Forum: Panorama
Feuerkatastrophe in London: "Wie in der Dritten Welt"
DPA

Die Ursache des Feuers im Londoner Grenfell Tower ist noch unbekannt. Doch die Kritik an den Brandschutzmaßnahmen wird lauter. Ein Experte spricht von komplettem Versagen.

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wll 15.06.2017, 09:11
30. Kein Titel

Zitat von frenchie3
Das ist auch der Fall wenn in einem hölzernen Strohlager eine gefüllte Gießkanne vorgeschrieben ist. Ein kleiner Seitenhieb bei dieser todtraurigen Sache: lästert noch jemand über übertriebenen Brandschutz bei BER? Lieber zu vorsichtig als auch nur eine viertel so schlimme Katastrophe wie diese. Mir graust vor dem was man jetzt noch im Haus entdecken wird.
Vom Brandschutz im BER wird nur verlangt, dass er die geltenden Vorschriften erfüllt und auch funktioniert. Das kann man wohl kaum als "übertrieben" bezeichnen, insbesondere nach dieser Brandkatastrophe, oder auch dem Brand am Düsseldorfer Flughafen 1996. Und gelästert wird eigentlich nur darüber, dass genau das, auch nach mehrjähriger Verspätung, immer noch nicht der Fall ist...

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Ezechiel 15.06.2017, 09:13
31. Generalfehler.

Bei Hochhäusern dieser Art gehört das Löschwasser nach oben. Es ist technisch machbar oben große Wasservorräte zu haben und ein Löschsystem zu installieren, das nur mit dem Wasserdruck funktioniert. Dadurch erhöhen sich natürlich die Baukosten gewaltig.

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f_eu 15.06.2017, 09:18
32.

Zitat von multimusicman
hat weltweit mit den besten Brandschutz, weil hier klar Sicherheit vor Rendite geht. Es sieht in London ganz danach aus, als sei das Dämmaterial der Aussenfassade der Brandbeschleuniger gewesen.
Auf dem Papier vielleicht.

In der Praxis nicht da es die Möglichkeit der Abweichungen von den Bauvorschriften per Gutachten von s.g "Brandschutzsachverständigen" gibt. Und da gilt dann oft, dass der Gutachter abhängig vom Auftraggeber ist.

Oder wie kann es sein, dass ein Gutachter eine vorgeschriebene F90 Bauweise an der Grimme Grundschule in Arnsberg-Neheim in F30 (die es dann für die dort gebaute Konstruktion nicht einmal gibt) für zulässig erklärt. Dummheit doch nicht nur.

So wie es auf den UK Bildern aussieht hat dort die Dämmung eher nicht gebrannt (scheint angeschmolzene A1 zu sein). Ich tippe da eher auf die Fassadenplatten und Teile der Unterkonstruktion in Verbindung mit Kaminwirkung.

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gitane 15.06.2017, 09:20
33. Dämmwahn

...kostet auch in Deutschland Menschenleben. Auch hier brennen Polystyrolfassaden ab. Der Spiegel hatte das Thema 2011(?) aufgegriffen aber seither wurde es wieder sehr still. Aber laut unseren grünen Weltenrettern sollten wir unsere Häuser zu hermetisch abgedichteten, nur von (Schimmelsporen belasteten) Anlagen durchlüfteten Behausungen machen. Brandgefährlich...
P.S.: Googeln Sie mal woraus Napalm besteht...

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Das Pferd 15.06.2017, 09:29
34.

Zitat von quadraginti
Entscheidungsträger in Bau- und Sozialbereich sind überwiegend Volkswirte.......................
können Sie das belegen? Ich würde eher BWLer vermuten. Aber erst mal was behaupten.
Mal abgesehen davon, warum soll jemand, der wirtschaftliche Zusammenhänge begreift, notwendigerweise gegen Brandvorschriften verstoßen?

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spiegelquax 15.06.2017, 09:30
35. Die Wutbürger sind einsichtsunfähig

Zitat von frenchie3
Das ist auch der Fall wenn in einem hölzernen Strohlager eine gefüllte Gießkanne vorgeschrieben ist. Ein kleiner Seitenhieb bei dieser todtraurigen Sache: lästert noch jemand über übertriebenen Brandschutz bei BER? Lieber zu vorsichtig als auch nur eine viertel so schlimme Katastrophe wie diese. Mir graust vor dem was man jetzt noch im Haus entdecken wird.
@frenchie3, die vorherigen Kommentare zeigen, dass der deutsche Wutbürger problemlos simultan über die Brandschutzauflagen lästern kann, und dabei gleichzeitig ihre Wirksamkeit bestreitet.

Man kann sich wirklich nur noch wundern, und hoffen, dass es sich hier mehrheitlich um ein Rentnerphänomen handelt, und sich diese politische Unkultur mit der Zeit von alleine ausdünnt.

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verbal_akrobat 15.06.2017, 09:32
36. Erste Frage

was wollten die mit den drei "Spritzchen" vor Ort!?!??, böse gesprochen könnte man fast sagen: "wenn das alles ist, laß es gleich so abbrennen"...

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egoneiermann 15.06.2017, 09:35
37.

Zitat von laermgegner
lächerlich, was die deutschen Experten von sich geben- solche Brandfälle kann es meiner Meinung nach auch in D geben . Die Fassendenbrände in Frankfurt am Main haben z.B. gezeigt, dass auch unkontrollierte Feuer entstehen können.
Das wird unter Experten diskutiert und die normalen (schwer entflammbaren) Dämmstoffe dürfen deshalb nur bis zu einer mittleren Bauhöhe eingesetzte werden. Bei Hochhäusern muss der Baustoff nichtbrennbar sein. Kann mir kaum vorstellen, dass man das mit Polystyrol schafft, vermulich nur mit Mineralwolle.

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ronald1952 15.06.2017, 09:36
38. Hinterher wissen es immer alle,

besser ist es Tatsachen vorher zu wissen aber das könnte natürlich Geld kosten. Meist, auch wie immer geraten dabei all zu oft die Opfer in vergessenheit, nur die Kosten an die kann sich fast jeder Erinnern.
Außerdem muss jetzt auf jeden Fall ein Schuldiger an den Haaren heran gezogen werden, denn die Öffentlichkeit bz die Politik braucht doch ein Opfer damit von den eigendlichen Schlampereien abgelenkt werden kann.
schönen Tag noch,

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citizen_k 15.06.2017, 09:37
39. #3 Lärmgegner: Danke für den Hinweis

In Deutschland dürfen "brennbare" Materialen bei Gebäuden bis 20 Stockwerke zur Dämmung verbaut werden. Im Katastrophen- und Terrorfall leicht abzufackeln und die Menschen nicht zu retten. Dann erst werden die Bauvorschriften gegenüber der Bau- und Styroporlobby abgeändert.

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