Forum: Panorama
Haiti nach dem Jahrhundertbeben: Eine Überlebensgeschichte
Daniel Rosenthal/Welthungerhilfe

Haiti hat sich stark verändert seit dem katastrophalen Erdbeben 2010. In der Hauptstadt Port-au-Prince werden Parks hergerichtet, große Supermärkte haben eröffnet. Doch die Menschen können nicht vergessen. Menschen wie Johanna Dabady, die damals ein Kind verlor.

kendon 27.08.2013, 15:54
1. 5US$ pro Tag...

...kann ja nur ein Tippfehler sein. Damit würde sie zur besserverdienenden Bevölkerungsschicht gehören. Eine schnelle, unfundierte Suche nach dem Durchschnittseinkommen in Haiti zeigt, dass sie damit locker dreimal so verdienen würde wie der Durchschnitt.

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spon-facebook-1565797783 27.08.2013, 16:16
2. Haitian dollar

Vermutlich sind einfach 5 "Haitian dollar" gemeint, das entspricht 25Haitian Gourde = 0,60US$

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topas 27.08.2013, 16:18
3.

Zitat von kendon
...kann ja nur ein Tippfehler sein. Damit würde sie zur besserverdienenden Bevölkerungsschicht gehören. Eine schnelle, unfundierte Suche nach dem Durchschnittseinkommen in Haiti zeigt, dass sie damit locker dreimal so verdienen würde wie der Durchschnitt.
Vielleicht zählt aber auch die Aussage im Artikel, dass Sohn und Tochter (beide volljährig) mithelfen. Somit würden sich die 5$ auf drei Köpfe verteilen - was ja dem Faktor drei entspricht, den Sie anführten. Sicherlich im Artikel unglücklich formuliert, aber wahrscheinlich eine plausible Begründung.

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spon-facebook-1005825851 27.08.2013, 17:05
4. 5US pro Tag

Mit 150 USD im Monat gehört man definitv nicht zur besseren Bevölkerungsschicht in Haiti. Man sollte den Statistiken nicht alles glauben. Ich lebe auf Haiti. In den Provinzen verdienen die meisten vielleicht 2-3 USD am Tag, in der Hauptstadt sind es mindestens 5, ansonsten kann man davon nicht leben. Ein Strassenpolizist verdient etwa 375 USD im Monat, ein Primarschullehrer auch etwa 150 USD. Einige Marktfrauen (die sicherlich keine Bildung haben) verdienen soviel, dass sie es sich sogar leisten können nach Panama zu fliegen um dort Dinge zu importieren.

Um ein Haus aus Beton im Slum in der Nähe des Zentrums zu mieten mit 3 kleinen Zimmern, muss man etwa 1000 USD im Jahr rechnen.

Haiti ist teuer geworden seit dem Erdbeben und die Statistik sicherlich nicht erneuert.

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patiperro1 27.08.2013, 18:28
5. 5 Dollar

warum soll das nicht möglich sein, hier in Südamerika sind 5 Dollar wenig Geld da die Lebensmittel fast den gleichen Preis haben wie in Europa dank Globalisierung. Und was das Erdbeben betrifft sollte keiner mitreden der noch keines erlebt hat. In Deutschland würden auch die Hälfte der Häuser einstürzen bei 8Grad auf der Mercalliscala.

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king_pakal 27.08.2013, 18:30
6. Beispiel von den Folgen der Doppelmoral

Zitat von sysop
Haiti hat sich stark verändert seit dem katastrophalen Erdbeben 2010. In der Hauptstadt Port-au-Prince werden Parks hergerichtet, große Supermärkte haben eröffnet. Doch die Menschen können nicht vergessen. Menschen wie Johanna Dabady, die damals ein Kind verlor.
Gut, dass die damals so hoch gepriesene Hilfe der US-Regierung merklich geholfen hat. Hatte nicht sogar B.Clinton sich der Sache persönlich angenommen? Seltsamerweise schaffen diese angebliche Beschützer der Menschenrechte nicht innerhalb von mehreren Jahren das zerstörte Land aufzubauen bzw. beim Aufbau zu helfen. Sonst wäre die Situation heute ganz andere. Zuerst große Töne spucken und dann doch nichts unternehmen. Aber warum auch. Haiti hat ja auch kein Öl.

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Michael Wesemann 28.08.2013, 11:39
7. Haiti nach dem Jahrhundertbeben

Guten Tag, ich bin erschüttert über die Bilder. Es sieht wirklich so aus, wie die deutschen Städte nach den Bombenangriffen ausgesehen haben. Nur eins wundert mich doch sehr: Ergreift denn niemand mal die Initiative, hier die einsturzgefährdeten Häuser mal abzureissen? Die Trümmerlandschaften mal zu entsorgen? Worauf warten denn die Leuten um sich vom Müll zu befreien? In den deutschen Städten wurde mit großem Elan - über Jahre hinweg - mit sog. Trümmerfrauen ein Trümmerfeld nach dem anderen beseitigt. Ohne diese Arbeit hätte niemals der Aufbau so stattfinden können wie er es dann getan hat. Ich sehe nirgendwo eine vergleichende Initiative. Nochmal, ich bin erschüttert ob der tragischen Lethargie die dieses eigentlich so lebensfrohe Volk so offensichtlich befallen hat. Und sich nur zurücklehnen um auf Hilfe von aussen zu warten wird den Zustand nicht ändern oder verbessern.
Ihr
Michael Wesemann
...übrigens: Die Trümmerfrauen haben auch angefangen aufzuräumen ohne danach zu fragen, wer es denn letzendlich bezahlt!

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flo7 28.08.2013, 17:48
8. Die Hilfen kahmen kaum an

[QUOTE=sysop;13582696]Haiti hat sich stark verändert seit dem katastrophalen Erdbeben 2010. In der Hauptstadt Port-au-Prince werden Parks hergerichtet, große Supermärkte haben eröffnet. Doch die Menschen können nicht vergessen. Menschen wie Johanna Dabady, die damals ein Kind verlor.

Ich habe Berichte über Haiti gelesen und Bilder gesehen ! Die Hilfen kahmen da wo sie gebraucht wurden kaum an .Noch heute liegt viel in Trümmern ,in Krankenhäuser fehlt es an allem ! Ich hätte eine bessere Verteilung erwartet und auch mehr an Hilfen für die Krankenhäuser !

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