Forum: Panorama
Freiwillige Feuerwehr in Japan: Dauereinsatz in der Todeszone

Juitchi Owada arbeitet bei der Freiwilligen Feuerwehr Rikuzentakata. Am Tag des Tsunamis war er im Einsatz, filmte die verzweifelte Flucht der Menschen vor den Wassermassen, suchte mit seinen Kameraden nach Überlebenden.*Inzwischen geht es nur noch darum, die Toten begraben zu können.

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heuwender 30.03.2011, 18:37
1. halt

Zitat von sysop
Juitchi Owada arbeitet bei der Freiwilligen Feuerwehr Rikuzentakata. Am Tag des Tsunamis war er im Einsatz, filmte die verzweifelte Flucht der Menschen vor den Wassermassen, suchte mit seinen Kameraden nach Überlebenden.*Inzwischen geht es nur noch darum, die Toten begraben zu können.
wäre das nicht ein Job für die AKW Betreiber-Manager??muß man denn Feuerwehrleute so verheizen??

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Hador 30.03.2011, 18:50
2. Nein, keinen Titel

Auf der einen Seite ist es schon ein sehr beeindruckendes und interessantes Video.

Auf der anderen Seite frage ich mich ob der Reporterin eigentlich klar ist, dass es hier in Deutschland auch in erster Linie Freiwillige sind, die im Katastrophenschutz arbeiten. Beim THW gibts mit Abschaffung der Wehrpflicht praktisch nur noch Freiwillige und die überwältigende Mehrheit der Feuerwehren sind auch hierzulande reine Freiwilligen Einheiten.

Der größte Unterschied: Die japanischen Katastrophenschützer sind deutlich besser ausgerüstet als die deutschen!

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kein Ideologe 30.03.2011, 19:16
3. 121231234

Zitat von heuwender
wäre das nicht ein Job für die AKW Betreiber-Manager??muß man denn Feuerwehrleute so verheizen??
sehr schön passender Kommentar. Es geht um Tsunamiopfer, das AKW ist weit weg. Da läuft das alte Tsunamiprogramm: "Begrabt die Toten und ernähert die Lebenden", hatten wir in Europa ja auch schon.
Solche Beiträge zeigen mir, daß ein kleiner, militanter Teil der Atomkraftgegner ebnen doch ein Süppchen darauf kocht. Die eigentliche Katastrophe wird völlig ausgeblendet, es bleibt nur das AKW.

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Querspass 30.03.2011, 19:27
4. Danke!

Zitat von sysop
Juitchi Owada arbeitet bei der Freiwilligen Feuerwehr Rikuzentakata. Am Tag des Tsunamis war er im Einsatz, filmte die verzweifelte Flucht der Menschen vor den Wassermassen, suchte mit seinen Kameraden nach Überlebenden.*Inzwischen geht es nur noch darum, die Toten begraben zu können.
Sie machen es für unsere Erde. Die in den ARD sollten sich vll. doch noch überlegen, wenigstens für die Familien eine Spendengala zu senden.

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mr future 30.03.2011, 19:57
5. Im Roboter-freundlichen Japan: Menschen werden statt Maschinen verheizt

Zitat von sysop
Juitchi Owada arbeitet bei der Freiwilligen Feuerwehr Rikuzentakata. Am Tag des Tsunamis war er im Einsatz, filmte die verzweifelte Flucht der Menschen vor den Wassermassen, suchte mit seinen Kameraden nach Überlebenden.*Inzwischen geht es nur noch darum, die Toten begraben zu können.
Menschenartige Roboter sind eine regelrechte Manie der japanischen Elektronikindustrie (vom Tamagotchi bis zum fühlenden, sehenden und laufenden Zweibeiner).

Und jetzt sollen für die Drecksarbeit keine geeigneten Roboter mit ausreichend trainiertem Fernbedienungspersonal zur Verfügung stehen?

Arbeit statt Kapital? Bedeutet die Nutzung der unversicherbaren Atomtechnologie, dass auf einmal Menschen leichter abgeschrieben werden können als Maschinen?

Das Ganze erinnert mich an Kriegserzählungen, wenn es wichtiger war, dass die Maschinengewehre in die Stellung zurück kamen als die Soldaten.

Auf zum Systemwechsel: "Business as if people mattered" (E. F. Schumacher)

re future

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Omega9 30.03.2011, 20:48
6. .

