Forum: Panorama
Hamburg: Randalierer wüten im Schanzenviertel

Pflastersteinwerfer, Böllerschüsse, brennende Barrikaden: Das Hamburger Schanzenviertel wurde im Anschluss an ein Stadtteilfest von schweren Krawallen erschüttert. Randalierer demolierten eine Sparkasse - die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen sie vor. Zwei Personen wurden festgenommen.

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Populist 05.09.2010, 00:45
1. Merkwürdig

Die Recht laufen stumm durch die Straßen..und die Gutmenschen regen sich auf..
Die Linken randalieren, zerstören, verletzen...und die Gutmenschen regen sich nicht auf.
Verkehrte Welt.

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Vincent_Vega 05.09.2010, 00:47
2. War da was?

Zitat von sysop
Pflastersteinwerfer, Böllerschüsse, brennende Barrikaden: Das Hamburger Schanzenviertel wurde im Anschluss an ein Stadtteilfest von schweren Krawallen erschüttert. Randalierer demolierten eine Sparkasse - die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen sie vor. Zwei Personen wurden festgenommen.
Ohhhh, zwei Personen wurden festgenommen und mit 42 Personen sind Gespräche geführt worden. Na, immerhin, da können wir ja froh sein, daß nicht mehr geschehen ist. War es denn eine nette Unterhaltung oder eher: "Moin!", "Moin!"?

Ich erinnere mich mal an eine Demonstration Mitte der 80er, als der später sog. "Hamburger Kessel" angewendet wurde.
Damals war es der Hamburger Polizei möglich über 800 Demonstranten einzukesseln, die allerdings friedlich waren. Jetzt soll es nicht gelingen ein paar Dutzend Randalierer dingfest zu machen und dem Spuk schnell ein Ende zu bereiten?
Sachbeschädigung, Landfriedensbruch, Nötigung, versuchte Körperverletzung und und und... Und die Polizei schaut zu. Das ist der eigentliche Skandal.

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b.t.l. 05.09.2010, 01:36
3. bisher wars im vergleich aber sehr ruhig....

ich komme gerade aus der schanze und im vergleich zu den vorjahren was es dieses jahr sehr ruhig. falls es so bleibt (die nacht ist ja noch jung, da kann noch einiges passieren) dann hat die polizei dieses jahr mit ihrem konzept erfolg gehabt.
generell habe ich schon länger das gefühl, das es sich bei den chaoten nicht unbedingt nur um linksradikale handelt sondern um krawall-touristen, die in die schanze fahren "um was zu erleben" und danach wieder in die elbvororte verschwinden und den schwarzen kapuzenpulli gegen ihr poloshirt zu tauschen.

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Bitbändiger 05.09.2010, 02:02
4. Das alte Rechts-Links-Muster!

Zitat von Artikel:
Mit einer Eisenstange drosch sie auf die Überreste des Feuers ein und schrie: "Kein Feuer in meinem Viertel." In ihrem Umfeld befanden sich gut ein halbes Dutzend autonome. Während die Frau SPIEGEL ONLINE über den Brand Auskunft gab, wurde sie immer wieder von Personen aus der Gruppe bedrängt.
Woher, verehrter Autor, wissen Sie denn schon wieder, dass es sich um "Links"autonome handelt? Haben die sich vorgestellt? Marx und Lenin zitiert? Oder sich durch Nicht-Tragen von Springerstiefeln und/oder Steinar-Klamotten automatisch als "Linke" geoutet?

Tatsächlich wird diese Methode der Indoktrination immer selbstverständlicher, hat sie doch den Vorteil, dass von dem Attribut "Links-" immer auch was Fieses auf Die Linke, SPD oder Grüne (in den USA lautet das gängige Schimpfwort "liberals") abfärbt. Offenbar unerwünscht ist die ganz simple und eingängigste Klassifizierung, nämlich dass es sich bei dem Gesindel schlicht um krawallgeile Dumpfbacken handelt, die trotz schwerster intellektueller Behinderung immerhin begriffen haben, dass die "Bullen" sich mangels angemessener Gegenwehr wunderbar verarschen lassen.

