Forum: Panorama
Fischer antwortet Fleischhauer: Deutsche Türken Fremde
Christian Thiel/ imago images

Eine brandneue Theorie über das Gutwillige und das Verrücktwerden: Über kleine Missverständnisse unter Kolumnisten.

Seite 14 von 42
RioTokio 11.05.2019, 10:19
130.

Fleischhauer hat über Probleme von Migranten sich hier zu integrieren geschrieben, die Empfindsamkeit der sich offenbar nur schwer hier Integrierenden und die Gereizheit der schon länger hier Lebenden auf diese Empfindsamkeit.
Viele teilen diese Sicht.
Fischer nicht - wie man nach endlosem lesen seines ausufernden Kommentars feststellt.
Die meisten Kommentare finden Fischer toll und Fleischhauer schon immer unerträglich.
Nun geht Fleischhauer - und mit ihm die Zumutung eine andere Meinung zu lesen. Schade. Schade für den Spiegel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
131. Zu Nr. 68 (allahistmikro)

Zitat von allahistmikro
Was für eine verbale Schaumschlägerei! Herr Fischer liebt es opulent und barock - unfähig einen präzisen klaren deutschen Satz zu formulieren. (...) Herr Fischer: seien Sie nicht so wehleidig und trauen Sie sich einfach mal einen klaren knappen deutschen Satz zu formulieren. (...) Und 1980 war es tatsächlich (auch als bayerischer Gymnasiast) nonkonformistischer Wehrdienst zu leisten als auf der 1968er Welle zu reiten und den Wehrdienst zu verweigern. Ganz offensichtlich haben Sie keine Ahnung.
... Die beiden letzten Sätze Ihrer Stilkritik habe ich nicht verstanden. Wenn im Jahr 1980 ungefähr (maximal) 9 Prozent des Jahrgangs einen KDV-Antrag stellten, dann war es "nonkonformistisch", zu den anderen 91 Prozent zu gehören? Sind Sie sicher? - Nicht ganz klar ist mir auch, wovon und warum ich "keine Ahnung" haben sollte. Dagegen spricht deigentlich schon, dass ich zwar nicht "bayerischer Gynmnasiast" war, aber immerhin dabei - und zwar sowohl bei der Bundeswehr als auch im Zivildienst. Habe eine I a - Grundausbildung plus Panzerjägerkompanie absolviert und jede Menge Erfahrung mit Prüfungskommissionen, Prüfungskammern usw.. -
Und übrigens: Vielen Dank für Ihren Hinweis auf den Gehirnstoffwechsel! Hoffentlich haben Sie den Kollegen Fleischhauer auf diese Erkenntnis hingewiesen. Er müsste dann evtl. den Zusammenhang zwischen Atamans Buch und seiner Eigendiagnose noch mal überdenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andre_36 11.05.2019, 10:22
132.

Auch wenn ich Herrn Fischers Stil mag und dem Inhalt seiner Kolumnen meist zustimme, finde ich, dass er hier einen unschönen Weg beschreitet. Frau Ataman sollte ihre Schlachten selbst schlagen. Außerdem hat Fleischhauer, trotz seiner selbstgerechten Piefigkeit nicht ganz Unrecht mit der Grundthese seiner Kolumne. Die Belehrungen durch selbsternannte Pädagogen in Medien und Politik darüber, wie man mit bestimmten Personengruppen umzugehen habe, sind sowohl hochgradig verwirrend, als auch unnötig. Man fühlt sich immer mehr entmündigt. Meine ausländische Frau hasst den Begriff Migrant. Sie ist stolz auf ihre Herkunft und bewahrt ihre kulturellen Besonderheiten. Meine Familie setzt sich aus sichtbar unterschiedlichen Kulturen zusammen, und alle reden gern über ihre Wurzeln. Ich selbst bin Enkel eines eingedeutschten Polski-Ukrainski, der gern russisch geflucht hatte. Wir hatten nie Probleme bei der Kommunikation mit Ausländern. Ich frage mich, wieso einige wenige Journalisten sich anmaßen, Benimmregeln aufzustellen, die kein Erwachsener braucht. Wenn man diesen Vorschriften folgte, ebenso wie den pseudofeministischen Ergüssen der Elite-Damen auf SPON, dann könnte das in er Tat zu großer Verwirrung auf beiden Seiten führen. Jetzt gerade fällt mir auf, dass ich vor diesem Trend, alles in korrekte Sprache zu pressen, niemals auf die Idee gekommen wäre, die Menschen in Deutschland auf zwei Seiten zu sehen. Nein, so ganz falsch liegt der Fleischhauer nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curiosus_ 11.05.2019, 10:27
133. Nur, dass..

Zitat von labuday
der Altersklasse Fleischhauers war, die dessen Begründung beim KDV-Antrag nicht teilten, sondern nur 47,5 %, denn nur die die eingezogen wurden, brauchten Gründe und das waren zu Fleischhauers Zeiten höchstens 50 % seiner Altersklasse. Also der Maßstab hinkt auf einem Bein, Herr Fischer.
..zumindest in meinem Umfeld die meisten schon verweigert haben nachdem der Musterungsbescheid kam und bevor eingezogen wurde. So wurde es auch vom Profi (kirchlicher Arbeitskreis) damals empfohlen, auch weil das Ablehnungsrisiko bei jemandem der den Einzugsbefehl schon hatte doch deutlich höher war. U.a. deshalb, weil meines Wissens nach das Risiko eingezogen zu werden bei Kriegsdienstverweigerern deutlich höher war als bei pot. Wehrdienstleistenden.

