Forum: Panorama
Fotos aus Fukushima-Sperrzone: Verstrahlte Idylle
Arkadiusz Podniesinski/ REX Shutterstock

Endzeitstimmung: Noch immer ist das Gebiet um das AKW Fukushima weitgehend menschenleer. Der Fotograf Arkadiusz Podniesinski dokumentierte wuchernde Natur - aber auch riesige Flächen schwarzer Plastiksäcke.

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gucky2009 09.10.2015, 19:08
100.

Zitat von Palmstroem
Wieder einmal wird über die gefährliche Radioaktivität in Fukushima geschrieben. Sie hat aber bislang noch keine Toten gefordert wie das ganze Unglück bisher. Bei Chemieunfällen sind in dieser Zeit hunderte, wenn nicht sogar tausende umgekommen, aber wer schreibt z. B. noch über Tianjin.
Klar hat der Supergau von Fukushima schon viele Tote gefordert.

- Während der durch den Supergau nötigen Evakuierung gab es Todesopfer.
- Bei den Aufräumarbeiten am Zerstörten Reaktor gab es Todesopfer (Letztes Opfer erst im August dieses Jahres)
- Zig Krebstode gab es nach der Katastrope die es ohne dem Supergau nicht gegeben hat.
- Und in den USA ist es nur eine Frage der Zeit bis die eresten Marinesoldaten der USS Reagan an den Folgen von Fukushima sterben

Aber als AKW-Gläubiger zählt für Sie nur Todesopfer die innerhalb weniger Tage an der Strahlung sterben. So kann man sich Statistiken schön rechnen.

Es wurden schon 1.700 Todesopfer in Zusammenhang mit Fukushima offiziell anerkannt.

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hummelhirte 09.10.2015, 19:10
101.

Zitat ir²:""n Sv(Sievert) ausgedrückt gibt es keine Unterschiede zwischen "natürlicher" und "künstlicher" Strahlungsexposition. Das sollte man schon wissen, wenn man das Thema diskutiert...." Zitat ende.
Es bringt nichts alles immer nur in Zahlen zu betrachten. Radioaktives Jod wird von der Schilddrüse aufgenommen und kann dort auf Dauer Krebs verursachen. Caesium137 kann Leukämie auslösen. Natürliche Strahlungen können intensiver sein, lagern sich aber in der Regel nicht im menschlichen Körper ab. Du kannst nicht einfach sagen, die kosmische Strahlung beträgt im Jahr soundsoviel Sievert, ein AKW exponiert aber weniger, also ist es unbedenklich. Es kommt auf die Art der Stoffe an. Einige sind hoch giftig, selbst wenn sie nicht strahlen.

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tempus fugit 09.10.2015, 19:11
102. Jo,...

Zitat von zaldarie
36.000 Tote, mal wieder völlig falsche Zahlen von den üblichen Verdächtigen. Es wurden im Zusammenhang mit dem Uranabbau aber nur 39.000 Berufskrankheiten anerkannt und Krankheiten führen auch nicht immer zum Tod. Habe für sie sogar eine Quelle von Umweltaktivisten rausgesucht, damit sie nicht wieder von der allmächtigen Atomlobby anfangen: http://umweltfairaendern.de/2013/12/uranbergbau-mit-todesfolge-fast-10-000-lungenkrebstote-durch-deutschen-uranbergbau-bei-der-wismut-ag/ Bei diesem Artikel ist zu beachten, dass der Überschrift bereits im allerersten Satz des Artikels widersprochen wird, wenn aus Lungenkrebstoten plötzlich an Lungenkrebs erkrankte werden.
...abstreiten, recht einfältig manipulieren, das ist das Metier der Atomiker!

Habe ich 36.000 Lungenkrebsfälle genannt?

Die Opferzahl von 36.000 wurde in den Energieforen
zigmal genannt - dazu gehören natürlich alle, die
beim Uranabbau und der Uranbearbeitung zum Tod
kamen!

