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Grundsatzentscheidung: Amnesty kämpft jetzt auch für Liberalisierung der Prostitution
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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International setzt sich künftig für eine Liberalisierung der Prostitution ein. Das hat die Hauptversammlung der Bewegung beschlossen - weltweiter Proteste zum Trotz.

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Wofgang 12.08.2015, 13:26
140.

Zitat von odapiel
von Zwangsprostituierten zwischenzeitlich nachweislich 95%. Darunter eine sehr hohe Anzahl an Minderjährigen, die eben gerade nicht mehr ermittelt werden können, weil man nicht einfach mal so in einem "legalen Betrieb" eine Razzia machen kann.
Woher kommt denn diese Zahl? Geschätzt? Von Emma?

Die Polizei und auch die Steuerfahndung kann in jedem Betrieb eine Razia, oder auch Prüfung machen. So lange nicht das Gegenteil bewiesen ist, ist jeder Betrieb legal, dafür gibt es genau diese Prüfungen.

Wenn es 95% Zwangsprostituierte gibt, dann kann die Polizei sie da raus holen, vernehmen und entsprechende Schritte gegen die Zwang ausübenden Personen ein leiten.

Wenn ein Chef in einem anderen legalen Betrieb seine Mitarbeiterinnen verprügelt, kann die Polizei ebenfalls ein schreiten. Vorausgesetzt sie müssen nicht gerade eine Verkehrskontrolle machen, was in Deutschland allemal wichtiger ist.

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agt69 12.08.2015, 13:31
141. Das ist lächerlich

Zitat von odapiel
von Zwangsprostituierten zwischenzeitlich nachweislich 95%. Darunter eine sehr hohe Anzahl an Minderjährigen, die eben gerade nicht mehr ermittelt werden können, weil man nicht einfach mal so in einem "legalen Betrieb" eine Razzia machen kann. Völliger Humbug also.
Wenn es in einem legalen Club Hinweise auf Drogenhandel gibt, dann wird dort auch sehr schnell eine Razzia durchgeführt. Zumindest hier in München passiert das mit großer Regelmäßigkeit.
Wenn die Hamburger Polizei bei Hinweisen auf Kinderprostitution keine Razzia durchführt, dann liegt das sicher nicht an der Gesetzeslage, sondern an einer sträflichen Untätigkeit der Behörden.
Zwangsprostitution lässt sich deshalb so schwer verfolgen, weil die Betroffenen aus Angst keine Aussage machen, da oft ihre Familien in der Heimat bedroht werden.
Durch ein Verbot wird gar nichts an dieser Situation geändert. Es verschlechtern sich lediglich die Bedingungen für ALLE Prostituierte.
Die Folgen eines Prostitutionsverbots zeigen sich sehr deutlich in Schweden. Die Prostitution hat sich von der Straße ins Internet verlagert, die Situation der Prostituierten hat sich deutlich verschlechtert, die Gewalt gegen Prostituierte ist gestiegen und die Zahl der Vergewaltigungen ist sprunghaft angestiegen.
Die Legalisierung schafft sicher auch Probleme, für die die Behörden eine Lösung finden müssen. Ein Verbot schadet aber vor allem denen, die angeblich geschützt werden sollen: den Frauen.

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Wofgang 12.08.2015, 13:33
142.

Zitat von heidite
.... Auf alle Fälle ist eine Legalisierung der Prostitution in meinen Augen peinlich und entwürdigend für alle Menschen, für Frauen und Männer.
Da sollen sie ihrer Tätigkeit lieber wieder in Hinterzimmern nach gehen, damit der brave Bürger nichts davon mitbekommt. Genau das fördert die Kriminalität, wie wir es über viele Jahre erlebt haben.

Die Legalisierung der Prostitution ist genauso sinnvoll, wie die Legalisierung der Homosexualität. Und das Gesetz ist sicher nicht falsch, nur weil es keine angestellt ausgebeuteten Prostituierten gibt. ;-)

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desktopper 12.08.2015, 13:33
143. Halt mal!

Zitat von Ontologix II
Dass Prostitution noch nicht abgeschafft wurde, ist ein Skandal. Gut, dass Sie den endlich beseitigen. Wenn Sie fertig sind, schaffen Sie doch gleich noch Kindesmissbrauch, Ehebruch und Kuckuckskindunterschiebung, Verbrechen und Krieg ab.
Halt mal! So geht es nicht. Der Vergleich ist hanebüchen, da die von Ihnen genannten Punkte ganz klar (jetzt schon) strafrechtlich verfolgte Verbrechen sind. Die Prostitution (noch??) nicht.

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MatthiasPetersbach 12.08.2015, 13:37
144.

Zitat von heidite
...Auf alle Fälle ist eine Legalisierung der Prostitution in meinen Augen peinlich und entwürdigend für alle Menschen, für Frauen und Männer.
..in IHREN Augen.

