Forum: Panorama
Gerichtshof für Menschenrechte: Italien muss Opfer von häuslicher Gewalt entschädigen
DPA

In Italien ging ein Mann auf seine Frau los - und erstach den zu Hilfe eilenden Sohn. Nun urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte: Die Behörden hätten das verhindern müssen.

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Sissy.Voss 02.03.2017, 14:33
10.

Zitat von werner-brösel
interessant unter dem Aspekt, daß in Russland die Verfolgung häuslicher Gewalt gerade aufgeweicht worden ist.
Ja, wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte auch für Russland zuständig ist, dann schon. Ansonsten wäre auch die Türkei ein lohnendes Ziel für solche Probleme. Hat doch erst kürzlich die Religionsbehörde(!) jungverheirateten Männern empfohlen, einer aufmuckenden Ehefrau einfach mal eine aufs Maul zu geben, damit der Familienfrieden nicht gestört wird oder aber besser gleich eine weitere Frau zu heiraten, weil die Mädels in ihrer weiblichen Missgunst sich schon gegenseitig kurz halten ;- )

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naklar261 02.03.2017, 14:41
11. 40.000???

das ist wohl tipfehler??? Wenn sich die Geschichte so abgespielt har fehlen da mal locker 2 Nullen...

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fides100 02.03.2017, 14:43
12. In Italien sind Bürger leider nur Nummern...

und die Autorität von Staat und Behörden, Polizei und staatlichen Gesellschaften ist ungebrochen groß. Will heißen, die Bürger haben erst mal keine Rechte (obwohl diese gesetzmäßig verbrieft sind), ihnen wird in der Regel misstraut. Verteidigen dürfen sie sich nicht, sonst werden sie dafür mit Schikanen bestraft. Der italienische Staat hilft den Menschen nicht, Notlagen sind vom Notleidenden selbst zu lindern (es gibt keine soziale Fürsorge, außer für Kinder). Wer bedroht wird, muss erst beweisen, dass es der Täter auch ernst meint. Selbstverteidigung wird bestraft. Wer den Dieb erwischt, darf ihn nicht festhalten oder einsperren (Freiheitsberaubung!). Verletzt er ihn oder tötet er ihn in Notwehr, hat die Familie des Diebs Anspruch auf Entschädigung. Der Schutz der Täter hat Geschichte: Ehrenmord an einem Familienmitglied blieb bis in die 60er Jahre weitestgehend straffrei oder die Täter wurden nach § 587 des ital. Strafgesetzbuches mit geringen Strafen verurteilt.

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Nania 02.03.2017, 15:18
13.

Zitat von neurobi
Italien ist das Land in Europa, dass die größten Gegensätze aufweist. Ein moderner wirtschaftlich und kulturell hochentwickelter Teil im Norden und ein fast schon mit arabischen Verhältnissen rückständiger Süden. Dort im Süden herrschen kriminelle Clanstrukturen und ein Ehrbegriff der sonst eher in Libanon als im Rest Westeuropas anzutreffen sind.
Sie sollten bei solchen pauschalen Aussagen auch berücksichtigen, woran das liegt. Das ist sicherlich in Teilen eine gewachsene Struktur, in anderen aber ein eklatantes Versagen seitens der italienischen Bundespolitik.

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traumglauben 02.03.2017, 15:52
14. wichtig

wäre auch, Söhne nicht länger auf den Königsthron zu setzen und Mädchen mehr Eigenständigkeit einzuräumen. Dazu gehört, dass Kinder beiderlei Geschlecht lernen wie die Waschmaschine und der Geschirrspüler funktionieren und auch praktisch damit umgehen.
Denn nur so lernt man ein respektvolles Miteinander.
Ansonsten drastische Strafen bei häuslicher Gewalt.

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