"
Die fast 10.000 (als Berufskrankheit anerkannten) Lungenkrebserkrankungen sind offenbar durch die Radioaktivität in den Bergwerken verursacht. Hinzu kommen noch weitere Erkrankungen wie Kehlkopfkrebs und Silikose, eine unter Bergleuten verbreitete Erkrankung durch die hohe Staubbelastung."

Dass in der DDR nur das bekannt wurde (wie immer in den Atomdörfern, egal welcher Ideologie...) was einfach nicht zu vertuschen war, dass die 'Berufsgenossenschaf- ten' sich wohl eher nicht um Wismut-Folgeopfer 'rissen'
(siehe Bundeswehropfer an unzureichend geschützten
Radaranlagen...) - was interessiert das die Atomiker...

Das Hinterfotzige an der Uranförderung und -verarbeitung
ist eben, dass sich durchweg die Strahlenschäden erst nach Jahren auswirken - eben: hinterfotzig!

Von den üblichen Verdächtigen!

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knuty 09.10.2015, 19:17
103.

Zitat von zaldarie
Was für ein Unsinn, selbst Greenpeace hat in den dekontaminierten Zonen nur vereinzelte Hotspots mit einer Belastung von gerade einmal 10 mSv gefunden (darüber gabs auch auf SPON vor einer Weile einen Artikel) – und wenn das von denen kommt, kann man sich sicher sein, dass da nichts höheres gefunden wurde und wahrscheinlich sogar diese Zahl schon übertrieben ist. 10 mSv pro Jahr sind völlig ungefährlich, 20 im Grunde auch, es sei denn man glaubt noch immer an das von der Wissenschaft inzwischen beerdigte LNT-Modell, wie das Greenpeace und die IPPNW tun. In zahlreiche dekontaminierte Gebiete kann man bereits zurückkehren, weitere werden folgen. Und wenn Kinder und Schwangere nur einem Millisievert pro Jahr ausgesetzt sein dürfen (oder natürliche Belastung plus ein Millisievert, was etwa 2-3 wären), dann steht es sehr schlecht um alle Kinder und Schwangeren dieser Welt, da müssen wir wohl schleunigst einen neuen Planeten ohne Strahlenquellen finden. Beinahe überall auf der Welt liegt die Strahlenbelastung über einem Millisievert, meistens sogar bei 2-5, von der zusätzlichen Belastung durch medizinische Untersuchungen ganz zu schweigen.
Dann belegen Sie doch bitte mal, dass es in den evakuierten Zonen eine Strahlenbelastung von höchstens 10 mSv gibt.

Und nein, weder 20 mSv/a noch 10 mSv/a sind völlig ungefährlich.
Auch Ihre dreiste Lüge, dass LNT-Modell wäre sowohl von der Wissenschaft als auch von Greenpeace und IPPNW beerdigt worden rettet Ihre Argumentation nicht.

Schwangere und Kinder werden tatsächlich nach Möglichkeit nicht geröngt und wenn es doch sein muss, gelten besondere Vorschriften und Schutzmaßnahmen. Kinderradiologen brauchen eine spezielle Ausbildung und Qualifizierung. Wahrscheinlich macht man das alles nur, weil man soviel Panik vor den Atomstrahlen hat.

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jbkdge14.god 09.10.2015, 19:20
104.

Zitat von kojak2010
Uran kommt ganz normal vor auf der Erde, genauso wie Erdöl. die verteufelung von Dingen, die grad einem in dem Kram passen, nervt wirklich. die zwei Atommeiler die uns die letzten 100 jahren um die Ohren geflogen sind, sind traurig, jedoch begeht der Wohlfühl-Mensch in Europa mit seinem Wegwerf und just in time life style TÄGLICH einen millionenfachen höheren Schaden an Mutter Erde.
Auch Knollenblätterpilze sind völlig normal auf der Erde und trotzdem gefährlich.
Das ist doch wohl kein Argument!

