Forum: Panorama
Freiwillige Feuerwehr in Japan: Dauereinsatz in der Todeszone

Juitchi Owada arbeitet bei der Freiwilligen Feuerwehr Rikuzentakata. Am Tag des Tsunamis war er im Einsatz, filmte die verzweifelte Flucht der Menschen vor den Wassermassen, suchte mit seinen Kameraden nach Überlebenden.*Inzwischen geht es nur noch darum, die Toten begraben zu können.

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Iwanov 30.03.2011, 23:29
10. Kat-Schutz: Katastrophen aktiv schützen ;-)

Zitat von sappelkopp
Viel interessanter für mich: Was wäre, wenn so etwas in Deutschland passiert. Würden dann auch die Freiwilligen Feuerwehren dort verheizt? Ohne vernünftige Ausrüstung? Als Freiwilliger Feuerwehrmann in der Umgebung deutscher AKWs würde ich mir so einige Gedanken machen.
Ich denke, dass es, genau wie in Japan, Menschen beim Katastrophenschutz geben wird, die über sich hinauswachsen werden. Im Falle einer wirklichen Krise können Menschen extrem viel leisten.

Aber ich stimme ihnen zu: Auch als jemand der nicht in der nähe eines AKWs beim Katastrophenschutz ehrenamtlich tätig ist (Sanitätseinheit), würde man sich über die Havarie eines AKWs seine Gedanken machen.
Wir haben durchaus gut ausgerüstete ABC-Einheiten bei der Berufsfeuerwehr und ehrenamtlich bei diversen HiOrgs (DRK, DLRG) und im Land auch bei der Freiwilligen Feuerwehr.
Aber deren Aufgabe ist nicht das Dekontaminieren eines AKWs (wer bei uns in der BRD dafür zustädnig wäre... wer weiß?)
sondern eher Dekontamination von Personen (DEKON-P) und Verletzten (DEKON-V) (welche danach weiter betreut/behandelt werden).

@dresden71: Sie haben recht, es ging hier nicht um das havarierte AKW, sondern um die FF die seit dem Erdbeben im Dauereinsatz ist.

Respekt vor dieser Kat-Schutz-Einheit. Falls es jemals nötig wird, hoffe ich, dass wir genauso gut unsere Arbeit machen.

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wurstinator 30.03.2011, 23:30
11. Wirklich gelesen?

Ich frage mich, ob hier von den Kommentatoren wirklich der Artikel gelesen wurde. Es geht hier nicht um die Zone um das AKW Fukushima 1, sondern einfach um die vom Tsunami betroffene Zone.
Zitat von Hador
Beim THW gibts mit Abschaffung der Wehrpflicht praktisch nur noch Freiwillige[...]
Auch mit Wehrpflicht sind die Kräfte beim THW einzig Freiwillige. Es gibt keine Bezahlung für diesen Dienst. Eben so konnten Wehrdienstpflichtige ihren Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr erledigen. Beiderseits war dies eine Dienstverpflichtung für 6 Jahre.

Zitat von Hador
[...]und die überwältigende Mehrheit der Feuerwehren sind auch hierzulande reine Freiwilligen Einheiten.
Korrekt. Annähernd 97% der Feuerwehrangehörigen in Deutschland sind Freiwillige Feuerwehrangehörige.

Zitat von Hador
Der größte Unterschied: Die japanischen Katastrophenschützer sind deutlich besser ausgerüstet als die deutschen!
Das würde ich so nicht sagen. Allgemein lässt sich da keine Pauschalaussage treffen, jedoch ist es Fakt das Fahrzeuge teilweise weit über 30 Jahre im Dienst verweilen.
Andere Baustelle: Teilweise ist die Brandschutzkleidung auch sehr veraltet (das liegt aber auch Teilweise an der Akzeptanz der Brandschutzkleidung innerhalb der Feuerwehren - ich erlebe es selbst), sowohl bei freiwilligen als auch bei Hauptamtlichen.
Die Feuerwehr unserer Stadt in der auch ich freiwillig tätig bin, hat das Glück über einen relativ modernen Fuhrpark zu verfügen.

