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Getötete Giraffe: Zehntausende fordern Aus für Kopenhagener Zoo

Die Tötung und öffentliche Verfütterung einer Giraffe entwickelt sich für den Kopenhagener Tierpark zu einem PR-Desaster. Mehr als 62.000 Menschen fordern in einer Online-Petition die Schließung des Zoos, und auch bei Facebook entlädt sich die Wut der Tierfreunde.

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kipoint 11.02.2014, 17:38
50.

Was soll das? Es werden Tiere geschlachtet, die nicht an einer genetischen Krankheit leiden, nur um auf unseren Teller zu kommen. Die meisten Menschen scheinen mit dieser Tatsache leben zu können. Und dann ist man bei einem exotischen lebewesen empört (das wir eben nicht essen)? Schade, dass wir Menschen uns für besser halten, weil wir vernünftige Entscheidungen treffen können.. Diese aber immer mal wieder unverhältnismäßig ausfallen.

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oberpfleger 11.02.2014, 17:39
51.

Bevor man sich unnötig aufregt sollte man sich folgende Fragen stellen:

Macht es einen moralischen Unterschied, ob ein Schwein, eine Kuh, ein Pferd oder eine Giraffe getötet wird?

Ist nicht die Zurschaustellung der Tiere in Käfigen die eigentliche moralische Verfehlung?

Man sollte Tiere als das was sie sind respektieren und schützen aber niemals vermenschlichen. Wenn man sich unbedingt aufregen will, dann sollte man schon so konsequent sein und alle Zoos in Frage stellen. Einerseits seinen Kindern zu zeigen, wie Tiere, die in der Natur in riesigen Arealen leben, in kleinen Gehegen eingesperrt sind und andererseits empört zu sein, weil jetzt diese Giraffe getötet wurde ist leider Heuchelei.

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Cotti 11.02.2014, 17:40
52.

Zitat von Niederbayer
Und das ganze Gezeter nur weil´s eine Giraffe war. Hätten die eine Ziege oder ein Schaf verwurstet, es hätte niemanden gejuckt. Wo ist der Unterschied. Tier ist Tier.
Es geht darum, dass es in einem "Zoo" passierte, in dem man eine Giraffe trächtig werden ließ, es zu "süßem" Nachwuchs kam, mit dem man schön Kasse machen konnte - und als das Tier dann nicht mehr "niedlich" genug war, wurde es öffentlich zu Löwenfutter verwurstet. Warum hat man das Tier nicht gleich nach der Geburt getötet - oder abgetrieben? Solche Zoos zu schließen ist im Übrigen eine sehr gute Idee, auch hier in der BRD. Das sind ohnehin oft nicht mehr, als üble Tiergefängnisse.

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Tevje 11.02.2014, 17:40
53. Ein gutes Beispiel der Ignoranz;

Zitat von Shaft13
Man stelle sich vor, Knut wäre als erwachsener getötet worden,weil er genetisch zu ähnlich wäre. ...
Knut wurde von seiner Mutter verstossen, weil er einen genetischen Defekt hatte und nicht lebensfähig war; erst das künstliche Aufziehen machte einen lebenslangen Leidensweg bis zu seinem frühen Tod möglich. Angetrieben nurch nichtwissende und gutmeinende Menschen, für die ganz offnsichtlich die Leberwurst- und Salamibäume alljährlich reiche Frucht tragen, von den Kotelettsträuchern mal abgesehen.

Kinder stört das humane Töten eines Tieres und das Zerlegen nicht, das Verfüttern an Grossraubtiere fasziniert sie. Stören tut das nur Erwachsene, die der Natur durch Leben in Grossstädten lange genug entfremdet wurden. Aber die glauben auch, dass alle Kühe lila sind und die Milch jeden Morgen direkt in die Flasche geben, oder in die Schokomasse.

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glyphstar 11.02.2014, 17:41
54.

Ich verstehe das Problem nicht. Nach meiner Meinung kann man das Kozept "Zoo" an sich in Frage stellen, wenn man da mit dem Tierschutz-Aspekt rangeht. Aber wenn es nunmal keine andere Möglichkeit gab, das Tier unterzubringen und gleichzeitig einen Mehrwert zu schaffen, dann kann ich die Handlungsweise durchaus nachvollziehen. Ob man das nun in aller Öffentlichkeit machen muss, ist sicher streitbar. Ich finde es nicht so schlimm. Und wer sich das eben nicht ansehen will, der muss es ja auch nicht tun.

