Forum: Panorama
Flüchtlinge in Marokko: Der Berg der Verzweifelten
Andreas Lünser/ SPIEGEL TV

Auf dem Berg Gourougou leben hunderte Afrikaner, sie haben Melilla im Blick, die spanische Exklave an der Küste Marokkos. Ein massives Bollwerk macht ihren Traum von der Flucht fast unmöglich, doch sie geben nicht auf. SPIEGEL TV hat sie besucht.

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kimba_2014 25.05.2014, 16:48
1. optional

Unterschwellig wird hier wieder Stimmung gegen jene Europäer gemacht, die nicht ganz Afrika einwandern lassen wollen. Natürlich kann man die Motive der Afrikaner verstehen, aber es ist einfach nicht machbar, hunderte Millionen Afrikaner nach Europa zu lassen. Da helfen auch traurige Einzelschicksale nichts.

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Quotozekletetzquohumq 25.05.2014, 16:54
2. Warum Europa?

Ist Afrika als Kontinent nicht groß genug, um diesen Menschen in irgend einem anderen dortigen Staat ein neues Zuhause zu bieten?
Dort, wo es umfassende sprachliche, kulturelle und auch klimatische Schnittmengen mit dem Heimatland gibt, die einem Neuanfang förderlich sind?

Warum gerade Europa?
Lediglich ein Schelm wird an das hiesige Sozialsystem denken...

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spieglingjoe 25.05.2014, 17:05
3. optional

Neben Melilla, gibt es noch Ceuta als Grenze zwischen der EU und Afrika.

Ausserdem verstehe ich diese LEute nicht, wenn sie die Jahre die sie auf dem Berg verbringen nutzen würden sich zu bilden und in ihren Heimatländern voran zu kommen, könnten sie völlig legal und hoch willkomen in die EU einwandern. Aber nein, das wäre zu einfach.
Selbst wenn sie es illegal in die EU schaffen, was dann?

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benk23 25.05.2014, 17:12
4. Petition - Hilfe für die Menschen auf Gourougou

Hallo, ich war vor kurzem selbst auf dem Berg und habe nun eine Petition gestartet, in der die UN aufgefordert wird, etwas gegen die Zustände auf dem Berg zu unternehmen. Ich würde mich über jede Unterschrift freuen. Es bleibt anzumerken, dass die Petition keinesfalls fordert, die Tore zu Europa zu öffnen. Es geht lediglich darum, die Lebensumstände für die Menschen auf dem Berg zu verbessern. Außerdem muss von Seiten der UN und natürlich der EU Druck auf die marokkanischen Behörden gemacht werden, die Schikanen gegen die Menschen zu unterlassen. Hier die Petition: http://bit.ly/1f1v9bu

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HaioForler 25.05.2014, 17:18
5.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40952573.html

Der kenianische Wirtschaftsexperte James Shikwati über die schädlichen Folgen der westlichen Entwicklungspolitik, korrupte Herrscher und aufgebauschte Horrormeldungen aus Afrika.

"SPIEGEL: Wäre Afrika überhaupt in der Lage, seine Probleme selbst zu lösen?

Shikwati: Natürlich. In kaum einem Land südlich der Sahara müsste tatsächlich gehungert werden. Zudem sind reichlich Bodenschätze
vorhanden: Öl, Gold, Diamanten. Afrika wird stets nur leidend dargestellt, dabei sind die meisten Zahlen maßlos übertrieben. In den Industrienationen wird immer der Eindruck erweckt, ohne Entwicklungshilfe würde Afrika untergehen. Aber glauben Sie mir: Afrika hat es schon vor euch Europäern gegeben. Und es ging uns gar nicht so schlecht."

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Okello 25.05.2014, 17:19
6. Falsches Bild vo Europa

Es wird in Afrika ein falsches Bild von Europa vermittelt. Viele Menschen glauben, es wäre wie Afrika, nur das Einkommen ist besser. Es wäre sicher Hilfreich wenn Deutsche Welle mal auch die Schattenseiten von Europa zeigen würde. Der Sender ist in Afrika relativ beliebt.

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ridgleylisp 25.05.2014, 17:20
7. "Unterschwellig"?

Zitat von kimba_2014
Unterschwellig wird hier wieder Stimmung gegen jene Europäer gemacht, die nicht ganz Afrika einwandern lassen wollen. Natürlich kann man die Motive der Afrikaner verstehen, aber es ist einfach nicht machbar, hunderte Millionen Afrikaner nach Europa zu lassen. Da helfen auch traurige Einzelschicksale nichts.
So "unterschwellig" ist das ja gar nicht. Wer sich als Europäer nicht überfluten lassen, und seine Identituat aufgeben will, ist ja unter Linken fast Nazi. Auch nennt der Artikel sie "Flüchtlinge". Wie bitte? Das sind doch rein wirtschaftliche "Flüchtlinge"! Somit gäbe es ja 4 Milliarden "Flüchtlinge" aus unterentwickelten Staaten die gern nach Europa wollen. Das kann doch nicht mal der SPIEGEL wollen!

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it--fachmann 25.05.2014, 17:33
8. Festung Europa

Es ist sehr tragisch wie viele Menschen aus Afrika versuchen nach Europa zu kommen und daran tödlich scheitern.

Nun gut, herein lassen können wir sie nicht alle, sonst hätten wir hier bald mehr Afrikaner als Europäer. Aber man könnte über Regelungen nachdenken, dass Afrikaner hier für ein paar Jahre arbeiten dürfen, um sich Kapital für ein Unternehmen in ihrem Heimatland zusammenzusparen.

Vor allem muss die afrikanische Wirtschaft gefördert werden. Das ist leichter gesagt als getan, denn in den wenigsten afrikanischen Ländern gibt es "Good Gouvernence". Aber im Agrar-Sektor könnte man beginnen. Solange die Landwirtschaft in Europa derart massiv subventioniert wird, haben afrikanische Produzenten keine Chance auf unseren Märkten.

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Datensatz 25.05.2014, 17:33
9.

So trostlos die Situation dieser Leute auch serscheinen mag, in ihrer großen Mehrzahl sind sie eben nicht auf der Flucht vor einer konkreten Bedrohung, sonst müssten sie nur in ein anderes afrikanisches Land wechseln. Sie wollen weg aus Afrika und nach Europa in der Hoffnung auf ein wirtschaftlich besseres Leben.

Deswegen ist die in den Medien ständig gebrauchte Bezeichnung "Flüchtlinge" objektiv falsch. Das soll eine Schutzbedürftigkeit suggerieren, die so nicht existiert. Diese Leute könnten auch in Afrika ihren Lebensunterhalt verdienen. Die prekäre Situation am "Berg der Verzweifelten", wie es pathetisch im Titel heißt, erzeugen sie doch selbst.

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