Es mag andere geben. Es ist für mich ein Rätsel, wieso Sex-Dienstleistungen, die kontrolliert und besteuert und freiwillig beiderseits ausgeführt werden, irgendwie anders behandelt werden sollen als andere Themenfelder.

Nur weils um den Körper geht? Den verkauft jeder Leistungssportler und auch jeder Bauarbeiter.

Und ist "Geist verkaufen" jetzt besser? An Bildzeitung, Banken, an Landminenhersteller?

Ach, das ist alles Quark. Da gehts um die Moral, ne Bevormundung - mehr nicht.

Und - eventuell- um die unrichtige Gleichsetzung von Menschenhandel und Zwangsprostitution mit "regulärer" Prostitution. Das sind aber für nen Menschen mit nem IQ größer der Tagestemperatur zwei völlig verschiedenen Paar Schuhe.

Der einzige Zusammenhang zwischen diesen Themenfeldern ist die Tatsache, daß die Unterdrückung und das Verbrechen steigt, wenn die reguläre Sache verboten wird.

Das ist mit Alkohol und Haschisch genauso wie mit der Prostitution. Deshalb sind die "Absolutisten" schuld an Elend, Versklavung und genau DEM, was sie so zu bekämpfen meinen. ICH wollte damit nicht leben müssen.

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reviloland 12.08.2015, 13:41
145. Mutiger und richtiger Schritt

Das ist ein mutiger und richtiger Schritt, gerade in einem internationalen Umfeld, in dem Prostitution verteufelt und das "schwedische" Modell überall propagiert wird.

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Koda 12.08.2015, 13:43
146. Einmal ganz ernsthaft: zwei Erwachsene vereinbaren Sex gegen Bezahlung

Zitat von ursula_hundrich
ein trauriger Tag und unglaublich ist diese Entscheidung von Amnesty. Wir haben doch schon in Deutschland gesehen, was passierte, als SPD und GRUENE das Prostitutionsgesetzt liberalisiert haben: Zuhaeltern und Menschenhaendlern wurden Tuer und Tor geoeffnet. Prostitution gehoert abgeschafft ! Basta.
Was wäre an einer Entscheidung unter Erwachsenen moralisch auszusetzen?
Möchten Sie Erwachsene bevormunden?

Was man bekämpfen muss, sind der Zwang und die Verbrechen, die hinter der Prostitution stehen, mti dem Obigen aber insofern wenig zu tun haben wie Alkohol und Mafia (siehe Prohibition in den Vereinigten Staaten)

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Koda 12.08.2015, 13:51
147. Die Würde allein ernährt aber nicht die Frau wenn es anders nicht geht

Zitat von toscana57
Wie kann es mit der Würde einer Frau vereinbar sein, wen sie aus lauter Not und Elend ihren Körper verkaufen muss ? Etwas würdeloseres kann ich mir als Frau kaum vorstellen. Ich bin froh zu wissen, dass meine geliebte Tochter und meine geliebten Enkeltöchter aller Wahrscheinlichkeit niemals in so einer hoffnungslosen Situation sein werden, sich prostituieren zu müssen. Die Männer bei Amnesty haben wohl vollkommen ihren Verstand verloren.
Versuchen Sie mal, so zu leben wie die armen Prostituierten es tun, wenn sie
a) keinen andere Arbeit finden können (z.B. Osteuropa oder wg. Sucht)
b) mit vorgehaltener Waffe gezwungen werden
c) vielleicht auch ein ganz andere Einstellung dazu haben als SIE.

Weder ICH noch SIE noch irgendein anderer Kommentator hier ist das Maß aller Moral, Würde etc.

Und solange ein Frau dies freiwillig tut, selbst wen sie anders könnte, ist da nichts einzuwenden.

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Ontologix II 12.08.2015, 14:02
148. Soso

Zitat von desktopper
Halt mal! So geht es nicht. Der Vergleich ist hanebüchen, da die von Ihnen genannten Punkte ganz klar (jetzt schon) strafrechtlich verfolgte Verbrechen sind. Die Prostitution (noch??) nicht.
Kuckuckskindunterschiebung wird also strafrechtlich verfolgt? Welcher §? Bisher wird nur der misstrauische Vater verfolgt, der heimlich einen Gentest machen lässt.

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Christoph 12.08.2015, 14:03
149.

Zitat von MatthiasPetersbach
Nur weils um den Körper geht? Den verkauft jeder Leistungssportler und auch jeder Bauarbeiter. Und ist "Geist verkaufen" jetzt besser? An Bildzeitung, Banken, an Landminenhersteller?
In anderen Berufen nennt es sich doch heutzutage, insbesondere bei Frauen, Selbstverwirklichung, wenn Menschen für Geld ihre Freiheit verkaufen müssen. Dass solche VerherrlicherInnen der Erwerbsarbeit nicht verstehen können, dass andere einfach nur arbeiten, weil sie es zwecks Geldverdienen müssen, ist doch klar.

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