Forum: Panorama
G20-Gipfel: Polizisten marschierten vermummt im "Schwarzen Block" mit
DPA

Bei der G20-Demo "Welcome to Hell" tarnten sich mehrere Zivilbeamte als gewaltbereite Protestler. Eine gängige Taktik, sagt die Polizei. Ein Beitrag zur Eskalation, sagen Kritiker.

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krustentier120 18.05.2018, 17:57
1. Nichts neues

Aber schön, dass hier doch noch ein bisschen was ans Licht kommt. Aber jeder der dabei war und vielleicht auch noch die eine oder andere Demo miterlebt hat weiß: mit dem Rechtstaat ist es in Deutschland ganz schnell vorbei, wenn Linke auf der Straße sind. Bei den Rechten werden eher mal beide Augen zugedrückt. War so, ist so, bleibt so. Welcome to hell.

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dasfred 18.05.2018, 18:02
2. Es sind diese unnötigen Handlungen

der Polizei, die das Vertrauen der Bevölkerung untergraben. Wenigstens haben sie Glück gehabt, nicht von den eigenen Kollegen verprügelt worden zu sein. Das hatten wir in Hamburg nämlich auch schon mal bei einer Demo.

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kratzdistel 18.05.2018, 18:07
3. kein versammlungsrecht

wer gewaltbereit demonstriert hat kein Versammlungsrecht.da es nicht verboten, ist es auch der Aufregung nicht wert.

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LorenzSTR 18.05.2018, 18:09
4. Lol

Was als phöse Verschwörungstheorie von phösen Linksradikalen abgetan wurde, ist jetzt also bestätigt. Dazu die Märchen der Hamburger Polizeiführung, die SEK-Show, die schier unglaubliche Öffentlichkeitsfahndung wegen Kaugummiklau, groteske Haftstrafen und 18-Jährige, die ohne einen einzigen Beweis oder Tatvorwurf mehrere Monate einsitzen durften. Weshalb werden die Hamburger Justiz- und Polizeibehörden nicht unter Aufsicht gestellt? Welche RichterInnen genehmigen all diese Dinge? Weshalb ist noch kein einziger Prügelpolizist identifiziert? Mit Rechtsstaat hat das schon lange nicht mehr viel zu tun. Offenbar wollen bestimmte Kreise ausloten, wie weit sie die Dinge zu ihren Gunsten drehen können.

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skeptikerjörg 18.05.2018, 18:12
5. Schon erstaunlich

Dass immer wieder Sympathien bei den Gewalttätern und Verbrechern des Schwarzen Blocks (oder ähnlichen Gangs) liegen, ist schon erstaunlich! Die böse Polizei und die friedlichen Demonstranten, die sich nur gegen die Provokation der Staatsmacht wehrt. Leute, wo leben wir?

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Mach999 18.05.2018, 18:12
6.

Wäre Vermummung während einer Demonstration eine Ordnungswidrigkeit, wie bis in die 80er-Jahre, wäre den Polizisten das erlaubt gewesen. Da die Hardliner allerdings unbedingt eine Straftat daraus machen wollten, haben die Polizisten nun eine Straftat begangen, und das ist nicht erlaubt. Daher sehe ich mich gezwungen, Anzeige zu erstatten. Der Bürger muss sich darauf verlassen können, dass Polizisten sich an geltendes Recht halten, sonst kann man das von den Bürgern auch nicht erwarten.

Im übrigen halte ich den Polizeieinsetz dort sowieso für verfassungswidrig. Der Verstoß gegen ein einfaches Gesetz (Vermummungsverbot) rechtfertigt keinen Eingriff in ein Grundrecht (Versammlungsfreiheit). Vermummung allein ist nämlich keine Gewaltanwendung und keine Waffe, und damit fällt die Versammlung weiterhin unter das Grundrecht der Versammlungsfreiheit. Man hätte die Demonstration stattfinden lassen müssen und gleichzeitig Strafverfahren gegen die Vermummer einleiten. Das ist nicht wirklich einfach, das gebe ich zu. Dafür braucht man Profis. Die dilettantisch agierende Hamburger Einsatzleitung gehört nicht dazu.

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Emderfriese 18.05.2018, 18:15
7. Gelächter

"...Nach einer knappen Stunde weigerten sich manche Teilnehmer noch immer, ihre schwarzen Tücher aus dem Gesicht zu nehmen. …"

Na klar, weigerten die sich! Die hätten ja vor allen echten Demonstranten Striptease machen müssen und sich zu erkennen gegeben. Wenn es nicht so traurig wäre, man müsste laut lachen! Und wieder bestätigt sich eine VT...

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burlei 18.05.2018, 18:22
8. Nun, dann ist ja zu hoffen ...

... das diese "Agent Provocateur" mit aller Härte des Gesetzes wegen Teilnahme an einer gewalttätigen Demonstration verknackt werden. Ach nein, Denkfehler. Das ist ja eine ganz normale Polizeiaktion, die dafür sorgt, dass Linke auch verknackt werden. Schlecht natürlich für unsere streng Konservativen. Der Chaote, der eure Autos ansteckt, Scheiben einwirft oder einfach nur nicht rechts ist, kann auch ein freundlicher Polizist sein. Möglicherweise soll er auch nur dafür sorgen, dass Linke auch als böse erkannt werden. Noch schlechter für die bayrische Polizei. Da nach PAG in Bayern solches Treiben der Linken ja schon im Vorfeld wegen "drohender Gefahr" (da will jemand demonstrieren!) mittels monatelanger Haft ohne Begründung unterbunden wird, sind also alle linken Chaoten auf den Straßen bayrische Zivilbeamte der Polizei. Der brave Bayer tut also gut daran, diese nicht zu beschimpfen, sondern ihnen behilflich zu sein. Steine anreichen usw. Mein Gott, wieweit ist es schon gekommen!

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schorri 18.05.2018, 18:23
9. Wer soll da noch was glauben?

Die Situation um den G20-Gipfel war von Anfang an vergiftet.
Vom Bremer Innensenator, vom Polizeichef, vom Einsatzleiter.
Und vom Bürgermeister, der jetzt angibt: Geht mich nichts mehr an.
"Nach Krawall verreist" (statt "nach Diktat ..." sozusagen).
Danach tönten die Verantwortlichen von Waffenlager, Böllern, Betonplatten auf Baugerüsten, die sogar den Einsatz von Spezialkräften aus dem Ausland mit Sturmgewehren rechtfertigen sollten.
Und gefunden wurde - NICHTS.
Dann die hunderte "verletzter" Polizisten: Siehe da, Schnupfen, Erkältung, Kreislaufprobleme - alles "Verletzungen" durch "Chaoten" und "Randalierer".
Damit beleidigen die Verantwortlichen die eigenen Polizisten, die einen schwierigen Einsatz zu leisten haben dann wegen solchen hoffnungslosen Übertreibungen von interessierter Seite als Lügner und Weicheier dargestellt werden.
Und jetzt auch noch das.
Agents Provokateurs! Und wird auch noch als "üblich" gerechtfertigt.
Ja, stimmt. Bei "Stuttgart 21" war's auch so. Das Ergebnis ist bekannt.
Nichts gelernt.
"Avanti Dilettanti" möchte man sagen.

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