Forum: Panorama
Gewitter an US-Ostküste: Mehr als eine Million Amerikaner ohne Strom

Schwere Gewitter haben an der US-Ostküste die Stromversorgung unterbrochen. Mehr als eine Million Menschen waren betroffen, unter anderem in der Hauptstadt Washington. In West Virginia wurde der Notstand ausgerufen.

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suchenwi 30.06.2012, 10:12
1. Lob des Dezentralen

Das US-Stromnetz muss ja schrecklich zentralisiert sein, dass gleich für eine Million Leute die Lichter ausgehen.

Da sitzen sie im Dunkeln und denken vielleicht, dass Photovoltaik auf dem Dach doch was gutes wäre... oder auch sturmfeste Windgeneratoren...

Das Wetter wird in Zukunft stürmischer werden. Bei starkem Sonnenschein sind dagegen Photovoltaik und Klimaanlage eine schöne Kombination :^)

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j.e.r. 30.06.2012, 11:17
2. Nicht die Zentralisierung, die Leitungen!

"Das US-Stromnetz muss ja schrecklich zentralisiert sein, dass gleich für eine Million Leute die Lichter ausgehen. Da sitzen sie im Dunkeln und denken vielleicht, dass Photovoltaik auf dem Dach doch was gutes wäre... oder auch sturmfeste Windgeneratoren... Das Wetter wird in Zukunft stürmischer werden. Bei starkem Sonnenschein sind dagegen Photovoltaik und Klimaanlage eine schöne Kombination" zeugt von wenig Sachkenntniss.
In den USA (und Kanada) sind verschiedenste Strukturen zu finden, einige Ballungs-Zentren mit wenig Strom-Einspeisungen, aber auch effiziente Netze.
Aber für so gut wie alle Stromverteilung werden oberiridische Leitungen verwendet, mit beliebig vielen Trafos auf Strommasten (die wie alte Abfallkübel aussehen: so ist bei jedem Film sofort klar ob er in den USA gedreht wurde).
Und diese oberirdischen Stromversorgungen werden über grössere Flächen bei Sturm und vor allem Eisregen beschädigt. Die Zusatzbelastungen bei Ausflällen einzelner Verbindungen schlagen sich dann oft genug auch auf die benachbarten Verindungen aus - und der Dominoeffekt läuft dann weiter ....
Schon erlebt: eine Hauptzuführung von 3 in Reparatur, Blitzschlag auf zweite, die kurz ausgeschaltet wird, Ueberspannung auf die dritte, die ausfällt, die zweite wird nach dem Blitzschlag aufgeschaltet und fällt wegen Ueberbelastung aus - 3 Millionen-Metropole 6 Stunden ohne Strom.
Oder: Eisregen reisst alle Stromleitungen in einem Radius von 30 km weg - ein paar Städte mit über 10'000 Einwohnern bis 4 Wochen ohne Stromzuführung. Farmer und teilweise auch Einfamilienhäuser haben halt für solche Fälle eigene Stromgeneratoren ....

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lef 30.06.2012, 12:04
3. Lieber billigen Strom,

der vieeleicht einmal im Jahr eionige Stunden ausfällt,
als unglaublich überteuerten All-inclusive-Strom!

In WV kostet die Kilowattstunde Strom eben auch nur 8 ct!
(hier schon das dreifache!!)

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querulant_99 30.06.2012, 12:19
4.

Die Amerikaner machen nicht gleich in die Hose, wenn der Strom durch einen technischen Defekt oder durch eine Naturkatastrophe für ein paar Tage ausfällt. So ist vor ein paar Jahren mitten im Winter tagelang der Strom in New York ausgefallen. Grund war damals eine technische Störung im Stromnetz in der Nähe der großen amerikanischen Seen, also weit, weit weg von New York. Man hätte die Stromversorgung viel schneller wieder herstellen können, wenn das Netz redundanter aufgebaut gewesen wäre. Das aber erfordert zusätzliche teure Leitungen, insbesondere bei diesen riesigen Entfernungen. Der Ami ist da viel pragmatischer als wir: Lieber mal ein paar Tage ohne Strom, als hohe Stromkosten.

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Andreas-Schindler 30.06.2012, 12:47
5. Ohne Strom

Zitat von querulant_99
Die Amerikaner machen nicht gleich in die Hose, wenn der Strom durch einen technischen Defekt oder durch eine Naturkatastrophe für ein paar Tage ausfällt. So ist vor ein paar Jahren mitten im Winter tagelang der Strom in New York ausgefallen. Grund war damals eine technische Störung im Stromnetz in der Nähe der großen amerikanischen Seen, also weit, weit weg von New York. Man hätte die Stromversorgung viel schneller wieder herstellen können, wenn das Netz redundanter aufgebaut gewesen wäre. Das aber erfordert zusätzliche teure Leitungen, insbesondere bei diesen riesigen Entfernungen. Der Ami ist da viel pragmatischer als wir: Lieber mal ein paar Tage ohne Strom, als hohe Stromkosten.
Im Sommer ist es nur die Klimaanlage und der Kühlschrank der nicht Funktioniert mit geringen Folgekosten. Aber im Winter friert die Wasserleitungen zu wenn die Heizung ohne Strom kalt bleibt.

