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Großbritannien: Hartes Kreuzverhör vor Gericht - Missbrauchsopfer tötet sich selbst

In Großbritannien entbrennt eine Debatte über den Umgang mit Zeugen bei Missbrauchsprozessen. Eine Frau tötete sich selbst, nachdem sie vor Gericht einem harten Kreuzverhör ausgesetzt war. Ihr Sohn erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Justiz.

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Marshmallowmann 10.02.2013, 05:23
90.

Zitat von fatherted98
...auch nicht anders. Zeugen und Opfer werden noch nicht mal vor dem Gerichtssaal vor den Angeklagten oder deren Angehoerigen geschuetzt, Anwaelte und Gerichte haben keinerlei Empathie fuer den Zustand der Opfer und deren Angehoerige und in der Behandlung derselben...ein Wunder das Kinder nun getrennt von den Taetern in einem Nebenraum verhoert werden....immerhin ein Fortschritt...ansonsten kann jeder nur froh sein nichts mit Gerichten, Staatsanwaelten oder der Justiz oder Polizei im allegemeinen zu tun zu haben...letztlich verliert das Opfer immer.....meist auch vor Gericht.
90% der Anklagen wegen Vergewaltigung sind aus Rache, d.h. es gab keine Vergewaltigung aber man versucht trotzdem jemanden anzuklagen. Und das sind nur die Anklagen, wie viele Anzeigen es gibt die völliger Blödsinn sind werde ich hier nicht vorrechnen. Wenn es um einen Sorgerechtsstreit geht sogar über 99%, da es dort die größte Waffe der Frau ist vor Gericht so etwas zu sagen.

Wenn man vor Gericht aussagen will kann man dies tun, man muss es jedoch nicht. Von daher ist dieser Artikel völlig irrelevant.

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Marshmallowmann 10.02.2013, 05:32
91.

Zitat von jahiro
"Der Richter nahm die Verteidigerin des Täters am Ende des Prozesses explizit in Schutz. Sie habe ihre Arbeit so gemacht, wie sie getan werden müsse, sagte er." ... auch wenn der Zeuge daran zerbricht. Es geht halt nicht um die Opfer, sondern um die Aufrechterhaltung der Macht des Staates ( = der Mächtigen). Das ist über all so.


Nunja, man könnte auch sagen ein normaler Mensch der noch nicht verurteilt ist, wird so gut es geht geschützt. Es könnte genau so gut sein dass er unschuldig ist. Somit hätten sie einer völlig unschuldigen Person zugemutet was sie einem Täter zumuten wollten.

Die Menschen sind unschuldig bis das Urteil fällt, in Deutschland wird das oft vergessen (Fall Kachelmann). Hier wird oft vorverurteilt und der Makel eines angeklagten Vergewaltigers bleibt für immer, hier wird oft das Leben eines Unschuldigen zerstört (Stastik Bayern 2011: 90% der Angeklagten sind unschuldig)

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Marshmallowmann 10.02.2013, 05:38
92.

Zitat von Stauss
Im deutschen Recht wäre das längst verjährt und es wäre nie verhandelt worden. Und wie man sieht, ist es auch gut so. Es wäre nach dt. Recht auch keine Vergewaltigung, sondern Missbrauch einer Minderjährigen im minderschweren Fall, weil das Einverständnis gegeben war. 1 1/2 Jahr auf Bewährung.


Wäre es nicht ihr Musiklehrer gewesen, dann wäre der einvernehmliche Verkehr in Deutschland sogar völlig legal gewesen. Mit 14 Jahren kann ein Mädchen mehr als genug selbst entscheiden ob sie mit einem Mann schlafen will oder nicht.

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Marshmallowmann 10.02.2013, 05:42
93.

Zitat von Pfaffenwinkel
Das Opfer hätte als Nebenklägerin auftreten und sich selber durch einen eigenen Verteidiger "schützen" können. Warum ist das nicht geschehen?
Weil sie das ablehnte. Sie hätte nicht mal im Raum aussagen müssen, sondern hätte dies auch über ein Videogerät tun können, auch dies hat sie abgelehnt. Sie hätte nicht einmal aussagen "müssen", auch dies hätte sie ablehnen können.

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Marshmallowmann 10.02.2013, 05:44
94.

Zitat von TomRohwer
... In einem Strafverfahren gibt es weder "Opfer" noch "Täter", sondern nur mutmaßliche Opfer und mutmaßliche Täter. Ob das mutmaßiche Opfer auch tatsächlich ein Opfer ist, und ob derjenige, dem die Tat vorgeworfen wird, auch tatsächlich der Täter ist - ist Aufgabe des Strafprozesses, und das Ergebnis dieses Herausfindens steht des Strafprozesses. Nicht an seinem Anfang. Zeugen wiederum sind häufig unzuverlässig, ihre Aussagen häufig falsch oder unvollständig, und selbstverständlich muß die Aussage eines Zeugen vor Gericht kritisch hinterfragt werden. Wie alle anderen Aussagen auch. Übrigens nicht nur von der Verteidigung. Auch Staatsanwaltschaft und Richter müssen Zeugen (das mutmaßliche Opfer ist ebenfalls ein Zeuge, rechtlich gesehen) kritisch befragen.

Endlich mal jemand der Klartext redet!

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Marshmallowmann 10.02.2013, 05:50
95.

Zitat von wortgewalt87
Auch in D herrscht vor Gericht eine übelste Asymmetrie. Der Verteidiger darf die (oft genug schon ohnehin schwerbeschädigte) Würde des Opfers munter treten, während der Staatsanwalt die Würde des Täters zu wahren hat. Wäre schön, wenn ich noch erleben könnte, dass Art. 1 GG auch für Opfer gilt.
Tut sie. Man muss nur die Mittel wahrnehmen die einem als mutmaßliches (ich kann das hier nicht oft genug betonen!) Opfer gegeben sind.

