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Faszination Wüste - welche Reiseerfahrungen haben Sie gemacht?

Faszination Wüste: Michael Martin hat sein Leben der fotografischen Erkundung der heißesten und kältesten Regionen der Welt verschrieben. Teilen Sie seine Leidenschaft? Welche solcher Reiseerfahrungen haben Sie gemacht?

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aat 22.02.2010, 00:53
1. Reiseerfahrungen in der Wüste...

Zitat von sysop
Faszination Wüste: Michael Martin hat sein Leben der fotografischen Erkundung der heißesten und kältesten Regionen der Welt verschrieben. Teilen Sie seine Leidenschaft? Welche solcher Reiseerfahrungen haben Sie gemacht?
...habe ich natürlich keine, da das nicht mein Ding ist. Ich ziehe aber meinen Hut vor jemandem, der es geschafft hat als Langhaardackel ein Dutzend Sponsoren zu finden, die ihm sein Reiseleben finanzieren, um richtiger Arbeit entgehen zu können. Wenigstens er kann am Ende seines Lebens sagen: Ich habe nur das gemacht, was mir Spaß gemacht hat. Das kann wahrlich nicht jeder...

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WildWebWalker 27.02.2010, 18:25
2. "Gesponserter Langhaardackel"

Mensch, aat, da ist dir wohl zu später Stunde der Neid aus den Fingern geflossen. Etwas mehr Respekt bitte vor dem Mut und der Fähigkeit, mit ungewöhnlichen Ideen sein Leben zu meistern und anderen Menschen die Augen zu öffnen, damit den Horizont zu erweitern! Würde dir auch nichts schaden, einen Vortrag von MM zu erleben.

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Huuhbär 27.02.2010, 19:15
3.

Zitat von sysop
Welche solcher Reiseerfahrungen haben Sie gemacht?
Wunderschöne und fazinierende Erlebnisse mit Mensch, Tier und Sand.

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Transmitter 27.02.2010, 21:01
4. Fata Morgana

Zitat von sysop
Faszination Wüste: Michael Martin hat sein Leben der fotografischen Erkundung der heißesten und kältesten Regionen der Welt verschrieben. Teilen Sie seine Leidenschaft? Welche solcher Reiseerfahrungen haben Sie gemacht?
In der Wüste Sahara sah ich Sand. Unglaublich viel Sand. Bis zum Horizont Sand, Sand und nochmals Sand. Am Himmel eine riesige, gleissend weisse Sonne. Und es war verdammt heiß. Nichts, was Schatten spendete, weit und breit nichts.

Doch, in einigen Kilometern Entfernung, war eine kleine, grüne Oase zu erkennen. Ein kühler Teich, Gras darum herum, ein paar Dutzend Palmen, die wohltuenden Schatten spendeten. Ein dezent angebrachtes Schildchen verriet, um was es sich handelte. "Steueroase" stand darauf.

Völlig ausgetrocknet, verschwitzt und verklebt, dem Dursttod nahe, lief ich auf diesen kleinen, grünen, schattigen Ort zu, als sich plötzlich der Himmmel verdüsterte und ein riesiger Arsch erschien. Dieser Arsch schiss die kleine Oase unvermittelt zu. Aber so, das nichts, aber auch nichts mehr von dem Teich, den Palmen und dem grünen Gras zu erkennen war. Nur noch Scheisse. Ein riesiger Berg Scheisse.

Und Zack: Sofort war der Riesenarsch wieder weg. So plötzlich, wie er erschienen war. Wer rechtzeitig genau hinsah, konnte gerade noch den oberen Rand einer dreckig-grauen Baumwoll-Unterhose erkennen in welchen eingestickt zu lesen war: Peer Steinbrück - Finanzminister der Teutonen.

Und dann war da nur noch wieder diese Sonne. Riesig! Gleissend weiss. . .

