Forum: Panorama
Grundsatzentscheidung: Amnesty kämpft jetzt auch für Liberalisierung der Prostitution
Getty Images

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International setzt sich künftig für eine Liberalisierung der Prostitution ein. Das hat die Hauptversammlung der Bewegung beschlossen - weltweiter Proteste zum Trotz.

Seite 21 von 21
Koda 13.08.2015, 08:59
200. Bitte einmal mit der Wirklichkeit beschäftigen

Zitat von Bachsau
Öffnet unehrlichkeit und Ausbeutung Tüt und Tür. Prostitution sollte weltweit bekämpft, nicht verbreitet werden.
Es geht nicht darum. dass Prostitution weltweit verbreitet werden soll - denn das ist sie ja bereits.
Und zwar seit einigen Tausend Jahren.

Es geht darum, dass die Prostituierten nicht kriminalisiert werden bzw. dass die ohnehin vorhandene Prostitution zivilsiert wird bzw. sie nicht den kriminellen Banden überläßt, die Frauen erst recht ausbeuten.

Vor der Legalisierung oder Liberalisierung hier in Deutschland war ein "Schäferstündchen" mit einer Prostituierten vergleichsweise teuer.

Danach mussten die kriminellen Banden schon erheblich die Preise senken, damit es sich für Freier überhaupt lohnt, nicht in ein zugelassenes Bordell mit höheren Standards und Sicherheit auch für die dort beschäftigten Frauen zu gehen.

So bezahlen zwar die Zwangsprostituierten zwar für den Profitausfall der kriminellen Zuhälter, aber eben die Kriminalität sollte ja bekämpft werden.

Beitrag melden
kale1 13.08.2015, 09:05
201. Das ist eine sehr gute Entwicklung

Eines wenn nicht das Älteste Gewerbe der Welt. Man kann es verbieten, man kann es bekämpfen, es wird immer eine Nachfrage und ein Angebot dazu geben. Und durch eine Legalisierung kann man dies endlich aus dem Sumpf etwas holen. Die Frauen bieten eine Dienstleistung an, etwas, was den meisten Menschen richtig Spaß macht. Es sollte niemand "müssen" und darum muss es gehen.

Beitrag melden
egoneiermann 13.08.2015, 09:29
202.

Zitat von Ontologix II
Selbst wenn eine Prostituierte nicht von einem Zuhälter ausgenommen wird, muss sie 40 bis 50% ihrer Einkünfte an den Wohnungsvermieter abliefern. Das grenzt an Ausbeutung.
Hm, viele Läden und besonders die Gastronomie haben ähnliche Sätze, es wäre ja auch schön, wenn man 100% der Einnahmen immer behalten könnte. Da Prostituierte im Prinzip keine anderen Geschäftsausgaben haben, ist das sogar ein guter Schnitt. Übrigens verbieten die meisten Städte nicht die Wohnungsprostitution in ihren Verordnungen.

Beitrag melden
tgu 13.08.2015, 09:45
203. Entkriminalisieren...

lässt sich das Geschäft nur, wenn man den ganzen Zweig entkriminalisiert, und da gehören nunmal auch noch die BordellbetreiberInnen und ZuhälterInnen dazu. Oder ist es etwa toll, wenn die legale Prostituierte an der nächsten Ecke Ausgebraubt und vergewaltigt wird, weil niemand auf sie aufpassen darf.
Ich finde diesen Schritt von Amnesty gut. Wenn es Bordelle und Zuhälter gibt, welche sich regestrieren müssen, dann hat der Staat einen Überblick wo es legale Prostitution gibt und kann diese Orte und Personen regelmässig kontrollieren, wie Restaurants z.B., welche auch geschlossen werden, wenn die sich nicht ans Gesetzt halten. Alle anderen Orte und Personen wären dann sofort illegal, außer den Prostituierten, welche dann ein Druckmittel gegenüber ihren illegalen Zuhältern haben. Mit der Entkriminalisierung der Prostituierten, Zuhälter und Bordelle würde man dann nicht nur die Umstände der legalen Prostitution verbessern, sondern auch die der illegalen Protitution.

Beitrag melden
lilsue66 13.08.2015, 09:52
204. prostituierte zu entkriminalisieren...

