Forum: Panorama
Getötete Studentin: Hunderte erweisen Tugce Albayrak die letzte Ehre
REUTERS

Im hessischen Wächtersbach haben Hunderte Menschen in einer Trauerfeier von der getöteten Studentin Tugce Albayrak Abschied gekommen. Sie soll anschließend in ihrer Geburtsstadt beigesetzt werden.

Seite 1 von 6
mikygr 03.12.2014, 13:53
1. Dies macht den Unterschied

"Bisher ist unklar, ob die Studentin durch den Schlag des mutmaßlichen Täters tödlich verletzt wurde oder durch den Aufprall auf das Pflaster des Parkplatzes". Also kein Grund zur Aufregung. Schliesslich ist zwischen Mensch und Pflaster juristisch betrachtet kein grosser Unterschied, Hauptsache es herrscht wieder Ruhe in der Unordnung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schoppenhauer 03.12.2014, 13:54
2. Eine Frage des Respekts

Liebe Journalistinnen und Journalisten:
Bitte erweisen Sie den Türken den selben Respekt wie z.B. Franzosen, Skandinaviern oder Spaniern und schreiben Sie ihre Namen richtig.
Es heißt „Tuğçe“ - mit „yumuşak G“ („weiches G“, also ein G mit dem diakritischen Zeichen Breve, gesprochen als stummes Dehnungszeichen, vergleichbar dem deutschen „-h“ nach Vokal) und einem C mit Cedille, gesprochen wie deutsch „tsch“.
http://misanthrope.blogger.de/stories/2218867/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mittagspause 03.12.2014, 14:09
3. Im Namen des Volkes

bedeutet auch, dass das Volk das Urteil versteht und mit trägt.

Ich behaupte den meisten Menschen aus diesem Volk ist es völlig egal, ob das Opfer durch den Schlag oder durch den Aufprall auf den Boden tödlich verletzt wurde.
Sie sehen, ohne diesen Angriff würde sie heute noch leben und daher ist der Täter für ihren Tod verantwortlich und dementsprechend auch zur Verantwortung zu ziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
double-U13 03.12.2014, 14:12
4. Ruhe in Frieden, Tugce.

Sie hat getan, was eigentlich selstverständlich sein sollte:
Von Gewalt bedrohten Menschen zu helfen. Heute weis aber fast jeder, dass derjenige, der Hilfe leiste, selbst schnell zum Opfer massiver Gewalt werden kann. Deshalb schauen die meisten weg, oder gehen der Verantwortung aus dem Weg. Das eine junge Frau wie Tugce in dieser gefährlichen Situation eingreift, verdient unseren aufrechten Respekt. Für solche Menschen sollte ein Denkmal errichtet weden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rus13 03.12.2014, 14:27
5.

Zitat von mittagspause
bedeutet auch, dass das Volk das Urteil versteht und mit trägt. Ich behaupte den meisten Menschen aus diesem Volk ist es völlig egal, ob das Opfer durch den Schlag oder durch den Aufprall auf den Boden tödlich verletzt wurde. Sie sehen, ohne diesen Angriff würde sie heute noch leben und daher ist der Täter für ihren Tod verantwortlich und dementsprechend auch zur Verantwortung zu ziehen.
Er wird bestimmt zur Verantwortung gezogen, allerdings vielleicht nicht so, wie es sich viele erhoffen. Man kann nunmal bestehende Gesetze nicht so leicht ändern. Sollte sie durch den Aufprall auf dem Boden gestorben sein, so wird es wahrscheinlich auf gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge hinauslaufen. Zwar kann das Strafmaß auch da ziemlich hoch sein (bis zu 10 Jahre wenn ich mich nicht täusche), allerdings glaube ich nicht, dass es wirklich ausgeschöpft wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
benito22 03.12.2014, 14:31
6. @ schopenhauer

Zitat von schoppenhauer
Liebe Journalistinnen und Journalisten: Bitte erweisen Sie den Türken den selben Respekt wie z.B. Franzosen, Skandinaviern oder Spaniern und schreiben Sie ihre Namen richtig. Es heißt „Tuğçe“ - mit „yumuşak G“ („weiches G“, also ein G mit dem diakritischen Zeichen Breve, gesprochen als stummes Dehnungszeichen, vergleichbar dem deutschen „-h“ nach Vokal) und einem C mit Cedille, gesprochen wie deutsch „tsch“. http://misanthrope.blogger.de/stories/2218867/
Sie haben recht, das ist in der Tat ein Zeichen von Bequemlichkeit und nicht gerade von größtem Respekt. Traurige Realität ist aber doch, dass diese Zeichen oft genug auch bei spanischen oder skandinavischen Wörtern unter den Tisch fallen, bei französischen klappt es noch am ehesten. Das ist aber kein spezielles Problem der deutschen Medien sondern eher ein allgemeines. Auch unsere deutschen Umlaute werden international eher ignoriert. Kostet wohl einfach zu viel Mühe, die Sonderzeichen auf der Tastatur (oder anderweitig) zu produzieren.
Mein großer Respekt gilt Tuğçe, möge sie in Frieden ruhen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jens.Daniel 03.12.2014, 14:36
7. Traurige Sache das alles

und meinen Respekt für jeden, der Anderen in Not hilft - aber konnte man es nicht bei der Menschlichkeit belassen; musste man unbedingt die Fahnen am Grab aufstellen? Damit wird schon wieder die leidige Integrations- und Nationalitätfrage aufgeworfen. Es reicht doch schon (wie vor einigen Tagen geschehen) wenn die Presse diesen tragischen Vorfall auf das Problem "Gute Migrantin gegen schlechten Migranten" ummünzt...Ziemlich geschmacklos, meiner Meinung nach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AchimMeyer 03.12.2014, 14:38
8.

Zitat von schoppenhauer
Liebe Journalistinnen und Journalisten: Bitte erweisen Sie den Türken den selben Respekt wie z.B. Franzosen, Skandinaviern oder Spaniern und schreiben Sie ihre Namen richtig. Es heißt „Tuğçe“ - mit „yumuşak G“ („weiches G“, also ein G mit dem diakritischen Zeichen Breve, gesprochen als stummes Dehnungszeichen, vergleichbar dem deutschen „-h“ nach Vokal) und einem C mit Cedille, gesprochen wie deutsch „tsch“. http://misanthrope.blogger.de/stories/2218867/
Das könnte möglicherweise ein technisches Problem sein, möglicherweise sind gewisse Sonderbuchstaben einfach nicht in der Software implementiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pritt 03.12.2014, 14:52
9. Natürlich

Macht das einen riesigen Unterschied, ob Pflaster oder Schlag. Es tut weh, wenn die falschen sterben, aber das Gesetz kennt, im Gegensatz zu einigen Foristen den Unterschied zwischen Unglück und Totschlag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6