Forum: Panorama
Film über Rudi Assauer: Der Weg ins Vergessen

Es ist das Thema dieser Tage: Rudi Assauer hat Alzheimer. Ein Film dokumentiert den geistigen Verfall des ehemaligen Schalke-Managers - schonungslos und beklemmend. Er zeigt jedoch auch einen Mann, der sich längst nicht aufgegeben hat.

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Hoppe 08.02.2012, 07:55
1. Wirklich?

Sie schreiben: "Es ist auch für ihn ein erschütternder Ausblick darauf, dass würdevolles Altern mit der Diagnose Alzheimer unmöglich ist." - das ist ein folgenschwerer, gewichtiger Satz. Was werden Pflegende, Angehörige dazu sagen? Wenn dies die Ansicht Assauers wäre, würde er seine letzten Jahre, die ihm bleiben, wirklich noch haben wollen? Wieso kann die Liebe der Anderen mir und meinem Leben nicht Würde verleihen, selbst wenn ich fast alle Fähigkeiten verloren hätte?

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marifu 08.02.2012, 07:58
2. Schonungslos und beklemmend Ü

Zitat von sysop
Es ist das Thema dieser Tage: Rudi Assauer hat Alzheimer. Ein Film dokumentiert den geistigen Verfall des ehemaligen Schalke-Managers - schonungslos und beklemmend. Er zeigt jedoch auch einen Mann, der sich längst nicht aufgegeben hat.

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Wilmalein 08.02.2012, 08:06
3. o

Zitat von sysop
Es ist das Thema dieser Tage: Rudi Assauer hat Alzheimer. Ein Film dokumentiert den geistigen Verfall des ehemaligen Schalke-Managers - schonungslos und beklemmend. Er zeigt jedoch auch einen Mann, der sich längst nicht aufgegeben hat.
Ich erwarte das sich aufgrund solcher Dokumentationen wirklich etwas im Pflegesystem ändert. Pflegenotstand in den Pflegeeinrichtungen, überforderte und alleingelassene Angehörige die um jeden Cent betteln müssen sollte es im reichsten Land der Erde wirklich nicht mehr geben.
Ansonsten: Ueberflüssiger TV-Käse.

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Steffen Kahnt 08.02.2012, 08:24
4. Titel ohne Mittel

Zitat von sysop
Es ist das Thema dieser Tage: Rudi Assauer hat Alzheimer. Ein Film dokumentiert den geistigen Verfall des ehemaligen Schalke-Managers - schonungslos und beklemmend. Er zeigt jedoch auch einen Mann, der sich längst nicht aufgegeben hat.
Das Thema ist Herr Assauer und nicht die Krankheit. Diese Dokumentation hätte man schon millionenfach mit anderen betroffenen Personen machen können. Nun hat's einen "Prominenten" erwischt und man überschlägt sich förmlich, natürlich zeitgleich mit Erscheinen eines Buches über Herrn Assauer........Dauerwerbesendung.

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genugistgenug 08.02.2012, 08:31
5. das ist doch nur der Anfang

Zitat von sysop
Es ist das Thema dieser Tage: Rudi Assauer hat Alzheimer. Ein Film dokumentiert den geistigen Verfall des ehemaligen Schalke-Managers - schonungslos und beklemmend. Er zeigt jedoch auch einen Mann, der sich längst nicht aufgegeben hat.
sicher legt ihm die Tochter noch die Kleidung raus, es wird sogar angesprochen dass das rasieren bald nicht mehr geht - doch das ist nur der Anfang und kein Wort über das Ende, über die Belastung der Angehörigen, usw.
Hier wird vorgespiegelt das Alzheimer ja eine lockere Krankheit sei, bei der die Kranken twar was vergessen aber sonst ganz normal sind. Doch wie werden auch den Gang zur Toilette vergessen, gewindelt werden müssen, usw.
Sicher kann er sich die Pflege leisten und ist damit besser gestellt wie viele Kranke die nur noch verwahrt und ruhiggestellt werden - satt, sauber und unter Kontrolle (kein weglaufen mehr).
Ob seine Berteuer im Finanzbereich auch so kontrolliert werden wie normale MEnschen? Der WDR hat übe rein Ehepaar berichtet, wo der Frau die Betreuung des Mannes weggenommen wurde, weil sie angeblich Geld unterschlagen habe. Als die Krnakheit bekannt wurde haben die beiden weitergelebt, die Ersparnisse wurden dazu verwendet ein normales Leben beizubehalten - doch das hat das Gericht dann als 'Diebstahl/Unterschlagung' gewertet weil sie über die Ausgaben keine Rechenschaft abgelegt hatte - sie hat nicht einmal gewusst das sie so was tun muss. Wir haben hier auch ein Ehepaar, da gingen die beiden bei BEginn der Krankheit noch auf Ausflüge, auch dies wurde als Untershclagung bezeichnet weil das gemeinsame Konto auf den Namen des Ehemanns lief und die Kontovollmacht als wertlos erklärt wurde. Ergebnis: der Rechtspfleger hat einen Anwalt als finanziellen BEtreuer bestellt - der nur die Kontoauszüge abheftet und dafür PAUSCHAL 4,5 Std/Monat a' 44,- € abrechnet. Mehr hat der erste Anwalt nicht getan - nach Beschwerden gab es einen anderen Anwalt, doch der erste Anwalt kontrolliert nun den zweiten Anwalt.
Gab es nicht einen Börsenexperten der auch Pfleger aus dem Osten engagiert hatte und bei dem deswegen das SEK aufgetaucht ist? Inzwischen soll es ja einfacher sein, von dort Pfleger zu engagieren.

