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G20-Großrazzia: Jagd auf die Drahtzieher
DPA

Die Polizei geht mit einer bundesweiten Großrazzia gegen mutmaßliche G20-Randalierer vor. Das Ziel: Stärke zeigen, Krawallpläne nachweisen - und ein Symbol zerstören.

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RalfHenrichs 05.12.2017, 18:18
1. Clever

Man organisiert eine große Razzia, sorgt dafür, dass der Termin bei denjenigen, bei den die Razzia stattfinden soll, vorzeitig bekannt wird. Dann kann man hinterher sagen: wir haben nichts gefunden, weil es nichts zu finden war sondern weil die Beweise vernichtet worden sind. Macht Sinn.

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zxmdz36 05.12.2017, 18:42
2.

Jeder, der sich auch nur ein bisschen mit Protesten auskennt, weiß, dass bei einer solchen Demonstration von den Teilnehmern immer Bezugsgruppen gebildet werden, die dann aufeinander Acht geben. Diese sinddann oft ähnlich gekleidet, damit man sich in der Menge nicht verliert. Dies lässt aber eindeutig nicht auf eine vorherige Absprache ALLER Demoteilnehmer oder "Randalierer" schließen.
Dieses angebliche Zeichen der Stärke, nimmt sich auch dadurch lächerlich aus, dass hier mit aller härte gegen Jugendliche und halbe Kinder vorgegangen wird. Auch einen 18-Jährigen über 4 Monaten vollkommen rechtswidrig festzuhalten ist eher ein Zeichen von Repression und Polizeistaat als von positiv konontierter Stärke, die eine Polizeibehörde auf jeden Fall habem muss. Ob sich die Behauptung, die "Täter" seien allesamt gefährliche Linksextremisten, aufrecht erhalten lässt darf auch bezweifelt werden.
Alles in allem eine lächerliche Veranstaltung, die allerdings für die Zukunft unseres Rechtsstaates nichts Gutes erahnen lässt.

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sinner71 05.12.2017, 19:04
3. Eine Aktion um vom eigenen Versagen abzulenken

Nicht mehr oder weniger kann das nach meiner Meinung bedeuten.
Oder einfach: Repression, . . erleben

Ich sehe in dem Ausmass des G20, soweit ich es verfolgen konnte, einzig ein Versagen der Polizei.

Man hat nichts und will nun auf biegen und brechen etwas finden um seine eigene Rechtsbrüchigkeit gegenüber der öffentlichkeit weiter zu vertuschen.
> komplettes Führungsversagen, denn sonst wäre eine Eskalation in der Form durch frühes eingreifen nicht geschehen
> Hinterhalt wurde mal ins Feld geführt und ist mittlerweile nahezu wiederlegt
> Kriegswaffen wurden eingesetzt
> die Gewalt die von der Polizei ausging, ist unterirdisch. Menschenleben wurden bewusst in kauf genommen

und so weiter . .

Wenn ich diese Einsatztrupps sehe, wird mir seit dem Sommer unwohl. Ich habe Angst vor denen.
Und es sollte eigentlich anders sein.

Armes Deutschland.
Wer das alles Gut heisst.

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keinblattvormmund 05.12.2017, 19:06
4. Ich erteile gerne etwas Nachhilfe

Zitat von zxmdz36
Auch einen 18-Jährigen über 4 Monaten vollkommen rechtswidrig festzuhalten ist eher ein Zeichen von Repression und Polizeistaat als von positiv konontierter Stärke, die eine Polizeibehörde auf jeden Fall habem muss.
Ich erteile gerne etwas Nachhilfe:
In Deutschland gibt es eine Gewaltenteilung. Somit entscheidet nicht eine Polizeibehörde (Exekutive), ob und wie lange jemand in U-Haft sitzt, sondern die Gerichte (Judikative). Entscheidungen der Gerichte unterliegen natürlich der Anfechtbarkeit. Das ist in diesem Fall auch mehrfach, meist erfolglos, geschehen. Gut, dass in der Justiz hervorragende Juristen aufgrund von Recht und Gesetz Entscheidungen treffen und nicht Leute wie Sie, die schon aufgrund einer völlig falschen Vorstellungen über die Rechtslage laut "vollkommen rechtswidrig" schreien.

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keine-#-ahnung 05.12.2017, 19:09
5. Ein 18-Jähriger ...

Zitat von zxmdz36
Jeder, der sich auch nur ein bisschen mit Protesten auskennt, weiß, dass bei einer solchen Demonstration von den Teilnehmern immer Bezugsgruppen gebildet werden, die dann aufeinander Acht geben. Diese sinddann oft ähnlich gekleidet, damit man sich in der Menge nicht verliert. Dies lässt aber eindeutig nicht auf eine vorherige Absprache ALLER Demoteilnehmer oder "Randalierer" schließen. Dieses angebliche Zeichen der Stärke, nimmt sich auch dadurch lächerlich aus, dass hier mit aller härte gegen Jugendliche und halbe Kinder vorgegangen wird. Auch einen 18-Jährigen über 4 Monaten vollkommen rechtswidrig festzuhalten ist eher ein Zeichen von Repression und Polizeistaat als von positiv konontierter Stärke, die eine Polizeibehörde auf jeden Fall habem muss. Ob sich die Behauptung, die "Täter" seien allesamt gefährliche Linksextremisten, aufrecht erhalten lässt darf auch bezweifelt werden. Alles in allem eine lächerliche Veranstaltung, die allerdings für die Zukunft unseres Rechtsstaates nichts Gutes erahnen lässt.
... kann Auto fahren, sein Wahlrecht wahrnehmen, zur Bundeswehr gehen, eine Familie gründen etc.pp. und gilt damit als voll geschäftsfähig. Mithin kann man davon ausgehen, dass er kognitiv soweit entwickelt ist um erkennen zu können, dass mit Katapulten nicht Stahlkugeln auf Polizisten geschossen oder Letztere mit Glasflaschen, Molis und Steinen beworfen werden dürfen.
Das rotzfreche Selbstverständnis dieser linken Terroristen (und nichts anderes ist die sog. ANTIFA), dass sie sich im Namen der "guten Sache" gewaltsam gegen den Staat und seine Vertreter stellen können, muss vermutlich erst in einer Flut polizeilicher und gerichtlicher Gegenwehr mühevoll ausgerottet werden.
"Alles in allem eine lächerliche Veranstaltung, die allerdings für die Zukunft unseres Rechtsstaates nichts Gutes erahnen lässt."
Der Rechtsstaat beruht u.a. auf der Säule des Gewaltmonopols des Staates, welches uns einige Jahrzehnte ein moderates Zusammenleben ermöglicht hat ... es gibt aber offensichtlich Gruppierungen, die sich am sehr achtsam dosierten Einsatz eben dieses staatlichen Monopols etwas unkontrolliert entwickelt haben. Dies zu korrigieren könnten die Razzien von heute mithelfen.

