Forum: Panorama
Fukushima-Unfall: Behörden warnen vor Tokios Trinkwasser

Die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima belastet immer stärker die Bevölkerung der Millionenmetropole Tokio: Im Leitungswasser wurde erhöhte Radioaktivität gemessen, Kleinkinder sollten es nicht trinken. Außerdem zogen Behörden mehrere Gemüsesorten und Rohmilch aus dem Verkehr.

Seite 1 von 6
Gluehweintrinker 23.03.2011, 16:30
1. Diskutieren - worüber?

Die radioaktive Belastung des Trinkwassers in Tokyo ist doppelt so hoch wie erlaubt. Was gibt es hier zu diskutieren?

Es wird sich nun hoffentlich zeigen, ob das Märchen vom "billigen Atomstrom" endlich als solches entlarvt wird. Laut Statistik ist mit einem Super-GAU alle 25 Jahre zu rechnen, irgendwo auf der Welt. Es muß nicht wieder, wie man jetzt sieht, kein dünn besiedeltes Land wie die Ukraine treffen.

Dann rechne man bitte die gesamtgesellschaftlichen Kosten des Unfalls in den Strompreis mit ein. Na, immer noch "billig"?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cosmo72 23.03.2011, 16:38
2. Ist erst mal was passiert lässt man einfach eintweichen, in die Nahrungskette ???

Industrielöschkanonen für Oelfeuer auf die Türme in Fukushima! 22700 l/min wäre die Maximalleistung mal 3!

Es gibt Möglichkeiten, welche viele Probleme (andauernde Einsätze von Menschen, komplexe Montage im stark strahlenden Bereich) umgehen.

Ferngesteuerte Löschkanonen für Industriebrände auf den Türmen oberhalb der Reaktoren in einer sehr günstigen Löschposition abgesetzt - auf einem unten Konisch geformten Zylinder montiert, dieser sinkt bis zu einer angebrachten Begrenzungsschürze ein!
Diese Konstruktion wird dauerhaft Wasser in der Größenordnung von mehreren tausend Litern mal 3 Türme (unter Volllast 22.700 Liter pro Löschkanone in der Minute) – ferngesteuert zur Verfügung stellen, da für große Ölbände gebaut und auf Dauerbetrieb ausgelegt. Volllast dürfte zwar aufgrund der statischen Belastung des Turmes (Rückstoß der Wasserkanone) und der Pumpenleistung der oben eingetauchten Pumpe niedriger ausfallen, aber dafür stetig sein!

Diese Wassermenge kann genutzt werden, um zu Löschen, Kühlen und Partikel aus den atomaren Rauch/Dampfwolken auszuwaschen – da haben wir sogar hier was von!!


Der Zylinder hat einen großen Rand - so dass er oben im Schornstein aufsitzt, sich sozusagen selbst befestigt und vom Wasser beschwert wird - im Zylinder liegt eine Tauchpumpe, die vom Boden elektrisch versorgt werden muss! Das muss mittels Generatoren erreicht werden, die aber von der gebrauchten Leistung bei ca. 600 PS liegen!

Als Lösch- und Kühlmittel wird Seewasser herangeführt - Pumpen am Meer versorgen diese Zylinder mit Wasser, es kann Bor beigefügt werden als Neutronenfänger!

Aber wer wie ich schon seit Montag Abend letzter Woche bei einem japanischen Konsulat (Frankfurt), japanische Botschaft, den Büros der Professoren und Experten, beim Katastrophenschutz und anderen Einrichtungen funktional durchaus plausible Lösungen vorzuschlagen versucht, kann nur eines erleben!

Nämlich das solche Katastrophen und die Verschlimmerung der Auswirkungen nur einem geschuldet sind - der unglaublichen Bürokratie und Einfältigkeit eines Großteils unserer Gesellschaft! Natürlich muss gefiltert werden – aber das bedeutet nicht das 100% aller Vorschläge oder Lösungsansätze von außen schlechter sind, als intern verfolgte oder erdachte und natürlich sind aber die Möglichkeiten zur Abwägung und Analyse beschränkt. Aber was Behörden, Ingenieure und Beamte „leisten“ ist ja wieder gut zu sehen! Da werden auch SIE was von haben – Pazifiklachs fällt zumindest schon aus!

Auf Hunderte denken nur wenige selbst, noch weniger entscheiden und die meisten hoffen aus diesem System der „Zuständigkeiten“ käme dann eine Lösung! Falls dem so wäre müsste ich abseits der Atomkatastrophe keinen TickermMeldungen lesen, daß in JAPAN MENSCHEN OHNE WASSER SIND UND TEILS HUNGERN! - IN JAPAN! die Lösungen die so ein System produziert sehen sie im Fernsehen!

Das ist ein Industrieland – Berlin wurde in kürzester Zeit voll aus der Luft versorgt? Warum werden da nicht Paletten aus militärischen Transportmaschinen eingesetzt!

