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Germanwings-Katastrophe: 25.000 Euro für sechseinhalb Minuten Todesangst
DPA

Bei der Germanwings-Katastrophe in Südfrankreich starben 150 Menschen. Jetzt streiten die Angehörigen mit der Lufthansa um Geld. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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marcmsnmarc 21.07.2015, 18:42
20. Unverschaemtheit

Es ist natuerlich immer leicht so zu argumentieren :"Ein Leben kann man nicht mit Geld aufwiegen und deshalb tun wir das nicht", ja , es wird gar als unanstaendig angesehen darueber zu sprechen. Aber wer profitiert davon ? Wohl die Lufthansaaktionaere und Vorstaende mit ihren dicken Tantiemen.....
Ich finde, es sollte eine Selbstverstaendlichkeit sein, dass die Opferfamilien grosszuegigst bedacht werden. Anstelle aber pauschale Betraege aus einer Tabelle abzulesen, sollte die Wirtschaftskraft des Entschaedigers, also hier der Lufthansa in Betracht gezogen werden. Angemessen waere es, 1-2 durschnittliche Jahresgewinne heranzuziehen und durch die Anzahl der Opfer zu teilen. Dann gehen halt mal die Aktionaere und Vorstaende leer aus.... Na und ? Finanzielle Verluste kann man ersetzen, Menschenleben aber leider ueberhaupt nicht. Diese Familien sind auf ewig betroffen. Ich finde es auesserst unappetitlich, wie die Lufthansa versucht sich mit Minimalaufwand aus der Affaere zu ziehen. Die haben diesen unsaeglichen Typen eingstellt, nicht kontrolliert und die tragen auch das operative Risiko... Unglaublich. Ein Grund fuer mich keine Lufthansa mehr zu fliegen.

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Allmächdna 21.07.2015, 18:45
21. Wer lesen kann....

...ist klar im Vorteil.
Leute, es steht doch im Text : Das Schmerzensgeld wird aufgrund der Gesetzeslage an die Hinterbliebenen vererbt.
Finde es immer wieder schade, das die Berichte nicht richtig gelesen werden und dann immer sofort ohne Nachdenken losgeballert wird.

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jorgeG 21.07.2015, 18:45
22. Eben doch.

Zitat von comfortzone
Schmerzensgeldansprüche sind nämlich höchstpersönliche Ansprüche und somit nicht vererblich. Bitte differenzierter berichten !
"Der Anspruch ist seit 1. Juli 1990 (Wegfall des Satzes 2 im § 847 BGB a.F.) auch vererblich."

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john.sellhorn 21.07.2015, 18:46
23. es klagen ja auch einige mit us anwaelten

dann wird es fuer LH richtig teuer...dagegen sind die pensionsforderungen von cockpit ein klacks. ein urteil in den usa gegen LH kann der gesellschaft das genick brechen.

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sumse123 21.07.2015, 18:46
24. was würden Sie tun?

Ein Konzern, der von den gesundheitlichen Problemen eines Mitarbeiters mit solch einer Verantwortung wusste...

... hält sich an die gesetzlich vorgesehenen Zahlungen...

...und sonst? ...so?...

aha.. dachte ich mir!

... schämen sollte sich die Lufthansa und deren Vorstand dafür! Pfui!

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ann_d 21.07.2015, 18:47
25. Ist ein Menschenleben nicht unersetzbar ?

Schmerzensgeld: Es ist ein schwieriges Thema und nicht leicht sich dem zu nähern oder zu bemessen wie nun ein Menschenleben, der unermesslichen Verlust eines geliebten Menschen oder dessen eigene Schmerzen bei der Katastrophe, die zum Tode führten, finanziell zu werten ist. Ich frage mich, wie diese offene Diskussion um eine angemessen Höhe für die Trauernden ist. Ich fand einen Teil des Berichtes sehr wichtig, nämlich dass Lufthansa für den "materiellen Schaden" aufkommen muss und wird. Ist es nicht wichtiger zu sehen, welche finanziellen Hilfe und Unterstützung eine Familie langfristig benötigt, wenn zum Beispiel ein Elternteil verunglückt ist, damit zu der Trauer und dem Schmerz keine Existenzangst kommt. Welche langfristige Hilfe gibt es für Angehörige, die Aufgrund des Verlustes ersteinmal nicht mehr arbeiten oder Ihrer Aufgabe nachkommen können? Ich persönlich habe Schmerzengeld immer gesehen, damit die Angehörigen ohne finanzielle Nöte und Sorge um Ihre Existenz sich ihrer Trauerarbeit widmen können und nicht um die Frage, was ist ein Menschenleben wert, denn ein Menschenleben ist unersetzbar!

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flushbush 21.07.2015, 18:48
26. So ein Bedauerliches Thema

Fühle mit den Opfern und Ihrem Leid, wo der Unterschied mit Leid und überhöhten Forderungen anfängt keine Ahnung. Aber einen Preis auf ein Menschenleben setzen zu müssen , entsetzlich

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53er 21.07.2015, 18:49
27. Es ist schon ziemlich dumm

tatsächlich anzunehmen, den Angehörigen der Kinder ginge es auch nur um einen Cent mehr oder weniger.
Das Leid, das sie ertragen müssen, ist mit Geld niemals aufzuwiegen. Die Lufthansa hat sich jedoch als völlig unsensibler Haufen gezeigt, als sie einen absolut lächerlichen Betrag als Widergutmachung für unendliches Leid genannt hat. Sie zeigt damit wie unsensibel sie das Leid der Familien einstuft. Wer nicht begreift, worum es den Familien wirklich geht, hat in diesem Leben wohl nichts begriffen. Auch die Trauerzeremonien scheint wohl eher zum PR-Event der Lufthansa verkommen zu sein, denn als wirklich stille Anteilnahme. Ein durch und durch optimiertes Unternehmen ist heutzutage zu so etwas wie Empathie nichtmehr fähig und von einem Vorstand, der ständig damit beschäftigt ist, den Laden am Laufen zu
halten hat qua Amt wohl ein so versteinertes Herz, dass er selbst im Angesicht größten Leids noch an die Dividende für die Aktionäre denkt. Die Chance ist vertan.

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cyn 21.07.2015, 18:51
28. Ich verstehe nicht.

Täglich versterben auf tragische Art und Weise in Deutschland Menschen. Und auch erwartete und erlösende Todesfälle lösen seit jeher Trauer und Wut aus. Was unterscheidet die Angehörigen der Opfer dieses Flugzeugabsturzes so stark vom Rest der Menschheit, dass hier riesige Geldbeträge ins Spiel kommen. Das verstehe ich nicht.

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Maler 21.07.2015, 18:53
29. Immer gehts ums Geld

Nach dem ausserordentlich vorbildlichen Verhalten der Chefs von Lufthansa und Germanwings in den ersten Tagen nach der Katastrophe kommen 75.000 Euro Entschädigung pro Totem in der Tat kleinlich daher, und zeugen von einer Fehleinschätzung seitens der Verantwortlichen. Das kein Brief des Bedauerns geschickt wurde ist auch wenig empathisch. Zu den 50.000 Soforthilfe hätte ich ehrlich gesagt von einer renommierten Airline ein Angebot um die 100.000 Euro zusätzlich als Abgeltung erwartet.

Andererseits, dass von gierigen Anwälten angestachelte Hinterbliebene auf Teufel komm raus grosse Summen herauszuschlagen versuchen, ist mittlerweile leider eine Folge jedes großen Unfalls.

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