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Geschlechter vor dem Gesetz: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Aber ...
Corbis

"Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich", so steht es im Grundgesetz. Die Realität zwischen Mann und Frau sieht oftmals anders aus, Stichwort Karrierechancen. Wie darf der Staat hier nachjustieren?

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RobinSeyin 05.03.2016, 11:40
1.

Wir Frauen sind gleichberechtigt. Männer eher nicht. Die müssen immer noch das uralte Rollenbild leben. Karriere machen ist nebenbei keine Chance, sondern eine Pflicht, denn die allerwenigsten Menschen empfinden so wahnsinnig viel Erfüllung in dem was sie tun, vor allem Männer nicht, die zuerst auf das Gehalt sehen (müssen), weil es eben immer noch ihr Make Up, High Heels und Dekolleté ist.

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MtSchiara 05.03.2016, 11:43
2. Die Realität zwischen Mann und Frau sieht in Deutschland ...

... tatsächlich oftmals anders aus: Stichworte Bekleidungsfreiheit, Beschneidung, §183 SGB, Quote, Gleichstellungsbeauftragte, Frauenparkplatz.

Bevor man daran geht, gegen gefühlte Diskriminierung vorzugehen (wie misst man Karrierechancen?), sollte man erst einmal die Mißstände bei der objhektiven Diskriminierung beheben. Bei der objektiven, also meßbaren, Diskriminierung, sind Männer die Benachteiligten und Frauen die Privilegierten:
- bei der Bekleidungsfreiheit am Arbeitsplatz
- bei dem Schutz vor Beschneidung aus nichtmedizinischen Gründen
- bei § 183 Strafgesetzbuch (Exhibitionismus)
- bei der Privilegierung von Frauen durch Quote
- bei der Privilegierung von Frauen durch eine immer weibliche/nie männliche Gleichstellungsbeauftragte
- bei Frauenparkplätzen

Solange der Staat nicht bereit ist, bei diesen objektiven Diskriminierungstatbeständen Gleichberechtigung durchzusetzen, wie glaubwürdig kann man sich dann bereits an die Behebung nicht-objektiver, gefühlter Gleichberechtigung machen. Man sollte hier den ersten Schritt vor dem zweiten tun.

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alex2k 05.03.2016, 11:54
3. werden hier

nicht Äpfel mit Birnen vergliechen? Vorm Gesetzt gleich - das ist auch so. Aber am Arbeitsplatz - das ist was anderes. Wenn ein Unternehmen mehr Männer einstellt, als Frauen, heisst es nicht, dass hier keine Gleichberechtigung herrscht. Der Arbeitgeber hat dann wohl seine Gründe. Und das ist eigentlich in meinen Augen sein Recht. Wenn eine Frau einen besseren Job macht, als ein Mann, und diese wird nicht eingestellt, sondern ein schlechter qualifizierter Mann, dann ist das "Pech" des Arbeitgebers. So ist es halt in der Wirtschaft.

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Malshandir 05.03.2016, 11:55
4.

Es fehlt noch sehr viel, weil die momentanen Regelungen auf die Bevorzugung der Frau abzielen.

Es gibt sehr viele Berufe, in denen Maenner benachteiligt werden.
Kindergaerten, Schulen, Erzieher, Pflegerufe, Modewesen, Verwaltung.
In den koerperlich anstrengenden Berufen werden auch Maenner benachteiligt, weil Frauen dort eben nicht arbeiten oder in vielen MINT Bereichen, wo es aus Interesse der Frau mangelt.

Beispielhaft ist hier die IT zu nennen. Rufbereitschaft findet man kaum bei Frauen. Wieviel verdient ein weibliches und wieviel ein maennliches Model.
Thematik Frauenparkplaetze.
Thematik Mode, wie gross sind Frauenmodeabteilungen und wie gross fuer Maenner und auch die Auswahl. Gleiches bei Kosmetik, da geht die Diskriminierung sogar noch weiter. Maenner werden immer gefragt, ob es als Geschenk verpackt werden soll.

Solange diese Diskriminierung des Mannes anhaelt, soll man nicht zu sehr ausfschreien.

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bauigel 05.03.2016, 11:55
5. Gleichberechtigung ja, aber

.... Dinge wie Frauenquote halte ich für rechtswidrig. Und was ist eigentlich mit der Gleichberechtigung von Männern bei Modeln? Hier werden Männer auf Grund ihres Geschlechts grundsätzlich benachteiligt.
Aber hierüber regt sich komischerweise keine Feminstin auf.

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Rohrbruch 05.03.2016, 12:03
6. Die Chancen der Männer ...

... beim Verbleib der Kinder nach einer Scheidung nicht vergessen. Wie selbstverständlich kommen sie in den meisten Fällen zur Frau, die vorher - wie bei den meisten mir bekannten Paaren - keinen Wert auf "Karriere" legt und dafür die Kinder versorgen will mit allen implizierten Vor- und Nachteilen während der ersten Kindsjahre und danach, aber eben auch nach einer Scheidung.

