Forum: Panorama
Germanwings-Katastrophe: 25.000 Euro für sechseinhalb Minuten Todesangst
DPA

Bei der Germanwings-Katastrophe in Südfrankreich starben 150 Menschen. Jetzt streiten die Angehörigen mit der Lufthansa um Geld. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Seite 16 von 17
gustavsche 22.07.2015, 23:09
150. Eigentlich muss die Lufthansa gar nichts zahlen.

Sie hat das Unglück nicht zu verantworten. Es war Andreas L. Dass die Lufthansa überhaupt Geld bietet, ist ein reines Entgegenkommen. Die Lufthansa hat doch den größten Schaden davongetragen:

- Mitarbeiter sind gestorben,
- Reputation ist angeschlagen,
- ein Flugzeug ist Schrott.

Wer mehr als das gebotene Geld will, muss sich fragen lassen, ob er Profit aus dem Tod seines Angehöringen machen will.

Beitrag melden
Nr43587 22.07.2015, 23:14
151.

Zitat von Referendumm
Haben Sie diesen Fall überhaupt ausreichend verfolgt? Die Lufthansa hat selbstverständlich nicht nur grob fahrlässig gehandelt. Aus reiner Profitgier und Bequemlichkeit hat sie einen mehr als geisteskranken Co-Piloten wiederholt ans Steuer gelassen. Schon bei der ersten Erkrankungsphase, als der Pilot nicht mehr fliegen durfte, hätten alle Alarmglocken laut schrillen müssen. ......
Ein Glück, dass Leute wie Sie nichts, aber auch gar nichts zu entscheiden haben.

Die Depression von 2009 während der Ausbildung war vollständig abgeklungen, die Ausbildung wurde von vorne begonnen, alle Tests bestanden, die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Die später aufgetretenen psychischen Erkrankungen verheimlichte der Kopilot seinem Arbeitgeber.

Beitrag melden
Nr43587 22.07.2015, 23:15
152.

Zitat von in-teressant!
Hallo, aufwachen! Die Lufthansa ist an dem Tod der Opfer mitschuld, weil sie sie einem Copiloten anvertraut hat, dessen psychische Probleme dem Arbeitgeber bekannt waren.
Nein, die psychischen Problem, wegen deren er bei Dutzenden Ärzten in Behandlung war, verheimlichte der Kopilot seinem Arbeitgeber.

Beitrag melden
Sumerer 22.07.2015, 23:33
153.

Zitat von Atheist_Crusader
Sinnvoll vielleicht im Sinne der Gewinnmaximierung. Aber ich finde solche Aktionen generell unter aller Kanone. Wo sind wir eigentlich gelandet, wenn der Tod eines geliebten Menschen vorrangig als Möglichkeit der Bereicherung gesehen wird? Eine der Teile der amerikanischen Kultur auf den man gerne verzichten kann. Nur glaubt heute dank Hollywood jeder zweite Vollpfosten, dass er nicht nur jeden für alles verklagen kann, sondern auch sollte.
Mit dem Geld wird doch maximal ein Verlust teilweise kompensiert. Was wollen Sie da noch als Bereicherung ansehen?

(Es gibt in dieser Beziehung jedenfalls keinen Sittenverfall. Nur empathielose Geister, die sich zuerst den zweifelsfreien Verlust nicht vorstellen wollen und können.)

Beitrag melden
gustavsche 22.07.2015, 23:34
154.

Zitat von Bueckstueck
Die hirnrissigkeit dieser strunzdummen Frage ist beispielhaft für die abgrundtiefe Gefühlskälte die hier zu diesem Thema im Forum herrscht. Hast du dich wirklich so gar nicht mit dieser Katastrophe befasst, dass du wahrhaftig 150-fachen Mord, welcher durch die Fahrlässigkeit von Arbeitgeber und Ärzten erst möglich wurde, nicht vom "herkömmlichen" Ableben im Alltag unterscheiden kannst?
Wo haben die Ärzte und der Arbeitgeber fahrlässig gehandelt? Lubitz hat in eigener Verantwortung den Sinkflug eingeleitet.

Es ist mal wieder typisch für unsere Gesellschaft, dass man Individuen keine Verantwortung zutraut. Für Sie ist Lubitz wohl auch nur ein Opfer.
Komisch, dass niemand die amerikanische Regierung verklagt, schließlich hat sie international diese verrammelten Cockpits zu verantworten. Politiker verklagen, warum denn nicht? Was ist, wenn Lubitz in ohnmächtig geworden wäre. Dann würden wir nicht von einem Mord, sondern von einem Unfall reden. Die verammelten Cockpits wären viel stärker in der Diskussion.

Beitrag melden
kratzdistel 22.07.2015, 00:01
155. sachkundigen soliden rechtsanwalt beauftragen

die Haftung bei flugunfällen unterliegt zum Beispiel dem montrealabkommen und einer eu-verordnung.ob das Angebot der lh angemessen oder nicht ist kann nur der für flugrecht spezialisierte Anwalt beurteilen.klagen kostet nunmal Geld. das vorausgelegt werden muss.es handelt sich hier um Schmerzensgeld und nicht um schadensausgleich.da die lh beklagte sein wird, wird sie sich dazu auch nicht öffentlich äußern.

Beitrag melden
HankDuBois 22.07.2015, 00:30
156.

Die Hinterbliebenen des Air France Concorde Absturzes haben pro Person etwa 1 Mio € erhalten.
Anscheinend war Air france der gute Ruf und die Verantwortungsübernahme eines Unfalles wichtiger als der Lufthansa in dieser Geiselnahme von innen.

Beitrag melden
HankDuBois 22.07.2015, 00:32
157.

Davon abgesehen finde ich das ganze Gerede über das Aufwiegen von Schmerz mit geld völlig verfehlt.
Rechnen Sie mal nach, 100 000€ entspricht dem Gehalt eines Opfers von 3 Jahren. Und danach? Wie viele Familien stehen nun ohne (Haupt-)Verdiener da?

Beitrag melden
steffen.ganzmann 22.07.2015, 01:09
158.

Zitat von trompetenmann
[...] Psychotherapie, psychologische Betreuung - die gibt es nicht umsonst [...]
Aber es ist nicht der Hinterbliebene, der das zahlen muss - das macht die Krankenkasse, also wir alle ...

Beitrag melden
steffen.ganzmann 22.07.2015, 01:14
159. Wer innert 10 Jahren ...

Zitat von tradepro
[...] Keine 10 Jahre!! Wenn hier der Erhalter der Familie verunglückt ist schaut es düster aus für die Zukunft der Kinder und das gehört ordentlich vergütet. Noch dazu wo es keine höhere Gewalt sondern eine vorsätzliche Tat eines Lufthansa Angestellten war. Mir fehlen die Worte.
... kein eigenes Leben ohne Partner aufbauen kann, ist selbst schuld ...

Beitrag melden
Seite 16 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!