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Stadtguerilla 11.02.2014, 17:42
55. ...

Zitat von crunchy_frog
Dann wäre die ganze Show aber auch nicht so spektakulär gewesen. Ich denke man hat schon ganz gezielt ein "niedliches" Tier in einem Event zerlegt, damit die Publicity auch maximal ist. Hat geklappt, nur offensichtlich in die falsche Richtung. Wenn nun weniger Menschen in diese Tierknäste gehen und weniger Fleisch essen, hatte es schon seinen Sinn.
Den verdacht habe ich allerdings auch, der Zoo braucht wohl Geld/Publicity und hatte gerade keinen Knut zur hand, also fingiert man eben ein bisschen was und tut so als gäbe es keine alternativen, inklusive metzeln kommt im US-Geprägten Europa bestimmt gut an - scheint nur in die Hose gegangen zu sein.

Kann mir keiner Erzählen das die die Gen-Linien nicht kennen und die Tiere sich in den Gehegen wild vermehren oder das man nicht vor 18 Monaten schon hätte alternativen suchen können.

Das ist eigentlich das wirklich schlimme daran, Tiere zu töten um Publicity zu bekommen ist nunmal was anderes als "Wissenschaftlich fundiert" oder "vom Leid erlösen" oder "alle alternativen (ernsthaft) abgearbeitet".
Da ging es nur um mehr Besucher, töten für Geld geht garnicht.

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kast3005 11.02.2014, 17:43
56. Und nochmal...

vielleicht sollte es einfach mal akzeptiert werden dass auch so unpopuläre Entscheidungen getroffen werden müssen, auch wenn es nicht den eigenen Ansichten entspricht; meinen im Übrigen auch nicht!
Dass die Rolle der zuschauenden Kinder hier so verzerrt dargestellt wird kann ich immer noch nicht ganz verstehen. Die Eltern hätten mit ihren Kindern auch weggehen können, ansonsten waren sie wohl der Ansicht dass ihre Kinder das Gesehene auch verarbeiten können!

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Stabhalter 11.02.2014, 17:45
57. aber bitte

Zitat von sysop
Die Tötung und öffentliche Verfütterung einer Giraffe entwickelt sich für den Kopenhagener Tierpark zu einem PR-Desaster. Mehr als 62.000 Menschen fordern in einer Online-Petition die Schließung des Zoos, und auch bei Facebook entlädt sich die Wut der Tierfreunde.
das war wohl eine grosse Eselei,diese Giraffe öffentlich zu verfüttern
wohlbemerkt,man hätte das nicht an die grosse Glocke hängen sollen.

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MartinHa 11.02.2014, 17:47
58. Und von den 62.000 sind nur rund 100 aus Dänemark

Ich habe die letzten 5.000 Unterschriften der Petition überprüft: Darunter waren nur 8 (acht!) aus Dänemark. Hochgerechnet auf die insgesamt 64.000 Unterschriften heißt das, dass insgesamt nur etwa 102 Dänen diese Petition unterschrieben haben. Vielleicht wird die Sache in den dänischen Medien ja besser erklärt.

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monotrom 11.02.2014, 17:48
59. Die Frage...

...warum ein Tierkalb erst gezüchtet wird, obwohl man weiß dass es genetisch "unbrauchbar" ist, bleibt aber unbeantwortet. Als Schmankerl für die Großkatzen? Meine Kleinkatzen werden auch artgerecht gefüttert, aber auf das "Abfallprodukt" männlicher Küken können sie lange warten. Oder ist Empfängnisverhütung bei Giraffen kritischer als bei Säugetier X?
Ansonsten: Danke für den Reminder warum ich Zoos meide. So lang es nicht um Arterhaltung gefährdeter Tierarten geht, die mit Sicherheit nicht mit dem auf Showbiz ausgelegten einpferchen von Wildtieren einher geht, sind diese Affenställe einfach nur unnötig und abstoßend(!).

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