Forum: Panorama
Flut in Pakistan: Ein Land geht unter

Die Überschwemmungen in Pakistan waren die größte humanitäre Katastrophe 2010, Millionen*Menschen verloren ihr Hab und Gut.*Für SPIEGEL ONLINE*war Südostasien-Korrespondent Hasnain Kazim im Einsatz - und sah Bilder, die er nie mehr vergessen wird.

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joe_schwarz 27.12.2010, 09:31
1. Humanitäre Katastrophe

… welch' ein Unsinn!
Die Flut in Pakistan war NICHT die größte humanitäre Katastrophe 2010, sondern die größte MENSCHLICHE Katastrophe. 'Humanitär' bedeutet 'menschenfreundlich, wohltätig'.

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taiga 27.12.2010, 10:29
2. ----

Zitat von sysop
Die Überschwemmungen in Pakistan waren die größte humanitäre Katastrophe 2010, Millionen*Menschen verloren ihr Hab und Gut.*Für SPIEGEL ONLINE*war Südostasien-Korrespondent Hasnain Kazim im Einsatz - und sah Bilder, die er nie mehr vergessen wird.
Ganz und gar seltsamer Artikel, ein postkatastrophaler Nachbrenner, um vielleicht doch noch ein paar Kröten zu mobilisieren. Zu diesem Thema lesen: »Die Mitleidsindustrie« von Linda Polman.
Herr Kazim drückt kräftig auf die Tränendrüse, Hintergründe zu der auffälligen Spendenunwilligkeit werden kaum angesprochen. Wie wäre es z.B. mit dem pakistanischen Feudalstaat, in dem einige Dutzend Großgrundbesitzer die meisten ackerfähigen Flächen unter sich aufteilen, während die riesigen Massen Landbevölkerung ihnen auf Gedeih und Verderben (sic!) ausgeliefert sind – da darf man getrost die schlimmere Variante vermuten, in welchen Händen viele Spendengelder landen. Welche Rolle die Radikalen spielen, bleibt ebenfalls im Dunkeln, man darf annehmen, dass auch sie Methoden entwickelt haben, an die Spendentöpfe zu gelangen. Darüber informiert zu werden ist aber wohl alles andere als politisch gewollt.

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ohmscher 27.12.2010, 11:01
3. Nörgel

Zitat von sysop
Die Überschwemmungen in Pakistan waren die größte humanitäre Katastrophe 2010, Millionen*Menschen verloren ihr Hab und Gut.*Für SPIEGEL ONLINE*war Südostasien-Korrespondent Hasnain Kazim im Einsatz
Ach, wenigstens der tapfere Herr Kazim war im humanitären Einsatz, wenn schon die hartherzigen Deutschen versagten.

Zitat von
Im Frühjahr, wenn es wieder wärmer wird, wollen sie ein neues Dorf bauen. Diesmal ein paar Meter weiter entfernt vom Fluss.
Die Menschen können nicht anders, ich weiß, aber dann ist der nächste Einsatz ja schon absehbar.

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KaosKatte 27.12.2010, 11:50
4. intellektuelle Spendenverweigerung

Und jetzt hauen sie in die Tasten, die intellektuellen Leserbriefschreiber des Spiegel-Forums und demonstrieren ihr Insider-Wissen über Korruption und Rückständigkeit anderer, ferner Länder. Mit ihren selektiven Argumenten, der konzentriert schmalspurigen Sichtweise - und ja, es gibt sogar Bücher zum Thema - stabilisieren sie den Überbau für Ihre Haltung, die einfacher lautet: "Ich geb' nichts".
Hoho, da sind Gelder in die falschen Kanäle geflossen (und ich mache mir doch nicht die Mühe, eine verlässliche Organisation für eine Spende zu suchen).
Haha, da erscheint ein SPON-Artikel aus heiterem Himmel direkt nach Weihnachten (die wollen doch nur Restguthaben abschöpfen).

Nein, wir haben wahrlich andere Probleme. Wir wissen schließlich was Angst ist, haben doch inzwischen die Markenrechte. Wenn ein Braunbär in unser Land eindringt, wenn der Winter mit seinem Schnee Einzug hält, wenn in Namibia ein Sicherheitstestkoffer auf Reisen geht, wenn ein Terrorverdächtigter in Holland verhaftet wird, wenn ein Terrorverdächtigter in Holland wieder frei gelassen wird.
Für andere Katastrophen haben wir leider nichts übrig.

