Forum: Panorama
Gewalt gegen Polizisten: "Je später die Nacht, desto größer der Wahnsinn"

Geschubst, geschlagen, getreten: Immer häufiger sehen sich Polizisten bei Routineeinsätzen mit Gewaltausbrüchen konfrontiert. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden binnen eines einzigen Jahres fast 2000 Beamte verletzt - die Spirale der Eskalation dreht sich*schneller denn je.

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th_meier 07.09.2011, 18:02
200. mehrere Probleme

Das Problem ist vielschichtig und nicht nur der Politik oder nur der Polizei alleine zuzuschreiben.

1. Hat die Polizei zum Teil selbst schuld. Die deutsche Polizei versucht ständig, es allen Recht zu machen und möglichst nicht als das da zu Stehen, was sie ist, nämlich die staatliche Ordnungsmacht. In vielen Bereichen entschuldigt man sich ja fast schon dafür, das man die Polizei ist und irgendwo durchgreift. In diesem Bestreben beschneidet man dann auch noch seine eigene nach Außen dargestellte Kompetenz, indem man ständig die "Hilfe" von Vertretern anderer oder sogar ausländischer Behörden in Anspruch nimmt. Das ganze mag sinnvoll sein beim Ermitteln in großen Fällen von organisierter Kriminalität aber im Kleinen bei der Straßen- und Gewaltkriminalität (und das ist das, was Otto Normalbürger wahrnimmt und was sein Sicherheitsgefühl entscheidend beeinflusst), macht man sich doch nur noch zum Affen. Wenn man bei Konflikten und Straftaten im muslimischen Umfeld ständig den Imam mit ins Boot holt oder sowas wie hier bringt:

http://www.welt.de/welt_print/articl...rn_loesen.html

dann muss man sich nicht wundern, wenn die Deutsche Polizei von der entsprechenden Zielgruppe nicht mehr ernst genommen wird.

Wer die Polizeien anderer westlicher Rechtsstaaten kennen lernt, der merkt schnell, dass hier einiges besser läuft. Die oben erwähnte österreichische Polizei ist ein gutes Beispiel. Genauso wie die Polizei in den skandinavischen Ländern, selbst im liberalen Norwegen. Hier ist die Polizei die Polizei und zwar gegenüber jedem.

Diese Strenge fehlt der deutschen Polizei heutzutage vollkommen. Anstatt die Gesetzte zu vertreten und durchzusetzen wird an jeder Ecke nach Kompromissen gesucht, nur um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, zu viele Ausländer zu kontrollieren oder irgendeine Minderheit in ihrer Ehre zu verletzen.

2. Die Politik drängt der Polizei Aufgaben auf, für die sie nicht geschaffen, ausgerüstet und ausgestattet ist. Die Polizei wird an zu vielen Stellen als Sozialdienststelle missbraucht. So sinnvoll z.B. Integrationsprojekte auch sind. Diese durchzuführen kann nicht Aufgabe der Polizei sein. Ein Aktionstag zum Fahrradfahren muslimischer Frauen kann auch von anderen Institutionen durchgeführt werden. Man muss da nicht auf die Recourcen der Polizei zurückgreifen.

3. Die deutsche Justiz scheint immer noch der Meinung zu sein, dass Angriffe auf staatliche Institutionen ein Kavaliersdelikt sind. Anders ist es nicht zu erklären, dass hier nicht härter verurteilt wird. Resozialisation hin oder her aber wer sich gegen Staat als solchen wendet, der darf nicht noch mit Milde dafür belohnt werden. Wir leben in immerhin in einer gefestigten Demokratie nicht in einem Polizeistaat, gegen den man sich auflehnen müsste (und wenn man sich Auflehnen will gibt es ausreichende gewaltfreie Alternativen!)

Es wird auch viel zu wenig berücksichtigt, dass einige soziale Schichten vollkommen resistent sind gegen hochentwickelte Problemlösungsansätze. Wer sein ganzes Leben jeden Konflikt mit Gewalt gelöst hat, der ist absolut unzugänglich dafür, wenn der Schutzmann ankommt und über die Sache reden will. Solche Leute müssen möglichst schnell Konsequenzen für ihr handeln spüren. Alles andere wird als aunutzbare Schwäche wahrgenommen.

