieser Region eingemischt. Erst vor kurzem wurden einige ehemalige Marionetten ins Exil geschickt. In Saudi Arabien haben die Amerikaner als Großkunde ebenfalls einen starken Verbündeten und auch das passt den Dschihadisten überhaupt nicht. Ich will damit auf keinen Fall die feigen Anschläge der Terroristen entschuldigen aber al Quaida und islamistischer Terror haben ihre Wurzeln und wenn man das ignoriert, dann macht man sich die ganze Sache zu einfach.

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favela lynch 03.05.2011, 17:01
6. Fame: Fehlanzeige

Also, ich war voller Hoffnung, mehr über den ganzen Goldgrund zu erfahren, ohne welchen eine Ikone nicht denkbar ist. Als wäre Bin Ladens Zeigefinger nicht ein kunstvolles Zitat der Hodigitria. Wäre vielleicht sogar eine Glykophilousa denkbar gewesen? So ganz privat. Nichts. Von all dem Nichts. Nicht einmal ein Hinweis darauf, wo es zur Zeit die geilsten Djellabas online zu kaufen gibt. Natürlich solche, wo die Goldfäden aus Bescheidenheit nach innen wirken. Man zieht sie schließlich über Kopf auf links aus. Was für ein Hintergrund für die Inszenierung des Körpers. Fame: Fehlanzeige!

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nomadas 03.05.2011, 18:31
7. Killing mission II

Schnell, denn er könnte sich sehr schnell entscheiden, eine Verzweiflungstat zu begehen -Gaddafi- er sah am Beispiel Bin Laden, wie es, ruck zuck, over sein kann, das irre Spiel. Von Tripolis aus könnte eine Racheaktion durchaus kommen, denn, wer Lockerbie kann, der kann auch...wer weiss das schon! Geronimo lässt grüßen!

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avollmer 03.05.2011, 18:56
8. Verpasste Chance

Es stimmt, so werden Mythen geschaffen und Ideen, die an Macht gewinnen können.

Die amerikanische Regierung hat die Chance verpasst psychologisch einen vollständigen Sieg und nicht nur einen Punktsieg einzufahren. Ein Video, das Osama lächerlich macht und ihn selbst, lebend, ein verwirrter alter Zausel, den man nicht mal vor Gericht stellt, sondern in ein Altenheim mit Betreuung steckt. Osama mit Rollator am Strand von Miami, zwar unter Bewachung, aber deutlich sichtbar mehr Witz als Terrorist. Das hätte nicht nur die vorhandene Legende zerstört, sondern jeden Mythos im Keim erstickt.

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Gabriel thinks 03.05.2011, 19:14
9.

Zitat von frubi
Zudem wurde bisher kaum über die teilweise berechtigten Motive der Gotteskrieger gesprochen. Amerika hat sich massiv in dieser Region eingemischt. Erst vor kurzem wurden einige ehemalige Marionetten ins Exil geschickt.
Hass als "teilweise berechtigtes Motiv" betrachten zu wollen, ist schon sehr absurd.

Deutschland hat auch keine Terroristen nach Amerika geschickt, obwohl die BRD nach dem Krieg stark von den USA gesteuert war (und davor noch massiv zerstört wurde, Zivilisten angegriffen wurden etc.pp.): Die Menschen hier haben das einzig richtige getan, gearbeitet und aufgebaut.

Es gibt nichts worüber gesprochen werden muss, außer wie man diese agressive und menschenverachtende Horde von Fanatikern richtig behandelt. Und da hat man bei Ihrem Anführer ein klares Zeichen gesetzt.

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