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snowcrashed 31.03.2011, 03:20
12. Tsunami != Strahlung

Zitat von thepunisher75
..hier das gleiche tun wird, wie die Freiwillige Feuerwehr in Japan. Weder unsere Feuerwehr selber noch einer unsere Atomlobbyisten. Denen ist ihr Leben zu lieb in dem Moment. Sieht so aus als gebe es die wahren "Samurai" aber noch in Japan. Leute, die ihr Leben aufopfern um eine ganze Generation von Menschen zu retten. Hut ab und Respekt ! Die wissen nicht nur das sie sterben werden, sondern auch das dies sehr grauenvoll sein könnte, siehe Tschernobyl und Hiroschima.
Ich bewundere die Arbeit dieser Menschen sehr, aber sie werden daran sicherlich nicht sterben. Momentan gefaehrden sie nicht einmal ihre Gesundheit. Rikuzentakata ist mehr als 150km vom Krisen-AKW entfernt und die Strahlung in dem Gebiet liegt derzeit deutlich unter der natuerlichen Strahlung in vielen Gebieten Deutschlands.

Der Panikmache in den Medien zum Trotz ist ein Grossteil des Tsunamigebiets NICHT gleich automatisch nuklear verseucht.

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skbram 31.03.2011, 05:56
13. Bitte den Artikel und nicht nur die Überschrift lesen!!!

Zitat von thepunisher75
..hier das gleiche tun wird, wie die Freiwillige Feuerwehr in Japan. Weder unsere Feuerwehr selber noch einer unsere Atomlobbyisten. Denen ist ihr Leben zu lieb in dem Moment......
Wie ein anderer Vorposter schon bemerkt hat: In dem Artikel geht es NICHT um Fukushima, es geht NICHT um Kamikaze-Feuerwehrleute, sondern um Menschen, die mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sind. Der Ort von dem hier geschrieben wird, befindet sich ca. 185 km von Fukushima entfernt. Damit sind diese freiwilligen Feuerwehrleute, die die wirklich belastende Arbeit der Bergung von Toten der Tsunamikatastrophe haben, ungefähr genauso strahlengefährdet wie die 35 Mio. Menschen in Tokio, die in ähnlicher Entfernung leben.

An diesen Missverständnissen ist meiner Meinung die Überschrift des Artikels nicht Unschuld, denn natürlich erweckt der Ausdruck "DAUEREINSATZ IN DER TODESZONE" eher die Assoziation mit der "todbringenden Zone um Fukushima" als mit der Bergung der Tsunami-Toten.

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felisconcolor 31.03.2011, 06:39
14. ...

Zitat von kein Ideologe
sehr schön passender Kommentar. Es geht um Tsunamiopfer, das AKW ist weit weg. Da läuft das alte Tsunamiprogramm: "Begrabt die Toten und ernähert die Lebenden", hatten wir in Europa ja auch schon. Solche Beiträge zeigen mir, daß ein kleiner, militanter Teil der Atomkraftgegner ebnen doch ein Süppchen darauf kocht. Die eigentliche Katastrophe wird völlig ausgeblendet, es bleibt nur das AKW.
Ist leider so die grüne Ökolobby schert sich einen Dreck um die Erdbeben und Tsunamiopfer.
Hauptsache ihr Ökoglauben wird hochgehalten und ihr Überleben ist gesichert.
Ich denke mal wir haben alle gelernt was man von denen erwarten kann.
Im Falle eines Falles wären sie wohl die Ersten die panisch das Weite suchen und ihre Mitbürger im Stich lassen.
Danke das sie sich überall so wunderschön outen.

Mein Respekt gilt den Menschen die sich für ihre Mitbürger einsetzen. Die Lebenden wie die Toten.
Für diese Menschen gilt es auf- und ihnen beizustehen.
Für die Opfer des 11.9. wurde eine Schweigeminute abgehalten in Deutschland.
Für die toten japanischen Bürger....
Aber wichtig ist das deutsche Atomkraftwerke schnellst möglich abgeschaltet werden. Es ist echt ekelig

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rumpel84 31.03.2011, 08:00
15. Titel

Angeblich sind doch die ganzen Topmanager die Leistungsträger der Gesellschaft und nicht eine versoffene Dilettantentruppe, als die die FF diffamiert wird.

Schön dass die auch einmal schreiben, wie es aussieht, wenn es ernst wird.

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mr future 31.03.2011, 13:12
16. Entschuldigung: Mein Beitrag hat hier nichts zu suchen

Zitat von mr future
Menschenartige Roboter sind eine regelrechte Manie der japanischen Elektronikindustrie (vom Tamagotchi bis zum fühlenden, sehenden und laufenden Zweibeiner)..... re future
Im Gegenteil teile ich die grosse Hochachtung vor allen Helfern der Tsunami Flutkatastrophe und in Fukushima.

Ich hatte zum falschen Artikel gespostet.

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