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Grundsatzentscheidung: Amnesty kämpft jetzt auch für Liberalisierung der Prostitution
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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International setzt sich künftig für eine Liberalisierung der Prostitution ein. Das hat die Hauptversammlung der Bewegung beschlossen - weltweiter Proteste zum Trotz.

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stefan7777 12.08.2015, 06:54
30. Prohibition bringt doch nichts!

In keinem Bereich hat die Ächtung von Tatsachen je etwas gebracht. Im Bereich Drogen oder Alkohol hat sich ähnlich wie im Bereich Prostitution nur ein stabiler und "dunkler" Schwarzmarkt und somit die Ausbeutung erst entwickelt. Daher ist es ein mutiger und sehr richtiger Schritt von Amnesty. Um wirklich etwas zu verbessern muß die Prostitution aus dem Schatten heraus.

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interessierterleser1965 12.08.2015, 07:02
31. Richtige Entscheidung

In der Illegalität blühen Ausbeutung und Mißbrauch erst richtig auf, weil die Frauen nicht zur Polizei können. Wer davor die Augen verschließt, ist ein naiver Gutmensch. Viele Frauen haben oft keine beruflichen Alternativen. Auch das gehört in vielen Ländern zur traurigen Realität. Im Licht der Legalität haben die Frauen eine Chance auf eine gute Behandlung.

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heiko1977 12.08.2015, 07:02
32.

Naja hauptsache mit der Überschrift provoziert, ob diese wahr ist oder falsch egal. Deutscher Journalismus ist auf Bild-Niveau verkommen.

Amnesty kämpft nicht für Zuhälter oder für "Ausbeuter", was an anderer medialer Stelle behauptet wurde, sondern für die Rechte der Prostituierten und das ist eine gute Sache. Denn mehr Rechte heisst mehr Schutz und Grenzen für die Ausbeuter, vorrausgesetzt sie werden auch in Anspruch genommen.

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Sabbelbacke 12.08.2015, 07:04
33. Widersinnige Moral

Ich frag mich schon mein ganzes Leben warum einerseits alles ständig von Sex redet, überall nackige Hintern präsentiert werden usw. und andererseits käuflicher Sex stets ins den letzten verdreckten Schmuddelecken stattfindet. Den Prostituierten geht es deshalb so schlecht bzw. sie sind deshalb so verrufen WEIL es verboten ist.

Unsere Gesellschaft hat eine völlig verquere Doppelmoral. Prostitution sollte ein ganz normaler "freier" Beruf werden mit Krankenversicherung und allem Piepapo und natürlich ohne jeglichen Zwang.

Es gibt eben Männer (und Frauen) die niemals die Chance haben einer Frau nahe zu kommen. Deshalb ist es das älteste Gewerbe der Welt.

Wie sagte Charles Bukowski: "Die Frau hasst die Prostituierte, weil sie die Währungseinheit M**e inflationiert".

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Tahlos 12.08.2015, 07:05
34. Das

könnte dann zu einem neuen Lehrberuf führen. Einer 2-3 jährigen Ausbildung zum Zuhälter mit Gesellenbrief am Ende. Der Meister ist dann auch nicht weit. Lässt sich dann auch Branchenübergreifend bei Zeitarbeitsfirmen als Mitarbeiter der Führungsebene einsetzen, denn soviel Unterschied gibt es ja da nicht. Die Mitarbeiter müssen sich ja ähnlich "verkaufen (lassen)" - Würde zählt nicht.

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NoUse4aName 12.08.2015, 07:09
35. Reizerische Überschrift...

...wenig dahinter.
Zuhälter gibt es schließlich vor allem dort, wo Prostitution illegal ist - gerade auch zum Schutz vor übergriffen der Polizei, für die Prostituierte dann in solchen Ländern in der Dritten Welt oft Freiwild sind.
Und mit Liberalisierung ist weder Kinder- noch Zwangsprostitution gemeint, bevor jemand jetzt auf dieses schmale Brett kommt.

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Harald A. Irmer 12.08.2015, 07:10
36. Man kann das Eine tun und das Andere nicht lassen

Es spricht doch gar nichts dagegen einerseits gegen Ausbeutung, Unterdrückung etc pp. zu kämpfen und andererseits SexarbeiterInnen ihren Job machen zu lassen, wenn sie das tun wollen. Dagegen spricht nur, das manche Leute eine vergleichbare Moral wie Taliban, IS etc pp. haben und diese der ganzen Welt aufzwingen wollen.

Harald Irmer, Karlsruhe

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Spiegelleserin57 12.08.2015, 07:16
37. die Entkriminalisierung öffne Tür und Tor...

Tür und Tor sind doch jetzt schon weit offen, nur in der Illegalität weil niemand sich um dieses Gewerbe gekümmert hat. Frauen sind bis heute nicht gleichberechtigt. Die Prostituierten werden beschimpft ABER im Gegenzug gehen 90% der Männer dorthin, welch ein Widerspruch, verrucht und doch für gut befunden!

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3of5 12.08.2015, 07:18
38. so schaut Rückgrat aus!

Genau wie im Fall der Liberalisierung von leichten Drogen (entzieht der organisierten Kriminalität Gelder) die einzige Richtung, die Sinn macht, will man Positives in dem Bereich bewegen. Und mindestens genauso unpopulär. Die Legalisierung der Prositution führt zu einem besseren rechtlichen Status der SexarbeiterInnen und kann ihre Position dadurch wesentlich verbessern. Das pseudofemministische Ziel der Abschaffung von Prostitution hingegen kann nicht als realistisch eingeschätzt werden. Ein mutiger und wohlfundierter Schritt von Amnesty International, der zeigt, dass die Organisation zu ihren Prinzipien steht. Glückwunsch!

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h.hass 12.08.2015, 07:19
39.

Amnesty kämpft für Zuhälter - das ist eine üble, bösartige Überschrift. Aus dem Text geht eindeutig hervor, dass Amnesty die Prostitution entkriminalisieren will. Es ist doch klar, dass das passiert, um weltweit die Rechte und die Position der Prostituierten zu stärken, und nicht, um Zuhältern bessere Geschäfte zu ermöglichen.

Ich weiß sowieso nicht, was der Protest der Promi-Damen soll. Die Ausbeutung der Frauen ist garantiert noch größer, wenn die Prostitution in einem tabuisierten, kriminalisierten Raum stattfindet, wo sich die Frauen nicht trauen, die Polizei zu kontaktieren - aus der Angst heraus, dann verhaftet zu werden.

Aber vielleicht sind die Unterzeichnerinnen ja der Meinung, Prostituion ließe sich verhindern, indem man sie verbietet. Es gibt ja auch Leute, die der Ansicht sind, der Konsum von Alkohol könne durch Prohibition gestoppt werden.

Prostitution zu kriminalisieren, hilft den betroffenen Frauen wenig. Eher ist das Gegenteil der Fall. Aber man/frau fühlt sich bei solchen Forderungen dann natürlich auf der moralisch sicheren Seite, denn man hat ja "das Richtige" kann. Leider gibt es bei dieser Thematik kein eindeutiges "richtig" oder "falsch". Elendsprostitution wird es beispielsweise so lange geben, wie es das entsprechende Elend gibt. Dagegen müssen aber die Politiker vor Ort etwas tun, indem sie die sozialen/wirtschaftlichen Verhältnisse verbessern.

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