Forum: Panorama
Feuerkatastrophe in London: "Wie in der Dritten Welt"
DPA

Die Ursache des Feuers im Londoner Grenfell Tower ist noch unbekannt. Doch die Kritik an den Brandschutzmaßnahmen wird lauter. Ein Experte spricht von komplettem Versagen.

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kopi4 15.06.2017, 08:18
10.

Zitat von darko
soll die Verantwortung auf eine Firma und die Eigentümer des Hochhauses geschoben werden. Der Brand soll in einer Wohnung ausgebrochen sein . Ein naheliegender Gedanke : was hindert eigentlich Terroristen , sich in einem Hochhaus einzunisten und einen solch archetypisch verheerenden Brand zu entfachen ?
Genau, es gibt Dinge die man nicht verhindern kann. Das Terroristen sich "einnisten" gehört dazu oder,anderes Beispiel, das Leute bei jeder Katastrophe absurde Verschwörungstheorien verbreiten.

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brandmeister 15.06.2017, 08:21
11.

Zitat von darko
soll die Verantwortung auf eine Firma und die Eigentümer des Hochhauses geschoben werden. Der Brand soll in einer Wohnung ausgebrochen sein . Ein naheliegender Gedanke : was hindert eigentlich Terroristen , sich in einem Hochhaus einzunisten und einen solch archetypisch verheerenden Brand zu entfachen ?
Ob der Hauseigentümer oder die ausführende Firma schuldhaft gehandelt haben, wird erst eine Untersuchung aufdecken können. Meiner Meinung nach ist es sogar sehr wahrscheinlich, daß sich diese an die geltenden Bestimmungen gehalten haben.
Auch in Deutschland brauchte es erst 1996 den Flughafenbrand von Düsseldorf, um Bauvorschriften und die Überwachung der Einhaltung zu verschärfen.

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f_eu 15.06.2017, 08:22
12.

Zitat von laermgegner
lächerlich, was die deutschen Experten von sich geben- solche Brandfälle kann es meiner Meinung nach auch in D geben . Die Fassendenbrände in Frankfurt am Main haben z.B. gezeigt, dass auch unkontrollierte Feuer entstehen können. Aber D ist ja so gut, dass wegen Auflagen ganze Flughäfen nicht in Betrieb gehen. Bei uns muß man sogar für jeden Kleinkram die Feuerwehr holen, bei die Behörden nicht gebakchen bekommen. Aber auch die Gesundheit * Leben spielt dabei keine Rolle.
So etwas spektakuläres hat es in Deutschland noch nicht gegeben und wird es auch nicht weil an unseren Hochhausfassaden A1 Baustoffe kleben.

Dass der Brandschutz in Deutschland allerdings besser ist falsch. Das bezeugen 17 Tote im Flughafen Düsseldorf oder der Brand am "Bergmanns Heil" in Bochum der sich so wie geschehen nicht hätte ausbreiten dürfen.

In Arnsberg-Neheim hat man den Anbau einen Forums (Forderung F90 laut BauO NRW) im 2ten OG (an der Leitergrenze 7,00 m) an der Michael Grundschule in F30 Bauweise zugelassen und dann etwas aus Holz dahin gebaut für das noch nicht einmal eine F30 Zulassung beigebracht werden konnte.

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brandmeister 15.06.2017, 08:25
13.

Zitat von laermgegner
lächerlich, was die deutschen Experten von sich geben- solche Brandfälle kann es meiner Meinung nach auch in D geben . Die Fassendenbrände in Frankfurt am Main haben z.B. gezeigt, dass auch unkontrollierte Feuer entstehen können. Aber D ist ja so gut, dass wegen Auflagen ganze Flughäfen nicht in Betrieb gehen. Bei uns muß man sogar für jeden Kleinkram die Feuerwehr holen, bei die Behörden nicht gebakchen bekommen. Aber auch die Gesundheit * Leben spielt dabei keine Rolle.
Mit dem entscheidenen Unterschied, daß die Brände in Frankfurt, Hamburg an Gebäuden waren, die unterhalb der Hochhausgrenze sind. Also die Fassaden mithin durch Drehleitern der Feuerwehr erreichbar sind.
Bei Gebäuden die der Hochhausrichtlinie unterliegen ist eine Fassade der Baustoffklasse A1 (nicht brennbar) vorgeschrieben.

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novasun 15.06.2017, 08:27
14. Wo bitte gab es in D einen vergleichbaren Fall?

Kann mich an kein solches Szenario erinnern?
Aber das angeblich deutsche Wärmeisolierung so Feuersicher (nicht) sein soll, hat ja die Hamburger Feuerwehr eindrucksvoll bewiesen

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Pixopax 15.06.2017, 08:28
15. Unser Brandschutz ist vorbildlich..

..er verhindert sogar zuverlässig dass überhaupt Bauten fertig gestellt werden, sie BER, der seit Jahren nicht in Betrieb gehen darf wegen fehlendem Brandschutz.

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MHB 15.06.2017, 08:28
16. Verwundern tut es nicht

Auf der Insel haben sich die Auswüchse ungezügelten Kapitalismus inklusive blinder Privatisierung und Deregulierung durchgesetzt wie in kaum einem anderen Land. Dies ist nur ein Beispiel dazu, wohin das führt ( man könnte sich Gesundheitswesen, Schienennetz oder Wasserversorgung als weitere Beispiele nehmen ... die Liste ist sehr sehr lang ).

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f_eu 15.06.2017, 08:29
17.

Zitat von kloppskalli
ohne Chemiekalienzusatz wuerde das Zeug binnen 10 sekunden Brennen. Deswegen birgt die Verarbeitung (vermutlich) ein erhebliches Risiko fuer die Bauarbeiter die mit dem Zeug umgehen. Vor ein paar Jahren hats einen Kumpel binnen kuerzester Zeist dahingerafft, der seit Jahren mit der kacke in Kontakt war - Zufall?
Sie verwechseln A und B Baustoffe. A Baustoffe sind nicht brennbar. B Baustoffe sind brennbar und werden per Chemie zu schwer entflammbaren SE Baustoffen gemacht.

Dass das nicht funktioniert hat der NDR vor Jahren schon in einem Prüfversuch und Beitrag nachgewiesen und es wird durch zahlreiche Fassadenbrände bestätigt.

Die Brandschutzriegel in SE Fassaden, die der Leiter der Feuerwehr Frankfurt, Herr Prof. Ries, bewirbt haben sich dabei als völlig untauglich erwiesen.

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tofuwurst 15.06.2017, 08:30
18. Was BER betrifft ...

... ist Deutschland wohl auch noch immer von dem Flughafenbrand 1996 in Düsseldorf gezeichnet und in dem Bereich vermutlich besonders kritisch. Das ist tatsächlich auch das was mir gestern als "vergleichbar" in Deutschland als erstes in den Kopf gekommen ist.

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momentmal 15.06.2017, 08:31
19. Wenn aber

...das Gebäude nicht einsturzgefährdet ist, dann ist es wesentlich stabiler gebaut als die Twin-Towers und das WTC-Gebaude Nr. 7 seinerzeit. Vor allem der Brand in letzterem war wesentlich kleiner, trotzdem stürzte es ein. Bautechnisch sind also die Briten den Amerikanern haushoch überlegen, oder?

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