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matthias51 27.02.2010, 22:06
5. Fürsorgliche Frage

Zitat von Transmitter
In der Wüste Sahara sah ich Sand. Unglaublich viel Sand. Bis zum Horizont Sand, Sand und nochmals Sand. Am Himmel eine riesige, gleissend weisse Sonne. Und es war verdammt heiß. Nichts, was Schatten spendete, weit und breit nichts. Doch, in einigen Kilometern Entfernung, war eine kleine, grüne Oase zu erkennen. Ein kühler Teich, Gras darum herum, ein paar Dutzend Palmen, die wohltuenden Schatten spendeten. Ein dezent angebrachtes Schildchen verriet, um was es sich handelte. "Steueroase" stand darauf. Völlig ausgetrocknet, verschwitzt und verklebt, dem Dursttod nahe, lief ich auf diesen kleinen, grünen, schattigen Ort zu, als sich plötzlich der Himmmel verdüsterte und ein riesiger Arsch erschien. Dieser Arsch schiss die kleine Oase unvermittelt zu. Aber so, das nichts, aber auch nichts mehr von dem Teich, den Palmen und dem grünen Gras zu erkennen war. Nur noch Scheisse. Ein riesiger Berg Scheisse. Und Zack: Sofort war der Riesenarsch wieder weg. So plötzlich, wie er erschienen war. Wer rechtzeitig genau hinsah, konnte gerade noch den oberen Rand einer dreckig-grauen Baumwoll-Unterhose erkennen in welchen eingestickt zu lesen war: Peer Steinbrück - Finanzminister der Teutonen. Und dann war da nur noch wieder diese Sonne. Riesig! Gleissend weiss. . .
Was haben Sie den eingenommen? Zuviel Kamelkot geraucht?

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Montanabear 27.02.2010, 23:40
6. Faszination Wüste

Zitat von WildWebWalker
Mensch, aat, da ist dir wohl zu später Stunde der Neid aus den Fingern geflossen. Etwas mehr Respekt bitte vor dem Mut und der Fähigkeit, mit ungewöhnlichen Ideen sein Leben zu meistern und anderen Menschen die Augen zu öffnen, damit den Horizont zu erweitern! Würde dir auch nichts schaden, einen Vortrag von MM zu erleben.
Da stimme ich Ihnen zu. Er klingt wirklich sehr neidisch. So eine Fahrtdurch die Wüste ist nicht nur Zuckerlecken. Der fahrbare Untersatz kann jederzeit Sand ins Getriebe kriegen, sodaß man weit weg von jeder Zivilisation die eiskalte Nacht in der Wüste verbringen muß.
Andererseits ist es jedoch wunderschön. Wir sind vor Zeiten von Tehran nach Isfahan gefahren. Durch die farbenfrohe Wüste, vorbei an alten verfallenen Karawansereien, die fast ihre Geschichte durch den gebremsten Wind säuselten, vorbei an bizarr geformten Bergstumpen, je nach Gesteinsart mehr oder minder verwittert, Streifen freilegend wie Geständnisse. Das Schattenspiel, das Spiel der Farben gegen Sonnenuntergang, irgendwo dann ein verkacheltes Rinnsal - unvergesslich schön.
Von Isfahan nach Schiraz streikte unser Auto dann doch. Wir wurden freundlich von einigen Qashqaiaufgenommen, bis er wieder heile war. Wer das gemacht hatte und wo haben wir nie erfahren. Hinterher erst wurde uns gesagt, wieviel Glück wir gehabt hatten.
Oder die wiegenden Palmen am Persischen Golf. Sie sehen aus , als hätten sie sich schon Jahrtausende so unterordnend dem Wind ergeben,: flexibel, elegant und doch stark. Sie winken, sie wanken, als wollten sie ihreWurzeln aus dem Sand befreien undin das Wasser stelzen. Fast ein Andersen Märchen...

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maximal-debil 26.03.2010, 13:28
7. die Stille

....und dann konnte man sich in der südlichen Sahara auf 100 m Entfernung mit normaler Lautstärke unterhalten.

Kein Wunder, dass die Religionen aus der Wüste kommen.

