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Hamburgs Polizeichef über Kritik an G20-Einsatz: "Besserwisser ohne Verantwortung"
DPA

Wegen der Krawalle beim G20-Gipfel steht auch die Hamburger Polizei unter Druck. Behördenchef Ralf Martin Meyer wehrt sich gegen Kritik - und bestätigt, dass sich mehrere Einheiten weigerten, ins Schanzenviertel vorzurücken.

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thinklink 15.07.2017, 11:54
240. Beweise

Zitat von 99Augustus
Wer zieht eigentlich die Richter zur Verantwortung, die gegen alle Warnungen und Erkenntnisse der Polizei die Rückzugsräume der Vermummten in den Camps erlaubt haben?
hätte man doch schon gern für Meyers und ihre hier wiederholte Behauptung, dass "die Camps" als Rückzugsraum und Sammelstelle für Molotowcocktails gedient hätten? Wo sind die beschlagnahmten Gegenstände? Woran macht man das fest: an der verfügbaren Isomatte? Reicht das schon, um den "Rechtsstaat" nach CDU/CSU/FDP Lesart an den Rand des Abgrundes führen? Ich bin
beeindruckt! Die Richter haben aus ihrer Sicht beurteilt, was von der Polizei an Belegen für ihre Gefahreneinschätzung vorgelegt wurden: die waren offensichtlich ein bisschen zu wenig überzeugend. Genauso wie hier stets dieses Argument ohne jede konkrete Belege einfach immer wieder wiederholt wird... So wird das nix mit einer plausiblen Begründung für das rechtswidrige Verhalten des Einsatzleiters. Auch nicht bei der hundertsten Wiederholung. Und das ist keine Entschuldigung oder Begründung für das Verwüsten eines Wohnviertels mit seinen Geschäften, bei dem sich Nazis und gewalttätige Anarchos gemeinsam und arbeitsteilig zusammenfanden.

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Tiben 15.07.2017, 11:54
241.

Zitat von didi2212
[...] Die Polizeiführung hat also keine Fehler gemacht, sondern ihre Strategie ist durch die ihr nicht bekannte Vorbereitung der Chaoten nicht aufgegangen. Dass Besserwisser und Leichtmatrosen, wie der Polizeipräsident richtig formuliert, jetzt Kritik üben, sollte man nicht so ernst nehmen. Kaum auszuhalten sind die Sesselfurzer in den Talkshows, die nur aus parteipolitischer Perspektive diskutieren und völlige Ahnungslosigkeit offenbaren.
Es wurden also keine Fehler gemacht, lediglich die Strategie ist nicht aufgegangen? Ja?! Das könnte man dann als kapitalen Fehler bezeichnen, oder?

Es geht doch nicht darum die Polizei zu diffamieren, ich bin froh dass diese versuchte die Übergriffe der Krawalltouristen einzudämmen.
Dennoch muss es doch möglich sein, Fehlleistungen zu benennen, diese einzugestehen, zu analysieren und Lehren daraus zu ziehen.

Das beginnt bei der Wahl des Veranstaltungsortes.
Nicht weil wir von Randalierern die Ortswahl diktieren lassen, sondern weil es unsäglich ist, eine Großstadt mehrere Tage lahm zu legen und somit negativ in das Leben hunderttausender einzugreifen. Bzw. diese durch Randale und potenziell zu erwartenden Terroranschlägen in Gefahr zu bringen. Immerhin waren die 20 wichtigsten Staatschefs der Welt an einem Ort versammelt.

Dann wurde mit Herrn Dudde ein Hardliner und Haudrauf in Verantwortung gebracht, der eben nicht für Fingerspitzengefühl und Deeskalation, sondern für seinen Konfrontationskurs bekannt ist. Nun die (absehbare) Konfrontation hat man dann ja auch bekommen.

Weiter wurde kleinlich-hart gegen die bis dato friedliche Demo mit dem dümmlichen „Welcome to Hell“ Titel vorgegangen, während man später ganze Stadtteile an Randalierer fallen lies.

Und dann reden wir noch von den dokumentierten Fällen übertriebener polizeilicher Härte gegen vieler Orts friedliche Demonstranten, aber auch vom nötig werden der Abgabe eines Warnschusses, da ein Polizist offenbar von Krawallmachern in Bedrängnis gebracht werden konnte.
Nicht zuletzt muss auch die Einschränkung der Pressefreiheit noch erwähnt werden.

Ich finde da besteht durchaus Diskussions- und Aufklärungsbedarf.

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Denkt mal selber nach 15.07.2017, 11:54
242.

Zitat von ein-berliner
Wenn dieser Karrieremensch wirklich einmal Leiter des MEK in Hamburg war wundert mich wahrlich nichts an den Ereignissen. Arme Polizei, die von derartigen "Vorgesetzten" geleitet werden. Aber die Jobbörse steht ja offen für weitere Beförderungen...
Das Peter-Prinzip lässt grüßen. Dumm wenn es, wie in Hamburg, gerade bei einem solchen Großereignis zuschlägt.