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mangelaerkel 10.02.2013, 06:29
96. Justiz

egal um was es geht ...es wird immer Unrecht im Namen des jeweiligen Volkes gesprochen und gehandelt. Es sei denn man gehört der den Privilegierten die sich ungestraft durch unsere Welt bewegen dürfen...ja-ja die Welt ist ja sooo ungerecht. Aber wenn das doch schon alle wissen warum wird dann um diesen Fall überhaupt so ein Aufhebens gemacht? Wie viele Kinder waren das nochmal die wir jede Sekunde verhungern und sterben lassen? ...wen interessiert das denn noch ?! da ich dazu nur gelegentlich in den Medien etwas vernehme ist es den Menschen egal sonst gäbe es jeden Tag eine herzzerreißende fette Schlagzeile: Montag:WIEDER 10.000 KINDER VERHUNGERT ... Dienstag:UND SCHON WIEDER 10.000 KINDER VERHUNGERT... Mittwoch:NOCHMAL 10.000 KINDER VERHUNGERT...Donnerstag...usw usw...aber das interessiert ja niemanden also schreiben wir auch nix drüber und außerdem wissen es doch längst alle...also genau wie bei den Vergewaltigungen...das wissen auch schon längst alle aber dies Thema findet immer wieder seinen Platz als Aufmacher...was für ein dekadenter Journalismus...der es sich leisten kann das alltägliche Massensterben zu ignorieren oder nur gelegentlich zu reportieren wenn mal wieder ein Promi einem Steppendörfchen eine Wasserpumpe spendet...wie aufmerksam... es lebe die Menschlichkeit!

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JaneO. 10.02.2013, 09:20
97. viele Fragen

bringt dieser Artikel an das Tageslicht.
1.
Zitat:"Darüber hinaus sei sie von der Polizei angewiesen worden, bis zum Prozessende keine therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen." Zitat Ende.

Diese/r MitarbeiterIn bei der Polizei ist mit Sicherheit im falschen Beruf und auch sein/ihr AusbilderIn sollte sich ernsthaft fragen selbst umzuschulen.

JaneO. Betroffene sexualisierter Gewalt in der Kindheit

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Peppermint_Patty 10.02.2013, 09:45
98. Leider richtig

Der Missbrauchs- und oder Vergewaltigungsvorwurf wird doch leider inflationär erhoben. Sei es, um dem Ex eins auszuwischen, aus Rache oder weil die Anzeigende von Haus aus nicht alle Tassen im Schrank hat.
Ich habe selbst 2 Männer in meinem Bekanntenkreis, denen Kindesmissbrauch vorgeworfen wurde und es sich dann herausgestellt hat, dass an den Vorwürfen nachweislich überhaupt nichts dran war!

Von daher finde ich es richtig, dass diese Vorwürfe sehr kritisch hinterfragt werden und den eventuellen Opfern etwas genauer auf die Finger geschaut wird. Nicht umsonst gilt in einem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung. Natürlich kann diese Situation für echte Opfer von Sexualstraftaten nicht befriedigend sein - leider lässt sie sich nicht ohne weiteres ändern!

Eventuell hätte es dem Opfer in dem Artikel geholfen, sich ebenfalls im Vorfeld von einem guten Anwalt beraten zu lassen. Vielleicht hätte sie auf der Klägerseite mehr Rechte gehabt anstatt als Zeugin.

Und was die Anwältin angeht - Chapeau!!! Wäre ich mit dem Vorwurf einer Straftat konfrontiert und stünde meine Freiheit auf dem Spiel, gehörte sie zur allerersten Wahl!

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privat23 11.02.2013, 09:25
99. Die Antwort lautet NIEMAND

[QUOTE=CA-Fire;11977893]für die rücksichtslose, unsensible und menschenverachtende juristische "Gerechtigkeit".
Derartiges Vorgehen wird aber nicht nur in GB praktiziert, sondern täglich auch in Deutschen Gerichtssälen.
Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte, ohne jedes menschliche Empfinden.
Egal was Opfer durchgemacht haben oder empfinden, niemand aus dem Apparat "Justitia" interssiert die.
Hauptsache immer schön den Regeln folgen, möglichst schonungslos und brachial die Tatsachen aus dem Opfer pressen und immer schön politisch korrekt sein.
Kommt es zum Täterschutz wird alles gemacht. Da wird der "arme" Migrant geschützt, weil man Angst hat als rassistisch zu gelten.
Da wird die Öffenlichkeit ausgesperr, da ein Gewalttäter mit 20 Jahren als "Jugendlicher" behandelt werden muss, da werden Sexualstraftäter, die sich an Kindern vergehen, nach kurzer Inhaftierung ohne Auflagen wieder auf die Menschkeit losgelassen, usw.

Wer fragt nach den Opfern? Wer nimmt Rücksicht auf diese?
Wer ist sensibel genug um den Opfern nicht noch weitere Scham und Schmerzen zuzufüge?

Wer macht sich Gedanken, dass derartiges, wie in dem beschrieben Fall nicht geschieht?[/QUOTE´


Das läuft weiter so, warum? Weil es "Erduldet" wird, von den Opfern, den Angehörigen und auch den Unbeteiligten, immer mir der Hoffnung verbunden, es soll lieber andere treffen. Das Gewaltmonopol des Staates ist alternativlos, aber wenn es nicht genutzt wird...?

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