Forum: Panorama
Gehört die Zukunft der Städte dem Fahrrad?

Umweltschonend, sportlich, praktisch: In den großen Städten greifen immer mehr Verkehrsteilnehmer zum Fahrrand. Unter Jüngeren ist sogar ein erheblicher Imageverlust der benzingetriebenen Fortbrwegungsmittel zu beobachten - das Auto ist häufig nicht mehr das Statussymbol per se. Gehört die Zukunft des individuellen Stadtverkehrs dem Fahrrad?

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karl-felix 17.09.2011, 19:54
1230. Das

Zitat von *42*
Das Ganze ist kein Spiel und es gibt keine Gewinner.
ist meine Rede seit unzähligen Posts, aber es gibt auch keine Gegner. Es gibt nur stärkere und schwächere Verkehrsteilnehmer und ich als der Stärkere nehme Rücksicht, weil ich weiss wie gefährlich ich bin.
Ich wende mich gegen die Verharmloser. Was glauben Sie weshalb ich die ganze Woche die Meldungen über Schwerverletzte und Tote hier poste? Nicht aus Spielerei.

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karl-felix 17.09.2011, 20:05
1231. Ich bitte Sie

Zitat von *42*
Warum hat sich das nicht durchgesetzt. Wenn ich Sie richtig verstehe "wollen" Sie die Menschen nach Berufen siedeln? Hmm, ich arbeite im Maschinenbau, meine Frau im Marketing in ganz verschiedenen Unternehmen...
die Entwicklung der Menschheit ist ein Prozess, ein ständiges Kräftemessen unterschiedlicher Protagonisten. Seit 30 Jahren beherrscht das Auto bei uns die Szene, ein Wimpernschlag bei 1 Million Jahre Menschheitsgeschichte. Die Bedingungen ändern sich, die übernächste Generation kennt"unser Auto " dann nur noch wie wir die Overland aus dem Western. In 20 Jahren ist ein Drittel der Deutschen über 65, das wird Deutschland radikaler verändern als der 2. Weltkrieg. Die Verknappung des Öls wird die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen verändern, wie die Erfindung Samuel Colts die Gleichheit unter den Menschen.
Wie gesagt, für Menschen die extremen Ortswechseln unterliegen ist das eigene Haus oft das Refugium ( Piloten,Soldaten ,Berufstaucher ,Industriekletterer usw.) für andere bietet sich eher eine Mietwohnung an. Es gibt kein Patentrezept sondern nur verschiedene Wege, so die wirtschaftlichen Gegebenheiten dies zulassen. Der klassische Pendler wählt den Standort aus wirtschaftlichen Erwägungen.

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*42* 17.09.2011, 20:18
1232.

Zitat von DaSe
Mit dem passenden Rad, also nicht gerade ein Rennrad, ist das Fahren auch bei extremeren Witterungssituationen kein Thema. Ich bin letzten Winter erstmalig mit Spikes gefahren. Damit bin ich sicherer unterwegs als jeder Fußgänger und so ein rumgeschlitter an Ampeln, wie das der Autofahrer, fabriziere ich auch nicht.
Ich möchte doch niemanden das Rad schlecht reden, ich fahre ja selbst gern damit.
Nur bin ich auch ein bisschen "Warmduscher", also Winter bei Schnee und Eis wäre für mich zuviel hard-core

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*42* 17.09.2011, 20:24
1233.

Zitat von karl-felix
Der klassische Pendler wählt den Standort aus wirtschaftlichen Erwägungen.
Ich weiß nicht. Ein großer Teil der Pendler ist bei Zeitarbeitsunternehmen angestellt. Da geschieht es nicht selten, daß der "Arbeitsplatz'" wechselt.
Was mir auch gerade Montags und Freitags auf den Autobahnen so auffällt sind die Karawanen Richtung Ost-West.

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karl-felix 17.09.2011, 21:54
1234. Das ist

Zitat von *42*
Ich möchte doch niemanden das Rad schlecht reden, ich fahre ja selbst gern damit. Nur bin ich auch ein bisschen "Warmduscher", also Winter bei Schnee und Eis wäre für mich zuviel hard-core
wirklich Gewohnheitssache. Auch der Inuit auf seinem Schlitten duscht gerne lau. Aber ohne Eis und Schnee wär der ne arme Sau.Dem würde einfach was fehlen.

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karl-felix 17.09.2011, 22:02
1235. Schauen Sie

Zitat von *42*
Ich weiß nicht. Ein großer Teil der Pendler ist bei Zeitarbeitsunternehmen angestellt. Da geschieht es nicht selten, daß der "Arbeitsplatz'" wechselt. Was mir auch gerade Montags und Freitags auf den Autobahnen so auffällt sind die Karawanen Richtung Ost-West.
sich die Städte und ihren Speckgürtel an. Millionen Menschen pendeln morgen für morgen in die Stadt und abends zurück. Das hat mit Zeitarbeit nichts zu tun. Der Beamte im Rathaus von München pendelt bei den Münchner Mietpreisen genauso wie der von Köln, der Pilot aus Frankfurt so wie der aus Düsseldorf. Die Fabriken bei uns holten traditionell ihre Belegschaft aus Dörfern im Umkreis von 50 km. Sobald die in den 70er Jahren ein Auto hatten, pendelten die. Jetzt oft schon in der 3. Generation bei der gleichen Firma. Der wechselnde Arbeitsplatz kennzeichnet nicht den klassischen Pendler.
Ost-West ist natürlich erst eine Sache von ein paar Jahren. Die Kinder dieser Ost-West Pendler orientieren sich anders. Wenn die aber z.B. in München in der Gastronomie arbeiten, werden Sie pendeln. Die Mieten und Immobilienpreise sind für Otto Normalverbraucher nicht zu bezahlen.

