Forum: Panorama
Gehört die Zukunft dem Elektroauto?

Bei steigenden Ölpreisen und schwindenden Ressourcen erscheinen Elektroautos als vernünftige Alternative. Werden sie in Zukunft benzingetriebene Autos ersetzen?

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tempus fugit 16.09.2009, 09:39
2210. Schild(a)fragen

Zitat von schwarzerrabe
Gibt es das Wunderding überhaupt? Wurde es in freier Wildbahn schon gesehen? Wieso gibt es für ein Produkt, das allem Anschein nur Vorteile hat, auch noch rund 6000 Euro Zuschuss? Wieso ist das Elektroauto eigentlich Umweltfreundlich? Wo soll die Elektroenergie eigentlich herkommen? Ist unser Versorgungsnetz .....

Sie werden sich wundern - falls Sie nicht selbst aus Schild(a) kommen - vielleicht hat ein Spassvogel das a entfernt..

Es gibt E-Autos! Zu wohl 90% sehen die genauso aus wie z.B.
ein Smart, ein Panda, ein Twingo oder ein betagter Peugeot.
Dann gibt es noch die sogenannten Hybriden, der grösste
sieht aus wie ein Mercedes der Luxusklasse.
Also garnicht leicht auszumachen - nur aus der Nähe: Kein stinkender Auspuff, kein stinkender Leerlauf, weil der
Motor nur läuft, wenn wirklich gefahren werden soll.
Ach ja - man hört möglicherweise nur deren Autoradios,
aber keinen Motorenlärm.

Die, die auffallen, sind Exoten, selten, schaffen es aber
problemlos, jemanden von A nach B zu bringen.

Aber zum Trost:
Es gibt auch Verbrenner mit VW-Motoren z.B., die wie ein riesiges 3-Rad aussehen, mit einem Riesenlenker versehen und sehr laut und spartanisch sind. Die Fahrer meist in schwarze Lederkleidung gehüllt.
Die wollen auch 'nur' von A zum Rest des Alphabetes...

So - und jetzt checken Sie nochmal Ihr Ortsschild und vielleicht lesen Sie auch mal die threats - ja, mühsam aber informativ - zu den pro und contra zu E-Antrieben.

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rkinfo 16.09.2009, 15:26
2211.

Zitat von schwarzerrabe
Gibt es das Wunderding überhaupt? Wurde es in freier Wildbahn schon gesehen? Wieso gibt es für ein Produkt, das allem Anschein nur Vorteile hat, auch noch rund 6000 Euro Zuschuss? Wieso ist das Elektroauto eigentlich Umweltfreundlich? Wo soll die Elektroenergie eigentlich herkommen?
http://www.solarmobil.net/Vereine/Dresden/Trabi.htm

Und jener Elektro-Trabbi benötigte schon die 15kWh wie auch der General Motors EV1 und der Tesla Roadster.
Weltnieau !
Und 'Plaste & Elaste' ist so leicht dass auch ein schwerer Akku noch brauchbares Gesamtgewicht ergibt.
Auf der IAA gibts ja schon einen E-Trabbi zu sehen.
Und der Strom dafür ?
Wir kaufen in China 4 Millionen Fahrräder mit Dynamo und stellen sie bei allen Hartz IV Sträflingen auf ... logo.

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nexo 17.09.2009, 19:34
2212. Ist die ganze Welt verrückt geworden ??

Bei der Beobachtung der Diskussion um das Elektroauto habe ich seit einigen Monaten das dringende Gefühl, auf dem falschen Planeten gelandet zu sein - einem der Erde täuschend ähnlichen, aber ohne jeglichen Zugang zu den Gesetzen der Logik.

Das Auto - man weiß doch noch, das das eigentlich ist? - verdankt seinen unglaublichen Aufstieg dem Angebot der individuellen Mobilität, das heißt: Fahren wohin ich will, wann ich will, und mit wem ich will, zur Not alleine. Glaubt denn wirklich einer der euphorisch über Batteriegrößen schwadronierenden "Experten", dass sich ein "Automobil" im Massenmarkt durchsetzen wird, bei dem der Tankvorgang (bzw. Ladevorgang) länger als 5 Minuten dauert??

Machen wir uns nichts vor: Die meisten Autofahrer sind Laternenparker, und eine Infrastruktur, die jedem Laternenparker die Möglichkeit gibt, das Auto über Nacht zu laden, ist aberwitzig, ebenso wie die Hoffnung, dass in absehbarer Zeit alle privaten Tiefgaragen-Abstellplätze mit einer Steckdose ausgerüstet werden können.

