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Getöteter Achtjähriger in Freiburg: Polizei warnt vor Aufruf zur Selbstjustiz
DPA

Unbekannte nutzen die Tötung eines Jungen in Freiburg für eine geschmacklose Aktion: Es kursieren ein gefälschtes Phantombild des Täters und Aufrufe zur Selbstjustiz. Die Polizei spricht von einer gefährlichen Falschmeldung.

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reinerunfug 28.07.2014, 07:54
1. Verständlich,

Zitat von sysop
Unbekannte nutzen die Tötung eines Jungen in Freiburg für eine geschmacklose Aktion: Es kursieren ein gefälschtes Phantombild des Täters und Aufrufe zur Selbstjustiz. Die Polizei spricht von einer gefährlichen Falschmeldung.
wenn man sieht, wie die Justiz mit Mörfern (Gäfgen) umgeht.
Da wird streng darauf geachtet, dass es ihm an nichts mangelt, während sein Opfer tot rumliegt oder elendlich krepiert.
Die Würde des Mörders ist unantasstbar...Damit kommen viele nicht zurecht.
Ich auch nicht.

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oli h 28.07.2014, 07:55
2. Pöbel

Es sollte sich eigentlich inzwischen rumgesprochen haben, dass die Exekutive beim Staat liegt. Und das sogar aus gutem Grund. Würde wieder dazu übergegangen werde, Straftäter öffentlich hinzurichten, wie im Mittelalter, dann wäre auch gleich wieder der johlende Mob da. Wie im Mittelalter eben.

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erasmus89 28.07.2014, 08:11
3. Freiburg

Ich habe das in der S-Bahn in Freiburg mitbekommen. Da plapperte eine offenbar leicht-strukturierte Frau davon, dass es nun einen zweiten Jungen gäbe, der verschwunden schien. Noch mehr schockierte mich die Aggressivität, mit der sie pauschal sagte, das könne nur ein Mann gewesen sein, da es Frauen ja niemals machen könnten. Fürchterlich, aber für das stock-konservative Freiburg kein Wunder..

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AlHaqq 28.07.2014, 08:16
4. [sic]?

Ist dieses inflationär benutztes '[sic]' hier nicht deplatziert? Soll es doch ausdrücken, dass es vom Autor kein Fehler ist. Aber die Meldung, die man für fehlerhaft halten könnte wird ja im nächsten Satz von der Polizei als solche benannt. Daher ist dieses [sic] überflüssig, weil man diese Meldung nicht dem Autor als Urheber ankreiden kann.. Qualitätsmedien und so

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michael1974 28.07.2014, 09:02
5. [sic]

Sie scheinen die Bedeutung dieses Wörtchens (lat. "so") nicht zu kennen.
Man setzt es ein, wenn man wörtlich zitiert und im Zitat ein grammatischer Fehler ist, um deutlich zu machen, dass nicht man selbst den Fehler gemacht hat sondern es genauso "so" im Zitat vorkam.

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Atomkrafteimer 28.07.2014, 09:21
6. Naja

Zitat von reinerunfug
wenn man sieht, wie die Justiz mit Mörfern (Gäfgen) umgeht. Da wird streng darauf geachtet, dass es ihm an nichts mangelt, während sein Opfer tot rumliegt oder elendlich krepiert. Die Würde des Mörders ist unantasstbar...Damit kommen viele nicht zurecht. Ich auch nicht.
Die Justiz kann sich von Natur aus nur mit Straftätern befassen, denn sie ist einzig für diesen Zweck da. Für die Opfer- und Angehörigenbetreuung gibt es Ärzte, Seelsorger, Psychologen, Freunde und Bekannte.

Im Übrigen meine ich mir erinnern zu können, dass der berühmte Artikel 1 Absatz 1 mit "Die Würde des Menschen..." beginnt und nicht mit "Die Würde des Nicht-Straftäters". Ohne die N-Keule schwingen zu wollen, wir haben gesehen wohin es führt, wenn Staat und Gesellschaft ohne jegliche Schranken meinen, "Täter" ihrer "gerechten" Strafe zuführen zu müssen.

Ihre Ehrlichkeit rühmt Sie zwar (ein wenig), aber ich denke auch Sie verstehen, wie gefährlich diese Einstellung ist und das Rechtsstaat damit nicht zu machen ist. Das ist eine Pandora-Büchse, die auf jeden Fall geschlossen bleiben muss.

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SasX 28.07.2014, 09:22
7.

Zitat von reinerunfug
Die Würde des Mörders ist unantasstbar...Damit kommen viele nicht zurecht. Ich auch nicht.
Dann haben Sie ein Problem mit unserem Grundgesetz, denn der wichtigste Satz ist genau dieser erste Satz: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

Und das soll genau diejenigen schützen, bei denen andere denken, sie hätten dieses Recht nicht mehr. Denn Mutter Teresa braucht diesen Schutz für sich selbst eher nicht. Grundrechte kann man nicht verwirken.

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mischpot 28.07.2014, 09:24
8. Wenn Sie Ihn fassen bekommt er vielleicht 5 - 15 Jahre

nach 2/3 der Haftzeit ist er wieder draußen. Sicherlich hat der Mörder eine schwere Kindheit gehabt und nimmt Drogen und dann wollte er den Jungen ja gar nicht umbringen, was sich alles strafmildernd auswirkt. Und da liegt es nahe dem Mörder eine Therapie zukommen zu lassen damit er wieder resozialisiert wird.
Opfer sind der Deutschen Justiz egal. Wir lesen es mehrmals im Jahr da schlagen 4 Leute einen Tod, alle 4 schweigen vor Gericht und kommen mit Bewährung davon, da stellt sich schon die Frage nach Selbstjustiz.

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plasmopompas 28.07.2014, 09:26
9.

Zitat von Diskutierender
Solange der Rechtsstaat sich vor allem durch institutionellen Täterschutz auszeichnet, ist es schon fast Bürgerpflicht, zur Selbstjustiz zu schreiten - s. z.B. Magnus Gäfgen. Der Bürger kann nur staunen, wie viel mehr die Würde des Täters im Vergleich zur Menschenwürde des Opfers wert ist. Auf einen solchen Rechtsstaat verzichte ich dankend.
Alles klar, dann müssen Sie aber auch damit rechnen, das Ihr mißgünstiger Nachbar Sie des Mordes beschuldigt und Sie vom wütenden Mob am nächsten Laternenphahl aufgeknüpft werden. Ich für meinen Teil bevorzuge da doch eher den Rechtsstaat und das Gewaltmonopol des Staates.

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