Forum: Panorama
Gehört die Zukunft der Städte dem Fahrrad?

Umweltschonend, sportlich, praktisch: In den großen Städten greifen immer mehr Verkehrsteilnehmer zum Fahrrand. Unter Jüngeren ist sogar ein erheblicher Imageverlust der benzingetriebenen Fortbrwegungsmittel zu beobachten - das Auto ist häufig nicht mehr das Statussymbol per se. Gehört die Zukunft des individuellen Stadtverkehrs dem Fahrrad?

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eNc.orporation 12.09.2011, 10:55
130. -.-

Zitat von Durruti100
Mir war die Bewunderung von Autos immer schon suspekt und noch suspekter sind mir Menschen, die meinen, sie könnten ihren Charakter durch den Besitz eines besonderen Modells aufwerten. Diese primitive "Ich habe was, was Du nicht hast"-Einstellung hat immer schon nur dem Konsum genutzt und zeugt von armseligem Ego. Dasselbe ist allerdings auch beim Fahrrad zu beobachten, auch hier werden besondere Modelle als Statussymbole benutzt - aber wenigstens stinken die nicht, fahren kaum Leute tot und für den Treibstoff müssen keine Kriege geführt werden. Als Bewohner des schönen Kölns kann ich nur sagen: Das Fahrrad ist das schnellere Verkehrsmittel, nur getopt von der U-Bahn. Wer bei uns mit dem Auto in die Innenstadt fährt kann nur ein Idiot sein, oder ein Statusaffe. Insbesondere die Zunahme von Geländewagen in der Kölner Innenstadt legt den Verdacht nahe, das es sich um Hybride zwischen Idiot und Statusaffe handelt... Es wäre längst an der Zeit es unseren niederländischen Nachbarn gleich zu tun und dem Fahrradfahrer weitreichende Vorrechte einzuräumen, aber da sind bei uns halt die Lobbyverbände vor - glücklich das Land, das keine eigenen Autos produziert...
Das Auto als Statussymbol wird dann einfach durch das Fahrrad ersetzt. Der MEnsch will immer etwas, das sein GEhirn denken lässt, er sei besser als sein NAchbar. Und das ist das Statussymbol. Kuck was ich hab, sowas kannst du dir nicht leisten, HA!
Ich komme aus einer Stadt, in der dieses Prinzip so verbreitet ist wie sonst nur in München: Regensburg. Eine hippe, in-Stadt mit lauter jungen, erfolgreichen Menschen, die gestresst mit Kaffee und Smartphone und Designerklamotten durch die Strassen laufen und mehr Haargel als Haare auf dem Kopf haben. Wir haben eine Fahrradmanufaktur, die schon Bikes für David Beckham und irgendwelche SCheichs hergestellt hat, mit e-motoren und Karbonrahmen und allem teueren scheiss, für so etwa 70.000 Euro pro handgefertigtem Einzelstück. So nach dem Motto OCC - Custom Bike. Motto geklaut. Und das wird sich nie ändern: denn Menschen sind dumm. Dumm und geltungssüchtig.
Jeder In Regensburg gurkt jetzt mit nem Custom-Fahrrad rum, wenn er sich eins leisten kann. Und was soll daran bitte toll sein? Sich anstatt der eigenen Geltungssucht Umweltschutz auf die Fahne schreiben? Menschen sind eifnach dumm und kommen nicht mit ihren eigenen "Verfehlungen" klar, Heidegger sagte ja schon, wir erkennen, was wir nicht sind, das nannte er Schld. Und danach richten sich heute 99Prozent der GEsellschaft. NAch dem, was sie nicht snd. Irgendwie noch dümmer, als man erwartet ahtte.....

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Zeugma 12.09.2011, 10:56
131. Zustimmung

Zitat von Jens D.
Moin, ...Warum wird nicht dargestellt das die Autofahrer ohne zweifeln auch ein massives Fehlverhalten zeigen. ...
Sehr richtig! Ich bin fast noch nie mit ausreichendem Sicherheitsabstand auf dem rad überholt worden. Fast immer versuchen mich Autos in der 30er-Zone zu überholen, auch wenn ich 25 und sogar 30 km/h schnell fahre. Für die meisten Autofahrer bedeutet gelb nach grün an der Ampel nochmal richtig Gas geben.