Das Tanken (Laden) lässt sich im normalen Arbeitsalltag nicht vorplanen, zumindest nicht auf Dauer. Wer einen strukturierten Arbeitstag (oder geplanten Freizeit-Tag) absolvieren will oder muss, kann sein Auto nicht für ein paar Stunden zum Laden abstellen, denn dann ist es kein Auto im ursprünglichen Sinn mehr. Und selbst das hoffnungsvolle Statement eines Autoherstellervertreters auf der IAA (in den heutigen Nachrichten), man werde wohl schon bald (was wohl einige Jahre bedeutet) Ladezeiten von einer halben Stunde möglich machen, löst das Problem nicht. Eine halbe Stunde tanken? Aufwachen!!

Da können die Batterien so leicht und kompakt werden wie sie wollen: Wenn das Tanken jede vernünftige Tagesgestaltung ad absurdum führt, ist das Elektroauto nicht viel mehr als eine utopische Spinnerei, so wie der Kühlschrank, der das Essen über das Internet bestellt.

Einzige Hoffnung ist das israelische Roboter-Batteriewechselsystem. Aber bis sich das international flächendeckend durchsetzt, sind wir mit der Brennstoffzelle längst soweit - also, was solls?

Nexo

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Tall Sucker 17.09.2009, 19:51
2213.

Zitat von nexo
Das Auto - man weiß doch noch, das das eigentlich ist? - verdankt seinen unglaublichen Aufstieg dem Angebot der individuellen Mobilität, das heißt: Fahren wohin ich will, wann ich will, und mit wem ich will, zur Not alleine.
Hier werden - unabhängig vom Antriebssystem - voraussichtlich Abstriche erforderlich werden. Wer sich darauf nicht einstellen will oder kann, sollte seine Frusttoleranz stärken.

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CMH 17.09.2009, 20:05
2214.

Zitat von Tall Sucker
Hier werden - unabhängig vom Antriebssystem - voraussichtlich Abstriche erforderlich werden.

Diese Abstriche wird es sicherlich nicht geben, dafür ist individuelle Mobilität zu wichtig. Wenn das Benzin 3 Euro kostet, dann kostet es halt 3 Euro.

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Benjamin1965 17.09.2009, 20:32
2215. Und genau deswegen ...

Zitat von nexo
Bei der Beobachtung der Diskussion um das Elektroauto habe ich seit einigen Monaten das dringende Gefühl, auf dem falschen Planeten gelandet zu sein - einem der Erde täuschend ähnlichen, aber ohne jeglichen Zugang zu den Gesetzen der Logik. Das Auto - man weiß doch noch, das das eigentlich ist? - verdankt seinen unglaublichen Aufstieg dem Angebot der individuellen Mobilität, das heißt: Fahren wohin ich will, wann ich will, und mit wem ich will, zur Not alleine. Glaubt denn wirklich einer der euphorisch über Batteriegrößen schwadronierenden "Experten", dass sich ein "Automobil" im Massenmarkt durchsetzen wird, bei dem der Tankvorgang (bzw. Ladevorgang) länger als 5 Minuten dauert?? Machen wir uns nichts vor: Die meisten Autofahrer sind Laternenparker, und eine Infrastruktur, die jedem Laternenparker die Möglichkeit gibt, das Auto über Nacht zu laden, ist aberwitzig, ebenso wie die Hoffnung, dass in absehbarer Zeit alle privaten Tiefgaragen-Abstellplätze mit einer Steckdose ausgerüstet werden können. Das Tanken (Laden) lässt sich im normalen Arbeitsalltag nicht vorplanen, zumindest nicht auf Dauer. Wer einen strukturierten Arbeitstag (oder geplanten Freizeit-Tag) absolvieren will oder muss, kann sein Auto nicht für ein paar Stunden zum Laden abstellen, denn dann ist es kein Auto im ursprünglichen Sinn mehr. Und selbst das hoffnungsvolle Statement eines Autoherstellervertreters auf der IAA (in den heutigen Nachrichten), man werde wohl schon bald (was wohl einige Jahre bedeutet) Ladezeiten von einer halben Stunde möglich machen, löst das Problem nicht. Eine halbe Stunde tanken? Aufwachen!! Da können die Batterien so leicht und kompakt werden wie sie wollen: Wenn das Tanken jede vernünftige Tagesgestaltung ad absurdum führt, ist das Elektroauto nicht viel mehr als eine utopische Spinnerei, so wie der Kühlschrank, der das Essen über das Internet bestellt. Einzige Hoffnung ist das israelische Roboter-Batteriewechselsystem. Aber bis sich das international flächendeckend durchsetzt, sind wir mit der Brennstoffzelle längst soweit - also, was solls? Nexo
...arbeiten Automobilkonzerne auch nur auf staatlichen Druck (oder mit staatlicher Unterstuetzung) an der E-Auto-Technologie. Batterietechnik ist auch ohne den Einsatz im Auto interessant, so dass man dort eventuell auch noch richtig investiert. Aber E-Autos gehen total am Markt vorbei.

