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G20-Krawalle: Viel weniger verletzte Polizisten als von der Polizei angegeben
DPA

Fast 500 verletzte Ordnungshüter, diese erschreckende Bilanz hat die Hamburger Polizei nach den G20-Krawallen gezogen. Nun stellt sich heraus: Mitgezählt wurden auch Kreislaufprobleme und Dehydrationen.

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charlybird 15.07.2017, 15:58
160. Wenn die Polizeiführung

nun schon mal zugibt bei den 500 Verletzten ( konnte ich mir offengestanden auch nicht vorstellen) ziemlich ''daneben'' informiert zu haben, wie sieht's dann bei der Ehrlichkeit mit dem Rest aus ?
Nebenbei, ich hätte nicht tauschen mögen und finde das Polizisten im allgemeinen einen wichtigen und sinnvollen Job ausüben, aber Kadavergehorsam und falsche Kameradschaftssolidarität haben schon viel an der so notwendigen Vertrauenswürdigkeit verdorben.
Schließlich haben sie als einzige Institution in diesem Land das Gewaltmonopol.

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he.ro.lito 15.07.2017, 15:58
161. Legitim?

Zitat von no_reservations
dass Gewalt vom linken Spektrum eher legitim oder grundsätzlich legitim ist im Vergleich zu rechter Gewalt. Für mich ist jegliche Gewalt gegen den Staat, seine Organe und die Gesundheit von Menschen sowie das Eigentum von jemandem verabscheuungswürdig - ganz egal ob von links oder rechts. Die Blindheit aut dem rechten Auge wird ja oft gescholten. Auf dem linken siehts anscheinend noch schlimmer aus...
Und wer sagt, dass das legitim ist? Ist man verdächtig, wenn man an der Wahrheit interessiert ist? Ist das auch legitim?

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acitapple 15.07.2017, 16:01
162.

Zitat von danielwetzler
..... das die Gewalttäter in Hamburg total friedlich waren und den kollabierenden Polizisten geholfen haben. Diese Relativierungsmaschienerie ist unerträglich. Man vergleiche die Berichterstattung über Hamburg mit derjenigen über die rechten Proteste am 3.10. . Dieses ständige Messen mit zweierlei Mass diskreditiiert den Journalismus.
Der Journalismus in Deutschland sieht sich mittlerweile als erzieherisches Medium, als moralische Elite. Eine neutrale Berichterstattung kann man da nicht erwarten. Wenn dreiviertel der Journalisten sich offen zu linken Idealen bekennen ist klar wo die Reise hingeht. Da wird echt gefragt, ob man über Flüchtlinge berichten "darf/sollte", die Straftaten begehen, weil die Rechten dies als eigenes Argument nützen könnten. Also bekommen wir eine politisch geschönte Wahrheit, damit wir nicht auf die "falschen" Gedanken kommen. Und das ist ja nur ein kleines Beispiel. Ist aus der Story vom Drogenkonsum im Bundestag irgendwas geworden ? Nö. War ein Tag in den Medien und danach hat man schnell auf die nächst Promischeidung umgeschaltet.

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keksen 15.07.2017, 16:04
163.

Zitat von wieissesdennnurmoeglich
Blablabla. Es wurden um ein zigfaches höhere Zahlen von der Polizei in Umlauf gebracht, als offenbar wirklich verletzt wurden. Jede kleine Blessur u d Dehydrierung etc wurden mitgezählt. Dass es sich um eine bewusste Täuschung handelt, ist offensichtlich. Und Sie kommen mit Allgemeinplätzen wie 'Jeder verletzte Polizist ist einer zuviel'. Das ist ein Ablenkungsmanöver Ihrerseits, denn es geht in dem Artikel primaer nicht um die Zahl der verletzten Polizisten, sondern um den Vorwurf der vorsätzlichen Täuschung durch ein Staatsorgan! Sie sind auf Bosbach-Niveau und das ist keine positive Einschätzung, denn der ist ebenso ein Falschspieler.
Vergessen wir nicht, dass der Drops gelutscht ist. Die Polizei hat diese Zahlen in Umlauf gebracht. Die im Nachhinein getätigten Analysen werden für viele Bürger keine Relevanz haben. Die angestrebte Deutungshoheit über die mediale Aufabeitung des Gipfels wurde erreicht und das Ziel dahingehend erfüllt. Traurig aber wahr. So arbeiten auch de Fake-News Seiten.

