Forum: Panorama
Geplanter Raubüberfall 1966: Polizistenmörder Harry Roberts kommt nach 48 Jahren frei
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Einer der berüchtigsten Kriminellen Englands kommt frei: Der dreifache Polizistenmörder Harry Roberts wird nach 48 Jahren Haft entlassen. Die Polizei spricht von einem "Schlag ins Gesicht".

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muenchen84 23.10.2014, 18:04
1. Polizeigewerkschaft im Mittelalter stehen geblieben

ganz offensichtlich hat die britische Polizeigewerkschaft noch nicht mitbekommen dass wir das Jahr 2014 schreiben und das Rechtssystem sich entwickelt hat; Aug um Aug und ewige Vergeltung gibts nicht mehr, Jungs!

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Humboldt 23.10.2014, 18:05
2. Schlag ins Gesicht?

Nach 48 Jahren dürfte nun wirklich jegliches berechtigtes Sühnebedürfnis ausreichend befriedigt worden sein. Wenn der Mann kein Sicherheitsrisiko mehr darstellt, ist die Freilassung als Gnadenakt absolut einer demokratischen und humanistischen Gesellschaft würdig! Ansonsten wären wir ja genau wie die Täter!

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jogi1709 23.10.2014, 18:19
3. Merkwürdige Argumentation

der Polizeigewerkschaft . Ist es schlimmer , einen Polizisten zu ermorden als einen Zivilisten , dessen Mörder ja wohl nach einer gewissen Zeit freikommt ? Wohl kaum . Beides ist ein Verbrechen mit dem Unterschied, dass ein Polizist berufsbedingt ein erhöhtes Risiko eingeht.

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Oskar ist der Beste 23.10.2014, 18:20
4.

Zitat von muenchen84
ganz offensichtlich hat die britische Polizeigewerkschaft noch nicht mitbekommen dass wir das Jahr 2014 schreiben und das Rechtssystem sich entwickelt hat; Aug um Aug und ewige Vergeltung gibts nicht mehr, Jungs!
Die Briten haben kein vernünftiges Strafsystem, wegen jeden unwichtigen Quatsch wird Knast verhängt, die Gefängnisse sind überfüllt, Resozialisierungbemühungen gibt erst seit 20 Jahren und wenn jemand in einem Land, daß bei jedem Krieg macht und dabei unschuldige Zivilisten umbringt, nun mehr jemanden nach 48 Jahren aus dem Knast rauslässt, ist die Heuchelei an ihrer oberen Spitze angekommen.

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sober 23.10.2014, 18:20
5. Schlag ins Gesicht

Die Entlassung eines Polizistenmörders nach 48 (!!) Jahren soll also ein "Schlag ins Gesicht" für die Polizei sein?! Tut mir leid, aber wenn herausgehobene Vertreter der Polizei sich öffentlich derart unversöhnlich und rachsüchtig äußern wird mir angst und bange. Polizisten, die, wenn es um Taten gegen ihresgleichen geht, jedes Maß verlieren, sind als souveräne Vertreter des Rechtsstaats (der gerade keine Rache kennt) eigentlich untragbar.

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egbert_sass 23.10.2014, 18:32
6. Unter anderem ...

Zitat von jogi1709
der Polizeigewerkschaft . Ist es schlimmer , einen Polizisten zu ermorden als einen Zivilisten , dessen Mörder ja wohl nach einer gewissen Zeit freikommt ? Wohl kaum . Beides ist ein Verbrechen mit dem Unterschied, dass ein Polizist berufsbedingt ein erhöhtes Risiko eingeht.
gehen Polizisten auch ein höheres Berufsrisiko ein, um mutige Forenkommentatoren zu schützen. Übrigens waren die drei damals erschossenen Polizisten unbewaffnet - wie das in GB üblich ist, von Spezialeinheiten einmal abgesehen.

http://www.theguardian.com/uk-news/2014/oct/23/harry-roberts-freed-within-days

White said the case underlined the need for the law change: “We pride ourselves on having a largely unarmed police service in England and Wales. However, in turn, we expect the judicial system to provide the deterrent needed to help protect police officers from injury or serious harm while doing their duty.”

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studibaas 23.10.2014, 18:39
7. Klar, das schreckt viel mehr ab...

Um ehrlich zu sein: Todesstrafe wurde abgeschafft, und ob ich nun im Gefängnis verrotte, im wahrsten Sinne des Wortes, oder im Alter von 78 Jahren (!) begnadigt werde wäre mir als Gewalttäter völlig egal. Abschreckung kann es hier nicht sein, sondern Rache.
Rachemorde sind aber (zumindest nach Deutscher Rechtsprechung) ein niedererer Beweggrund und wirkt sich somit strafverschärfend aus.
==> Die Entscheidung ist richtig!

Andere Sache (Zitat):
"Die Polizistenmorde hatten die Briten damals tief erschüttert, Roberts wurde zu einem der meistgehassten Männer des Landes. Der Wiederholungstäter hatte bereits als Teenager begonnen, Geschäfte zu überfallen, und schreckte schon damals nicht vor Gewalt zurück. Später wurde er als Soldat der britischen Armee in Kenia und Malaysia zum ersten Mal mit dem Töten von Menschen konfrontiert."
Wir halten fest: massiv gewaltbereite, jugendliche die sich anscheinend einen Sch... um Gesetze und Ehre kümmerten wurde das effiziente Töten im Team beigebracht. Und anschließend wundert man sich das diese tickenden Zeitbomben hochgehen. Kein Mitleid.

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Bärthold 23.10.2014, 18:45
8. Dann aber bitte für alle!

Zitat von divo1969
Es währe schön, wenn sich das neue Gesetz nicht nur auf Morde an Polizisten bezieht, sondern auf Mörder generell. Ich denke auch die Angehörigen zB Kinder anderer Mordopfer haben das Recht zu wissen, dass der Täter nicht nach einer gewissen Zeit ihr normales Leben weiter genießen können, sondern so wie die Hinterbliebenden ihr Leben lang dafür büßen müssen. Aber von den Opfern wird ja immer Gnade und Vergebung verlangt.
Warum sollte ein betrunkener Autofahrer, der meine Frau tötet, nicht bis ans Ende seiner Tage im Gefängnis schimmeln?
Mein Leid ist doch nicht geringer als bei einem Mord.
Ach so, das ist in D ein Kavaliersdelikt...

Scherz beiseite, ich stimme den Foristen zu, die sich gegen das archaische Aug-für-Aug-Prinzig aussprechen.

Zudem: Ist ein Polizist mehr wert als andere?

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leafs 23.10.2014, 19:05
9. Zahn um Zahn

Archaisch oder nicht, der Typ hat Menschenleben beendet, ein Wahnsinn. Auge um Auge ist es eh nicht, er wurde ja nicht hingerichtet.

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