Forum: Panorama
Fischer antwortet Fleischhauer: Deutsche Türken Fremde
Christian Thiel/ imago images

Eine brandneue Theorie über das Gutwillige und das Verrücktwerden: Über kleine Missverständnisse unter Kolumnisten.

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ernstrobert 11.05.2019, 14:51
210. vergebliche Liebesmüh

Zitat von bobjesse
Ich mag ihn nicht und hab mir abgewöhnt seine Kollumne zu lesen. Immer besserwissend und arrogant im Ton was er als klug und notwendige Meinung verkauft. Nur diesmal bin ich ihm zum Dank verpflichtet. Er hat Thomas Fischer zu einem Artikel von höchster Qualität und Inhalt inspiriert. Dass hat mich an die gute alte SPIEGEL Zeit erinnert, wo solche Texte nicht "selten" waren. Bravo!
Na ja, ich find es schon ein bisschen willkürlich, wie sich Th.Fischer da von Hypothese zu Hypothese hangelt, um es schließlich nur noch schwurbeln zu lassen, wie es so schön heißt. Fleischhauer hat ihm mit der Verwendung von 'verrückt' in dem Zusammenhang natürlich eine Steilvorlage gegeben. Er hat sich da umsonst abgearbeitet, genau wie seine Kontrahentin Ferda Ataman.
Man sollte die heiße Luft aus dieser identitätspolitischen Debatte nehmen und seinen erzieherischen Ehrgeiz eher den Kindern zu Gute kommen lassen, bei denen noch etwas im Fluss ist und positiv gelenkt werden kann. Bei Männern über 50, die z.B. Frauen noch die Tür aufhalten, danke und bitte sehr sagen, ist das eh vergebliche Liebesmüh.

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spon_4_me 11.05.2019, 14:54
211. @ ancoats (# 205):

Echt? Ist das so? Ich wurde noch nie eingeladen und (Casting-Leute aufgepasst) ich sehe nach eigener Einschätzung super aus und habe jede Menge steiler Thesen, vorzugsweise zu Themen, von denen ich wenig verstehe. Im Ernst: Sowohl Herr Fleischhauer als auch Herr Fischer sind publizierte, öffentliche Intellektuelle. Dass die sich in einem für lau Forum äußern und dann noch (Bonus-Material) mit ausgesuchten Lesern streiten, ist aus meiner Sicht ein ungeheures Privileg für uns Rumblogger. Wer hat Sie eigentlich zum arbiter literarum bestellt?

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fotobiene 11.05.2019, 14:59
212. @ spon_4_me #202

Zitat von spon_4_me
Wann ist man zum Kritiker berufen (wie Sie es ausdrücken)?
Immer, wenn man sich selbst dazu berufen fühlt, es sich einfach herausnimmt.
Darum kritisiere ich das weder bei Fleischhauer noch bei Fischer zu MeToo.
Qualitativ liegen zwischen den beiden allerdings Welten.

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213. Zu Nr. 132 (andre_36)

