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Grubenunglück in Thüringen: Bergleute starben an Kohlendioxid-Vergiftung
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Erste Vermutung bestätigt: Die drei Opfer des Grubenunglücks im thüringischen Unterbreizbach starben an einer zu hohen Kohlendioxid-Konzentration. Dies sei das Ergebnis des vorläufigen Obduktionsberichtes, erklärte die Staatsanwalt.

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rolandjulius 03.10.2013, 14:36
1. Der Tod der Bergleute..

hätte durchaus verhindert werden können.
In vielen Gruben der Welt, begeben sich bei Sprengungen die Bergleute in Sicherheitszellen,
welche sie erst verlassen, nachdem die Gefahr vorüber ist. Was wiegt mehr? Die Kosten einer Sicherheitszelle,
oder das Leben einiger Bergleute?

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brille000 03.10.2013, 15:46
2. Eigentlich unvorstellbar,

Zitat von sysop
Erste Vermutung bestätigt: Die drei Opfer des Grubenunglücks im thüringischen Unterbreizbach starben an einer zu hohen Kohlendioxid-Konzentration. Dies sei das Ergebnis des vorläufigen Obduktionsberichtes, erklärte die Staatsanwalt.
dass sich derartige Mengen an CO2 im Gestein sammeln können und über Millionen von Jahren hinweg auch dort verbleiben, ohne dass da was "abpfeift". Da denkt man doch unwillkürlich an die Ideen diverser "Experten", das durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe entstehende CO2 in die Erde zu verpressen. Könnte diese Katastrophe vielleicht schon von einem diesbezüglichen Versuch herrühren?

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Flari 03.10.2013, 15:52
3. Lesen Sie nur Überschriften?

Zitat von rolandjulius
hätte durchaus verhindert werden können. In vielen Gruben der Welt, begeben sich bei Sprengungen die Bergleute in Sicherheitszellen, welche sie erst verlassen, nachdem die Gefahr vorüber ist. Was wiegt mehr? Die Kosten einer Sicherheitszelle, oder das Leben einiger Bergleute?
Würden Sie etwas mehr lesen, wüssten Sie, dass das Bergwerk bei der Sprengung kpl. geräumt war.
Der explosive und unerwartete CO2-Ausstoss kam erst lange nach der Sprengung.

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Jurx 03.10.2013, 17:06
4. Und warum sind die Leute jetzt tot?

Die gehörten doch zu einem Messtrupp, der die Grube auf das Vorhandensein gefährlicher Gase nach der Sprengung testen sollten. Was war denn jetzt los, was ist schiefgelaufen? Haben die ihre Mess- und Warngeräte leichtsinnigerweise nicht eingeschaltet gehabt, weil sie sich noch in einem vermeintlich sicheren Bereich der Grube befanden? Waren sie schlecht ausgerüstet? Haben die Warngeräte technisch versagt und nicht funktioniert? Oder waren die vorhandenen Selbstretter gar keine Sauerstoff-Selbstretter, die die Leute auch in sauerstoffarmer Umgebung mit ausreichend Atemsauerstoff versorgen konnten, sondern nur einfache Selbstretter mit einem Filtersystem, die nur bei Vorhandensein von genügend Sauerstoff in der zu filternden Luft funktionieren können? Ich hoffe, wenn die Ursache feststeht, dass das dann auch nochmal bekanntgegeben wird.

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Überfünfzig 03.10.2013, 17:47
5. Die Leute starben deshalb...