Die zukuenftigen Einschraenkungen die ich sehe, betreffen eher den Individualverkehr als Ganzes. Grosse Staedte werden einfach Teile der Stadt fuer Autos unzugaenglich machen.

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mobileresident 17.09.2009, 21:09
2216.

Zitat von nexo
Das Auto - man weiß doch noch, das das eigentlich ist? - verdankt seinen unglaublichen Aufstieg dem Angebot der individuellen Mobilität, das heißt: Fahren wohin ich will, wann ich will, und mit wem ich will, zur Not alleine. Glaubt denn wirklich einer der euphorisch über Batteriegrößen schwadronierenden "Experten", dass sich ein "Automobil" im Massenmarkt durchsetzen wird, bei dem der Tankvorgang (bzw. Ladevorgang) länger als 5 Minuten dauert??
Nun, uU haben die Experten einen klitzekleinen Praxis Vorteil, was fuer nicht e-Wagen Fahrer uU nicht zu verstehen ist. Der Ladevorgang steht recht weit hinten bei der taeglichen Nutzung des Wagens, tatsaechlich, also in der Praxis, faehrt man nun mal keine 150km am Stueck und jeden Tag. Wer das macht, fuer den ist ein reiner e-Wagen nichts. Der braucht eben einen Hybrid. Also ich habe mich noch nie darum gekuemmert, wie lange der Wagen zum laden braucht, er ist immer voll.
Zitat von nexo
Machen wir uns nichts vor: Die meisten Autofahrer sind Laternenparker, und eine Infrastruktur, die jedem Laternenparker die Möglichkeit gibt, das Auto über Nacht zu laden, ist aberwitzig, ebenso wie die Hoffnung, dass in absehbarer Zeit alle privaten Tiefgaragen-Abstellplätze mit einer Steckdose ausgerüstet werden können.
Erstens parken in Deutschland keine 20% unter der Laterne und wieso kann man die Ladung nicht unter Laternen regeln? Der Strom ist eh schon da und Parkuhren schiessen doch auch im Stundentakt aus dem Boden. Wenn man Geld verdienen kann, finden sich auch ganz schnell Anbieter. Was ist so kompliziert, Steckdosen anzubringen? Laeuft das in Deutschland anders als im Rest der Welt?
Zitat von nexo
Das Tanken (Laden) lässt sich im normalen Arbeitsalltag nicht vorplanen, zumindest nicht auf Dauer.
Nein, wozu auch? Der Wagen ist doch immer geladen?
Zitat von nexo
Da können die Batterien so leicht und kompakt werden wie sie wollen: Wenn das Tanken jede vernünftige Tagesgestaltung ad absurdum führt, ist das Elektroauto nicht viel mehr als eine utopische Spinnerei, so wie der Kühlschrank, der das Essen über das Internet bestellt.
Na ja, in der Praxis geht das sehr gut.Fuer Langstreckenfahrer (unter 1%) und tausende km Urlaubsfahrt (immerhin 8% der Autos) ist der e-Wagen (noch) nichts. Aber das ist bekannt. Seit Jahren, Jahrzehnten.
Welches Essen ein Kuehlschrank bestellen soll, weiss ich nicht, unsere Wasser Spender allerdings rufen tatsaechlich selbststaendig den Service, wenn die Bottle leer wird.
Zitat von nexo
Einzige Hoffnung ist das israelische Roboter-Batteriewechselsystem. Aber bis sich das international flächendeckend durchsetzt, sind wir mit der Brennstoffzelle längst soweit - also, was solls? Nexo
Ha ha, ja, Brennstoff Zelle. Und Sie reden von utopischen Spinnereien?

mr

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DerBlicker 17.09.2009, 21:25
2217. da wird es keine Abstriche geben

Zitat von Tall Sucker
Hier werden - unabhängig vom Antriebssystem - voraussichtlich Abstriche erforderlich werden. Wer sich darauf nicht einstellen will oder kann, sollte seine Frusttoleranz stärken.
solange es noch Öl gibt. Genau deshalb wird das E-Auto auch in 20 Jahren nur die zweite Geige spielen, für die Stadt geeignet, sonst nicht. Es sei denn bei Akkus gibt es einen Quantensprung, mir ist aber derzeit kein physikalischer Effekt bekannt, der das ermöglichen würde.