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Christian W. 05.09.2010, 02:02
5. .

Das ist doch nichts neues dort und immer wieder das selbe. Spätestens nach der ersten Seite mit Beiträgen hier wird jemand auftauchen, der die Polizei dafür verantwortlich macht und eine weitere Person wird von Repressalien und blablubb sprechen. Die dritte Person hingegen wird bemängeln, dass man ja viel eher mal über die immer stärker werdende Gewalt von rechts berichten sollte, da diese viel schlimmer ist und man die armen Linken doch mal in Ruhe lassen sollte. Wetten dass?

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apira 05.09.2010, 02:38
6. Zivilgesellschaft

Zitat von sysop
Pflastersteinwerfer, Böllerschüsse, brennende Barrikaden: Das Hamburger Schanzenviertel wurde im Anschluss an ein Stadtteilfest von schweren Krawallen erschüttert. Randalierer demolierten eine Sparkasse - die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen sie vor. Zwei Personen wurden festgenommen.
Ich habe keinen einzigen Linksautonomen gesehen. Die sind ja schon unangenehm genug, aber ne andere Liga, als diese Hooligans heute. Am Neuen Pferdemarkt knallten immer wieder Böller, aber das hatte niemanden beeindruckt, und da waren auch keine 200 Randalierer, da war ein sehr nettes Stadtfest, das dann leider sehr schnell zuende war. Ob die Sache mit den 1000 Polizisten, die plötzlich vorbeiliefen, klug war, kann ich nicht beurteilen, aber polizeiliches Augenmaß kann ich bestätigen. Leider nicht bestätigen hingegen kann ich eine ausdrückliche Ausladung der Schanzenbewohner an die Umlandkids. Meine Wahrnehmung des Abends war ein Mangel an Zivilgesellschaft.

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romiu 05.09.2010, 03:09
7. .

Was ich mich immer wieder frage: wo ist der Unterschied zwischen gewaltbereiten Linken und gewaltbereiten Rechten? Groß kann er nicht sein. Ich bin alles andere als rechts, eher links der Mitte, aber das frage ich mich immer wieder. Solch einen Weg würde ich niemal einschlagen, Dummheit gibt es auf beiden Seiten, Schade.

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Logicus Interruptum 05.09.2010, 05:09
8. Ohnmacht der Staatsgewalt

Allein die Duldung solcher Aktionen zeigt die Ohnmacht der Staatsgewalt auf.

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owhisonant 05.09.2010, 05:37
9. Also wirklich, die Jugend von heute...

Kann mir jemand erklären, was eigentlich los ist? Ich wohne seit Jahren nicht mehr in Deutschland und begreife vielleicht deshalb überhaupt nicht mehr, wogegen eigentlich demonstriert wird, und dieses Ausmaß der Gewaltbereitschaft. Ist man einfach "mit der Gesamtsituation unzufrieden"?
Warum werden unschuldige Bürger, wie es in dem Artikel steht, von sogenannten Linksautonomen "bedrängt", weil sie es wagen, Brände vor ihrer Haustür löschen zu wollen??? Und die Polizei? Wo früher, vollkommen inkorrekterweise!!, mit äußerster Härte gegen größtenteils friedliche Demonstranten "durchgegriffen" wurde (Brokdorf, Hamburger Kessel), scheint sich nun gegenüber erklärten Gewalttätern impotente Sanftmut im Amt breitgemacht zu haben.

Mann, ich war in der Schanze schon im Kindergarten, hab im Winter am Wasserturm gerodelt, und im Sommer im Cafe Unter den Linden gesessen. Schade um ein schönes Stadtviertel! Mir tut es vor allem Dingen die Leute leid, u.a. Freunde von mir, die dort wohnen und arbeiten :(

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