Da ist es ziemlich infantil, mit dem Finger auf die radfahrer zu zeigen. Und selbst wenn diese oft bei Rot über die Ampel fahren, dann ist das schon allein deshalb etwas völlig anderes, weil das Gefä#hrdungspotential nicht annähernd so groß ist wie beim Auto. Aber danach differenziert die StVO und die Kurzdenker, die über Radler schimpfen nicht.

ich verstehe auch jeden radler, der ganz vorne an der Ampel steht und dann noch bei Rot losfährt. Erstens hat er die Übersicht und zweitens ein paar Atemzüge voller Abgase direkt hinter'm Auspuff weniger.

Mein Tipp: Nachdenken!

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sir_humphrey 12.09.2011, 10:56
132.

Zitat von sitiwati
Sie sitzen doch auch allein auf dem Fahrrad oder fahern Sie Tandem ! ja, klar, letzthin waren wieder mal so ein paar Superfahrer unterwegs, ein breiter Radfahrweg, aber die Herrn und ein paar Damen natürlcih auf der Strasse, auf meine Frage: warum nicht auf dem Radweg, ein verächtliches: wir sind doch keine Deppen ! mit anderen Worten, auf Radwegen gehört dei Oma mit dem Enkel hin!
Solange "Fahrradwege" auf den sowieso schon zu engen Gehweg gezwängt werden, sind sie schlicht zu gefährlich und damit keine Option. Schon als Kind lernt man, dass Fahrräder auf dem Gehweg nichts verloren haben – das soll dann plötzlich anders sein, nur weil ein höchstens 60 cm breiter Streifen auf dem Gehweg rot gepflastert ist? Nein, Fahrräder und vor allem Fahrradwege gehören auf die Straße. Eine der 4/6/8 Autospuren weniger, schon ist genug Platz auch für die umwelt- und gesundheitsbewussten Verkehrsteilnehmer, nicht nur für die Stinker.

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karl-felix 12.09.2011, 10:58
133. Ich

Zitat von sitiwati
eine Rdafahrerkolone, bei denen auch Kinder dabei waren, plötzlich machte der Anführer, scheinbat, an der Spitze einen Schlenker in Richtung Strassenmitte, er wollte wohl schaun , ob alle darn sind, ich habe gebremst und kurz gehubt, schon ging der Stinkefinger hoch, auch die übrigen der Gruppe meinten , auf diese Art ihre Missachtung von Verkehrsteilnehmern mit mehr wie 2 Rädern haben zum Ausdruck bringen zu müssen, leider war ich verkehrsmässig dran gehindert, den Herren mal meine Meinung zu sagen !
wundere mich immer, was andere Autofahrer für komische Leute treffen. Ich habe seit 1964 Motorrad- seit 66 PKW- und seit 69 den LKW-Führerschein. Einen Radfahrer der mir den Stinkefinger gezeigt hat, habe ich in diesen 55 Jahren noch nicht gesehen.
P.S. Ich habe auch in 55 Jahren noch keinem den Stinkefinger gezeigt. Ob das was miteinander zu tun hat?

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sitiwati 12.09.2011, 10:58
134. vor einigen

Zitat von Eva K
Der feine, aber nicht ganz unwichtige Unterschied ist nur, daß das Durchschnittsfahrrad üblicherweise für eine Person gebaut ist, der Durchschnitts-PKW hingegen für vier bis fünf Personen - und trotzdem meistens nur von einer....
Jahrzehnten gabs mal die Aktion ROTER PUNKT, dh, Privatpersonen konnten Privatpersonen transportieren, da ging am Anfang auch gut, bis sich das Taxigewerbe und Versicherungen einmischten und dann wars wieder vorbei!

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Zeugma 12.09.2011, 11:00
135. Keine Nachsicht

Zitat von lohnsklave123
..in der Fußgängerzone lebt man heutzutage als reiner Fußgänger schon recht gefährlich...
Keine Frage: Diese Verhalten gehört nicht toleriert. In Fußgängerzonen hat niemand zu radeln. Punkt. Solche Leute stelle ich (ich fahre täglich Rad) gerne mal zur Rede. Kostet manchmal Überwindung, halte ich aber für ein gesellschaftliches Engagement, das sich lohnt.