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Olaf 18.09.2009, 09:26
2218.

Zitat von nexo
Bei der Beobachtung der Diskussion um das Elektroauto habe ich seit einigen Monaten das dringende Gefühl, auf dem falschen Planeten gelandet zu sein - einem der Erde täuschend ähnlichen, aber ohne jeglichen Zugang zu den Gesetzen der Logik. Das Auto - man weiß doch noch, das das eigentlich ist? - verdankt seinen unglaublichen Aufstieg dem Angebot der individuellen Mobilität, das heißt: Fahren wohin ich will, wann ich will, und mit wem ich will, zur Not alleine. Glaubt denn wirklich einer der euphorisch über Batteriegrößen schwadronierenden "Experten", dass sich ein "Automobil" im Massenmarkt durchsetzen wird, bei dem der Tankvorgang (bzw. Ladevorgang) länger als 5 Minuten dauert?? Machen wir uns nichts vor: Die meisten Autofahrer sind Laternenparker, und eine Infrastruktur, die jedem Laternenparker die Möglichkeit gibt, das Auto über Nacht zu laden, ist aberwitzig, ebenso wie die Hoffnung, dass in absehbarer Zeit alle privaten Tiefgaragen-Abstellplätze mit einer Steckdose ausgerüstet werden können. Das Tanken (Laden) lässt sich im normalen Arbeitsalltag nicht vorplanen, zumindest nicht auf Dauer. Wer einen strukturierten Arbeitstag (oder geplanten Freizeit-Tag) absolvieren will oder muss, kann sein Auto nicht für ein paar Stunden zum Laden abstellen, denn dann ist es kein Auto im ursprünglichen Sinn mehr. Und selbst das hoffnungsvolle Statement eines Autoherstellervertreters auf der IAA (in den heutigen Nachrichten), man werde wohl schon bald (was wohl einige Jahre bedeutet) Ladezeiten von einer halben Stunde möglich machen, löst das Problem nicht. Eine halbe Stunde tanken? Aufwachen!! Da können die Batterien so leicht und kompakt werden wie sie wollen: Wenn das Tanken jede vernünftige Tagesgestaltung ad absurdum führt, ist das Elektroauto nicht viel mehr als eine utopische Spinnerei, so wie der Kühlschrank, der das Essen über das Internet bestellt. Einzige Hoffnung ist das israelische Roboter-Batteriewechselsystem. Aber bis sich das international flächendeckend durchsetzt, sind wir mit der Brennstoffzelle längst soweit - also, was solls? Nexo
Das ist schon richtig, nur haben wie in Deutschland traditionell eine Oberschicht die sich immer für schlauer als alle Experten hält und von Zeit zu Zeit sogar für schlauer als der Rest der Welt.

Technische und wirtschaftliche Argumente werden dann mit einem Erklärungsmodell vom Tisch gewischt, welches auf finsteren, internationalen Verschwörungen beruht.

Persönlich hat mir dieser galoppierende EE Wahnsinn dabei geholfen die Motive meiner Großeltern besser zu verstehen, in den 30er in die NSDAP einzutreten. Es ist wirklich nicht einfach sich einem gesellschaftlichen Druck zu entziehen, bei dem Medien, Oberschicht und Politik an einem Strang ziehen und pausenlos ein und die selben Geschichten wiederholen und Nachrichten so gesteuert werden, dass alles nach dem großen Endsieg aussieht. Und die waren damals nicht so aufgeklärt wie wir heute und hatten keine Möglichkeit sich unabhängig zu informieren.

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Dieter 58 20.09.2009, 12:31
2219. Das ist die Realität.

Elektro-Autos, günstig und zuverlässig - produziert oder eingekauft in China?
Die Realität sieht leider ganz anders aus.
Wie müssen dann erst Elektrofahrzeuge beschaffen sein, die ganz in chinesischer Initiative und Verantwortung produziert werden?
ICH werde es nicht ausprobieren, dafür ist mir mein sauer verdientes Geld zu schade!

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