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Genusserziehung: Streicheln Sie die Currywurst!

Man muss sie nicht mögen: Die Currywurst, mit kruder Gewürzmischung gedopter schrumpeliger Bratling, ist der Renner in bundesdeutschen Kantinen. Ein warnendes Wort: Bloß weil etwas scharf und leicht verfügbar ist, sollte man nicht kritiklos zubeißen.

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strangequark 14.05.2009, 15:19
1. na toll ...

... ich krieg Hunger

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Celestine 14.05.2009, 15:31
2. Ein suuper Thema ... :-)

Zitat von sysop
Man muss sie nicht mögen: Die Currywurst, mit kruder Gewürzmischung gedopter schrumpeliger Bratling, ist der Renner in bundesdeutschen Kantinen. Ein warnendes Wort: Bloß weil etwas scharf und leicht verfügbar ist, sollte man nicht kritiklos zubeißen.
Miss President,
liebe Shayla,
das ist doch unser Thread!
LG
Celestine (Trueheart)
Vice President
ECWC

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Isleiff 14.05.2009, 15:34
3. Lieblingsspeise

Ich muss je gestehen, ich bin ein echter Fan der Currywurst. Natürlich mit Ponnes und Mayo. Im Ruhrgebiet gebohren war es halt nach der Muttermilch meine erste echte Nahrung ;-)

Mir schmeckt so halt auch die Ruhrgebiets-Currywurst am besten. Eine ordentliche weiße Bratwurst, natürlich mit der Schneidemaschine kleingemacht. Dazu echte Currywurst-Sauce und Curry-Pulver drüber. Scharf und zugleich Süß muss sie sein.

Ich war einige Jahre in Bayern, das war die Zeit der Abstinenz. Dort habe ich keine einzige vernünftige Currywurst bekommen können.
Jetzt wohne ich in der Nähe von Bremen. Die ersten Currywurst-Experimente waren auch eher mau. Eine Wurst mit Curry-Ketchup. Na toll.
Aber dann hat mich ein Arbeitskollege auf ein bremer Spezialitätenrestaurant aufmerksam gemacht: Der Scharfrichter! Dort gibt es nur Currywurst auf der Speisekarte. In 4 oder 5 verschiedenen Wurstsorten und mit 60 verschiedenen Schärfegraden.
Sehr gepflegt und wirklich lecker.

Currywurst ist für viele einfach eine Besonderheit, eine kulinarisch triviale Delikatesse. Und so was will zelebriert werden.

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Dieter Neth 14.05.2009, 15:51
4. Es muss CHILE heissen

Immer dasselbe! Da plustern sich irgendwelche Typen als Gastro-Kritiker auf und wissen nicht mal, wie das Zeug richtig heisst. Wer meint, dass eine Chile Sauce oder besser noch Salsa ( nein das hat mit Musik nur am Rande zu tun!) ein Gericht nur verderben kann und ausser zum Abtoeten der Geschmacksnerven nichts taugt hat von gepflegtem Essen keine Ahnung - Pata Negra Schinken zum Trotz. ( Die Spanier haben von Wurst keine Ahnung - sorry, da müssen sich die Deutschen bestimmt nicht verstecken. Wir kriegen die hier auch, ist doch alles nur überteuert, dann lieber eine Kochwurst aus Polen) Was die Amis unter "Chili" verstehen ist ebenfalls keine Sauce, sondern eine Art Gulasch - und mindestens so ungeniessbar wie eine Currywurst aus Gammelfleisch. Das Gericht stammt vornehmlich aus der Heimat so bekannter Gourmets wie George W Bush - Texas. Nix mit Tex - Mex, das hat nur insofern was mit Mexico zu tun, wenn man sich erinnert, dass Texas mal mexikanische Provinz war. Ein halbwegs kultivierter Mexikaner gibt sowas seinem Hund, dann lieber eine Currywurst aus der Kantine. Kann Euch ein paar gepflegte original mexikanische Salsa Rezepte geben, ist ganz einfach und deren Schaerfe wird halt individuell mit der Auswahl der Schoten eingestellt. Es gibt mindestens 60 verschiedene, von ganz mild bis extrem scharf; diese letzeren Sorten werden heutzutage vor allem in Asien angebaut und verwendet.

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Robert Hut 14.05.2009, 16:00
5. Etepetete

Der Autor leidet unter Geschmacksverirrung. Eine Currywurst - egal wie gut die Wurst ist - ohne Ketchup ist keine Currywurst. Denn neben der Wurst selbst, ist auch die rote Sosse ein Qualitätsmerkmal: nur die sämige, vom Imbiss selbst gemachte, ist wirklich gut.

Tip für Berlin: Konnopke meiden, satt dessen Krasselts und Bratpfanne in Steglitz testen!

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The Godfather 14.05.2009, 16:06
6. ...

Zitat von sysop
...mit kruder Gewürzmischung gedopter schrumpeliger Bratling....
Sorry, so macht man aus _nichts_ ein Thema.
Man ersetze "krud" durch lecker, "schrumpelig" durch deftig.

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number12 14.05.2009, 16:11
7. Schönes Thema ...

Ich mach' die immer selbst:

Drei feine Bratwürste à 100 Gramm für die Wurst ;-)

Soße:

Tomatenmark anbraten, mit Orangensaft ablöschen, etwas (!) gekörnte Brühe als Pulver dazu. Dann Currypulver rein (so 2 Esslöffel), etwas Cayenne-Pfeffer und bei Bedarf auch etwas Paprika. Das Ganze schön einkochen lassen bis die Soße sämig ist (also nicht gleich vom Löffel tropft). Pfeffer dazu. Fertig.

Ansonsten in Hamburg gern auch „Curry am Grindel“ in der Rentzelstraße neben Zweitausendeins.

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08154711 14.05.2009, 16:31
8. Was für´n Thema.

Dazu fällt mir nur dieser Song ein.
http://www.youtube.com/watch?v=TjvpGVo00kg

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Celegorm 14.05.2009, 16:33
9. ...

Zitat von Dieter Neth
Immer dasselbe! Da plustern sich irgendwelche Typen als Gastro-Kritiker auf und wissen nicht mal, wie das Zeug richtig heisst.
Naja, bloss dass im Artikel eigentlich nirgends etwas von Chili Sauce steht, sondern halt nur Chili. Was ja alles mögliche bedeuten kann, das ist letztlich nur ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für die Capsicum-Pflanzengattung und deren kulinarisch genutzten Produkte.
Was ja in der Praxis alle mögliche Formen annehmen und richtig angewendet durchaus eine schmackhafte Bereicherung sein kann, insofern verstehe ich da den pauschal negativen Kontext von diesem angeblichen Gastro-Experten auch nicht ganz.

Ihre abschätzige Betrachtung des texanischen Chili-Gerichts (alias Chili con carne) ist allerdings - US-Ursprung hin oder her - auch nicht ganz fair. Denn bei diesem verhält es sich eigentlich wie bei der Currywurst: Es ist eine simple, aber nichts desto trotz alles andere als eindimensionale Mahlzeit, deren geschmackliche Qualität letztlich von (wie bei eigentlich allem) von der Zubereitung und den Zutaten abhängt. Wenn daraus "Hundefutter" wird sagt das also mehr über die Qualitäten des Kochs aus als über das Gericht an sich..;)

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