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G20-Grenzkontrollen: Bundespolizei zählt mehr als 4500 unerlaubte Einreisen
REUTERS

Wegen des G20-Gipfels kontrollierte die Bundespolizei an der Grenze fast eine Million Menschen. Dabei stellten die Beamten nach Informationen des SPIEGEL Tausende Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz fest.

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Daueronline 04.08.2017, 19:02
1. Schengen

Mehrere Tausend illegale Einreisen in wenigen Tagen. Als hätte man es nicht geahnt. Dies zeigt einmal mehr, dass die Sinnhaftigkeit des Schengen-Abkommens infrage steht. So schön die Idee der offenen Grenzen ist - solange von dieser Idee mehr Verbrechen und/oder Illegale Einreisende profitieren, ist es da so schlimm., an der Grenze seinen Ausweis zu zeigen? Wer, anders als jhemand, der etwas zu verbergen hat, kann etwas dagegen haben! Dies hat nichts mit Überwachung zu tun - Ein Land sollte das Recht haben zu kontrollieren, welche Personen einreisen. Dies muss endlich sachlich in der Öffentlichkeit diskutiert werden (können)!

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84erstudent 04.08.2017, 19:04
2.

Wenn da fast 800 per Haftbefehl gesuchte Personen aufgegriffen wurden wird es vielleicht Zeit, die Kontrollen wieder einzuführen...

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Zitrone! 04.08.2017, 19:22
3.

Bekanntermaßen leidet die Polizei ja an Personalmangel, dauerhaft werden sich solche Kontrollen also nicht durchführen lassen. Aber wie wäre es, in jedem Jahr mal eine Woche lang, unangekündigt natürlich, solche Kontrollen durchzuführen? Ich glaube, das würde sich lohnen, und nicht nur für diese Woche.

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skeptiker97 04.08.2017, 19:35
4. Nur Kontrollen?

Wenn bei einer Kontrolle ein Einreisender als illegal erkannt wird, er aber dennoch einreisen darf, dann ist das Ganze doch ziemlich sinnlos.

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Claes Elfszoon 04.08.2017, 21:02
5. Schengen ist

... das Problem, an dem sich das Schicksal politischer Parteien und der EU-Akzeptanz entscheiden wird.
Wie problematisch der Umgang mit "Schengen" ist, zeigte sich schon beim G-7-Gipfel 2015.
Dort gab es auch Grenzkontrollen (die scheinen wohl doch durchführbar, sinnvoll und zielführend zu sein) und die Ergebnisse der Bundespolizei sahen so aus:
13.800 Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht
1200 Fahndungserfolge
151 Vollstreckungen.
Der (interne) Kommentar des damaligen Chefs der Bundespolizei:
"Wir haben haben nur einmal kurz das Licht angeknipst!"
Damit war der Beweis erbracht, dass die Zustände an den offenen innereuropäischen Grenzen unhaltbar sind. Wir alle, einschliesslich der Politiker, die verantwortlich für die Sicherheit sind, haben keine Ahnung wer oder was da in den Zeiten zwischen den behüteten Gipfelveranstalungen, in die einzelnen Mitgliedstaaten hineindiffundiert. Aber alle scheinen genau das zu wollen: Hineinsickern lassen und nichts davon wissen wollen.
Da stellen sich dann nur noch zwei Fragen: Wer profitiert eigentlich von einer derart ignoranten Haltung und wer sind die Leidtragenden?

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mgladbacher 04.08.2017, 21:44
6. Welche Schlüsse zieht die Regierung nun?

Wenn man mittels Stichpunktkontrollen bereits 10000 Verstöße gegen das Einreise- und Aufenthaltsrecht feststellt und man eine Trefferquote von 1:5 annimmt, dann wären das 50000 Rechtsbrüche in nur einem Monat.

Sieht die Regierung hier irgendeinen Handlungsbedarf?
Ich denke mal nein.

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weltenbummler07 04.08.2017, 22:13
7. Einsatzkräfte - bzw. Stundenaufwand

Welcher Einsatzkräfte - bzw. Stundenaufwand war nötig für,
.
1.000.000 - Personen zu kontrollieren, um
6.125 - - Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz und
4.404 - - Fahndungstreffer zu erzielen, wobei
782 - - Haftbefehle vollstreckt werden konnten. Bei
812 - - Personen kamen Drogendelikte zur Anzeige.
.
Wie viele Einsatzkräfte wurden zur Grenzkontrolle zusätzlich eingesetzt?

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j.vantast 04.08.2017, 22:32
8. Eigentlich kein Problem

Das Schengen-Abkommen ist nicht das eigentliche Problem. Das Problem sind die EU-Aussengrenzen die offenbar offen wie ein Scheunentor sind. Wenn die EU-Aussengrenzen aber nun nicht wirksam geschützt sind, dann wird es zwangsläufig dazu kommen dass die Binnengrenzen auch wieder kontrolliert werden müssen.

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power.piefke 04.08.2017, 22:40
9. an alle schengenkritiker

wäre es nicht noch effektiver wenn man wieder an der Stadtmauer kontrolliert und alle 10 km auf der Strasse? ich wette dann findet man noch mehr.... zusätzlich ein Siegel auf die Stirn, dann weiß die Polizei schon aus der Entfernung, dass man ein legaler eu-bürger ist. jedes Jahr ne andere Farbe, nach Vorbild der autobahnvignetten: alles paletti!!!

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