Zitat von Jurx
Die gehörten doch zu einem Messtrupp, der die Grube auf das Vorhandensein gefährlicher Gase nach der Sprengung testen sollten. Was war denn jetzt los, was ist schiefgelaufen? Haben die ihre Mess- und Warngeräte leichtsinnigerweise nicht eingeschaltet gehabt, weil sie sich noch in einem vermeintlich sicheren Bereich der Grube befanden? Waren sie schlecht ausgerüstet? Haben die Warngeräte technisch versagt und nicht funktioniert? Oder waren die vorhandenen Selbstretter gar keine Sauerstoff-Selbstretter, die die Leute auch in sauerstoffarmer Umgebung mit ausreichend Atemsauerstoff versorgen konnten, sondern nur einfache Selbstretter mit einem Filtersystem, die nur bei Vorhandensein von genügend Sauerstoff in der zu filternden Luft funktionieren können? Ich hoffe, wenn die Ursache feststeht, dass das dann auch nochmal bekanntgegeben wird.
...da hier in sehr kurzer Zeit sehr große Mengen an Atemluft verdrängt worden ist. CO2 ist ein hochtoxisches Atemgift.
Bei einer Konzentration von 8 bis 10 Vol.-% in der Luft tritt eine schlagartige Bewusstlosigkeit durch Lähmung des Atemzentrums ein, die in
kürzester Zeit zum Tode führt. Die Kumpel konnten gar nicht so schnell reagieren wie binnen von Sekunden die Atemluft durch 100% CO2 verdrängt worden war.

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Flari 03.10.2013, 18:30
6. Nein...

Zitat von brille000
Eigentlich unvorstellbar, dass sich derartige Mengen an CO2 im Gestein sammeln können und über Millionen von Jahren hinweg auch dort verbleiben, ohne dass da was "abpfeift". Da denkt man doch unwillkürlich an die Ideen diverser "Experten", das durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe entstehende CO2 in die Erde zu verpressen. Könnte diese Katastrophe vielleicht schon von einem diesbezüglichen Versuch herrühren?
Lesen Sie mal hier von früheren Unfällen dieser Art:

Vor 55 Jahren: Kohlendioxidausbruch in Menzengraben

Teilweise findet sich in Salzstockbereichen gewichtsmässig die 10fache Menge an CO2.

Zitat: "Im Gefolge der vulkanischen Ereignisse sind nicht nur Magmen sondern auch große Mengen Kohlensäuregas („Kohlendioxid“) in das Salzgestein eingedrungen. Das Gas wurde entweder in die Kristallgitter der Salze eingelagert („intra-kristallin“) oder die kleinen Gasmoleküle befinden sich in den Freiräumen zwischen einzelnen Kristallen („inter-kristallin“). In einer Zone im Bereich von Basaltgängen ist das Salz oft mit Kohlensäure durchsetzt („imprägniert“) und eine Tonne Salz kann hier bis zu 10 Tonnen Kohlensäure enthalten."

Rhönlexikon: Salzlagersttte und Rhn-Vulkanismus

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Der_Widerporst 03.10.2013, 20:30
7.

Zitat von Überfünfzig
CO2 ist ein hochtoxisches Atemgift. Bei einer Konzentration von 8 bis 10 Vol.-% in der Luft tritt eine schlagartige Bewusstlosigkeit durch Lähmung des Atemzentrums ein, die in kürzester Zeit zum Tode führt.
DAS bezeichnen Sie als "hochtoxisch"??

Was ist denn dann für Sie niedrigtoxisch? Wasser?

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Überfünfzig 03.10.2013, 21:32
8. Bezeichnet...

Zitat von Der_Widerporst
DAS bezeichnen Sie als "hochtoxisch"?? Was ist denn dann für Sie niedrigtoxisch? Wasser?
...Giftstoffe, die schnell toxisch wirken, vor allem Substanzen mit guter Löslichkeit in Körperflüssigkeiten und die über ihre Stoffwechselvorgänge oder durch Berührung oder Eindringen in den Körper (bereits in vergleichsweise geringer Dosis) einen irreversiblen Schaden zufügen kann.
Ende der Lehrstunde!

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ccfuchs 03.10.2013, 21:52
9. CO2 toxisch?

Wäre CO2 toxisch wären wir schon alle tot, schließlich atmen wir dieses Gas selbst aus. Richtig ist, dass ab 8% Konzentration in der Atemluft nach max 1h der Tod eintritt. Dies liegt aber simplerweise daran, dass wir unser Stoffwechselprodukt dann wegen dem Partialdruck nicht mehr loswerden -> CO2 Konzentration im Blut steigt, der Stoffwechsel macht schlapp. Mit der gleichen Begründung wäre Traubenzucker toxisch, ab ca 600mg/dl im Blut ist nämlich auch langsam Schluss mit Leben,...
CO hingegen ist toxisch,...

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