Forum: Panorama
Fukushima: Wie Tepco das Katastrophen-AKW unter Kontrolle bringen will

Lecks in mehreren Reaktoren, Tausende Tonnen radioaktives Wasser: Immer wieder müssen die Einsatzkräfte im AKW Fukushima Rückschläge vermelden. Nun hat Betreiber Tepco seinen Krisenfahrplan für das havarierte Kraftwerk angepasst - doch in den kommenden Monaten drohen neue Gefahren.

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itchybod 18.05.2011, 09:46
20. Uranmunition

Zitat von 24moskito
das war wie getippt NUR der ERSTE Irak Krieg, gleiche Munnition wurde in Ex-Yugoslawien genauso verschossen wie in den anderen Irak Kriegen und in Afghanistan.....und da regt man sich dann in Europa wegen Terroristen auf (((: ihr seid doch nicht mehr ganz dicht! Fukushima ist Kinderkagge gegen das was die Amis unternehmen um ihren Atommüll zu entsorgen (((:
Bei der Uran Munition handelt es sich nicht um Atommüll, sondern um abgereichertes Uran. Die Radioaktivität des "Waffenurans" beträgt ungefähr 50% des Natururans.
Natürlich ist das eine Sauerei das Zeug zu verschießen. Die Giftigkeit kommt aber überwiegend von der Gifwirkung als Schwermetall.
http://de.wikipedia.org/wiki/Uranmunition

Gerne deswegen aufregen aber dann bitte wegen den richtigen Gründen und nicht wild spekulieren.

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aprilapril 18.05.2011, 09:47
21. Es gibt natürlich Notfallpläne.

Zitat von J4cky
Es kann auch gar keinen Notfallplan geben. Solch ein Störfall benötigt doch schadensbezogene Maßnahmen und die könnten auch anders sein. Es gibt in solchen Fällen kein Vorgehen nach einem Kochrezept.
Es sind jedoch Dokumente der Hilflosigkeit. Glauben Sie ernsthaft, in deutschen Notfallplänen würden Szenarien behandelt, wie sie in Tschernobyl oder jetzt in Fukushima Realität wurden? Dazu hätte es 1. des Eingeständnisses bedurft, dass unsere KKW nicht sicher sind und 2. des Willens der Verwaltung und er Politik, die Bevölkerung sachgerecht zu informieren. Beides wurde ganz im Interesse der Atomindustrie verhindert.

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Hannovergenuss 18.05.2011, 09:48
22. .........

Und hier mal eine Analyse der Explosion in Block4 die wohl NICHT durch beschädigte Brennelemente im dortigen Abklingbecken verursacht wurde was eine sehr gute Nachricht ist!

http://www.tec-sim.de/images/stories/fusfpfail.pdf

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PaulBiwer 18.05.2011, 09:50
23. Es geht denen nicht besser als uns.

Dass wir wir nicht wissen was los war,ist ja zu erwarten.
Dass Tepco nicht weiß,ob die eigenen Leute ein Notkühlsystem manuell abgeschaltet haben,finde ich erstaunlich.

http://www3.nhk.or.jp/daily/english/17_22.html

Tun die sowas,ohne Bescheid zu sagen,auf eigene Initiative?Könnte man sie in den letzten 2 Monaten mal gefragt haben?
Also lesen wir Zeitung,und versuchen uns zu informieren.
Herr Edano muss auch Zeitung lesen,um informiert zu bleiben.
http://www3.nhk.or.jp/daily/english/17_20.html
Er ist deshalb etwas sauer;dachte er doch dass er von Tepco informiert werden müsste.

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discurso 18.05.2011, 09:53
24. Neo-Feudalismus

Zitat von Questions
scheibchnweise, voraussichtlich im Plastikmantel mit kontaminierter Sosse und strahlenden Aussichten: 2 Monate wurde der SuperGAU verschwiegen, inwieweit das Grundwasser kontaminiert ist, weiß kein Mensch, nach Plutonium und anderen Stoffen wird gar nicht erst gesucht.
Tepco weiß selbstverständlich wieviel Plutonium im Grundwasser im Boden und in den Algen rund um Fukushima ist.
Aber der mündige Bürger darf dies nicht wissen, denn sonst würde man Greenpeace die Messungen vor Ort erlauben.

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Hannovergenuss 18.05.2011, 10:01
25. .........

Und hier mal eine Analyse der Explosion in Block4 die wohl NICHT durch beschädigte Brennelemente im dortigen Abklingbecken verursacht wurde was eine sehr gute Nachricht ist!

http://www.tec-sim.de/images/stories/fusfpfail.pdf

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Hannovergenuss 18.05.2011, 10:01
26. .........

Und hier mal eine Analyse der Explosion in Block4 die wohl NICHT durch beschädigte Brennelemente im dortigen Abklingbecken verursacht wurde was eine sehr gute Nachricht ist!

http://www.tec-sim.de/images/stories/fusfpfail.pdf

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Hannovergenuss 18.05.2011, 10:01
27. ........