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hummelhirte 09.10.2015, 19:25
105.

zitat wb99: "Es gibt gar keinen deutschen Uranabbau." Heute nicht mehr. Bis 1990 wurde im Erzgebirge von der Wismut AG für die UDSSR Uran gefördert. Die meisten Bergleute leben nicht mehr.

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knuty 09.10.2015, 19:30
106.

Zitat von gucky2009
Und das (kommerzielle) AKWs erst seit ca. 50 Jahren existieren muss man von 4 Supergau/100 Jahren rechnen. Hätte man bei Kyschtym alle Informationen gehabt, wäre das der dritte INES7-Fall in nicht mal 60 Jahren.
Nur vier? Mit Kyschtym sind es insgesamt fünf INES7 Unfälle.
In Fukushima gab/gibt es ganz offiziell drei INES 7 Unfälle. Block 4 ist bis jetzt noch nicht eingestuft.

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ir² 09.10.2015, 19:36
107.

Zitat von kuac
Es sind ja nicht nur die Säcke, es gibt auch jede Menge hochradioaktives Wasser, die freigesetzt wurde. Das gab auch schin Tecpco selbst zu: Feb. 2014: Wednesday's leak was radioactive, with a reading of 230 million becquerels per litre of radioactive isotopes, Tepco spokesman Masayuki Ono told reporters. Es waren 100 Tonnen Wasser. Bereits ueber 10 Becquerel pro Liter sollte nicht getrunken werden, sagt WHO. Alles kein Problem fur Sie? Ein Nuklear-Macho?
Ja, das war eine Pfütze am Reaktor, die trinkt ja auch keiner. Verdünnt in den unzähligen Tanks bleibt davon nicht mehr viel übrig.
Und 1 Banane hat 12 Bq, der Mensch der sie in der Hand hält strahlt mit ~ 12.000 Bq. In Fukushima gibt es ausserhalb des Werksgeländes kein Strahlungsrisiko welches eine Evakuierung rechtfertigen würde.

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ir² 09.10.2015, 19:39
108.

Zitat von knuty
In welchem Abfluss wollen Sie Radioaktivität entsorgen, so dass diese nicht mehr in die Umwelt gelangt? In allen evakuierten Orten um Fukushima war und ist die Dosisleistung über 20 mSv/a, teilweise bis zu 300 mSv/a über der natürlichen Strahlenbelastung. Für Kinder und Schwangere sollte der Wert von 1 mSv pro Jahr nicht überschritten werden. In der Stadt Guarapari werden Sie nicht diese Dosis messen können, sondern höchstens ein paar Kilometer außerhalb an einem Strand der Thorium enthält. Auf dem Strand hält sich allerdings niemand an 365 Tagen 24 Stunden lang auf. Eine schwangere Frau dürfte sich nach den Grenzwerten auf diesem Strand 19 Tage lang ununterbrochen aufhalten, in den evakuierten Zonen höchstens 1,5 Tage lang.
Die Grenzwerte sind totaler Unsinn. Unter 100 mSv besteht überhaupt kein gesundheitliches Risiko. Die schwangeren Frauen gehen ja auch im Gebirge spazieren oder fliegen nach Malle. Da sind 1 mSv/a ein schlechter Witz....

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ir² 09.10.2015, 19:43
109.

Zitat von tempus fugit
...ach, was noch vorkam/vorkommt: Die Wismut... - 36.000 Tote... Und heute gibt's eine ganze Menge von 'Wismuts' - fragen Sie mal Areva und Genossen....
Ja, wir müssen alle sterben, auch die Kumpels im Bergbau. Die Bergleute sind alle höheren Strahlenexpositionen ausgesetzt als z.B. die Waldorflehrer. Das ist aber das kleinste Problem, die harten Arbeitsbedingungen im Bergbau fordern einen viel höheren Tribut an Lebensjahren als das bisschen Strahlung.

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