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Gewalt in Mexiko: Verdächtige gestehen Mord an vermissten Studenten
DPA

Der Fall der 43 vermissten Studenten in Mexiko könnte bald aufgeklärt sein. Drei Männer haben die Ermordung der Hochschüler gestanden. Sterbliche Überreste wurden gefunden - deren Identifizierung ist jedoch äußerst schwierig.

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ChrisEhrich 07.11.2014, 23:59
1. Mexico

Ich habe vor ein paar Jahren für eine Weile da gelebt. Jeden Morgen waren die Zeitungen voll von den Gräultaten der Kartelle. Zerhackte Leichen, abgeschnittene Köpfe, das volle Programm. Die Kartelle sind um keinen Deut besser als jene Irren in Syrien, Afghanistan oder Nigeria. und mitten drin die korrupte Staatsmacht. Das Volk dort hat nur die Wahl zwischen dem Teufel und dem Beelzebub. Und besserung ist auch nicht in Sicht.

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emeticart 08.11.2014, 00:01
2. Kranke ...

... Menschheit! MfG

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dazent20 08.11.2014, 00:05
3. traurig

dass sowas in 2014 passiert. wie krank muss man sein...

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olivervöl 08.11.2014, 00:09
4. Wo bleibt der internationale Druck?

Wenn die mexikanische Regierung die Drogenmafia morden lässt, sollte das Konsequenzen haben. Etwa diplomatische Proteste, Sanktionen oder Bekämpfung von Korruption und Mafia durch ausländische, unabhängige Ermittler. Oder ist das hier politisch nicht opportun?

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raber 08.11.2014, 00:33
5. Nicht nur die vermissten Studenten wurden ermordet

Es wird meistens über 43 vermisste Studenten geschrieben. Tatsächlich gab es am 26.9. in Iguala 6 Tote, 25 Verletzte und die 43 "verschwundenen" Studenten. Bei der Suche nach diesen 43 Vermissten wurden bis zum 4.10. 38 Leichen in Massengräbern gefunden; angeblich handelt es sich dabei nicht um diese Vermissten. Diese Zahlen sind schrecklich und der internationale Druck auf die Behörden sollte erhöht werden. Menschenrechte werden in Mexiko nur schöngeschrieben. Die Wirklichkeit ist weit davon entfernt. Schon seit Jahrzehnten gibt es ein Zusammenspiel zwischen Kriminellen, Drogenhändlern, Behörden und Militar (bis zu Generälen) und in der Vergangenheit sogar Verwandte des damaligen Präsidenten.

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Ursprung 08.11.2014, 00:38
6. Vorbeugung gegen Massenmorde

Gerade haben Wissenschaftler aus Schweden bei einer Untersuchung mehrerer hundert finnischer Gefaengnisinsassen signifikante Genvarianten bei denen festgestellt, deren Verbrechen gewaltaffin waren und nicht gewoehnlich kriminell. Auch woanders zeigen Untersuchungen in diese Richtung.
Es mehren sich also Hinweise, dass Gewaltaffine im Voraus erkennbar sein koennten.
Heisst:
wer Politiker, Polizist und staatlicher Funktionstraeger mit Arbeitsnaehe zu Ausuebung des Gewaltmonopols werden moechte, sollte vor der Ausbildung oder Anstellung sich einer entsprechenden Vountersuchung unterziehen lassen muessen.
Sonst kaeme er fuer den Job nicht in Frage.
Das wuerde vielleicht so manche Kriege, Genozide, Massenmorde durch Staatsbedienstete vermeiden helfen. Nicht alle, aber sehr viele...

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Heimatlos 08.11.2014, 00:43
7. Motiv

"Die Behörden vermuten, dass Abarca das Vorgehen gegen die Studenten anordnete, um zu verhindern, dass sie am nächsten Tag eine Rede seiner Frau mit Protesten stören."
Genau das galube ich nicht. Hoechstens wenn die Studenten Beweismittel gehabt haetten Nur einer Stoerung wegen 43 Menschen umbringen lassen klingt auch fuer Latinoverhaeltnisse unwahrscheinlich. Es muss ein anderes Motiv geben.

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gerguardian 08.11.2014, 02:58
8. Aufgeklärt?

"Aufgeklärt" ist eine leichtfertige Wortwahl. Keiner weiß, ob die Geständnisse unter Folter erzwungen wurden. Die Hintermänner und -frauen dieses grausamen Verbrechens verstecken sich hinter undurchschaubaren Machtstrukturen. Die Verbindungen zwischen Drogenhändlern, Politikern und Uniformträgern (Staatspolizei, Landespolizei, örtliche Polizei und Militär) sind vielfältig und behindern die Aufklärungsarbeit, wenn überhaupt ein Interesse an Aufklärung besteht.

Es gibt ein wahrscheinlicheres Szenario: Ein paar Leute werden zu langen Haftstrafen verurteilt, ein paar mittlere Beamte werden entlassen, der Öffentlichkeit wird eine halbwegs plausible Geschichte über die Vorgänge in Guerrero aufgetischt, und alles geht so weiter wie bisher.
mfg.

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yellowfish1 08.11.2014, 03:03
9. Es ist furchtbar

Mitgefühl und Beileid für alle Betroffenen. Trotzdem bleibt die Frage offen wo denn die teuer finanzierten Geheimdienste gewesen waren oder deren Aufsichtsorgane!

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