Forum: Panorama
Gewitter an US-Ostküste: Mehr als eine Million Amerikaner ohne Strom

Schwere Gewitter haben an der US-Ostküste die Stromversorgung unterbrochen. Mehr als eine Million Menschen waren betroffen, unter anderem in der Hauptstadt Washington. In West Virginia wurde der Notstand ausgerufen.

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Andreas-Schindler 30.06.2012, 15:33
10. Es geht schonm kostet nur mehr in der Anschaffung

Zitat von buck_danny
Geht es überhaupt, den Strom nicht nur selbst, sondern auch noch direkt selber zu verbrauchen? Meines Wissens nein: Fällt das Netz aus, nützt die eigene PV gar nichts. Da käme es billiger einen kleinen Notromgenerator vorzuhalten......
Das mit den eigenen Strom Erzeugen über Solar und BHKW geht schon nur sind höhere Investitionen Notwendig für das Zwischenpeichern des Stromes. Derzeit ist es meistens so das der Strom direkt ins Netz über ein Zähler Eingespeist wir und was man an Strom Verbraucht über ein anderen Zähler aus dem Netz Entzieht.

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gandhiforever 30.06.2012, 15:48
11. Weder technischer Defekt noch Naturkatastrophe sind noetig,

Zitat von querulant_99
Die Amerikaner machen nicht gleich in die Hose, wenn der Strom durch einen technischen Defekt oder durch eine Naturkatastrophe für ein paar Tage ausfällt. So ist vor ein paar Jahren mitten im Winter tagelang der Strom in New York ausgefallen. Grund war damals eine technische Störung im Stromnetz in der Nähe der großen amerikanischen Seen, also weit, weit weg von New York. Man hätte die Stromversorgung viel schneller wieder herstellen können, wenn das Netz redundanter aufgebaut gewesen wäre. Das aber erfordert zusätzliche teure Leitungen, insbesondere bei diesen riesigen Entfernungen. Der Ami ist da viel pragmatischer als wir: Lieber mal ein paar Tage ohne Strom, als hohe Stromkosten.
um viele Menschen im Dunklen sitzen zu lassen.

Da selbst in voellig ueberbauten Gebieten die Zuleitungen meist an Baeumen vorbei in der Luft haengen, braucht es nur einen starken Sturm, und schon ist der Strom weg.

Statt mal die Sache richtig anzupacken (was dann natuerlich erst Geld kostet), wird stets gestueckelt, was im Moment billiger ist, auf Dauer aber teurer wird.

Der Druck, etwas billig zu machen, ist so gross, dass es wirklich nur billig, nicht aber gut wird.

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gandhiforever 30.06.2012, 15:53
12. Wv

Zitat von lef
der vieeleicht einmal im Jahr eionige Stunden ausfällt, als unglaublich überteuerten All-inclusive-Strom! In WV kostet die Kilowattstunde Strom eben auch nur 8 ct! (hier schon das dreifache!!)
Der Grund fuer den billigen Strom dort liegt in der Kohle, die auf die billigste Art (Topmountain Removal) gewonnen wird, die Kosten der Umweltverschmutzung muessen die einzelnen Buerger tragen, in Dreckschleudern zu Elektrizitaet gemacht wird.

Die Menschen dort erhalten unterdurchschnittliche Loehne, fuer die ist der Strom immer noch teuer genug. Kombiniert mit den Sozialkosten ist er um Etliches teurer als die 8 cts.

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buck_danny 30.06.2012, 16:52
13.

Zitat von Andreas-Schindler
Das mit den eigenen Strom Erzeugen über Solar und BHKW geht schon nur sind höhere Investitionen Notwendig für das Zwischenpeichern des Stromes. Derzeit ist es meistens so das der Strom direkt ins Netz über ein Zähler Eingespeist wir und was man an Strom Verbraucht über ein anderen Zähler aus dem Netz Entzieht.
Ja, so kenne ich das auch. Daher eben ist ein Notstromgerät billiger, aber bei uns auch überflüssig. Ist halt aber alles nicht so einfach, wie der überzeugte Stromideologe meint.