Solche Leute schaden massiv der guten Sache, das radfahren zu fördern und sein Image zu verbessern.

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Ayelet Haschachar 12.09.2011, 11:00
136. Vorfahrt gewähren bei Rechtsabbiegen

Zitat von Seldon
Das rechtsabbiegende Autos (im übrigen auch links) den Vorrang geradeausfahrender Radfahrer bzw. -gehender Fußgänger zu beachten haben, scheint in der Führerschein-Prüfung nicht besonders thematisiert zu werden. §9 Abs. 3 STVO!! Jeden zweiten Tag diskutiere ich mit Autofahrern, deren Stoßstange 10 cm vor meinem linken Knie hängt. Die meisten sind sich keiner Schuld bewußt...
Diese Regel hat mein Fahrlehrer mir beim ersten Rechtsabbiegen folgendermaßen beigebogen: VOLLBREMSUNG durch Fahrlehrer! Dann: "Haben Sie den Radler gesehen?" --"Hä?" --"War zum Glück keiner da, aber das nächste Mal sehen Sie sich um und gewähren die Vorfahrt."
Das ist über 20 Jahre her, aber vergessen habe ich das bis heute nicht. Ich habe erst seit einem Jahr ein Auto, und passe beim Abbiegen wie ein Luchs auf, genauso wie ich als Radler jahrzehntelang in dieser Situation immer über die linke Schulter geblickt habe, bevor ich die Einmündung überquert habe...

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saschad 12.09.2011, 11:01
137. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von Laserfrankie
Interessant. Wievielen Radfahrern sind Sie dabei begegnet?
Hm, einige der mich überholenden Autofahrer hatten ihre Fahrräder auf dem Autogepäckträger, kamen also vermutlich gerade zurück von einer sonntäglichen Radtour.

Fazit des Tages: gefühlte 100% der Fahrradfahrer ignorieren die Verkehrsregeln, wenn sie hinter dem Steuer eines KFZ sitzen.

Oder worauf wollten Sie jetzt hinaus?

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sir_humphrey 12.09.2011, 11:01
138.

Zitat von Peter Werner
Als Autofahrer bemühe ich mich, rücksichtsvoll mit anderen Verkehrsteilnehmern umzugehen und nicht immer stur auf dem eigenen Recht zu bstehen. Die Mehrzahl der anderen Verkehrsteilnehmer macht dies genauso, eine Minderheit jedoch nicht. Leider gehören dieser Minderheit überproportional viele Radfahrer an.
Hahaha, guter Witz. Zu schnelles Fahren, bei rot noch schnell über die Ampel, Fahrrad- und Fußgängerwege zuparken, ohne Rücksicht auf Verluste rechts Abbiegen, und so weiter und so fort... das ist unter Autofahrern nicht die Ausnahme, sondern die REGEL.

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Peter Werner 12.09.2011, 11:04
139. ...

Zitat von ecua
Verkehrsregeln interessieren mich eigentlich recht wenig, ich fahre bei rot und überall wo es mir gefällt,
Na, dies ist doch mal eine tolle Argumentation: "Regeln interessieren micht eigentlich recht wenig". Wirklich klasse.
Warum sind Sie der Meinung, als Radfahrer bestehende Regeln mißachten zu dürfen und anderen Verkehrsteilnehmern dieses Recht nicht zuzugestehen?

Zitat von ecua
Sie werden es aber nie erleben, dass ich andere Verkehrsteilnehmer geährde oder behindere.
Diese Einstellung (andere Verkehrsteilnehmer nicht behindern) ist rein subjektiv und von Ihrer persönlichen Bwertung abhängig.
Sie behindern beispielsweise massiv den motorisierten Verkehr, wenn Sie trotz vorhadenem Radweg die Straße benutzen.
Bzgl. der Mißachtung von Ampeln, Einbahnstraßen oder der Vorfahrtsregelung erspare ich mir jetzt einen Kommentar.

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