...ist äußerst sinnvoll. natürlich wär's toll, wenn es Prostitution erst gar nicht gäbe, aber sie gehört nun mal zur Realität. also ist es sinnvoller diesen Menschen zu helfen, anstatt sie durch Verfolgung in die Hände von Zuhältern und Menschenhändlern zu treiben. diese sollten allerdings mit aller Hätte verfolgt und bestraft werden.

Beitrag melden
Torfkopf 13.08.2015, 09:54
205. Prostitution ist kein reines Frauenproblem!

Zitat von Ulrike Maier
"Die EU-Staaten sollen die Nachfrage nach Prostitution eindämmen, indem sie die Freier bestrafen und nicht die Prostituierten, fordert das Europäische Parlament in einer am Mittwoch verabschiedeten nicht bindenden Resolution. Die Abgeordneten betonen, dass nicht nur Zwangsprostitution, sondern auch freiwillige sexuelle Dienstleistungen gegen Bezahlung die Menschenrechte und die Würde des Menschen verletzen. Das Parlament fordert die Mitgliedstaaten auf, Ausstiegsstrategien für Prostituierte zu entwickeln, indem zum Beispiel alternative Einnahmequellen für Frauen gefunden werden, die einen Ausweg aus der Prostitution suchen. "Statt der Legalisierung, die in den Niederlanden und Deutschland zu einem Desaster geführt hat, brauchen wir einen nuancierten Ansatz, der die Männer bestraft, die die Körper der Frauen als Gebrauchsgegenstand behandeln, ohne dabei diejenigen zu bestrafen, die in die Sexarbeit abgeglitten sind", so Mary Honeyball (S&D, UK), die die Resolution entworfen hat. "Wir senden ein starkes Signal: Das Europäische Parlament ist ambitioniert genug, um Prostitution aktiv zu bekämpfen, anstatt sie einfach als unumgängliche Realität zu akzeptieren.".... Amnesty ist spendenabhängig und die Prostitutionsindustrie ein 99 Milliarden Euro schweres Geschäft.Diesem Verein AI gehört ab sofort die Bezeichnung "Menschenrechtorganisation" aberkannt. Lea Ackermann von SOWOLDI hat es richtig formuliert:http://www.deutschlandradiokultur.de/debatte-ueber-sex-arbeit-ein-jahr-in-der-prostitution-und.1008.de.html?dram:article_id=328077
Prostitution kann nie bekämpft werden, denn es wird immer auch in Schweden oder Frankreich Prostitution geben. Dann eben in den Privatwohnungen oder sonstigen Etablissements einer Stadt.
Natürlich kann man die Freier bestrafen, nur fazu beadrf es erst einmal den Beteiligten nachzuweisen, dass der Mann eine Freier ist und die Frau ihre Dienste gegen Geld anbietet.
Sie können keiner Frau und keinem Mann häufig wechselnde Partnerschaften verbieten.
Dann muss bewiesen werden, dass Geld geflossen ist für die Sexdienste.
Das europäische Parlament hat schon viele Gesetzesinitiativen gestartet die Murks waren oder sich als Murks herausgestellt haben.

Wenn Sie Prostitution verbieten wollten, müßten Sie den Sextrieb des Mannes ausschalten, egal ob Hetero oder Homo. Ach Sie dachten es gäb nur weibliche Prostituierte? Die beiden mögen es mir verzeihen, aber fragen Sie einmal zwei prominente Verblichenen, die brutalst ermordert wurden:
Walter Sedlmayer und "Mosi".
Es prostituiren sich nämlich Männer und Frauen!

Beitrag melden
Torfkopf 13.08.2015, 10:00
206.

Zitat von Koda
Es geht nicht darum. dass Prostitution weltweit verbreitet werden soll - denn das ist sie ja bereits. Und zwar seit einigen Tausend Jahren. Es geht darum, dass die Prostituierten nicht kriminalisiert werden bzw. dass die ohnehin vorhandene Prostitution zivilsiert wird bzw. sie nicht den kriminellen Banden überläßt, die Frauen erst recht ausbeuten. Vor der Legalisierung oder Liberalisierung hier in Deutschland war ein "Schäferstündchen" mit einer Prostituierten vergleichsweise teuer. Danach mussten die kriminellen Banden schon erheblich die Preise senken, damit es sich für Freier überhaupt lohnt, nicht in ein zugelassenes Bordell mit höheren Standards und Sicherheit auch für die dort beschäftigten Frauen zu gehen. So bezahlen zwar die Zwangsprostituierten zwar für den Profitausfall der kriminellen Zuhälter, aber eben die Kriminalität sollte ja bekämpft werden.
Eine interessante Sichtweise, m.E. jedoch falsch!
Die Prostitution in Deutschland und der Preisverfall für die Dienstleistungen sind einzig das Ergebnis der offenen Grenzen, sprich des Schengen-Abkommens.