Wäre eine Auswaschlösung eingesetzt worden - hätte Tokio vielleicht geringere Sorgen?!

http://jltt.de/Top_Mounted_Water_Can...Fukushima.html

Was mir Sorgen macht, ist das Lösungen dieser Art nicht mal für Deutschland geplant scheinen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Da_Niel 23.03.2011, 16:44
3. verseuchtes Gebiet

Zitat von sysop
Die Anlage wird aus dem Edo-Fluss gespeist...
der Edo-Fluss ist ein Arm des Tone-Flusses ( http://en.wikipedia.org/wiki/Edo_River ) und der Tone-Fluss fließt aus dem Westen Japans nach Tokio...

scheint so, als würden sich die strahlenden Isotope einfach nicht an die 20-30Km Evakuierungszone halten wollen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elbröwer 23.03.2011, 16:44
4. widerlich

Es ist wie in der BRD, die Schäden werden vergesellschaftet die Profite gehen an die Aktionäre. Kapitalismus ist schon was tolles! Es sei denn man ist Mensch und betroffen dann sollte man bereit sein für das überlegen System zu sterben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wusson 23.03.2011, 16:45
5. .

"Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA beklagte sich über mangelnde Informationen aus Japan. Es gebe keine Angaben über Temperaturen von verbrauchten Brennstäben in den Reaktoren 1, 3 und 4. Es trete noch immer Strahlung aus, und man wisse nicht, woher diese komme, erklärte die Behörde."

Und dann wunderen sich manche hier über aufkommende Spekulationen...?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
George712 23.03.2011, 16:49
6. Billig für die Betreiber

Zitat von Gluehweintrinker
Die radioaktive Belastung des Trinkwassers in Tokyo ist doppelt so hoch wie erlaubt. Was gibt es hier zu diskutieren? Es wird sich nun hoffentlich zeigen, ob das Märchen vom "billigen Atomstrom" endlich als solches entlarvt wird. Laut Statistik ist mit einem Super-GAU alle 25 Jahre zu rechnen, irgendwo auf der Welt. Es muß nicht wieder, wie man jetzt sieht, kein dünn besiedeltes Land wie die Ukraine treffen. Dann rechne man bitte die gesamtgesellschaftlichen Kosten des Unfalls in den Strompreis mit ein. Na, immer noch "billig"?
Und das bei über 400 Kernkraftwerken auf der Welt... und immer dichter werdender Besiedelung überall.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hbblum 23.03.2011, 16:54
7. Nichts Neues

Mann hat so den Eindruck, das Behörden und die AKW Betreiber immer nur soviel zugeben, wie sowieso schon bekannt / nachvollziebar ist. Es kommt ja jetzt nicht so überraschend, das die Strahlung in Trinkwasser und Lebensmittel steigt. Mann hat aber auch nicht den Eindruck das man in irgendeiner Form auf die Ereignisse vorbereitet sei.

Das die Japanische Bevölkerung das alles so klaglos hinnimmt vordert einen da schon Respekt ab. Es ist aber auch nur eine Frage der Zeit bis da Mitleit daraus wird. Mitleid eben nicht nur mit den Folgen, sonder auch für die Passivität mit der sie das alles über sich geschen lässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
JayMAF 23.03.2011, 17:03
8. Solange ich ..

Zitat von sysop
Die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima belastet immer stärker die Bevölkerung der Millionenmetropole Tokio: Im Leitungswasser wurde erhöhte Radioaktivität gemessen, Kleinkinder sollten es nicht trinken. Außerdem zogen Behörden mehrere Gemüsesorten und Rohmilch aus dem Verkehr.
Solange ich derartiges
Zitat von
Am Mittwoch wurde wieder deutlich höhere Radioaktivität festgestellt als in den Tagen zuvor. Die Strahlenbelastung im Bereich von Reaktor 2 war nach Angaben der japanischen Atomaufsicht so hoch wie noch nie. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA beklagte sich über mangelnde Informationen aus Japan. Es gebe keine Angaben über Temperaturen von verbrauchten Brennstäben in den Reaktoren 1, 3 und 4. Es trete noch immer Strahlung aus, und man wisse nicht, woher diese komme, erklärte die Behörde.
lesen muß, frage ich mich, wozu überhaupt die IAEA existiert.
.
Belügen und betrügen kann ich mich alleine.
.
Die japanische Atomaufsicht JAIF nebst TEPCO ist wohl nur noch als mafiös zu bezeichnen. Und die japanische Regierung reiht sich freundlich ein.
.
Nette Freunde. Nur wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.
.
Mein Bedauern gilt den japanischen Opfern und dem japanischen Volk.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
So_Lu 23.03.2011, 17:16
9. titel

Zitat von hbblum
Mann hat so den Eindruck, das Behörden und die AKW Betreiber immer nur soviel zugeben, wie sowieso schon bekannt / nachvollziebar ist. Es kommt ja jetzt nicht so überraschend, das die Strahlung in Trinkwasser und Lebensmittel steigt. Mann hat aber auch nicht den Eindruck das man in irgendeiner Form auf die Ereignisse vorbereitet sei. Das die Japanische Bevölkerung das alles so klaglos hinnimmt vordert einen da schon Respekt ab. Es ist aber auch nur eine Frage der Zeit bis da Mitleit daraus wird. Mitleid eben nicht nur mit den Folgen, sonder auch für die Passivität mit der sie das alles über sich geschen lässt.
das die menschen dort charakterlich etwas anders drauf sind ist ja nun bekannt. und die passivität ist für mich absolut verständlich, was sollen die denn machen? regierung stürzen? selbst in die hand nehmen? ist es irgendwo in japan sicherer? in ein anderes land? meine kontakte in japan meinen das sie einfach nur ratlos sind und hoffen/beten...was sind die alternativen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6