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Fünf Jahre Papst Franziskus: Reformer im Intrigenstadl
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Vor fünf Jahren wurde Jorge Mario Bergoglio zum Papst gewählt. Das heißt: fünf Jahre Streit mit Kardinälen, fünf Jahre die Welt retten. Verändert er die Kirche - oder hat die Kirche ihn verändert?

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ruswelt 10.03.2018, 12:00
1. Ich bin der Meinung, ...

... dass es der Kirche gut tun würde einen jüngeren Papst auf den Papststuhl zu hieven. Sozusagen auf Höhe der Zeit. Bischöfe, Kardinäle, alle jenseits der 60 und bei der nächsten Papstwahl sogar älter.

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carlitom 10.03.2018, 12:02
2.

Ich glaube nicht, dass es da groß was zu verändern gab. Der gute alte Franz war doch von Anfang an in der Praxis (Missbrauch, Frauenbeteiligung und Co.) voll auf Linie. Nur verbal sah das anders aus. Gehandelt hat er allerdings nie nach dem, was da großsprecherisch verkündet hatte. Das ist nur der Showteil fürs Schaufenster. Innen drin läuft alles wie bisher auch. Keine Veränderung in Sicht und geplant - von Marginalien zur optischen Aufhübschung mal abgesehen.

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Joachim Kr. 10.03.2018, 12:04
3. Dass er noch da ist, ist großartig

Er hat viel erreicht. Und muss unbedingt weitermachen. Und wenn nötig, weiter radikale Personalentscheidungen treffen. Solange, bis seine obersten Schäfchen von alleine wissen, wohin es geht.
Hoffen wir, dass er es schafft!
Ich bin kein Kirchenmitglied, auch weil es so war, wie es war.

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sucher533 10.03.2018, 12:09
4. Widerstand?

Widerstand gegen den Papst innerhalb der katholischen Kirche, gegen den Stellvertreter Gottes? Jedes Papstwort sollte doch für jeden Katholiken Gesetz sein, so wahr ihm Gott helfe.

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go-west 10.03.2018, 12:13
5. Papst Franziskus sollte m.E. zur Not eine Abspaltung

der konservativen Hardliner in Kauf nehmen, wenn sonst keine wirklichen und einschneidenden Reformen möglich sind. Diese Leute werden sich kaum bewegen. Die können ja dann einen katholischen Folkloreverein gründen und weiter in Gold und Purpur gewandt auf Latein kommunizieren.

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the_tetrarch 10.03.2018, 12:13
6.

Die katholische Kirche zu reformieren kommt der Aufgabe gleich, Wasser aus einem Granitbrocken zu pressen.

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IMOTEP 10.03.2018, 12:14
7. Feuer

Es geht um das Selbstverständniss aller Konservativen, nicht nur in der Kath. Kirche. Sind wir der Hüter des Feuers oder die Bewahrer der Asche. Ein scheinbar unauflöslicher Konflikt ausgetragen über die Jahrh. Etwas bewirkt er allerdings, es bewegt sich ständig etwas in die eine oder andere richtung. So im laufe der der Zeit dann doch liberales Gedankengut die Oberhand gewinnt, so Gott will.

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mescal1 10.03.2018, 12:18
8. Tja, da wurde ein Liebling

der linken Presse hochgelobt - aber was bitte hat er wirklich verändert?
Die Herrschenden in Kuba und Venezuela werden hoffiert, wo bleibt das Gespräch mit den Unterdrückten dort?
Was haben die "Progressiven" Franziskus zugejubelt in der Hoffnung auf neue "Erkenntnisse" zu Pille, Verhütung, Wiederzulassung Wiederverheirateter, was ist aus den Mißbrauchsvorwürfen geworden, ja, was hat er wirklich "neu" gemacht?
Man kann sich leicht als "arm" lebend zelebrieren - aber nehmen wir mal das so tolle "er wohnt im Gästehaus" und nicht in der ihm zugewiesenen Wohnung.
Wie viele Zimmer, ja Etagen stehen jetzt den eigentlich wirklichen Gästen im Gästehaus nicht mehr zur Verfügung, Gäste, die jetzt für erhöhte Kosten in Hotels gehen müssen? Das ist "arm lebend"?
Was ist dann mit der Papstwohnung, steht die jetzt leer oder wohnen da arme asylsuchende Sinti und Roma? Oder möchte man doch lieber keine Vermüllung der Wohnung erleben?
Was hat Franziskus an neuen Glaubensinhalten denn bisher geleistet?
Wer glaubt durch solche Sprüche die Leute hier in der Kirche zu halten, der weiß doch von der Realität nichts.
Die Kirchenaustritte werden auch so weiter gehen, und wenn sich nichts ändert, dann werden die sich von der Kirche trennen, die bisher am stärksten zu ihr standen. Denn denen wird vor den Latz gehauen, ohne eine wirklich begründete Argumentation vom Neuen Testament her.
Nein, hochjubeln braucht mMn diesen Papst niemand. Bin gespannt wann die Enttäuschung stärker wird.

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yvowald@freenet.de 10.03.2018, 12:24
9. Mutlose Päpstinnen und Päpste

Zitat von ruswelt
... dass es der Kirche gut tun würde einen jüngeren Papst auf den Papststuhl zu hieven. Sozusagen auf Höhe der Zeit. Bischöfe, Kardinäle, alle jenseits der 60 und bei der nächsten Papstwahl sogar älter.
Ob jüngere Päpstinnen bzw. Päpste mutiger wären bei einer Revolution im Vatikanstaat, bezweifle ich sehr.
Es gibt ja genügend junge bzw. jüngere Bischöfe und Kardinäle, die allesamt in der römischen Spur bleiben und nicht den Mut haben, gegen die starren Domen der katholischen Kirche aufzubegehren.
Ich denke, bei der Catholica sind Hopfen und Malz verloren.
Auch Päpstinnen und Päpste "kochen bekanntlich nur mit Wasser..."

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