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Gerichtsurteil: Bordelle in Wohngebieten nicht zugelassen
DPA

Bordellartige Betriebe wie FKK- und Sauna-Clubs dürfen in Wohngebieten nicht betrieben werden - das hat das Verwaltungsgericht Karlsruhe in drei Entscheidungen klargestellt.

schluss-strich.org 26.08.2014, 18:32
1. Pommesbude

Werte Frau Schwesig, wir dachten, dass jede Pommesbude mehr Regeln hätte als ein Bordell... Und nicht nur in diesem Punkt haben sie sich getäuscht. Wir von SCHLUSS-Strich e.V. schließen uns dem Protest der SexarbeiterInnen gegen die gesamte bisher geplante Änderung des Prostitutionsgesetzes an, wie auch alle anderen uns bekannten Selbsthilfeorganisationen. Dies dann auch noch als zum Schutz der Prostituierten dienend verkaufen zu wollen klingt in unseren Ohren wie blanker Hohn. Keine Entscheidung über Sexworker ohne Beteiligung von Sexworkern. Wichtiger als ein neues Gesetz wäre es flächendeckend Beratungsstellen von und für SexarbeiterInnen zu etablieren und zu fördern. In Thüringen und Sachsen betrug die staatliche Förderung hierfür im Jahr 2013 insgesamt *Trommelwirbel* 0,00 € - ohne Spenden könnten wir z. B. nicht überleben... Und bitte nicht immer Zwangsprostitution und Prostitution vermischen; bei Arbeit und Zwangsarbeit wird das ja auch besser differenziert.

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egowehner 26.08.2014, 19:09
2. Das, was die Gerichte da festschreiben,

sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber es muß differenziert werden: Was in einer Kleinstadt
angebracht ist, muß man in einer Großstadt anders
regeln. Sonst könnte man die Reeperbahn zu machen.
Vernünftige Regeln ja, Spießbürgertum nein:
Es kommt, wie so oft, auf den Einzelfall an.

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Koda 27.08.2014, 10:29
3. (Un)Sinn eines Verbotes von Prostitution

Es gbit ja Initiativen in Deutschland, die darauf abzielen, Prostitution generell in Deutschland zu verbieten (u.a. Alice Schwarzer).
Als Grund wird dann aufgeführt, dass Prostitution immer "Ausbeutung der Frau" bedeutet.
Und es mag ja auch stimmen, dass es in Deutshcland ca. 40.000 freiwillig arbeitende Prostituierte gibt und ca. 400.000 Zwangsprostituierte (ungefährdes Zahlenverhältnis).

Bei ca. 1,5 Millionen Kunden TÄGLICH! allerdings währen doch Zweifel am Sinn des Verbotes angebracht, da im Falles eines generellen Verbotes nicht nur die letzten 40.000 Prostitutierten mitkriminalisiert werden, sondern die illelgalen Betrieber nicht einfach nur ähnlichg untertauchen wie zur Zeit der Prohibition vor gut 100 Jahren in den USA die Kneipenbesitzer.
Mit Folgen auch für die ZUwangsprostituierten, die dann noch mehr Geld von den Kunden verlangen müssten, von dem dann nur die Zuhälter etwas haben.

Nur mal einenm Zahlenvergleich: vor gut 20 Jahren hieß es, dass 2 Millionen Freier täglich zu Prostituierten gehen würden - gut 10 Jahre nach der rot-grünen Reform in diesem Bereich sind es -angeblich- nur! noch 1,5 Millionen.
(Zahlen stammen meist aus Diskussionsrunden)

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