Forum: Panorama
Fischer antwortet Fleischhauer: Deutsche Türken Fremde
Christian Thiel/ imago images

Eine brandneue Theorie über das Gutwillige und das Verrücktwerden: Über kleine Missverständnisse unter Kolumnisten.

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tom2strong 11.05.2019, 10:42
140. Ahhhhh

wie genial ist das denn

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141. Zu Nr. 84 (Räuchermann)

Zitat von Räuchermann
Konkret hat sich Hr. Fleischhauer mit dem Voranstellen einer auf persönlichem Erleben basierenden Assoziationskette keinen Gefallen getan (...) Seine eigentliche Message war doch m.E. eine ganz andere: Hr. Fleischhauer mokiert sich völlig zu Recht ein ums andere Mal über die inzwischen völlig verkorksten gesellschaftlichen Kommunikationsstrukturen, im vorliegenden Fall von BerufsmigrantInnen und PseudofeministInnen. Beide machen ihre persönlichen Herkunftsumstände bzw. Befindlichkeiten zum persönlichen Geschäftsmodell und beharren gleichzeitig darauf, die Deutungshoheit über ihre jeweiligen Thesen allzeit behalten zu können.(...)
Verkorkste Kommunikationsstrukturen zu kritieren ist selten falsch. Auch Ihre Beschreibung "... machen ihre persönlichen Herkunftsumstände bzw. Befindlichkeiten zum persönlichen Geschäftsmodell..." trifft durchaus viele richtige Kerne. Man kann aber daran zweifeln, ob diese vorzugsweise bei "Berufsmigranten" liegen (der Fall Steinbach spricht allerdings dafür) und ob ausgerechnet jemand sich darüber hermachen sollte, der erfolgreich zuerst ein Buch über seine "Herkunftsumstände" und dann eines über seine Ehescheidung veröffentlicht hat und selbst die Klage über Atamans Migrantenlarmoyanz noch mit der Schilderung seiner jugendlichen Auslieferung an den schrecklichen Mainstream illustriert.

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retterdernation 11.05.2019, 10:48
142. Wie kommen Sie darauf - Herr Fischer

niemand stellte die Staatsbürgerschaft der Frau Ataman oder Atalay in Frage - Herr Fischer.
In meinen Ausführungen wurden diese Namen noch nicht einmal erwähnt. Weder inhaltlich, noch semantisch. Wie kommen Sie also darauf. Was ist das Ziel ihrer inhaltlichen Verfremdung meiner Aussagen. Und warum weichen sie jetzt ihren Äußerungen zum persönlichen Flüchtlings-Schicksal aus. Gibt es also einen inhaltlichen Fehler in Ihren Aussagen zur Flucht. Meine Frage diesbezüglich ist aber leider auch noch nicht beantwortet worden. Denn auch einer meiner Großväter musste seine Knochen für den Kaiser hinhalten. Auch wenn es der Deutsche war. Zurück zur Frage: mit welcher Staatsangehörigkeit kamen ihre Eltern in den Westen Deutschlands. War es etwa die österreichische ... :-))!?!

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MatthiasEit 11.05.2019, 10:51
143. @ 137bürgerl

"Die Kolumnen eines Herrn Fleischhauers sind in gänze in wirklichkeit so inhaltsleer und sinnentleert das jedes Wort darüber sowieso vertane Lebenszeit ist."

Sie kommentieren einen Kommentar über einen Kommentar den sie als vertane Lebenszeit empfinden. Hat fast etwas poetisches wie sie ihre Lebenszeit gestalten.

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curiosus_ 11.05.2019, 10:55
144. Nachtrag

Zitat von curiosus_
1980 sind die meisten, die zum Bund gingen deshalb da hin weil sie Mitläufer waren und sich den Stress der "Gewissensprüfung" nicht antun wollten. Das war der (feige) Trend. Zu verweigern war da deutlich aufwendiger.
Und hatte den Nachteil, dass er einen Monat länger dauerte, ab 1984 sogar 5 Monate länger.

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rolcaro 11.05.2019, 11:00
145. Migrationsdebatte Thomas Fischer

Sehr geehrter Thomas Fischer,
die türkische Migrationsfamilie ist vielschichtig. Sie kennen vermutlich den Blog von Tuba Sarica.
Während wir öffentlich Deutschsein auf Leberkäse reduzieren dürfen -dabei fällt nicht einmal in China ein Sack Reis um -, tun sich andere Kulturen extrem schwer, eigene Kritiker ertragen zu sollen.
Wobei, stimmt das eigentlich? Können wir Deutschen eigentlich eigene Kritiker ertragen, die den Nerv treffen?
Unterstützen wir Menschen, die von Ihrer Community in Deutschland ausgestossen werden, weil sie die Ehre beflecken? Nein.
Können wir dieses Verhalten dadurch kompensieren, dass wir Deutschsein auf Leberkäse reduzieren?