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wauz 05.12.2017, 19:13
6. Wir brauchen eine Polizei-Polizei!

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es rund um Großeinsätze immer wieder auch Straftaten durch Polizisten gibt. Und darüber hinaus jede Menge Aktionen, die der Überprüfung auf Rechtmäßigkeit bedürfen. Das wissen auch die Innenminister und die Staatsanwaltschaften. Für Straftaten seitens der Zivilisten werden schon lange spezielle richterliche Ermittlungsgruppen eingerichtet, für die Polizei-Aktivitäten aber nicht. Da muss der Bürger selbst ermitteln, was zumindest schwierig ist. Wir alle kennen die Geschichte vom "Mann in Blau", wo es JAHRE dauerte, bis Gerichte zur Kenntnis nahmen, dass da Unrecht geschehen ist.
Wenn die Polizei von den Bürgern erwartet, dass die Bürger Vertrauen in sie haben, dann darf sie Ermittlungen gegen "schwarze Schafe" nicht weiter behindern. Die Lüge vom Gewaltmonopol und der angemaßte Freibrief, alles und jedes tun zu dürfen, ist jedenfalls keine vertrauensbildende Maßnahme.
Nebenbei: aus diesem Artikel geht klar hervor, dass diese Durchsuchungen einem anderen Zweck diesen, als angegeben. Man will "Strukturen aufklären", nicht den "Landfriedensbruch.
Und da offensichtlich in der Sache nichts gefunden wurde, verbreitet man jetzt schon die Legende von der "Warnung vor der Durchsuchung". Es kann gut sein, dass sich heraus stellt, dass die Mehrheit der Betroffenen gar nichts mit der Sache zu tun hatten.

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mazzeltov 05.12.2017, 19:14
7. Overkill

22 Beschuldigte, 583 Polizeibeamte: ein satter Schnitt von 26,5 Beamten pro Beschuldigtem? Wer wurde denn da beschuldigt - Superman?
Und: 22 Beschuldigte, aber 23 durchsuchte Privatwohnungen?

Verleiht das dem Wort "Augenmaß" eine neue Dimension, oder wie ist das zu verstehen?
Gleichzeitig wurde über die Belastung der Polizei mit Überstunden geklagt. Wegen der vielen Demos... aha.

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Philipp Reinhard 05.12.2017, 19:16
8. Auf den letzten Drücker.... bevor eine Entscheidung für Fabio fällt.

Die Aktion ist meiner Meinung nach die Antwort darauf, dass sich im Verfahren gegen Fabio abzeichnet, dass sich die Argumentation der Polizei und Staatsanwaltschaft nicht halten lässt. Eher früher als später wird das Gericht entscheiden, dass alleine das Mitlaufen am Rondenbarg kein Landfriedensbruch war (alles andere würde das Demonstrationsrecht zur Unkenntlichkeit aushöhlen).

Also musste die Polizei vor einer solchen gerichtlichen Einschätzung handeln. Das hat sie heute getan. Ich halte ein solches Vorgehen für undemokratisch, aber rechtlich dürfte es erst einmal gedeckt sein.

Es gibt jedoch noch einen 2. Aspekt: Mir wurde aus den Ausführungen der Polizei nicht klar, weshalb ausgerechnet diese Leute verdächtigt werden, die Krawalle geplant zu haben. Weil sie an einer Demo teilgenommen haben und Teil der linksextremen Szene sind? Das scheint die Argumentation der Polizei zu sein. Sie wäre extrem dünn.

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heiner_knüppel 05.12.2017, 19:23
9. Rondenbarg

Kann mir jemand mal möglichst Simpel erklären was im "Rondenbarg" passiert sein soll.
1. Er ist weit weg von der Schanze, zu fuß mindestens 30 minuten.
2. Er ist am ende einer Straße in direkter nähe zu einem recyclinghof.
3. Wie können denn da viele "Links Extreme" Straftaten begangen haben? In diversen Videos Sieht man klar das die "Linken" beim Verlassen ihres Geländes von zwei Seiten geblockt werden. Es gibt nur 2 Wege aus dem Rondenbarg. Und beide waren ja von der Polizei versperrt. Diese hat also wie man gut sehen kann auf die "Linken" gewartet. Ausweichen geht auf dieser Ecke durch die Industriegebäude mit hohen Zäunen und den Bahngleisen nicht.

Ich Fahre da täglich längs, was für Straftaten wurden dort angeblich begangen?

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