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merkel123 08.02.2012, 08:39
6. Alkohol...

Nun gut, kein medizischer Fachartikel.

Das aber jahrzehntelanger Alkohol- und Nikotinabusus einen genetisch vorbelasteten Organismus bei der Abwehr einer derartigen Erkrankung nicht unterstuetzen, haette schon erwaehnt werden koennen.

Genauso wie die Tatsache, dass er seine Lebensgefaehrtin oeffentlich schlug und er bei Schalke entlassen wurde, nachdem die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Bilanzdelikten eingeleitet hatte - nur um einer verklaerenden Darstellung der Person Assauers vorzubeugen.

Ein solches Ende wuenscht man gleichwohl niemandem - andere Arten des Sterbens sind fuer die Betroffenen und ihre Angehoerigen aber auch sehr belastend.

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vostei 08.02.2012, 08:48
7. Überflüssig?

Zitat von Wilmalein
Ich erwarte das sich aufgrund solcher Dokumentationen wirklich etwas im Pflegesystem ändert. Pflegenotstand in den Pflegeeinrichtungen, überforderte und alleingelassene Angehörige die um jeden Cent betteln müssen sollte es im reichsten Land der Erde wirklich nicht mehr geben. Ansonsten: Ueberflüssiger TV-Käse.
Wenn er die Ruhe bekommen würde, die er braucht, und er sich ins Private zurückziehen könnte, wäre die gestrige Doku eine Art Abschied von der Öffentlichkeit.
Es steht aber zu befürchten, dass sein Verfall multimedial durchgekaut wird. Leider.

Und ja, zwecks Pflegesystem, dieses verwaltete Elend - es soll auch weniger gut situierte Betroffene geben, oder Menschen, die alleinstehend sind, oder alleine gelassen werden - wenn diese Themen mit durchgekaut werden würden, wäre das Bahoo, welches ich um ihn befürchte, evtl sogar gut.

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widower+2 08.02.2012, 08:49
8. Thema sind Assauer und die Krankheit

Zitat von Steffen Kahnt
Das Thema ist Herr Assauer und nicht die Krankheit. Diese Dokumentation hätte man schon millionenfach mit anderen betroffenen Personen machen können. Nun hat's einen "Prominenten" erwischt und man überschlägt sich förmlich, natürlich zeitgleich mit Erscheinen eines Buches über Herrn Assauer........Dauerwerbesendung.
TNatürlich hätte man diese Dokumentation millionenfach mit anderen Personen machen können.

Macht man Sie aber mit Herrn Assauer als Betroffenem, sehen wesentlich mehr Menschen zu. Und das kann im Interesse der Aufklärung über dieses inzwischen zur Volkskrankheit gewordene Leiden nur von Vorteil sein.

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marifu 08.02.2012, 08:54
9. Schonungslos und beklemmend ?

Warum schonungslos und beklemmend ? Beklemmend ist wohl eher, dass Alzheimer in Deutschland an sich plötzlich ein Medien-Gesprächsthema ist nur weil eine bekannte Persönlichkeit in diesen Zustand gekommen ist. Als würde man über seltsame Menschen sprechen die weit weit weg auf einer anderen Insel leben und nicht mitten unter ihnen und ihre Väter, Mütter, Brüder oder Schwestern sind. Dieses Thema zeigt eher brutal welchen Platz alte Menschen in Deutschland einnehmen. Ich lebe in Ägypten - wo soziale Versorgung nun wirklich nicht groß geschrieben ist - aber alte Leute in aller Menschen tägliches Leben eingebunden sind weil sie die Familie nie verlassen oder ausgeklammert werden. Dass Menschen alt werden und manche von uns auch sehr "wunderlich" bekommt jeder irgendwann schon als Kind und immer wieder auch als Erwachsener mit wenn er andere Verwandte, Freunde oder Bekannte besucht. Man hofft vielleicht, dass es für einen selbst nicht so bestimmt ist, aber wenn man andere damit sieht ist es nun wahrlich nicht "beklemmend". Menschen mit Alzheimer sind eben wie kleine Kinder, die sich an manchen Tagen nicht anziehen lassen wollen, man kann sie nicht allein lassen und man muss eben aufpassen, dass sie keine Sachen aus dem Balkon werfen oder die Türe abschliessen damit sie nicht entwischen. Aber sie machen niemandem Angst, ihre "Reden" sind eher sogar oft sehr erheiternd. Ich pflege nun schon das zweitemal eine Verwandte mit Alzheimer. Stimmt, es ist eine Umstellung, oft beschränkt es sich auch nur auf anziehen, waschen, beim "Unsinn" reden einfach mitmachen oder hinterlaufen und aufpassen, dass die Frau bei ihrem Rumoren in der Wohnung nicht stürzt, vorallem die eigene "freie" Zeit wird auf ein Minimum gekürzt, aber ich würde diese Erfahrungen und diese Jahre niemals missen wollen.

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