Zitat von mr future
Und jetzt sollen für die Drecksarbeit keine geeigneten Roboter mit ausreichend trainiertem Fernbedienungspersonal zur Verfügung stehen? Arbeit statt Kapital? Bedeutet die Nutzung der unversicherbaren Atomtechnologie, dass auf einmal Menschen leichter abgeschrieben werden können als Maschinen?
So ein Schwachsinn. Haben Sie einmal gesehen wie viele Mannwochen man braucht um einen Roboter ein Bier einschenken zu lassen?

Und jetzt "brennts" in jeder Ecke der Hütte Fukushima, und da soll man erste Experimente mit Robotern machen?

Nein, ich beneide wirklich nicht die Arbeiter da um ihren Job, aber wenn es darum geht einen Teil des Landes zu retten würde ich auch lieber in die Strahlenzone gehen als mit einem Joystick zu spielen.

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dresden71 30.03.2011, 21:55
7. Vorschlag

Ich schlage hiermit offiziell die Einführung des "Fukushima-Reflex" (in Anlehnung an den Palowschen Reflex) in die Medizinfachbücher vor. Definition: Sobald die Wörter "Erdbeben" und "Japan" in einem Artikel gemeinsam auftauchen schimpft der gemeine SPON-Forumsnutzer auf die böse Atomkraft, die bösen AKW-Betreiber und deren Raffgier. Und das nun endlich und ganz sicher morgen die Welt untergeht - außer man wält sofort grün. Und das die Retter keiner Ahnung haben und er es viel besser kann.

Sorry, liebe Vorposter aber habt ihr auch nur ansatzweise den Inhalt des Artikels gelesen - ich spreche noch nicht einmal vom Verstehen. Es geht hier um Retter die momentan versuchen noch lebenden Erdbebenopfer zu helfen und den Toten ein würdige Bestattung zu geben. Nebenbei: Die richtige Bestattung ist in Japan sehr wichtig - sonst gibt es zu viele Geister die nicht zu Ruhe kommen. Durch den plötzlichen Wassertod gibt es im japanischen Glauben eh genug Wassergeister (mus der gemeine Mitteleuropäer jetzt nicht verstehen)

Zur Mahnung und gegen das Vergessen: Momentan gibt es über 10.000 Erdbebentote, mehr Vermisste als Tote und einen Toten durch Fukushima (der von einem umstürzenden Kran erschlagen wurde). Aber darüber rede kaum einer mehr - was solls. Über die bösen AKWs zu schimpfen ist hipper. Wenn jeder der sagt "die AKWs müssen sofort abgeschaltet werden" für jeden dieser Sätze 5 Euro spenden würde hätten die wirklichen Opfer keine Sorgen mehr.

Aber was soll man von einem Land und deren Leuten erwarten wo Wahlsiege auf dem Leid anderer Leute errungen werden (mehr war das am Sonntag nicht). BTW: Liebe AKW-Gegner und Grünen, wie fühlt man sich dabei wenn man eigene Vorteile aus dem Leid anderer Leute schlägt? Seid ihr besser als die bösen Kapitalisten oder auch Tepco?

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thepunisher75 30.03.2011, 22:19
8. Und Ich weiß jetzt schon das kein Schwein...

Zitat von sysop
Juitchi Owada arbeitet bei der Freiwilligen Feuerwehr Rikuzentakata. Am Tag des Tsunamis war er im Einsatz, filmte die verzweifelte Flucht der Menschen vor den Wassermassen, suchte mit seinen Kameraden nach Überlebenden.*Inzwischen geht es nur noch darum, die Toten begraben zu können.
..hier das gleiche tun wird, wie die Freiwillige Feuerwehr in Japan. Weder unsere Feuerwehr selber noch einer unsere Atomlobbyisten. Denen ist ihr Leben zu lieb in dem Moment. Sieht so aus als gebe es die wahren "Samurai" aber noch in Japan. Leute, die ihr Leben aufopfern um eine ganze Generation von Menschen zu retten. Hut ab und Respekt ! Die wissen nicht nur das sie sterben werden, sondern auch das dies sehr grauenvoll sein könnte, siehe Tschernobyl und Hiroschima.

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sappelkopp 30.03.2011, 22:32
9. Hut ab...

...vor solchen Freiwilligen, wenn sie denn freiwillig dort sind.

Viel interessanter für mich: Was wäre, wenn so etwas in Deutschland passiert. Würden dann auch die Freiwilligen Feuerwehren dort verheizt? Ohne vernünftige Ausrüstung?

Als Freiwilliger Feuerwehrmann in der Umgebung deutscher AKWs würde ich mir so einige Gedanken machen.

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