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Grundsatzentscheidung: Amnesty kämpft jetzt auch für Liberalisierung der Prostitution
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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International setzt sich künftig für eine Liberalisierung der Prostitution ein. Das hat die Hauptversammlung der Bewegung beschlossen - weltweiter Proteste zum Trotz.

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IB_31 12.08.2015, 15:15
160.

Zitat von Wunderläufer
Bei der ersten Lektüre habe ich auch geschluckt und "unglaublich" gedacht. Aber bei intensiverem Nachdenken muss ist Amnesty recht geben: Prostitution lässt sich nicht aus der Welt schaffen. Was verboten und kriminalisiert wird verschwindet im Untergrund. Damit kann niemandem gelegen sein, der den Prostituierten helfen will
Das für mich überzeugenste Gegenargument kommt für mich vom Bündnis Koalition gegen Frauenhandel (CATW)

"Es gibt keine Logik in der Annahme, dass man zum Schutz der Ausgebeuteten die Ausbeuter entkriminalisieren muss", sagte CATW-Chefin Taina Bien Aime.

Und zum Argument "es wurden Prostituierte befragt:"
Es sind insgesamt 200 Prostituierte befragt worden......

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Wheredoyouwanttogotoday? 12.08.2015, 15:16
161. Wenn

Zitat von odapiel
von Zwangsprostituierten zwischenzeitlich nachweislich 95%. Darunter eine sehr hohe Anzahl an Minderjährigen, die eben gerade nicht mehr ermittelt werden können, weil man nicht einfach mal so in einem "legalen Betrieb" eine Razzia machen kann. Völliger Humbug also.
Sie für Ihre Behauptung einen Beleg hätten, würde er nicht so polemisch und kenntnisfrei wirken.

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Wheredoyouwanttogotoday? 12.08.2015, 15:20
162. Puh

Zitat von Ontologix II
Die Formen der Prostitution sind so verschieden wie solche in der "normalen" Arbeitswelt. Wenn jemand etwas gegen Ausbeutung und Zwangsprostitution tun will, dann soll der Straßenstrich verboten werden. Keine andere Form der Prostitution ist ähnlich gefährlich und zuhälterträchtig wie diese.
Das stimmt auch nicht, etliche Prostituierte nutzen gerne die Möglicgkeit, ohne Miete und irgendwelchen Aufwand zu kommen und zu gehen, wann sie wollen.

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unimog_andi 12.08.2015, 15:26
163. Ne, eher nicht

Zitat von Wheredoyouwanttogotoday?
Entkriminalisierung dürfte eher Konservative und Rechte stören.
Entkriminalisierung bzw. die Prostitution an sich stört am meisten Feministinnen und Gender-Trullas (s. Schwarzer).

1) Achtung gemein! Weil die meistens besser aussehen als die o.g.
2) a) Weil dann das zweitbeste Erpressungsmittel der Frau - der SEX - relativ einfach vom Mann zu bekommen ist.
2) b) Weil er sich vielleicht überlegt, dass die Vorteile eines (teuren) regelmäßigen Besuchs im Puff größer sind, als die einer Ehe.

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ambulans 12.08.2015, 15:48
164. richtig so!

bekämpft endlich die zuhälter, die menschenhändler und alle die anderen, die von der ausbeutung dort leben - und lasst dafür die sex-arbeiter in ruhe; die sind nur die armen schw..ne, die die drecksarbeit tun ...

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lab61 12.08.2015, 16:07
165.

Zitat von Ontologix II
Die ehrenwerte Frau Schwarzer kommt auf diese Zahl, weil sie Zwangsprostituierte, die auf Grund von physischem Zwang in die Prostitution gezwungen werden und solche, die sich aus wirtschaftlicher Not oder zum Gelderwerb prostituieren, .....
Der Forist schrieb etwas von NACHWEISLICH 95%.

Frau Schwarzers Meinung ist aber kein Nachweis für irgend etwas.

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MatthiasPetersbach 12.08.2015, 16:13
166.

Zitat von toscana57
Wie kann es mit der Würde einer Frau vereinbar sein, wen sie aus lauter Not und Elend ihren Körper verkaufen muss ? Etwas würdeloseres kann ich mir als Frau kaum vorstellen….
Ich schon.
Würdeloser als eine Bildzeitungsreporterin? Als eine Kriegsministerin?
Oder, wenn man unsere gesegneten Gefilde mal verlassen: Würdeloser als im Sweatshop für uns die Finger blutig nähen? Mal abgesehen davon, daß da sexistische Repressalien anscheinend auch nicht unalltäglich sind.

Wenn Prostitution "würdelos" sein soll, dann nur, weil Leute wie Sie die gerne kriminalisieren und in den Untergrund abschieben würden. Dann ist der Job allerdings würdelos - aber weil die Umstände so sind - nicht der Beruf.
Es spricht nix dagegen, daß der Prostitution endlich mal die Anerkennung teil wird, der ihr angemessen ist. So wie in anderen Kulturen und Zeiten auch. Das muß auch nicht immer gleichzusetzen sein mit nem Fuffi und ner schnellen Nummer. Das können sich aber wiederum einige nicht vorstellen. Im Prinzip ist das - richtig ausgeführt - ne sinnvolle Dienstleistung.
Wenn wir es zuließen.

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MatthiasPetersbach 12.08.2015, 16:21
167.

Zitat von IB_31
"Es gibt keine Logik in der Annahme, dass man zum Schutz der Ausgebeuteten die Ausbeuter entkriminalisieren muss", sagte CATW-Chefin Taina Bien Aime.
Da ist in der Tat keine Logik drin. Allerdings will das auch niemand.
Umgekehrt wird aber auch kein Schuh draus: Um die Ausbeuter (Zuhälter) zu bekämpfen, die Ausgebeuteten zu bestrafen bzw. als illegal zu erklären, ist jetzt auch kein Anwärter auf den Vernunftpokal.

Es ist doch eigentlich ganz einfach:
Schutz, Respekt und Anerkennung für die, die den Beruf freiwillig ausüben.
Kampf jeglicher Form der Ausbeutung, des Zwangs, des Menschenhandels incl. Geldfluß für Zuhälteridioten. Was im übrigen heute alles auch schon strafbewehrt ist - die Gesetze gibts und das wäre alles morgen schon gegessen, wenn man heute wollte.
Will man vielleicht nicht. DAS wird eher der Aufreger sein.

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Olaf Göbel 12.08.2015, 16:44
168. Mutig und richtig

Eine richtige und unglaublich mutige Entscheidung, für die Amnesty aber wohl leider einiges an Prügel wird einstecken müssen. Ich freue mich, dass es noch Verantwortungsträger gibt, die offensichtlich mit Herz UND Verstand entscheiden. Unsere Politiker sollten sich daran ein Beispiel nehmen.

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HALLO HALLO 12.08.2015, 16:59
169. Titel des beitrages wurde geändert

Für alle Leser die es nicht mitgekriegt haben: der Beitrag wurde ursprünglich unter dem Titel " Grundsatzentscheidung: Amnesty kämpft jetzt auch für Zuhälter"
veröffentlicht, inzwischen aber umgeändert zu
"Grundsatzentscheidung: Amnesty kämpft jetzt auch für Liberalisierung der Prostitution".

Das Ändern des Titels hat aber immer noch nicht die Qualität des inhaltes dieses Artikels verbessert. Könnte man hier auch noch den Schreiberling der diesen Titel verbrochen hatte, austauschen?

Wer sich besser informieren will, soll einfach zur Konkurrenz gehen:

http://www.nzz.ch/international/entkriminalisierung-von-sexarbeit-gefordert-1.18593999

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