Im Übrigen sind die Preise nur auf dem billigen Straßenstrich und den Absteigen gefallen, somit können auch "Arme" in den Genuß der Dienstleistungen kommen..

Die Edeldamen haben immer noch die selben Preise!

Beitrag melden
hup 13.08.2015, 10:07
207. Da hat mal einer Verstanden wie Amnesty funktioniert...

Zitat von pandur1234567@yahoo.com
Wenn man Verbrechen deckt u Unterstützt ist doch alles nur noch unglaubwürdig. Dann wird den Ländern vorgeworfen nicht genug Kriminalität zuzulassen. Kontrolliert sich Amnesty aber auch selbst ob es immer noch den richtigen Weg geht wie zu seiner Gründung?
Was glauben Sie denn was politische Gefangene in dem Land sind in dem sie inhaftiert sind, oder Frauen die z.b. In Saudi-Arabien Auto fahren? Richtig - Illegale und Kriminelle. Amnesty drängt darauf, dass diese Länder ihr Gesetzgebung ändern, also ist Amnesty total unglaubwürdig...

Wer mit Legaliät argumentiert wo es um Mensvhenrechte geht, der hat aber sowas von gar nichts verstanden, am wenigsten was Amnesty tut.

Schönwettermoralisten die Amnesty unterstützen wenn es ins eigene Weltbild passt, aber verdammen wenn es mit der eigenen simplen Moral nicht hinhaut sind einfach bigott.

Ich hab hier noch kein sachliches Argument gegen den Kurs von Amnesty gehört, sehr wohl aber das repetitive Lamentieren von Ahnungslosen Moralisten von eigenen Gnaden. Amnesty braucht zwar prinzipiell Geld, aber es ist aus meiner Sicht eher gut wenn man sich hier vom bürgerlich-bigotten Lager trennt um für das eigene Klientel, entrechtete und Unterdrückte, zu denen auch und insbesondere Prostituierte gehören, endlich wirklich etwas zu verbessern.

Es braucht keine Rettung durch selbsternannte Retter von Prostituierten, es braucht Rechte und Selbstbestimmung für diese. Dann regelt sich das von allein zum besseren. Die Grünen wussten das mal, haben es aber auf dem Altar der Wählbarkeit geopfert, sprich sich wider besseres wissen dafür entschieden Repression statt Rechtstaatlichkeit zu bevorzugen. Amnesty ist deutlich weniger Feige als die Politik und geht den unbequemen aber richtigen Weg. Das ist vorbildlich.

Beitrag melden
hup 13.08.2015, 10:13
208. Zuhälter gibt es bei Legalität der Prostitution kaum noch

Zitat von exil-berliner
Egal ob legal oder illegal Zuhälter in diesem Bereich der Horizontalwirtschaft wird und muss es immer geben, da auch Frauen Schutz vor zu rabiater Kundschaft benötigen, der "Schutz" seitens Zuhältern wird jedoch oft durch einen hohen Preis seitens der Frauen bezahlt. Es wird sich am Grundprinzip jedoch nichts ändern..
Wenn Prostitution legal wäre, würden die Frauen den Schutz selbst organisieren können oder diesen bezahlen (Security wie im Club Bereich üblich), Zuhälter gibt es nur in der Illegaliät, weil die Frauen sich nirgends hinwenden können für Schutz, bzw. um sich gegen aufgezwungenen "Schutz" durch Zuhälter zu wehren.
In dem Moment in denen die Dienstleistung ein rechtlich abgesicherter Vertrag ist kann man z.b. In Zukunft die Polizei rufen ohne selbst sofort von dieser ebenfalls als Täter behandelt zu werden.

Beitrag melden
Seite 21 von 21
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!