Zitat von andre_36
(...) Frau Ataman sollte ihre Schlachten selbst schlagen. Außerdem hat Fleischhauer, trotz seiner selbstgerechten Piefigkeit nicht ganz Unrecht mit der Grundthese seiner Kolumne. Die Belehrungen durch selbsternannte Pädagogen in Medien und Politik darüber, wie man mit bestimmten Personengruppen umzugehen habe, sind sowohl hochgradig verwirrend, als auch unnötig. (...) Meine ausländische Frau hasst den Begriff Migrant. Sie ist stolz auf ihre Herkunft und bewahrt ihre kulturellen Besonderheiten. Meine Familie setzt sich aus sichtbar unterschiedlichen Kulturen zusammen, und alle reden gern über ihre Wurzeln. Ich selbst bin Enkel eines eingedeutschten Polski-Ukrainski, der gern russisch geflucht hatte. Wir hatten nie Probleme bei der Kommunikation mit Ausländern. Ich frage mich, wieso einige wenige Journalisten sich anmaßen, Benimmregeln aufzustellen, die kein Erwachsener braucht. Wenn man diesen Vorschriften folgte, ebenso wie den pseudofeministischen Ergüssen der Elite-Damen auf SPON, dann könnte das in er Tat zu großer Verwirrung auf beiden Seiten führen (...).
...Da geht aber ziemlich viel durcheinander in Ihrer eigenen Gereiztheit über die Gereiztheit der anderen! Ich glaube nicht, dass Frau Ataman eine Schlacht mit Herrn Fleischhauer hat; erst recht würde sie keine Hilfe von mir dazu benötigen. Auch ich habe keine Schlacht mit Herrn Fleischhauer. Warum auch? Ich gehöre nicht zu seiner Zielgruppe und er nicht zu meiner. Aber wenn man sich so oft und so hingebungsvoll damit beschäftigt, dass andere sich hingebungsvoll mit etwas beschäftigen, mit dem man selbst sich nicht hingebungsvoll beschäftigen möchte, ist doch einmal ein kleiner Scherz erlaubt. --
Was Sie mit "selbernannte Pädagogen" meinen, weiß ich nicht genau: Vermutlich Menschen ("in Medien und Politik"), die - mehr oder minder gut, glaubwürdig oder anstrengend - meinungen vertreten, die sie für richtig halten. Das ist ja auch der Sinn von Medien und Politik. Alle, die sich über die "selbsternannten" Irgendwas aufregen, ernennen sich schon im nächsten Satz selbst zu Irgendwas und sagen dann halt das Gegenteil. Was sollte es für einen Sinn machen, wenn ich Sie "selbsternannt" nenne? -- Zum "Pseudofeminismus" von "Elite-Damen" habe ich mich nicht geäußert. -- - Ihre Ausführung "Meine ausländische Frau (...) ist stolz auf ihre Herkunft und bewahrt ihre kulturellen Besonderheiten. Meine Familie setzt sich aus sichtbar unterschiedlichen Kulturen zusammen, und alle reden gern über ihre Wurzeln. Ich selbst bin Enkel eines eingedeutschten Polski-Ukrainski (...) Wir hatten nie Probleme bei der Kommunikation mit Ausländern" verstehe ich nicht. Wenn das so ist, sind Sie glücklich. Mir geht es übrigens ähnlich. Bei anderen ist es vielleicht anders. Natürlich haben Sie Recht damit, dass eine bestimmte Art von sprachlicher Hyper-Sensibilisierung absurd erscheint, weil sie reale Probleme durch sprachliche Kunststückchen lösen will. Aber besonders "gereizt" dadurch fühlen sich oft diejenigen, die zwar die Manierismen der "politischen Korrektheit" geißeln, in Wahrheit aber nur wollen, dass die anderen das Maul halten und/oder die Sachfragen verschwinden.

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ancoats 11.05.2019, 15:04
214.

Zitat von baba01
es ist immer wieder lustig, wenn man (wie ich) absolut kein Fleischhauer - Fan ist, dann ist man aber in jedem Fall: Links versifft, Links-Grün, grundsätzlich ein Linker, keine Ahnung weil Linker, Freund aller Migranten, usw. usw. - einfach nur lustig!
Sie haben "Gutmensch" und "in einer Filterblase lebend" vergessen. Und "Rotkopf", wenn nicht sogar "sozialdemokratisch". Wenn ich mir den sonstigen inhaltlichen Gehalt solcher Posts anschaue, dann hefte ich mir diese Zuschreibungen dann doch sehr sehr gerne ans Revers.

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steueragent 11.05.2019, 15:05
215. @ Zeisig 181 Kopf hoch, das Leben geht weiter.

Der Fleischhauer wird ja in Zukunft nur an anderer Stelle wirken. Wir folgen ihm einfach nach, während seine Gegner sich nun ungestört der Margarete widmen können.

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Hoellenhagen 11.05.2019, 15:06
216. Das ist keine Widerrede, sondern Interpretation.

Immerhin mit der Erkenntnis, dass der böhmischstämmige Fischer sich der Immigrantin Ferda Ataman aus Anatolien näher wähnt als einem Abiturienten aus Hamburger Familie.

Was dann die Frage eröffnet, ob der H. Fischer diese Nähe auch in Anatolien so empfinden würde.

Was der Leser noch erfährt: Fischer liebte schon als Schüler Buttercremetorte und böhmische Knödel. Dieses eklige Zeugs, das fett und krank macht, wie es mir meine Mutter in und aus Deutschland erklärte. Ich bin deshalb lieber ein ranker Deutscher wie Fleischhauer als ein fetter Böhme oder eine keifige Anatolierin, die sich nur mit der eigenem Herkunft beschäftigt. In dem Wahn, dass diese Herkunft sie auszeichnet.

Es ist zu hoffen, dass der H. Fischer seinen Hass auf Sauerländer und Hamburger Abiturienten nicht in seinem Beruf auslebte...

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japhet 11.05.2019, 15:14
217. Hervorragend geschrieben!

Und dennoch die falschen Vergleiche! Ein deutscher Böhme, ein deutscher Buddhist, ein deutscher Jude und ein deutscher Türke als Aufzählung angeblich Gleicher. Nun - das gibt es ja auch als Denksportaufgabe! Wer der vier passt nicht wirklich dazu!

