Forum: Panorama
Gelbwesten-Proteste in Frankreich: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Suizidaufrufen
Francisco Seco/DPA

Bei den jüngsten Gelbwesten-Protesten haben Demonstranten die Sicherheitskräfte in Sprechchören zum Selbstmord aufgefordert - jetzt ermittelt die Justiz. Allein in Paris gab es am Wochenende mehr als 200 Festnahmen.

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Haarfoen 21.04.2019, 22:20
1. Reformpläne

Na dann warten wir doch mal die Reformpläne ab. Die aufdringlich spendenden Milliardäre vereinfachen die Sache nicht. Es wäre ein positives Signal, wenn die in prekären Verhältnissen lebenden Mitmenschen ein größeres Maß an Zuwendung und Wohlstand abbekommen würden. Wahrscheinlich werden es zunächst nur ein paar Peanuts sein und die Proteste gehen in die nächste Runde ...

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Sensør 21.04.2019, 23:05
2. Provokation gegen Provokation?

Auch wenn es bitter ist, das es in der Vergangenheit tatsächlich Selbstmorde unter Polizisten gab: DIe Sprechchöre der Gelbwesten verstehe ich als verbale Provokation, die Reaktionen der Staatsorgane sind jämmerlich und lächerlich zugleich.
Armut verschwindet nicht, wenn man verzweifelten Demonstranten den Mund verbietet. Vor der Hartnäckigkeit der Demonstranten ziehe ich meinen Hut.

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Ventil4tor 21.04.2019, 23:10
3. Übertreibung

Ich habe nichts gegen Demos, aber ist das nicht hart übertrieben? Sachschäden anrichten hat nichts mit Demonstration zu tun. Hat man gut in Hamburg gesehen. Läden verwüsten, Autos anzünden. Jaaa tolle Demos sind das. Hirnlose Gewalt aus Vergnügen.

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c.heinemann 22.04.2019, 04:11
4. so sehr dies auch traurig ist......

........noch ist das Feuer verhalten aber es schwelt in der Arbeiter-und Mittelklasse aber die Zustände ähneln sehr denen vor der französischen Revolution, während die wenigen Reichen keine Steuern oder wenig Steuern zahlen, und die weniger verdienenden alle Steuerlast auffangen müssen und gleichzeitig die reichen Familien wie Bettancourt etc sich durch Spenden hinsichtlich des Wiederaufbaus der Notre Dame versuchen sich zu profilieren(durch ihre Steuerersparnisse).Das stinkt gewaltig nach einer Wiederauflage der Revolution, Marine LePen reibt sich die Hände, ihr Wählerzulauf wird noch einmal einen Aufwind erleben.Die Präsidenten der letzten Jahre sind nur zu Präsidenten geworden weil im zweiten Wahlgang keine richtige Wahl mehr bestand, eben nur zwischen den etablierten Parteien und der der LePen, Marine LePen gehört aber auch zu den reichen Familien Frankreichs.
Die Gefahr eines gewaltigen Rechtsruck wird sich vielleicht auch schon in den bevorstehenden Europawahlen abzeichnen.Wie schon eingangs erwähnt es wird sehr unruhig auf den französischen Strassen werden.

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dasfred 22.04.2019, 07:24
5. Zu Nr.1 Haarfoen