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My2Cents 07.09.2011, 18:03
201. Laissez-faire

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Zitat von FTAASO
Soll das Ironie sein? Dann dreschen Sie mal wieder auf Kinder ein, die lernen dann, dass Respekt mit Gewalt zu tun hat. Ich bin sicher, das wird die Polizei dann in Zukunft mit fundierter ausgearbeiteten Angriffen konfrontieren.
Ich darf Sie daran erinnern, dass in diktatorischen Ländern - und auch in Deutschland bis in die 50er hinein - derartige Auswüchse nicht vorkommen. Die Schlussfolgerung daraus steht im Gegensatz zu Ihrer Weltuntergangsannahme.

Zitat von FTAASO
Jammerlappen sind für mich Typen, die Kinder schlagen.
Also auch Ihrer Annahme nach Respektspersonen, die Ohrfeigen verteilen? Ich sehe das anders.

Zitat von FTAASO
Und - nein, meine Kinder dürfen nicht alles, haben klare Grenzen. Wenn sie die überschreiten, gibt es Konsequenzen. Allerdings nicht in Form dumpfer Dresche, sondern logische Konsequenzen, auch schlechte Laune.
Wow, mein liiiiieber Scholli! :) Dann können Ihre Kinder anscheinend schlecht mit Ihrer schlechten Laune umgehen. Andere Kinder wickeln ihre Eltern dabei um den Finger - ohne dass die Eltern das merken.

Zitat von FTAASO
Das ist oft anstrengender, als es Zuschlagen wäre (zumindest wenn man so verroht ist, dass einen das nicht belasten würde). Aber es funktioniert. Ganz nebenbei lernen sie, dass Gewalt keine legitime Variante ist, ob gegen Kinder oder gegen Erwachsene.
Es ist - augenscheinlich - auch nutzloser... wie der SPON-Bericht meiner Ansicht nach klar aufzeigt.

Zitat von FTAASO
Wenn Sie also ernsthaft glauben, die Alternative zu laissez faire wäre Prügel, dann haben Sie ein bemerkenswert schwarz-weißes Weltbild.
Ja, das glaube ich. Es gibt hier aber - entgegen Ihrer Annahme - auch Abstufungen, von verschiedenen Pastelltönen bis hin zu Dunkelgrau.

Zitat von FTAASO
Übrigens pöbeln auch die früher "ordentlich" verdroschenen Rentner mittlerweile die Polizei an.
Hmmm, aber schlagen diese auch zu..?

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Andr.e 07.09.2011, 18:06
202. .

Zitat von marvin_hd
wir marschieren langsam aber sicher in richtung britischer zustände. nehmt das pack so hart ran, wie es irgend geht. und jeder gutmensch (z.b. ströbele), der behauptet, wir haben kein migrationsproblem, gehört in eine polizeiuniform gesteckt und nach kreuzberg verfrachtet. mal sehen, wie lange er dort bei seiner meinung bleibt. sarrazin lässt grüssen. und bei der nächsten wahl spiel ich mal den protestwähler - aber sicher nicht im linken spektrum.
Glückwunsch, sie haben 88 Beiträge...
Ansonsten habe ich nicht unerhebliche Zweifel daran, dass die wurstfarbene Fraktion hier etwas ändern kann. Der Horizont der meisten ist doch eher im dunkelbelichteten Sektor zu suchen.

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Monsterpudel 07.09.2011, 18:08
203. Jammerlappen mit Gewaltmonopol

Wahnsinn ist für mich vor allem das ständige Gejammer der Polizei in Deutschland. Und die will hier das Gewaltmonopol haben? Dass sie die am schnellsten beleidigte Bevölkerungsgruppe ist, daran hat man sich ja schon gewöhnt. Aber jetzt auch noch dieses ständige öffentliche Zugeben der eigenen Überforderung? Das setzt definitiv die falschen Signale.

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Redigel 07.09.2011, 18:08
204. Dr.

Zitat von marvin_hd
wir marschieren langsam aber sicher in richtung britischer zustände. nehmt das pack so hart ran, wie es irgend geht. und jeder gutmensch (z.b. ströbele), der behauptet, wir haben kein migrationsproblem, gehört in eine polizeiuniform gesteckt und nach kreuzberg verfrachtet. mal sehen, wie lange er dort bei seiner meinung bleibt. sarrazin lässt grüssen. und bei der nächsten wahl spiel ich mal den protestwähler - aber sicher nicht im linken spektrum.
Wie geistig arm muss man sein, um aus Protest rechts zu wählen? Und Sarrazin hätte ich sogar aus meinem "deutschen" Viertel rausgebeten. Warum? Weil der Mann einen an der Scheibe hat und mit Kamerateam zum provozieren vorbeikommt. Das kann er sich schenken, aber hauptsache seine neue Auflage verkauft sich blendend.