Aber eigentlich ist das ein anderes Thema.

Warum die Amerikaner "nur" dieses anfällige Netz haben, weiß ich auch nicht. Ich schätze, bei den gewaltigen Entfernungen in diesen Ländern hat man einfach ein Kostenproblem.

Aber - darum es geht gerade auch in einem anderen Thread - dieses ewige US-Bashing finde ich tröge. Was sollen diese Vergleiche, jeder soll doch so so leben, wie er möchte. Und wenn es den Amis irgendwann gegen den Strich geht, dass der Strom öfters weg ist, dann werden sie da was dagegen machen. Technisch sind die ja kein Entwicklungsland.

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hdudeck 30.06.2012, 17:00
14. Ich lebe in NYC und kann mich

>>So ist vor ein paar Jahren mitten im Winter tagelang der Strom in New York

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buck_danny 30.06.2012, 17:01
15.

Zitat von gandhiforever
Die Menschen dort erhalten unterdurchschnittliche Loehne, fuer die ist der Strom immer noch teuer genug. Kombiniert mit den Sozialkosten ist er um Etliches teurer als die 8 cts.
Ja ja, und unsere Zeitarbeiter oder 1-Euro-Jobber sind besser dran?

Mein Schwager ist ein Amerikaner und ich kann Ihnen versichern, er lebt nicht schlecht und wissen was? Er heizt mit Strom - weil er so billig ist - 7Ct - billiger als Erdöl oder Gas. Und das im hohen Norden, nicht im Süden. Und noch was: Ihn interessiert nicht, mit was wir heizen. Er würde nie kritisieren, warum wir mit diesem oder jenem für wieviel Geld heizen - das ist unsere Sache. Und wie er heizt, ist seine Sache. Er sieht das ganz easy, locker und entspannt und schüttelt nur den Kopf, wenn er hier zu Besuch ist und mitverfolgt, wie verbissen wir Deutschen die Welt verbessern möchten.

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hdudeck 30.06.2012, 17:18
16. Sorry

Zitat von hdudeck
>>So ist vor ein paar Jahren mitten im Winter tagelang der Strom in New York
der Rest wurde nicht uebernommen:

Wie gesagt, ich lebe in NYC und kann mich nicht daran erinnern, das der Strom in gesamt NYC hier im Winter (seit 2001) fuer Tage oder auch nur fuer Stunden ausgefallen ist. Ich weiss nicht, woher der Forist dies hat. Es brechen immer mal wieder in Teilen (Blocks) von NYC die Netze aus, aber der letzte NYC Blackout war 2003 und das im Sommer. Also, woher diese Aussage. Auch ist der Strompreis in WV nicht 3 cent (http://www.instituteforenergyresearc...20Virginia.pdf) wie ein anderer Forist schrieb. Ausserdem kommen da noch mindestens 5 weitere Abgaben drauf, wenn man die Rechnung in den Haenden haelt. Diese Abgaben erhoehen die Rechnung um mindestens 150%. So ist z.B. der Bereitstellungsanteil hoeher als die gesamte Summe fuer die verbrauchte Electrizitaet.

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querulant_99 30.06.2012, 23:19
17. Korrektur

Zitat von hdudeck
der Rest wurde nicht uebernommen: Wie gesagt, ich lebe in NYC und kann mich nicht daran erinnern, das der Strom in gesamt NYC hier im Winter (seit 2001) fuer Tage oder auch nur fuer Stunden ausgefallen ist. Ich weiss nicht, woher der Forist dies hat. Es brechen immer mal wieder in Teilen (Blocks) von NYC die Netze aus, aber der letzte NYC Blackout war 2003 und das im Sommer. Also, woher diese Aussage. Auch ist der Strompreis in WV nicht 3 cent () wie ein anderer Forist schrieb. Ausserdem kommen da noch mindestens 5 weitere Abgaben drauf, wenn man die Rechnung in den Haenden haelt. Diese Abgaben erhoehen die Rechnung um mindestens 150%. So ist z.B. der Bereitstellungsanteil hoeher als die gesamte Summe fuer die verbrauchte Electrizitaet.
Sie haben Recht. Ich habe mich etwas mit der Jahreszeit vertan. Der große Blackout war im Sommer 2003.