Komischerweise geht es bei Artikeln wie diesen meist nur um Frauen und deren Karriere. Oftmals beschränkt auf Führungspositionen. Das betrifft vermutlich nicht einmal 2% der SPON-Leser. Die Realität sowie "normale" Berufe werden kaum thematisiert. Weshalb?

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coyote38 05.03.2016, 12:05
7. Immer wieder der gleiche Syntax-Fehler

Gleichbererechtigung bedeutet nicht Gleichstellung. Gleichberechtigung meint "gleiche Chancen und Startbedingungen für alle". Gleichstellung hingegen zielt auf leistungsunabhängige Gleichheit im Ergebnis aufgrund des Geschlechts. Selbst DAS könnte man ja noch akzeptieren, wenn es denn dabei bliebe. Zumindest im Öffentlichen Dienst aber hat man sich mit dem durchaus löblichen Vorsatz, dass Frauen nicht diskriminiert werden dürfen, nicht nur von der Gleichberechtigung, sondern auch bereits von der Gleichstellung der Geschlechter bereits dahingehend verabschiedet, dass Frauen politisch protektioniert ganz offen bevorzugt werden: Anstellung, Förderung, Beförderung ... ganz egal. Zuerst kommen IMMER Frauen, Mütter, Alleinerziehende ... am besten noch lesbisch mit Adoptivkind - alles, was auch nur entfernt nach zwei X-Chromosomen aussieht, MUSS unabhängig von "Eignung, Leistung, Befähigung und Bedarf" Karriere machen, weil "frau" ja nicht "benachteiligt" werden darf. Gegen SO viel "Opferbonus" kann kein Mann mehr anarbeiten. Männer sind nur noch gefragt, um die bei den Damen auf dem Karriereweg liegengebliebene Arbeit wegzuräumen, während die Damen Teilzeit, Elternzeit, Mutterschutz, Homeoffice oder sonst irgendwelchen berufsfremden "Schnickschnack" machen. Und WEHE, man(n) versucht, sich gegen diese Praxis zu beschweren oder auch nur auf die Diskriminierung von Männern HINZUWEISEN ... da kann man(n) die Uhr nach stellen, bis man vom feministischen Furor mit allen lauteren und unlauteren Mitteln öffentlich hingerichtet wird ... beruflich, gesellschaftlich, medial ... die ganze "Bandbreite". Praktischerweise hat sich dieses feministische Pöstchenschacher-Kartell auch noch bis in die höchsten politisch-juristischen Kreise abgesichert: Die durch das Familienministerium mit einer Pseudo-Professur und der Berliner Humboldt-Universität und 2011 zu Verfassungsrichterin avancierte Radikalfeministin Susanne Baer, die sich schon gar nicht mehr die Mühe macht zu vertuschen, dass sie gewillt ist, geltendes Recht zu brechen, um die Feminismus-Ideologie zu implementieren, sorgt mittlerweile dafür, dass Verfassungsbeschwerden (beispielsweise gegen eine Quotenregelung) gar nicht erst beim Verfassungsgericht angenommen werden.

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Moloch2604 05.03.2016, 12:10
8. Dummheiten....

Das Thema wird immer absurder. Beispiel Frauenquote.
Weis man als Frau jetzt ob man auf Grund seiner Leistungen befördert wird oder nur um eine Quote zu erfüllen ? Wissen die anderen im Unternehmen das ? Ich finde die Frauenquote eher diskriminierend. Zum Einen, scheint man den Frauen nicht zu zutrauen mehr zu erreichen und "muss sie darum mit einer Quote bevorzugen !?" Zum anderen werden vielleicht besser qualifiziertere männliche Bewerber ausgeschlossen WEIL sie männlich sind ?! Wo ist da ein Beitrag zur Gleichberechtigung ? Nehmen wir mal bestimmte Studienzweige. In vielen Unternehmen sitzen in Vorständen Dipl. Ing. oder Wirtschaftsjuristen etc. Wenn man sich die dazugehörigen Studiengänge ansieht, sieht man dort nur einen minimalen Anteil weiblicher Studenten. Anders gesagt: "Ich brauche einen Dipl.Ing. und habe von 20 Bewerber 1 Frau dabei. Nach der Quotenregelung MUSS ich die Frau dann einstellen ? Auch wenn die Anderen besser qualifiziert sind ? Frauen die sich durchsetzen können kommen auch in Führungspositionen - wie sie in der Belegschaft gesehen werden obliegt ihnen selbst. Es ist leider Fakt, daß eine Frau in einem Businesskostüm anders bewertet wird als eine sexy gestylte Mitarbeiterin. Traurig, aber nicht zu ändern. Und liebe Damen ihr müsst auch mal den Mund aufmachen und eure Positionen fordern - staatliche Regulierung ist da Unfug.

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pauleschnueter 05.03.2016, 12:20
9. Heute schon mal in das Grundgesetz geschaut?

Männer und Frauen sind vor dem Gesetz NICHT gleich, verdammt noch mal. GG, 6.4: "Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft."

Und damit sind i.A. keine Bräute mit Bart gemeint.

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