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bayerlein2010 04.04.2010, 12:01
8.

Zitat von sysop
Faszination Wüste: Michael Martin hat sein Leben der fotografischen Erkundung der heißesten und kältesten Regionen der Welt verschrieben. Teilen Sie seine Leidenschaft? Welche solcher Reiseerfahrungen haben Sie gemacht?
Wow -die Wueste ist ein Paradies. Ich war schon zichmal in den Wahibasands einer Wueste im Oman. Die Wuesten sind die wenigen Rueckzugsgebiete in denen man noch erleben kann wie klein der Mensch ist und wie abhaengig wir von Technik sind. Also ich empfehle jedem einmal dieses Erlebins zu erleben und sich auf das wesentliche zu konzentieren!!!

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kawa650 06.04.2010, 17:34
9.

Zitat von aat
...habe ich natürlich keine, da das nicht mein Ding ist. Ich ziehe aber meinen Hut vor jemandem, der es geschafft hat als Langhaardackel ein Dutzend Sponsoren zu finden, die ihm sein Reiseleben finanzieren, um richtiger Arbeit entgehen zu können. Wenigstens er kann am Ende seines Lebens sagen: Ich habe nur das gemacht, was mir Spaß gemacht hat. Das kann wahrlich nicht jeder...
Das klingt unfassbar ignorant und sogar beleidigend!
Wenn Sie einmal Reiseleben, Biografie und Vorträge des Michael Martin verfolgt hätten, würden Sie erkennen, dass dieser "Langhaardackel" SEHR VIEL GEARBEITET hat, und dies mit Sicherheit mit wesentlich mehr Anstrengung, als Sie es wahrscheinlich bei Ihrer Arbeit tun würden. Dass Arbeit auch Spaß machen kann, ist unumstritten; dass sie aber auch weltweit anerkannt wird, u.a. durch die UNESCO, wird Ihnen bestimmt nicht gegönnt sein. Dieser "Spaß", der aus einem Forscher- und Abenteuerdrang entstanden ist, hat auch Einzug in die Fachwelt gefunden und dort weltweite Anerkennung ausgelöst.

Ist das keine "richtige Arbeit"?

Ich würde gerne Ihre Antwort dazu lesen!
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Meine Erfahrung mit Wüsten:

Auch ich bin ein Langaardackel, der in seinem Leben viel mit dem Motorrad oder auf eine andere Art, z.B. als Rucksackreisender, unterwegs war; allerdings habe ich es nur bis in einen kleinen Ableger einer echten Wüste geschafft, nämlich in die Sahara-Sanddünen auf Gran Canaria.

Dort war ich ungemein überrascht und auch fasziniert von diesen Sandbergen, die eigentlich ein Abklatsch sind gegenüber den "echten" Sandwüsten dieser Erde, aber nicht viel weniger heiß!

Ich bin dort fast einen ganzen Tag zu Fuß auf 'Entdeckungsreise' gewesen: und es ist erstaunlich, wie viel ich entdecken konnte! Nicht nur die Formen der Dunas, sondern auch ihre Höhen überraschten mich: schließlich ist das nur Sand, der über das Meer hierher geweht wird, und sich hier ebenso verhält wie in der Sahara selbst. Unglaublich schön waren diese Formen, die sich ständig veränderten.

Auch Leben hatte ich hier in diesen brutal heißen Senken zwischen den Dünen entdeckt: Schlangen und auch zwei Skorpione, viel öfter aber abgeworfene Schlangenhaut; Touries hatte ich übrigens viel weniger gesehen, nur zwei, die mit Kamelen und einem Führer unterwegs waren...

Einige Tage später hatte ich versucht, in diese "Wüste" mit dem kleinen gemieteten Geländemotorrad einzudringen: ein Unterfangen, das ich bald aufgeben musste, denn es war schier unmöglich!
Insofern muss ich dem Michael Martin noch mehr Respekt abzollen: er war mit einer völlig überladenen, überschweren Maschine plus Sozia unterwegs!

Viele Grüße

kawa650

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