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makese 30.06.2012, 23:29
18. Na ja,...

Zitat von buck_danny
Ja ja, und unsere Zeitarbeiter oder 1-Euro-Jobber sind besser dran? Mein Schwager ist ein Amerikaner und ich kann Ihnen versichern, er lebt nicht schlecht und wissen was? Er heizt mit Strom - weil er so billig ist - 7Ct - billiger als Erdöl oder Gas. Und das im hohen Norden, nicht im Süden. Und noch was: Ihn interessiert nicht, mit was wir heizen. Er würde nie kritisieren, warum wir mit diesem oder jenem für wieviel Geld heizen - das ist unsere Sache. Und wie er heizt, ist seine Sache. Er sieht das ganz easy, locker und entspannt und schüttelt nur den Kopf, wenn er hier zu Besuch ist und mitverfolgt, wie verbissen wir Deutschen die Welt verbessern möchten.
Es gibt ja noch ein paar US-Amerikaner mehr als nur ihren Schwager.
Interessanterweise halten die, die ich über meine Arbeit kennengelernt habe (und das sind nicht wenige,vom Firmenchef bis zum kleinen Arbeiter), sehr viel von der "Deutschen Verbissenheit". Z.B. sind sie sehr erfreut darüber, dass in einer deutschen "Filiale" in den USA die Leistung anerkannt und honoriert wird und sie nicht alle fünf Jahre einen neuen Job suchen müssen um etwas mehr zu verdienen (was in den USA sonst durchaus üblich ist). Auch dürfen "Weißkittel" und "Blaukittel" ohne Angst vor Folgen auf Augenhöhe miteinander (innerhalb der Firma) kommunizieren. Das ist in vielen US-Firmen nicht erwünscht.Ich habe das schon persönlich miterlebt, wie eine junge Frau (Weißkittel) eine Abmahnung von ihren Chef erhielt, weil sie sich in der Mittagspause mit "Blaukitteln" an denselben Tisch gesetzt hat. Und dass viele normale Arbeiter in der US-Industrie noch einen zweiten Job haben kommt auch nicht von ungefähr. Einige unserer Arbeiter in den Werken in USA durften für ein paar Wochen in unsere Werke nach Deutschland. Ohne Ausnahme haben die vom "Arbeiterparadies" gesprochen und wären am liebsten gleich hier geblieben. Es scheint so, als wenn eine gewisse "Verbissenheit" sich auch recht positiv auswirken kann. Übrigens können US-Amerikaner sehr verbissen sein, wenn es um die "ungeschriebenen Gesetze " geht.
Sie können das ausprobieren indem sie z.B. am Sonntag morgen dort in einem Provinzstädtchen ihr Auto waschen. Alternativ können sie natürlich auch ihren Schwager dazu auffordern.

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gandhiforever 30.06.2012, 23:47
19. Wenn Sie verbissen

Zitat von buck_danny
Ja ja, und unsere Zeitarbeiter oder 1-Euro-Jobber sind besser dran? Mein Schwager ist ein Amerikaner und ich kann Ihnen versichern, er lebt nicht schlecht und wissen was? Er heizt mit Strom - weil er so billig ist - 7Ct - billiger als Erdöl oder Gas. Und das im hohen Norden, nicht im Süden. Und noch was: Ihn interessiert nicht, mit was wir heizen. Er würde nie kritisieren, warum wir mit diesem oder jenem für wieviel Geld heizen - das ist unsere Sache. Und wie er heizt, ist seine Sache. Er sieht das ganz easy, locker und entspannt und schüttelt nur den Kopf, wenn er hier zu Besuch ist und mitverfolgt, wie verbissen wir Deutschen die Welt verbessern möchten.
die Welt verbessern moechten, dann ist das Ihre Sache.

Ich will nur mein Land verbessern.

BTW Bei uns sind es heute 95 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Haben Sie sonst noch Fragen?

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