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*42* 17.09.2011, 22:22
1236.

Zitat von karl-felix
wirklich Gewohnheitssache. Auch der Inuit auf seinem Schlitten duscht gerne lau. Aber ohne Eis und Schnee wär der ne arme Sau.Dem würde einfach was fehlen.
geschickt geschwenkt ;=)
Wobei bei mir jetzt die Frage aufkommt, warum musste ich in diesem "Sommer" überdurchschnittlich oft warmduschen, weil der so überdurchschnittlich warm war? ;=)

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Jamesteakirk 17.09.2011, 22:37
1237. Das Auto ist dem Radverkehr seine Stiefmutter

Zitat von Velbert2
Solange für Automodelle 6 Monate Lieferzeit eher Regel als Ausnahme sind kann von einem Imageverlust beim Automobil nicht die Rede sein. Auch der allwerktägliche Feierabendverkehr belehrt einen eines besseren. Hier ist der Wunsch der Vater des Gedanken.
Man hofft gar nichts. Sie unterstellen, daß die Medien nicht unabhängig und neutral sind. Vermutlich will der Spiegel mehr Leute aufs Fahrrad kriegen.

Das ist eine autonome Entwicklung, die dazu führen wird, daß der Fahrradanteil zumindest in Berlin in 20 Jahren bei 30 Prozent liegen wird.

Ich habe als Radfahrer nicht das geringste Interesse, Verkehrsregeln zu beachten, solange ich sowohl von Autofahrern als auch von der Verkehrspolitik nicht beachtet werde. So einfach ist das.

Wenn Radwege ausschießlich auf der Straße liegen und Radfahrer als vollwertige Verkehrsteilnehmer betrachtet werden, steigt auch der psychologische Druck, die Verkehrsregeln zu beachten.

Dazu habe ich im Moment keine Lust. Kein Autofahrer kann sich vorstellen, auf was für Radwegen wir fahren müssen und was es sonst noch für Zumutungen für Radler gibt. Dann kennen sie die Verkehrsregeln nicht und hupen, motzen und kotzen, wenn man als Radfahrer trotz Radweg die Straße benutzt. Das darf man, liebe Autofahrer.

Dies tue ich immer öfter, weil ich einfach keine Lust habe, mich für dumm verkaufen zu lassen.

Liebe Autofahrer! Registriert das doch mal! Schaut euch mal die Radwege an. Fahrt mal drauf.
Dort kann man sowohl physisch als auch psychisch schlecht auf Tempo kommen aus naheliegenden Gründen. Ständig Unebenheiten, Enge, Verwinkelungen, Niveauänderungen, schlechter Belag ("Briketts"), dumme Fußgänger, die in Einmündungen stehen, Autofahrer, die die Bürgersteigkante streicheln (wenn man auf der Straße fährt), also unnötig weit rechts fahren und und und.

Die Radwege auf Bürgersteigen verlangsamen das Fahrrad auch psychologisch aus verschiedenen Gründen. Ich wundere mich selbst manchmal, wenn ich die Leipziger Straße von Tiergarten kommend wie ein Sebastian Vettel langbrause, also auf was für ein Tempo ich dort mühelos komme. Es ist psychologisch enorm wichtig, als Radfahrer auf der Straße zu fahren.

Der Radverkehr wird sehr stiefmütterlich behandelt. Ich bitte die Autofahrer, mal mehr Empathie zu zeigen und sich mal in einen Radfahrer hineinzuversetzen.

Die Radfahrer wiederum sollten mal auf Bürgersteigen das Tempo reduzieren und kapieren, daß sie dort nur Asyl haben. Dieses Bewußtsein fehlt offenbar vielen. Es gibt allerdings auch x Fußgänger, die dumm durch die Gegend laufen und Radwege auf Bürgersteigen übersehen, oder sich nur akustisch orientieren, wenn sie die Straße überqueren.

Das ist echt abenteuerlich.

Wenn Radler keine verkehrspolitischen Exoten und Sonderfälle mehr sind, werden sie auch stärker die Verkehrsregeln beachten.

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*42* 18.09.2011, 23:20
1238. Ergänzung

Zitat von karl-felix
wirklich Gewohnheitssache. Auch der Inuit auf seinem Schlitten duscht gerne lau. Aber ohne Eis und Schnee wär der ne arme Sau.Dem würde einfach was fehlen.
wer bin ich denn, jemanden die Scholle streitig zu machen? ;=)

Das soll jetzt aber bitte nicht in einen "Glaubenskrieg" ausufern

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*42* 18.09.2011, 01:50
1239.

Zitat von karl-felix
ein Wimpernschlag bei 1 Million Jahre Menschheitsgeschichte.
Ganz ehrlich, wenn es mal gelingt mit Zahlen und Fakten ehrlich umzugehen (dazu wurden die mal angewendet um den Dingen auf den Grund zu gehen)....das würde was bringen!

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