Also ob es für Amis wirklich kein Problem ist ein paar Tage ohne Strom durch zu stehen möchte ich bezweifeln wenn der Kühlschrank anfängt zu stinken oder im Winter die Wasserleitung kaputt gehen. Auch kann es sein das die Geschäfte zu haben wenn sie auch kein Strom haben.

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snickerman 30.06.2012, 12:53
6. Toll!

Zitat von querulant_99
Die Amerikaner machen nicht gleich in die Hose, wenn der Strom durch einen technischen Defekt oder durch eine Naturkatastrophe für ein paar Tage ausfällt. So ist vor ein paar Jahren mitten im Winter tagelang der Strom in New York ausgefallen. Grund war damals eine technische Störung im Stromnetz in der Nähe der großen amerikanischen Seen, also weit, weit weg von New York. Man hätte die Stromversorgung viel schneller wieder herstellen können, wenn das Netz redundanter aufgebaut gewesen wäre. Das aber erfordert zusätzliche teure Leitungen, insbesondere bei diesen riesigen Entfernungen. Der Ami ist da viel pragmatischer als wir: Lieber mal ein paar Tage ohne Strom, als hohe Stromkosten.
Wenn man es nicht besser kennt... was bleibt einem da übrig, als "pragmatisch" zu sein. Und wenn man Investitionen scheut, so liegt das meistens (so wie hier) an den großen Konzernen, die gern abkassieren, aber nix dazutun. Hört sich an wie der Bericht aus einem Entwicklungsland. Da sollte man nicht auch noch stolz drauf sein.

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janne2109 30.06.2012, 13:10
7. ............

Zitat von suchenwi
Das US-Stromnetz muss ja schrecklich zentralisiert sein, dass gleich für eine Million Leute die Lichter ausgehen. Da sitzen sie im Dunkeln und denken vielleicht, dass Photovoltaik auf dem Dach doch was gutes wäre... oder auch sturmfeste Windgeneratoren... Das Wetter wird in Zukunft stürmischer werden. Bei starkem Sonnenschein sind dagegen Photovoltaik und Klimaanlage eine schöne Kombination :^)

Herzlichen Dank für Ihre Aufklärung, die nur den Fehler enthält, dass das amerik. Stromnetz fast nur oberhalb der Straße verläuft und es daher immer wieder zu Stromausfällen kommt.

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buck_danny 30.06.2012, 13:19
8.

Zitat von suchenwi
Da sitzen sie im Dunkeln und denken vielleicht, dass Photovoltaik auf dem Dach doch was gutes wäre... oder auch sturmfeste Windgeneratoren... Das Wetter wird in Zukunft stürmischer werden. Bei starkem Sonnenschein sind dagegen Photovoltaik und Klimaanlage eine schöne Kombination :^)
Geht es überhaupt, den Strom nicht nur selbst, sondern auch noch direkt selber zu verbrauchen? Meines Wissens nein: Fällt das Netz aus, nützt die eigene PV gar nichts.

Hatte mich für ein Micro-BHKW interessiert, auch mit dem Grund, im Notfall eigenen Strom zu haben, aber selbst da geht das nicht: Kein Netz, kein BHKW. Außerdem ist das Ding zu teuer. Wie auch PV oder Wind.

Da käme es billiger einen kleinen Notromgenerator vorzuhalten......

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hessiejames 30.06.2012, 15:07
9. so isses!!!

@j.e.r
gerade im Ländlichen Raum haben viele Notstromgeneratoren. Der Amerikaner lebt mit seinen Freiluftleitungen. Fast bei jedem Tropischen Gewitter haben dann die Reparaturtrupps viel zu tun. Man sieht schon hier und da Photovoltaikanlagen. Nur da braucht´s dann auch eine Menge Speicherkapazität vor Ort. Dafür sind die Energiekosten halt noch zu niedrig.
Aber sieht es auch gelassener.Bei unseren Bekannten (obwohl Neubaugebiet) steht nach gutem Tropischem Gewitter die Strasse samt Kreuzung 50cm bis 1m unter Wasser. Dann wartet man halt 2bis 3 Std dann is es abgelaufen. Da ruft niemand die Countyverwaltung an.

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