Forum: Panorama
Flug QZ8501: Unterwasserfotos zeigen Heck der abgestürzten Air-Asia-Maschine
AFP/ Basarnas

Bergungsexperten ist es gelungen, bei rauer See und schlechter Sicht das Heck des abgestürzten Air-Asia-Flugs QZ8501 zu lokalisieren. Unterwasserfotos zeigen Teile der Trümmer, auch die Blackbox könnte sich dort befinden.

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colinchapman 07.01.2015, 11:30
1. hoffentlich hören bald die Verschwörungstheorien auf

Es fing ja schon wieder an wie bei MH370 - die Amerikaner hätten das Flugzeug abgeschossen, Airbus habe den Jet versenkt, um Konstruktionsschwächen zu vermeiden, es seien für die malysische Regierung unliebsame Personen an Bord gewesen, es fehlte nur noch die Entführung durch Aliens, dann wäre die Liste deckungsgleich mit der von MH370 gewesen. Wenn man dann den Flugschreiber findet und auswertet (sieh AF447), hören die Verschwörungstheoretiker zum Glück schlagartig auf.

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kral1 07.01.2015, 12:04
2. Funkt die Blackbox nicht?

Gibt es irgendwelche Angaben über empfabgene Funksignale der Blackbox oder funkt diese überhaupt nicht? Eine Blackbox ortet man nach diesem Sygnal doch darüber habe ich bei SPON bishet nichts gelesen.

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s342 07.01.2015, 12:07
3. Automatischer Notruf

Der Notruf sollte in Zukunft von der Maschine automatisch abgesetzt werden. Ich bin kein Flugexperte, dennoch gibt es sicherlich eine Berechnungsgrundlage, die eine Aussage über die maximal erlaubte Dauer eines Strömungsabrisses macht. Wird diese maximale Dauer überschritten, wird automatisch ein Notrufsignal abgesetzt. Sollte die Besatzung dann auf Nachfrage von Bodenpersonal keine Antwort senden, so kann man von einem Notfall ausgehen.

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rolf.piper 07.01.2015, 12:09
4. Journalismus = Kunst des Weglassens

Mehr als 70 Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzes waren am Freitag mit zwei Flugzeugen in Jakarta eingetroffen. Sie brachten unter anderem ein ferngesteuertes Tauchboot des Typs Falkon mit, das in Tiefen von bis zu 1000 Metern eingesetzt werden kann.

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contrail08 07.01.2015, 12:55
5. Oh, Ihr Experten

Der automatische Notruf fehlt doch gar nicht. Der Radarlotse wusste schon um 6:17 Uhr, dass die Maschine verunglückt ist, auch wenn die ADS-B-Daten bis 6:18 gesendet wurden. Man kann es drehen und wenden wie man will und jedes Stück des Flugzeugs auch noch mit einen Sender ausrüsten: Eine Katastrophe über offener See ist leider so wie es sich darstellt. Den Datenstrom aber anstatt in die Black-Boxen zum Boden zu funken ist aufwändig, das sind mehrere Hundert Messwerte und das zig mal pro Sekunde. Über den Ozeanen benötigte man dafür Bandbreite auf den Satellitenkanälen - und die gibt es schlicht nicht. Punkt. Übrigens ist ein Strömungsabriss praktisch niemals eine Unfallursache.

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WwdW 07.01.2015, 13:07
6. Das ist jetzt keine Vorwurf an den Piloten,

aber ein Pilot hat die Verantwortung für seinen Flieger und seine Passagiere. Wenn die Bodenstation das nicht wahrhaben will dann muß er Entscheidungen auf eigene Faust treffen. Das kann die Richtige sein oder auch die Falsche. Leider stellt sich das immer erst hinterher heraus.

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spon-facebook-10000039670 07.01.2015, 13:20
7. Flugdatenschreiber im Schlamm versunken?

Ich erinnere daran, dass voice recorder und data recorder im Heck so befestigt sind, dass sie auch bei einem Absturz dort bleiben. Selbst nach dem Aufschlag des Airbus Air France im Atlantischen Ozean aus 10000 m Höhe war der Data recorder noch an Ort und Stelle, wohl hatte sich das Gehäuse gelöst, die Daten konnten aber ausgelesen werden. Es stellt sich die Frage, wieso die Signale der "black boxes" angeblich nicht empfangen werden. Höchst eigenartig. Sind sie vielleicht nie an Bord gewesen und sollen daher "unauffindbar im Schlamm versunken" sein?

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deegeecee 07.01.2015, 13:30
8.

Zitat von kral1
Gibt es irgendwelche Angaben über empfabgene Funksignale der Blackbox oder funkt diese überhaupt nicht?
Die Ortung funktioniert im Wasser über Schall, nicht über Funk. Die Reichweite ist entsprechend begrenzt. Mit Funk wäre sie allerdings noch viel kürzer.

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spon-facebook-10000039670 07.01.2015, 13:35
9.

Zitat von contrail08
Der automatische Notruf fehlt doch gar nicht. Der Radarlotse wusste schon um 6:17 Uhr, dass die Maschine verunglückt ist, auch wenn die ADS-B-Daten bis 6:18 gesendet wurden. Man kann es drehen und wenden wie man will und jedes Stück des Flugzeugs auch noch mit einen Sender ausrüsten: Eine Katastrophe über offener See ist leider so wie es sich darstellt. Den Datenstrom aber anstatt in die Black-Boxen zum Boden zu funken ist aufwändig, das sind mehrere Hundert Messwerte und das zig mal pro Sekunde. Über den Ozeanen benötigte man dafür Bandbreite auf den Satellitenkanälen - und die gibt es schlicht nicht. Punkt. Übrigens ist ein Strömungsabriss praktisch niemals eine Unfallursache.
Ein Strömungsabriss an sich muss keinen Absturz zur Folge haben, aber die falsche Reaktion der Piloten ("Nase nach oben ziehen").

Übrigens konnten, wenn ich mich nicht irre, die Triebwerke (gegen Zusatzkosten) mit Datenfunk ausgerüstet werden. In diesem Falle ist das wohl unterblieben. Eine Totalüberwachung muss nicht sein, wohl aber ein automatischer Notruf (bei Vorliegen vordefinierter Umstände) mit Positionsdaten.

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