Wirklich prekär leben wohl eher die Menschen in Ostasien, die die gelben Westen genäht haben. Das reine Nettoeinkommen sagt nichts über die Zufriedenheit der Menschen mit ihrem Leben aus. Natürlich ist jemand äußerst verärgert, der es sich nicht leisten kann, im angesagten Inviertel zu leben und alles zu konsumieren, was der Markt bietet. Aber macht es die Leute glücklich, wenn man ihnen leistungslos Geld zum verjuxen in die Hand drückt. Was viele Protestler nie begreifen werden, ist, dass sie von klein auf Verantwortung für ihr späteres Leben tragen. Es mag cool sein, in der Schule die Streber zu mobben, aber es ist nicht mehr cool, zwanzig Jahre später von den ehemaligen Strebern zu verlangen, diese sollen für ihren Unterhalt aufkommen. Wenn man beklagt, dass Kinder von Alleinerziehenden kaum Chancen haben, noch dazu, wenn die Eltern aus bildungsfernen Schichten kommen, hilft es wohl kaum, wenn man den Eltern mehr Geld gibt. Hilfe bedeutet dann, dass man die Kinder dem Einfluss ihrer Eltern entziehen muss. Das ist aber auch wieder falsch. Also muss das Übel an der Wurzel gepackt werden. Eltern, die ihren Kindern nicht die bestmögliche Ausbildung geben wollen, müssen dann selbst zur Fortbildung genötigt werden. Sie brauchen nicht mehr Geld, sondern ein Bewusstsein für die Verantwortung, die sie tragen. Über die paar Reichen kann man sich gesondert kümmern. Diese müssen irgendwann begreifen, dass sie nicht weiter die Infrastruktur und gratis ausgebildete Menschen nutzen dürfen, in dem sie dem Staat Geld leihen, damit er alles bezahlt, sondern dass sie selbst an den Kosten beteiligt werden. Wer sein Geld im Land verdient, muss es auch vor Ort investieren. Nicht nur direkt, sondern auch über angemessene Steuern.

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helmut.alt 22.04.2019, 09:24
6. Auf den Punkt gebracht!

Der Beitrag von #3 kann nur dahingehend ergänzt werden, dass sich unter dem Deckmantel Gelbwesten Verbrecher verbergen, die nur das Ziel haben möglichst viel Schaden und Leid anzurichten, wobei ihre Rechtfertigung in der Aussage besteht, dass der Reichtum im Land ungerecht verteilt ist. Die französische Krankheit besteht darin, dass man immer mehr soziale Wohltaten einfordert ohne dafür etwas leisten zu wollen. Solche Sozialstaaten überleben aber nicht lange in einer globalisierten Welt.

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WolfThieme 22.04.2019, 09:29
7. Keine Gewalt

Ja, sie haben allen Grund zu demonstrieren. Ja, vielen armen Franzosen geht es viel schlechter als vielen armen Deutschen. Trotzdem: Hier demonstrieren außer Rand und Band Hass und Gewalt, nicht die Verzweiflung. Und es hat schon Tote gegeben. Es geht auch anders: Die friedliche Revolution in der DDR hat einen Staat zu Fall gebracht. In Frankreich wenden sich auch die ab, die die Sorgen der "Gelben Westen" teilen.

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breizh44 22.04.2019, 09:55
8. Hut ab?

Zitat von Sensør
Vor der Hartnäckigkeit der Demonstranten ziehe ich meinen Hut.
Sie ziehen Ihren Hut vor einem radikalisierten Chaotenhaufen. Ich ziehe meinen Hut vor den Polizisten, die jedes Wochenende ihren Kopf hinhalten müssen. Im Gegensatz zu den Gelbwestlern haben die nämlich nicht die Wahl, ob sie sich der blinden Gewalt dieser Anarchisten aussetzen wollen. Die Gelbwestler hingegen schon. Und wenn dann gelegentlich einer von denen zu schaden kommt, kann ich das noch nicht mal bedauerlich finden. Selber schuld!

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janewayy 22.04.2019, 10:04
9. Den Bürger ernst nehmen

Aufrufe zum Selbstmord gehen zuweit und Punkt.

Aber Demonstrationen, die niemanem Weh tun werden doch meist ignoriert.
Warum wirken Streiks im Arbeitskampf? Weil sie die Arbeitgeber Millionen kosten.

Politiker scheinen allzu oft die Haltung einzunehmen, diese Demonstranten seien eh nur fehlgeleitete, und darum werden sie oft ignoriert. Erst durch die Krawalle auf der Camp Elise ist der Französische Präsident auf die Demonstranten zugegangen.

Die alleinige Gefahr, die Rechtspopulistischen Kräfte konnten die Wahl gewinnen hat nur sehr selten zum nachdenken geführt.

Aber Polizisten, bei denen gerade viele Selbstmorde geschehen sind zu weiteren zu bewegen, ist geschmacklos und zeigt von zuviel hass. Gerade die Polizei soll trotz ihrer oft schlechte Betahlung das sogenante böse System verteidigen.

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