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yossariania 15.07.2017, 11:54
243. Sie

Zitat von Mister Stone
Das sehe ich anders. Es ist nicht originäre Aufgabe der Polizei, gegen Chaoten zu kämpfen, sondern Chaos zu verhindern! Wenn es Möglichkeiten gibt, Gewalt zu verhindern - und solche wurden meiner Überzeugung nach ausgelassen, ob absichtlich oder nicht weiß ich nicht - dann müssen sie Priorität haben. Geschätzte 98 bis 99 % der "Welcome to hell" Demonstranten waren unmaskiert, auch große Teile des schwarzen Blocks. Das war in den TV-Bildern klar zu sehen. Dennoch wurde der gesamte Zug blockiert und eingekesselt. Das war zunächst mal eine dauerhafte (mindestens 1 Stunde, in dieser Zeit ging überhaupt keine Gewalt von den Demonstranten aus) massive Freiheitsbeschränkung Unschuldiger. Tatsache ist, dass es danach aus dem schwarzen Block zu Gewaltausübung kam. Die musste selbstverständlich von der Polizei unterbunden werden. 100 % Zustimmung. Ich weiß allerdings nicht, warum der maskierte Teil des schwarzen Blockes nicht schon vorher isoliert festgesetzt wurde (Zeit genug war, und genug Einsatzkräfte waren auch da), sondern die gesamte Demo. Ich meine, die Polizei hätte einen großen Teil der Gewalt verhindern können.
widersprechen sich selbst:
Einerseits fordern Sie, die Polizei solle Chaos verhindern, also präventiv vorgehen.
Dort, wo sie es getan hat, bemängeln sie das präventive Vorgehen der Polizie mit dem Argument, von der Demonstration wäre fast eine Stunde keine Gewalt ausgegangen.
Sie müssten sich da mal entscheiden, was sie denn eigentlich von der Polizei verlangen.

Ihrem letzten Satz stimme ich allerdings vorbehalltlos zu: Camps gar nicht erst enstehen lassen! Und die Rote Flora als Gefechtsstand und Rückzugsort der linksgrünen Gewalttäter hätte schon vor Jahren geschlossen werden müssen!

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denker_2 15.07.2017, 11:56
244.

Zitat von spon-facebook-10000012354
Zu dieser Aktion hat die Polizei ein Video ins Netz gestellt, das m.E. an der Notwendigkeit des SEK-Einsatzes keinen Zweifel lässt: G20 Einsatzleiter Hartmut Dudde erklärt mit Videosequenzen, wieso Spezialeinheiten in die Schanze herangeführt wurden. Außerdem die gewalttätigen und skrupellosen Angriffe auf Polizeibeamte bei der Demo. https://sek-einsatz.de/g20/im-video-angriff-auf-die-polizeibeamten-und-sek-einsatz/19959
Dass ist Unsinn. Auf diesen Videosequenzen ist absolut nichts zu sehen, was einen SEK-Einsatz rechtfertigt.
Dieser Hr. Dudde ist eindeutig einer der unfähigsten Polizisten, die jemals in Deutschland Dienst taten.

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tpro 15.07.2017, 11:56
245.

Zitat von All Square
... der Polizei zu erlauben, bei solch gewalttätigen Aktionen von militanten Krawallmachern - Demo kann ich das nicht nennen, denn wofür wird dort demonstriert, für Gewalt ? - Schrot als Schußwaffen einzusetzen. Wer den Tod von Polizeibeamten billigend in Kauf nimmt, hat sein Recht auf eigene Unversehrtheit verwirkt.
Gummigeschosse helfen auch.

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P.Delalande 15.07.2017, 11:56
246.

Zitat von yossariania
Neu war auch in Hamburg auch weniger die Gewaltbereitschaft der linksgrünen Marodeure - das kennen wir ja schon von verschiedenen antifaschistischen Aktionen der linksgrünen Schlägertrupps as
Nun ja, diese angeblich "linksgrünen" Schlägertrupps setzten sich nach Angabe der Polizei aus Autonomen, Rechtradikalen und z.B. auch russischen Holigans zusammen. Sie werden doch die "reife Leistung" der Kameraden nicht schmälern wollen.

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dirkozoid 15.07.2017, 11:57
247. Mal auf Besserwisser hören

Vielleicht sollten gerade diese Besserwisser Verantwortung tragen und nicht ein Herr Dudde, der nicht mal weiß, dass man Leute nicht nur von drei Seiten einkreist, wenn man sie einkesseln will. Da hat ja ein 12-Jähriger mehr Ahnung von Einsatztaktik.

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fnord 15.07.2017, 11:58
248. Alles richtig gemacht

Wenn Polizisten sich tatsächlich geweigert haben, sich verheizen zu lassen, dann finde ich das super. Polizisten sind keine Roboter oder speziell gezüchtete Retortenwesen, sondern Menschen wie Du und ich. Wenn irgendwann mal keiner mehr bereit ist, sich für die feinen Bürger, die nachher alle mit dem Gesetzbuch dastehen und alles besser wissen, kaputtschlagen zu lassen, dann sind wir auf der richtigen Linie. Gerade für die Klientel des Schanzenviertels hätte ich auch meinen Kopf nicht in einen Stahlkugel- und Steinhagel gehalten. Der mündige Beamte, mehr kann man sich gar nicht wünschen. Oder sind wir in einer Militärdiktatur wo der Befehl über alles geht, bis in den Untergang?

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steinbock8 15.07.2017, 12:01
249. komisch Herr Meyer

schuld sind immer die anderen sie hatten lange Zeit um sich auf den Gipfel vorzubereiten sie haben auf der ganzen Linie versagt und gehören aus dem Amt entfernt genauso wie der erste Bürgermeister Scholz der vollmundig die Sicherheit für die Bevölkerung garantiert hat oder soll in Zukunft die Bevölkerung das Heft selbst in die Hand nehmen wollen sie das

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