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im_ernst_56 11.05.2019, 11:09
146. Zivildienst

Zitat von curiosus_
Und hatte den Nachteil, dass er einen Monat länger dauerte, ab 1984 sogar 5 Monate länger.
Dafür war der Zivildienst in der Regel körperlich weniger anstrengend, man musste sich nicht bei Wind und Wetter den Allerwertesten abfrieren, mit der Nase im Dreck durch die Heide kriechen, durfte zuhause schlafen und musste nicht mit einem Kurzhaarschnitt herumlaufen.

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148. ZU Nr. 87 (fotobiene)

... Ihre Kritik sucht, nach meinem Empfinden, an der falschen Stelle. Ich finde und fand (monothematische) Larmoyanz weder bei türkischen Auswanderern noch bei volksdeutschen Flüchtlingen angenehm. Es scheint mir nur so, dass sie ein wenig unvermeidlich ist, selbst wenn die Gründe sich im Einzelnen unterscheiden. Andererseits erscheint mir die Autorin Ataman nun wirklich nicht gerade als Beispiel für nicht gelungene oder nicht gewollte Integration. Was die von harrn F. herablassend-ironisch thematisierte Beschäftigung mit der "eigenen Herkunftsgeschichte" betrifft, ist nicht nur der Autor selbst m..E. zum Kritiker wenig berufen (er hat zwei Bücher und unzählige Kolumnen über seine Befindlichkeiten veröffentlicht - wogegen ich übrigens nicht das Geringste habe), sondern es scheint mir auch allzu leicht (um nicht zu sagen: ein wenig billig), die Klage der zweiten und dritten Immigrantengeneration über unzureichende "Annahme" als Leid der Mehrheitsgesellschaft auszugeben. Herr F. gehört wie ich zur priviligierten Schicht dieser Gesellschaft, und sein Leiden ist daher objektiv sehr gering.

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isar56 11.05.2019, 11:12
149.

Zitat von Thomas Fischer (SPON-Kolumnist)
... Ich könnte jetzt natürlich fragen, warum Ihre Eltern/Großeltern aus ihrer Heimat fliehen "mussten". Nicht überall gab es ja Benesch-Dekrete. Vielleicht hatten sie auch einfach nur keine Lust, unter einem verhassten Regime in Armut zu leben; das soll es ja geben. Selbstverständlich sind ethnische Zusammenhänge wichtig und sehr langfrristig wirksam. Das hat aber mit dem Thema der Kolumne nicht wirklich etwas zu tun. - Im Übrigen wusste ich gar nicht, dass Frau Ataman einen kriminellen Familienclan gegründet hat. Ich werde sie bei Gelegenheit mal drauf ansprechen und ihr dringend raten, damit aufzuhören. - Ob auch alle unsere volksdeutschen Freunde mit gleicher (na ja) Sprache und gleicher (na ja) Kultur auf gar keinen Fall kriminelle Banden gegründet haben? Da bin ich nicht so sicher! Auf jeden Fall aber haben Sie recht mit der Feststellung, dass sich nach 1945 kein Vertriebener/Flüchtling den Salafisten angeschlossen hat! Nicht ganz wenige zog es ab 1949 allerdings in die SRP; und manche schrien noch 1972 (Grundlagenvertrag): "Brandt an die Wand". Die allermeisten sind sehr ordentliche Bayern oder Westfalen geworden.
Sie könnten auch meine Schwiegermutter fragen, warum ihre Familie 1945 aus Schlesien floh, Herr Fischer. Warum ihr Vater die gesamte Familie erschießen wollte und wieviele weitere Menschen Richtung Westen unterwegs waren, die Russen im Nacken.
Bei allem Respekt vor Ihrer glänzenden Rhetorik, stelle ich als Sozialarbeiterin (eng verknüpft mit dem Integrationsteam unserer Stadt) fest, dass Ihnen Erfahrungen bezüglich der Integration hundert tausender junger Männer aus arabischen und afrikanischen Ländern fehlen. Anders vermag ich mir Ihre einseitige Haltung und schrägen Vergleiche nicht zu erklären. Sprechen Sie mit meinem syrisch stämmigen Nachbarn, der vor 30 Jahren hierher floh.
Der hält dieses refugee-welcome-Gehabe für komplett , abgesehen von den tatsächlichen Flüchtlingen, die unserer Aufmerksamkeit und Unterstützung bedürfen.

Und nein, ich bin nicht ansatzweise AfD lastig.

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