Und ein sehr passendes Statement von tec-sim:

Aktuell 13.5.: Große Panik in Deutschland, keine Panik in Japan
TEPCO hat bekannt gegeben, dass der Kern in Block 1 geschmolzen ist (keine Überraschung für die Leser dieser Seite).
TEPCO hat im Reaktorgebäude die Nachkühlwärmetauscher an eine Leitung angeschlossen, die in 5 Meter Höhe in die Birne des Containments führt. Dort soll das Kühlwasser abgezogen werden und dann nach Kühlung über das Kernsprühsystem wieder eingespeist werden. Damit wäre eine nachhaltige Kühlung sichergestellt. Der Plan ist ganz hervorragend, wenn man nur wüßte, ob die Containmentbirne bis 5 m Höhe mit Wasser gefüllt ist. Sonst funktioniert der Plan nicht.

Die Panik in Deutschland bei SPON und den üblichen Verdächtigen GRS, Greenpeace etc. wird durch eine lustige Aussage des Ministers für Wirtschaft, Handel und Industrie Banri Kaieda ausgelöst, der behauptet hat, dass die Tatsache, dass das Wasser, das in den Reaktordruckbehälter eingespeist wurde, nicht mehr dort sei, beweise, dass die Kernschmelze ein oder mehrere Löcher in den Reaktordruckbehälter gebrannt habe.
Die Aussage ist zu idiotisch, um von mir kommentiert zu werden. Durch den Boden des Reaktordruckgefäßes gehen mehr als hundert Durchführungen in den Kern. Bei der Kernschmelze werden diese natürlich zerstört und einige sind offen, aber das ist kein Drama, da geschmolzenes Kernmaterial, das in diese Durchführungen eindringt, diese verstopft.


In der technischen Beschreibung habe ich dargelegt, dass alle drei Kerne schon lange geschmolzen sind. Die Brennelemente in ihrer ursprünglichen Form existieren schon seit Mitte März nicht mehr. Sie sind zusammengeschmolzen und haben zwei Schmelzepools gebildet, einer im Kernberich und einer am Boden des Rekatordruckgefäßes. Von dem Schmelzepool am Boden geht die größere Gefahr aus, da er sich durch die Reaktordruckgefäß-Wand schmelzen könnte. Solange aber Wasser eingespeist wird, ist dies nicht zu befürchten.
Jeden Tag nimmt aber die Wärmeleistung der Schmelze ab. Wenn die Schmelze heiß genug wäre, um die Wand durchzuschmelzen, dann wäre das schon längst passiert.

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J4cky 18.05.2011, 10:04
28. ...

Zitat von aprilapril
Es sind jedoch Dokumente der Hilflosigkeit. Glauben Sie ernsthaft, in deutschen Notfallplänen würden Szenarien behandelt, wie sie in Tschernobyl oder jetzt in Fukushima Realität wurden? Dazu hätte es 1. des Eingeständnisses bedurft, dass unsere KKW nicht sicher sind und 2. des Willens der Verwaltung und er Politik, die Bevölkerung sachgerecht zu informieren. Beides wurde ganz im Interesse der Atomindustrie verhindert.
Sie haben das auch etwas Missverstanden. Es geht nicht um den Notfallplan bezüglich Bevölkerung, sondern wie man das Kraftwerk wieder unter Kontrolle bekäme. Ansonsten haben wir diese natürlich. In wie weit die sich letztlich umsetzen lassen ist allerdings fraglich. Genauso wenig würde ihnen als nicht kompetenter und unausgerüsteter Bürger eine Information nützen, die ihnen sagt das sie mitten in einer radioaktiven Wolke stehen. Gleiches finden Sie bei einem Chemieunfall vor. Stichwort: Sevesounglück

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autocrator 18.05.2011, 10:23
29. gelogen

Erschütternd:
(Artikelzitat:) "[...] nur kurz nach dem verheerenden Erdbeben, werden die Reaktoren 1 bis 3 des Atomkraftwerks Fukushima automatisch heruntergefahren. Das belegen [...] Dokumente, die der AKW-Betreiber Tepco kürzlich [selbst] veröffentlichte."

Dh. sie haben gelogen.
Sie wussten von anfang an, dass es das erdbeben, niocht der tsunami war, der das AKW zerstörte.

Erschütternd auch: TEPCO veröffentlicht selbst - nicht eine staatsanwaltschaft, atomaufsicht oder sonstige ermittlungsbehörde. Was wissen die sonst noch, was die nicht für wert oder als (für sie selbst) zu gefährlich erachten, zu veröffentlichen?

Hinter alledem steckt system. Es wird gezielt und willentlich gelogen und betrogen. Was naheliegenderweise den verdacht nährt, dass da anderes, bedeutend schlimmeres passiert und passiert ist, als man die welt glauben lassen will.

in diesem zusammenhang interessant:
http://www.youtube.com/watch?v=KahJH5S0yMg
Wie eilig es die dt. CDU-regierung es plötzlich hat, aus der atomkraft auszusteigen und eine 180°-wendung ihrer atompolitik zu vollziehen, erscheint vor dem hintergrund dieses informations-desasters auch nochmal in einem anderen licht.

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