Da der Artikel letztendlich auf die Klagen Frau Atamans referenziert, darf durchaus behauptet werden, der Türke sei absichtlich „eingeschmuggelt“ worden. Da sind zwei Deutsche, welche nur keiner der Mehrheitsreligionen anhängen, aber eben Deutsche. Und dann der Deutsche, der aus seiner ehemaligen Heimat vertrieben wurde, weil dort das Multi-Kulti-Experiment der Habsburger scheiterte. Und dann, als wäre es vergleichbar, jemand, der in Deutschland eingewandert war, sich - aus welchen Gründen auch immer - nie richtig integrierte und sich deshalb bis zum heutigen Tag selbst als „Türke“ bezeichnet und damit nicht nur seine Abstimmung meint, sondern seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Der deutsche Pass sichert ihm nur das Bleiberecht in einem Land, in dem er sich vor der Wehrpflicht in der Türkei drücken kann, die er ansonsten heiß liebt.

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Hoellenhagen 11.05.2019, 15:22
218. Statt Margarine.

Zitat von steueragent
(...) Wir folgen ihm einfach nach, während seine Gegner sich nun ungestört der Margarine widmen können.
Seine Gegner werden sich eher ungestört Buttercremetörtchen widmen, fettig glänzend und den Blutzuckerspiegel in bisher unerreichte Höhen treibend.

Sie schwatzen und schmatzen, dann holen sie sich,
noch Buttercremetorte und Bienenstich.
Sie pusten und prusten, fast geht nichts mehr rein
Nur ein Mohrenkopf höchstens, denn Ordnung muss sein
Bei Thomas und Diederich, Ferda und Liliane.
Aber bitte mit Sahne.

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219. Zu Nr. 153 (michflumm)

Zitat von michiflumm
Ein Ehemaliger Richter nimmt sich in einer vermeintlichen Strafrechtskolumne die Kolumne eines Kollegen vor. Weils gut läuft, der Kollege wird gleich mit angegangen. Man hat den Eindruck Herr Fleischhauer sitzt auf der Anklagebank und er steht schon mit einem Bein im Gefngnis. Erschreckend ist, wie schnell es dem Stimmungsmacher Hr. Fischer gelingt, Betroffenheit herzustellen und Beifallsklatscher zu aktivieren. Zu was wären diese Leute bereit Herrn Fleischhauer anzutun. Die reaktionen hier suind teilweise unglaublich.
Nicht gleich wieder so übertreiben! An Ihrem Kommentar fiinde ich vieles falsch, aber eines richtig (kommt im zweiten Absatz):
Falsch ist natürlich, dass ich mir "eine Kolumne vornehme"; erst recht, dass ich mir den Autor "vornehme". Es gibt nicht die geringste "Ankllage" gegen Herrn Fleischhauer außer der, dass ich seine Ansicht nicht teile und dass ich meine, dass sie nicht gut begründet sei. Dies liegt, soweit ich sehe, im sicheren Hafen einer Meinungskolumne und ist überdies ziemlich genau das, was auch der Kollege Fleischhauer oft und gern tut. Insoweit ist Ihre Aufregung ganz & gar oversized. --
Richtig aber: Es ist immer wieder erstaunlich, in welchem Maß wie viele Menschen offenbar gar nicht mehr wissen oder verstehen, was "Kritik" und Diskussion eigentlich bedeutet. Das gilt in alle Richtungen und trifft auch Sie selbst. Jede Kritik, wird zum "Kampf", jede Abweichung zur "Schlacht", jedes Gegenargument als "Angriff" aufgeblasen. In einer außer Rand und Band geratenen Medienkultur, in der die Worte "Streit", "Konflkt" und "Chaos" jeden Sinn verloren haben und zum allgegenwärtigen Aufmerksamkeits-Trigger geworden sind, geht es angeblich nurmehr und stets ums Gewinnen und Verlieren, um Feinde, die vernichtet werden müssen. -- Das ist von höchster Albernheit! Denn dabei wird der inhaltliche Gehalt der Argumente ja nicht etwa größer, sondern sinkt aufgrund des Dauergeschreis eher ab. - Ich will mich ja nicht beklagen, aber man muss doch wohl sagen, dass z.B. etwa 70 Prozent der Kommentare hier sich weder mit dem Thema der Fleischhauer- noch mit dem der Fischer-Kolumne inhaltlich befassen, sondern einfach mal irgendwelche Anfeuerungs- oder Schmährufe in den vermeintlichen Ring schmeißen. -- Gehen Sie mal davon aus, dass Herr Fleischhauer und ich diese Strukturen beide ziemlich gut verstehen, und dass unsere Kolumnen (auch) in der Hoffnung geschrieben werden, Menschen für eine argumentative Auseinandersetzung zu gewinnen.

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