Forum: Panorama
Geldwäsche-Spezialeinheit: Waschen, stöhnen, weglegen
DPA

Die Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls will nach massiver Kritik nun vieles besser machen. Doch das entscheidende Problem lässt sich mit Einsatz und gutem Willen nicht lösen.

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Harald Schmitt 28.09.2018, 06:32
1. Schäuble hat ja Erfahrungen mit Schwarzgeldern

Was hat man denn erwartet von einem Minister, der mit Schwarzgeldkoffern erwischt wurde!
Das ist seine Rache und auch seine Partei wollte ihren Spendern was gutes tun!
Jetzt brauchen sie keine schwarzen Koffer mehr fürs Schwarzgeld und können das bedenkenlos überweisen, bei dem Chaos kommt das nie raus.

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Supertramp 28.09.2018, 07:02
2. fortschrittliche Nationen lassen alles elektronisch bezahlen

in Deutschland können große Beträge bar bezahlt werden... das fördert die Schwarzgeld Kreisläufe in Gastronomie und Baubereich

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MarioEisenbarth 28.09.2018, 07:11
3. Wer hat Interesse?

Es stellt sich hier die Frage, wer innerhalb der Regierung Interesse daran hat, dass Geldwäsche nicht verfolgt wird? Es sind mehrheitlich Steuergelder, die in dunklen Kanälen verickern.
Persönlich würde ich mich massiv für das Verbot von Wett- und Spielhallen einsetzen, in denen, offensichtlich für jedermann, Geld aus Betrügereien und Drogenhandel gewaschen wird. Jeder weiß das, aber die Behörden sind entweder ignorant, oder hilflos.

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nnn00nnn 28.09.2018, 07:23
4. Zoll haha

Mein täglicher Eindruck ist der, dass die meisten Zollbeamten in D mehr daran interessiert sind ihre Arbeitszeit abzusitzen, als etwas konstruktives zu schaffen.
Da wird im Internet gesurft und Kundschaft als lästige Störung empfunden.
Der Zoll ist schon mit der Bekämpfung der Schwarzarbeit maßlos überfordert - auch intellektuell. Und nun soll er gegen Geldwäsche vorgehen...
Davon abgesehen, dass der Zugang zu wichtigen Informationen fehlt - ein Schelm wer böses denkt - fehlt auch der nötige Wille.

Es scheint, als sei es politisch gewollt, dass das Thema Geldwäsche nur stiefmütterlich behandelt wird.

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erzengel1987 28.09.2018, 07:27
5. Der Zoll ist überlastet

Steuerfahndung wurde dank der Regierung außer Kraft gesetzt. Es war von Anfang an jedem absolut klar, dass der Zoll diese Arbeit nicht korrekt leisten kann. Wegen Personalmangel und unkenntnis etc. Der Zoll hat andere Aufgabengebiete. Dazu gehört vor allem Schmuggel und co. Das ist bereits ein gewaltiges Aufgabengebiet. Schwarzgeld und Steuerhinterziehung ist ein weiteres riesiges Feld. Nicht umsonst ist dafür in den USA das FBI zuständig.

Also wenn dann brauchen wir in Europa eine europäische Steuerfahndung mit gleichen Rechten eventuell sogar wesentlich mehr Rechten als BND oder andere Geheimdienste. Steuerfahndung muss eine der schärfsten Waffen in einer Regierung sein. Hiermit lassen sich undurchsichtige Geschäfte verfolgen und böse Machenschaften lückenlos aufklären. Hier wäre eine enge Kooperation mit den Geheimdiensten Sinnvoll. Eine totale Überwachung aller Bankengeschäfte.
Das Bankengeheimnis gibt es ja bereits nicht mehr also sollte man das nutzen.

Das wäre wirklich ein deutlicher Ansatz. Aber jetzt rumheulen, dass der Zoll diese Probleme hat... das ist in meinen Augen unfair gegenüber dem Zoll. Spendiert dem Zoll mehr Rechte und das doppelte Personal. Dann klappt das mit der Steuerfahndung. Vor allem innerhalb von staatlichen Behörden macht der Datenschutz kein Sinn. Hier gehört der Datenschutz komplett abgeschafft. Es kann nicht sein, dass unsere Daten auf der einen Seite verkauft werden von Behörden, aber anders eine andere Behörde Probleme hat die Daten von Person xy einzusehen...

Also derzeit will unsere Regierung keine Steuerfahndung. Die CDU hat dafür gesorgt dass die Steuerfahndung defacto abgeschafft wird. Wenn ist allein unsere Regierung an der misere Schuld und nicht der Zoll. Man sollte also hier vor allem die Kanzlerin unter Druck setzen.

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max-mustermann 28.09.2018, 07:28
6.

"Diese Geschichte hat kein Happy End."
Für den Staat und den kleinen Mann der immer brav seine Steuern abdrücken darf natürlich nicht aber bei all den großen Steuerhnterziehern und Gangstern herrscht seit letztem Jahr Partystimmung. Die Tatsache das "Mr. Schwarzgeld" (ich sag nur 100.000 Mark im Aktenkoffer) Schäuble für diese "Reform" verantwortlich ist hat mehr als nur ein "Geschmäckle".

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UweGroßberndt 28.09.2018, 07:37
7. Liegt es nur an der Datenmenge?

Ich glaube nicht. Da hat ein Minister wieder eine Superwaffe aus dem Bodengestampft und die funktioniert Aber andererseits, lässt sich der Verdacht auch nicht abtun, dass wieder ein neues Pöstchen für einen Parteifreund von Schäuble und Merkel geschaffen werden musste.
Und zu guter Letzt: Eine Partei die sich durch Schmiergelder, Bestechlichkeit und Betrug hervorgetan hat schafft eine Behörde die Geldwäsche kontrollieren soll? Schon komisch und ein Minister der sich hat bestechen lassen zieht diese Sondereinheit in seinen Machtbereich?

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brutus972 28.09.2018, 07:43
8. Ist doch alles so gewollt, oder?

Italienische Mafiajäger beschwerten sich regelmäßig über Schäubles Handeln. Deutschland wurde Rückzugsland für die Mafia. Sämtliche Gangster haben ihr schmutziges Geld in Deutschland, besonders in Immobilien, investiert. Schäuble war nicht der Jagdhund, der zum Jagen getragen werden musste, sondern der Jagdhund, der jeden biss, der genauer hinschauen wollte!

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reichsvernunft 28.09.2018, 07:47
9. Wie unerwartet....

... da wird riesen Bohei gemacht, unqualifiziertes Personal in eine Behörde geholt, "umstrukturiert", "projektgeplant" mit dem völlig vorhersehbaren Ergebnis, dass Finanzkriminalität in Deutschland dadurch leichter wird als je zuvor. Zeitgleich spielen wir Zollkrieg und Brexit. Ein Schuft wer da glaubt, da würde mutwillig ein (leider klassischer) Deutscher "Standortvorteil" ausgebaut. Liegt aber natürlich alles nur am bösen Datenschutz.

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