Aber, wenn Sie bessere Zahlen haben - her damit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
imlattig 11.05.2019, 10:31
134. das ist spiegel...

in bestform. da sollte sich fleischi mal einige scheiben abschneiden. diesen artikel geht in pack and go. das ist journalismus erster guete. davon mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michiflumm 11.05.2019, 10:33
135. Strafrecht und Bewertungen

Ein Ehemaliger Richter nimmt sich in einer vermeintlichen Strafrechtskolumne die Kolumne eines Kollegen vor. Weils gut läuft, der Kollege wird gleich mit angegangen. Man hat den Eindruck Herr Fleischhauer sitzt auf der Anklagebank und er steht schon mit einem Bein im Gefngnis. Erschreckend ist, wie schnell es dem Stimmungsmacher Hr. Fischer gelingt, Betroffenheit herzustellen und Beifallsklatscher zu aktivieren. Zu was wären diese Leute bereit Herrn Fleischhauer anzutun. Die reaktionen hier suind teilweise unglaublich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
136. Zu Nr. 72 (labuday)

Zitat von labuday
der Altersklasse Fleischhauers war, die dessen Begründung beim KDV-Antrag nicht teilten, sondern nur 47,5 %, denn nur die die eingezogen wurden, brauchten Gründe und das waren zu Fleischhauers Zeiten höchstens 50 % seiner Altersklasse. Also der Maßstab hinkt auf einem Bein, Herr Fischer.
Nö - Ich galube, da lieben Sie noch mehr daneben als ich. Meine Zahl stimmte nicht: Richtig wäre wohl 90 Prozent (Siehe Kommentar Nr. 117). - Allerdings haben Sie, glaube ich, mein Argument nicht ganz verstanden: Herr F. schrieb, er habe sich, um anerkannt werden zu können, eine Begründung "ausgedacht", denn die richtige (auf die Frage nach dem Russen usw.) hätte nicht gereicht. Diese (ausgedachte oder nicht) Begründung, warum man keinen Kriegsdienst leisten wolle, haben 90 Prozent des männlichen Geburtsjahrgangs nicht geteilt oder jedenfalls nicht vorgetragen. - Mit der "Einziehungs"-Quote hat das übrigens wenig bis nichts zu tun. Das würde voraussetzen, dass nur Menschen, die einen Einziehungsbescheid erhielten, einen KDV-Antrag stellen wollten, konnten, durften. Das war aber natürlich nicht so. Richtig ist, dass diejenigen, die sowieso "Ersatzreserve II" gemustert wurden, sich selten in den Zivildienst drängten. Das ändert aber nichts daran, dass sie die Fleischhauerschen pazifistischen Gründe "jedenfalls nicht offensiv vertraten".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bürgerl 11.05.2019, 10:35
137. Fleischhauer

Die Kolumnen eines Herrn Fleischhauers sind in gänze in wirklichkeit so inhaltsleer und sinnentleert das jedes Wort darüber sowieso vertane Lebenszeit ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curiosus_ 11.05.2019, 10:36
138. Schmerz?

Zitat von scoopx
1980 hatte sich der Wind längst wieder gedreht. Fleischhauers Generation ist auf den Zug des Neokonservatismus aufgesprungen. Durch konservative Gesinnung konnte man leicht seine Noten aufbessern. Die Jungen gründeten "Bundeswehrclubs" und liefen mit BW-Uniformblusen herum (mit Hauptfeldwebel-Dienstgradabzeichen, weil die so viele schöne Zacken hatten). Die "Schüler-Union" gewann an Einfluß. Viele waren "Popper" und schauten auf die "Alternativen" und "Fertigen" herab. Fleischhauers Schmerz liegt nun darin, daß er bei diesem Trend (oder dazu zu feige war), weil er dummerweise in ein linkes Milieu hineingeboren wurde. Der Arme! Er muß seine Jugend in einer Art innerer Emigration verbracht haben.
1980 sind die meisten, die zum Bund gingen deshalb da hin weil sie Mitläufer waren und sich den Stress der "Gewissensprüfung" nicht antun wollten. Das war der (feige) Trend. Zu verweigern war da deutlich aufwendiger.

Aber, in einem haben Sie recht. Die tumben Mitläufer haben sicher nicht verweigert, die gingen zum Bund. Wobei es da durchaus auch einige (wenige) Überzeugte gegeben haben wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
plusquam.perfekt 11.05.2019, 10:41
139. Satire

allahistmikrogestern, 22:46 Uhr

Zitat:

"Was für eine verbale Schaumschlägerei! Herr Fischer liebt es opulent und barock - unfähig einen präzisen klaren deutschen Satz zu formulieren. Fischer vs Fleischhauer/ das ist wie pseudointellektueller Stumpfsinn vs eleganten Scharfsinn / wie Obelix nach einem Bad im alkoholischen Zaubertrankkessel vs Asterix nach einem Kuss von Kleopatra/ wie sensibler Dumbo vs Zorro. Herr Fischer: seien Sie nicht so wehleidig und trauen Sie sich einfach mal einen klaren knappen deutschen Satz zu formulieren. Und übrigens: in der Psychiatrie sind keine Verrückten, sondern Menschen mit Erkrankungen des Gehirnstoffwechsels. Und 1980 war es tatsächlich (auch als bayerischer Gymnasiast) nonkonformistischer Wehrdienst zu leisten als auf der 1968er Welle zu reiten und den Wehrdienst zu verweigern. Ganz offensichtlich haben Sie keine Ahnung."
Also entweder verwechselten Sie Fischer und Fleischhauer oder sie vergaßen ihren Beitrag als Satire zu kennzeichnen, nicht wahr?
In der BRD war es 1980 konformistischer zu verweigern als zum Bund zu gehen? Naja, nicht ganz: Musterungsjahrgang 1974 knapp 10 % Verweigerer, dann Anstieg auf 14,8 % bis zum Musterungsjahrgang 1987

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 14 von 42