Viel Spaß beim rechts wählen, ich hoffe es würde Sie wie einen Bumerang treffen.

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tzahal 07.09.2011, 18:09
205. Erstmal in den Karzer

Das Warum ist intellektuell sicher interessant und die vielen negativen Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf Familien auch.

Praktisch interessant wäre die Behandlung solcher Fälle. Einpacken, Aufnahme der Personalien und des Vorwurfs und zunächst direkt in das Gefängnis. Dort solange warten, bis der Richter Zeit hat und ihm die Deliquenten vorgeführt werden - und wenn das sechs oder auch zehn Tage dauert. Keine Trinkgelage, Game Boys und Größenwahnsinn, sich brüsten im Freundeskreis bis dahin.

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unterländer 07.09.2011, 18:09
206. Netter Versuch

Zitat von magic23
..als kleiner Denkanstoß: Wenn jeder zweite Täter einen Migrationshintergrund hat, dann bitte nicht vergessen, dass die andere Hälfte Deutsche sind, gell? Das wird dann gerne mal ausgeblendet von so Manchem hier.
Wenn in einer Population von beispielsweise 100 000 Menschen 20 000 einen MiHiGru haben und 80 000 keinen, Straftaten aber von beiden Gruppen hälftig begangen werden, dann ist die Kriminalitätsbelastung derjenigen mit MiHiGru eben höher. Das ist Mathematik und keine Ausblendung.

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pm22 07.09.2011, 18:11
207. ...

Man sollte erwähnen, diese Zustände findet
man nicht überall vor, vor allem wohl
in Ballungsgebieten und oder bestimmten Stadtteilen
,auch in Zonen mit viel Nachtleben am WE.

Politik und Polizei sollten sich auf diese
"neuen Zustände" einstellen, vor allem braucht
es mehr Personal und effektives Arbeiten, gleiches
gilt natürlich für die Justiz.

Ich möchte garnicht darauf eingehen was uns
die falsche Zuwanderungspolitik der letzten Jahrzehnte
pro Jahr kostet.

Man müsste eine Art "preiswerte" Sicherheitpolizeiebene
neu schaffen, jeder kann sich ausrechnen wieviel
neue Kräfte man für 2-3 Milliarden Euro einstellen könnte.
Sicherheit ist bezahlbar, man muss es nur wollen.

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Semjem 07.09.2011, 18:11
208. Einseitig

Jo, jammer, die guten alten Zeiten sind vorbei, aber warum ?

Das brutale Vorbild der Polizei und das verlogene Vorbild der Politik zeugt solche Kinder. Zum Glück ist es bei uns noch nicht so weit wie in England oder der USA, aber Merkel und Ackermann werden das wohl auch noch schaffen.

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Rodelkoenig 07.09.2011, 18:12
209. thtrhthtzhtzrs

Bei all dem kann ich nur eins sagen:
Bin ich froh, dass ich schon immer in einem Dorf in der Nähe einer Kleinstadt gewohnt habe und hoffentlich auch immer in einem Dorf wohnen bleibe. Hier gibt's ruhige Wälder und Felder. Samstags guckt man sich das Spiel der Dorffußballmannschaft an und schmeißt den Grill an. Hier spricht man noch meine Sprache, hier grüßen einen die meisten Jugendlichen sogar noch freundlich und die Polizei ist höchstens 3 mal im Jahr Gast im Dorf. Gut, saufen tun die Jugendlichen bei uns auch ab und zu. Aber das haben sie auch vor 50 Jahren schon gemacht.

Ich weiß, dass dieses Leben für viele spießig und langweilig klingt, aber ich kann mir nichts schöneres vorstellen. Der einzige Nachteil ist, dass man aufgrund der allgemein schlechten Anbindung an den öffentlichen Verkehr zwingend ein Auto braucht, um einzukaufen, an die Arbeit zu kommen oder wenn man mal ins Kino oder ins Museum will. Und die Kinder müssen mit dem Bus zur Schule fahren, statt laufen zu können. Aber ich finde, das ist es allemal wert.

Über die Zustände in viele Großstädten, wodurch auch immer diese verursacht werden, kann ich immer nur verängstigt lesen und hoffen, dass solche Zustände niemals bei uns Einzug halten. Alle Polizisten, mit denen ich je zu tun hatte, waren eigentlich vollkommen OK. Sicher gibt's da auch ein paar mürrische drunter, die auch mal schlechte Laune haben, aber die gibt's in jeder anderen Berufsgruppe auch.

Viele Grüße

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