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qjhg 15.07.2017, 16:07
164. Wenn Dehydration und Kreislaufprobleme

etwas Normales sind, dann frage ich mich, weshalb normale Menschen ohne Einsatz bei einer Demonstration in solchen Fällen Notdienste in Anspruch nehmen. Sind das alles Simulanten? Wir sollten die Kirche im Dorf lassen, wenn die Gewalttäter nicht die Demonstrationszüge pervertiert hätten,hätten die beaufsichtigenden Polizisten auch keine Kreislauf- und sonstigen Probleme, weil der Nachschub an Hilfsmitteln dann problemlos möglich gewesen wäre. Dieses haben die Gewalttäter jedoch auch mit ihren Aktionen behindert.

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leander.1991 15.07.2017, 16:07
165.

Zitat von central_wise
Aus meinem Bekanntenkreis habe ich erfahren, das es nicht genug zu Essen und viel zu wenig Erholungsphasen für die Polizisten gegeben hat.
Also ein Versagen der Planer und Führer, nichts anderes. Aber ich verstehe das schon, Hamburg liegt am Arsch der Welt und da bekommt man nur schwer Lebensmittel, Betten usw. hin. Die Logistik halt.

Da sich die Führung nach monatelanger Planung aber keiner Fehler bewusst ist schließe ich daraus dass die wollten das Demonstranten auf unterversorgte übermüdete Polizisten stoßen sollten um "schöne Bilder zu produzieren" die man dann dem politischen Gegner reinwürgen kann und sich postwendend selbst als DIE Law&Order-Truppe darstellt im folgenden Wahlkrampf.

Das dürften die medialen Ereignisse der ersten Woche nach G20 schon mal ganz gut zusammenfassen, ist aber natürlich nur eine Theorie.

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Chefcook 15.07.2017, 16:10
166. Unverständlich

Unverständlich, wie hier jetzt eine Relativierung der Gewalt hineininterpretiert wird. Der Spiegel-Text gibt wie der von Buzzfeed lediglich wieder, dass die Verletztenzahlen der Polizei sehr umfassend ausgelegt sind und die Zahl derer, die tatsächlich durch die Ausschreitungen verletzt wurden, bedeutend geringer liegt. Ich kann hier beim besten Willen keine Wertung erkennen, wie sie in der Kommentarspalte unterstellt wird.

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Gregor Taum 15.07.2017, 16:12
167. Selbstverständlich

Wenn Dehydration durch den tagelangen aufreibenden Dienst entsteht, muss man dies mit zu den Fällen zählen. Ist doch klar, ohne die Bedrohung durch die Linksradikalen hätten die Polizisten dort nicht sein müssen, hätten somit auch keine Dinge wie Dehydration oder Kreislaufprobleme gehabt. Ich weiß jetzt auch nicht, was dieses ständige Relativieren soll. Wer die Bilder gesehen hat, für den können doch keine Zweifel mehr bestehen. Aber das ist typisch linksversifft: alles in Zweifel ziehen, solange man sein eigenes verschrobenes Weltbild noch irgendwie halten kann.

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germ 15.07.2017, 16:16
168. Mitgezählt

"Mitgezählt wurden auch Kreislaufprobleme und Dehydrationen"

...genauso wie ein eingerissener Fingernagel oder ein kleiner blauer Fleck. Das war mir vorher klar, dass da wieder maßlosdramatisiert und übertieben wird - wie immer! Die Zahlen die die Polizei rausgibt stimmen nie.

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keksen 15.07.2017, 16:17
169.

Zitat von acitapple
Der Journalismus in Deutschland sieht sich mittlerweile als erzieherisches Medium, als moralische Elite. Eine neutrale Berichterstattung kann man da nicht erwarten. Wenn dreiviertel der Journalisten sich offen zu linken Idealen bekennen ist klar wo die Reise hingeht. Da wird echt gefragt, ob man über Flüchtlinge berichten "darf/sollte", die Straftaten begehen, weil die Rechten dies als eigenes Argument nützen könnten. Also bekommen wir eine politisch geschönte Wahrheit, damit wir nicht auf die "falschen" Gedanken kommen. Und das ist ja nur ein kleines Beispiel. Ist aus der Story vom Drogenkonsum im Bundestag irgendwas geworden ? Nö. War ein Tag in den Medien und danach hat man schnell auf die nächst Promischeidung umgeschaltet.
Ich weiß ja nicht, welche Artikel der Presse Sie in den letzten Tagen so gelesen haben. Mit Relativieren hatte das alles zumindest nichts zu tun. Allein hier bei SPON gab es dutzende, die in die Kerbe "linker Terrorismus" geschlagen haben. Sowohl Meinungsartikel, als auch Aussagen von Politikern.
Differenziert wurde da nicht viel. Kommt jetzt mal ein Beitrag, der die Polizeiarbeit behandelt, scheinen einige Foristen wieder alles vorher gewesene zu vergessen. Wem werfen Sie hier eigentlich Blindheit vor?

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