Zum Glück gibt es in diesem Land noch Andersdenkende.

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Das Auge des Betrachters 27.12.2010, 12:04
5. Riesenvolk

Ein Riesenvolk mit gewaltiger Fortpflanzungsdynamik. 180 Millionen Menschen sind nicht in der Lage die Feudalherrschaft und die paar Islamisten zu vertreiben und brauchen deshalb Hilfe von uns während die Islamisen weiter bomben?
Ja, Ja so ist das mit 1001 Nacht. Das Problem ist das gleiche wie in Afghanistan. Es gibt keine Extremisten, weil da wo Volk und Guerilla zusammenarbeiten und einer Übereugung sind, kann die Guerilla nicht extrem sein, weil sie der Normalität entspricht.
Das sind alles "Islamisten" weil "Islam ist Islam" , lernt man schon beim "Demokraten" Erdogan.
Natürlich gibt es auch unter Islamisten wie unter Demokraten und Kapitalisten Verteilungskämpfe,aber in den kulturellen Grundüberzeugungen stimmen alle überein und die Kohle von den westlichen Dummköpfen ist herzlich willkommen.
Jammern und Fortpflanzung als Erwerbs-und Eroberungsmodell, dass haben die Anhänger des Islam voll drauf.

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taiga 27.12.2010, 12:21
6. Schwarze Löcher vs. lokales Elend

Zitat von KaosKatte
Und jetzt hauen sie in die Tasten, die intellektuellen Leserbriefschreiber ...Mit ihren selektiven Argumenten, der konzentriert schmalspurigen Sichtweise - und ja, es gibt sogar Bücher zum Thema - stabilisieren sie den Überbau für Ihre Haltung, die einfacher lautet: "Ich geb' nichts". ... Zum Glück gibt es in diesem Land noch Andersdenkende.
Ich spreche Ihnen keineswegs das Recht ab, in Kriegsgebiete zu spenden, auf die (große) Gefahr hin, dass Ihr schönes Geld bei den falschen Menschen landet.
Auch ich zähle mich, anders als Sie sich das vorstellen, zu den von Ihnen als »Andersdenkende« bezeichneten. Um Sie nicht noch mehr zu verwirren, eine kleine Eselsbrücke: Meine Familie spendet seit jeher, seit einigen Jahren aber nicht mehr in Schwarze Löcher, sondern lokal, hier vor der Haustür. Machen Sie doch auch mal den Versuch und schauen Sie mal bei Ihnen um die Ecke ... Sie werden fündig.
Schönen Tag noch.

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Jochen Binikowski 27.12.2010, 12:26
7. x

Ich hätte einen revolutionären Vorschlag wie man diese Diskussion ein für alle mal beenden könnte:

Die Entwicklungs- und Katastropenhilfe wird völlig neu organisiert: Für islamische Länder sind ausschließlich die reichen Ölonkels vom Golf und Nordafrika zuständig, Afrika wird von China betreut und der Westen nebst Japan und Korea kümmen sich um Lateinamerika und Südost Asien.

Dann können die Taliban in Afghanistan und Pakistan im Einklang mit dem Koran saudische Helfer erschießen.

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taiga 27.12.2010, 12:55
8. Betreuung à la carte

Zitat von Jochen Binikowski
Ich hätte einen revolutionären Vorschlag wie man diese Diskussion ein für alle mal beenden könnte: Die .....
Zustimmung.
Allerdings wird Afrika eh schon von China vollumfänglich »betreut«.
Und Lateinamerika hat‘s ohnehin immer besser drauf – Brasilien z.B. kann sich doch im besten Sinn selbst helfen.

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Jochen Binikowski 27.12.2010, 14:03
9. x

Zitat von taiga
Zustimmung. Allerdings wird Afrika eh schon von China vollumfänglich »betreut«.
Na ja, jedenfalls die Länder wo in Bezug auf Bodenschätze und Landgrabbing etwas zu holen ist. Die Habenichtse schauen chinamäßig in die Röhre.

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